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8.3.3 Unterhaltsleistungen in:

Dietmar Wellisch, Jörg Kroschel

Besteuerung von Erträgen, page 445 - 445

2. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3890-1, ISBN online: 978-3-8006-3891-8, https://doi.org/10.15358/9783800638918_445

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
Abzüge von der Summe der Einkünfte 411 davon: Basissicherung: 3.000 €), Pflegeversicherung (500 €), Haftpflichtversicherung (200 €), Unfallversicherung (100 €) entrichtet. Krankenversicherung (Basissicherung) 3.000 € + Pflegeversicherung + 500 € = Beiträge nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG 3.500 € unbeschränkt abziehbar, obwohl Höchstbetrag (2.800 €) überschritten Krankenversicherung (Basissicherung überschritten) 1.000 € + Haftpflichtversicherung + 200 € + Unfallversicherung + 100 € = Beiträge nach § 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG 1.300 € nicht abziehbar, da Höchstbetrag (2.800 €) bereits mit den unbeschränkt abziehbaren Aufwendungen der Nr. 3 überschritten 8.3.3 Unterhaltsleistungen Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten können bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von 13.805 € als Sonderausgaben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG abgezogen werden, wenn der Unterhaltsgeber dies mit Zustimmung des Unterhaltsnehmers beantragt. Der Unterhaltsnehmer hat diesen Betrag dann zu seinen Sonstigen Einkünften i.S.d. § 22 Nr. 1a EStG zu zählen. Im Übrigen wird auf die ausführlichere Darstellung in Abschnitt B.7.7.2 zu den Sonstigen Einkünften verwiesen. 8.3.4 Versorgungsleistungen Lebenslange Versorgungsleistungen im Zusammenhang mit der Übertragung eines land- und forstwirtschaftlichen, selbständigen oder gewerblichen Betriebs oder Teilbetriebs, eines Mitunternehmeranteils an einer Personengesellschaft, die für ihre Mitunternehmer Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus selbständiger Arbeit oder aus Gewerbebetrieb begründet, eines mindestens 50 % igen Anteils an einer GmbH, wenn der Übergeber als Geschäftsführer tätig war und der Übernehmer diese Tätigkeit nach der Übertragung übernimmt, können gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG von dem leistenden Teil als Sonderausgaben abgezogen werden. Der empfangende Teil hat diesen Betrag allerdings bei den Sonstigen Einkünften nach § 22 Nr. 1b EStG zu versteuern (siehe Abschnitt B.7.7.3). Versorgungsleistungen kommen insbesondere bei der Übertragung von Vermögen bei vorweggenommener Erbfolge vor. Kennzeichnend für Versorgungsleistungen ist, dass die Höhe der wiederkehrenden Bezüge nicht nach kaufmännischen Gesichtspunkten als Gegenleistung für das übertragene Vermögen festgelegt wird, sondern dass in erster Linie die

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Zusammenfassung

Das Handbuch zur Besteuerung des Einkommens.

Thema des Buches ist die Besteuerung von Erträgen in der Bundesrepublik Deutschland, die von natürlichen und juristischen Personen erwirtschaftet werden. Es vermittelt einen systematischen Überblick über die Einkommensteuer, einschließlich der steuerlichen Gewinnermittlung, die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer.

Das Buch eignet sich für die Ausbildung und für die Praxis. Die besondere Eignung für Praktiker leitet sich daraus ab, dass es anders als ein Kommentar bestimmte Sachfragen zusammenhängend abhandelt. So werden beispielsweise Fragen der Besteuerung der Altersvorsorge, von wiederkehrenden Leistungen, Betriebsaufspaltungen, der Umstrukturierung von Personengesellschaften oder der Verlustverrechnung in besonderen Abschnitten systematisch abgehandelt.

Insgesamt zeichnet sich das Buch dadurch aus, dass es die unübersichtliche Zahl von steuerlichen Einzelregelungen in verständlichen Sachzusammenhängen erläutert und somit die Komplexität des Ertragsteuerrechts auf den Kern der steuerlichen Behandlung zurückführt, ohne die steuerlichen Einzelregelungen zu vernachlässigen.

Zielgruppe sind die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften an Universitäten und Fachhochschulen, des Steuerrechts an juristischen Fakultäten sowie Finanzfachhochschulen. Zudem eignet sich das Buch als Nachschlagewerk für die Praxis der Steuerberatung sowie Finanzverwaltung.

Die Autoren

Prof. Dr. Dietmar Wellisch, Steuer- und Rentenberater, studierte Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, promovierte an der Universität Tübingen und habilitierte sich an der Indiana State University/USA und der Universität Dortmund. Prof.Wellisch ist Mitglied des wiss. Beirats beim BMF und zudem Vorsitzender des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft Zeitwertkonten mit Sitz in Frankfurt/Main.

Prof. Dr. Jörg Kroschel war nach einer Promotion zum US-Steuerrecht mehrere Jahre als Steuerberater für Ernst & Young tätig. Seit 2007 ist er Professor für Rechnungswesen und Unternehmensbesteuerung an der Hochschule Zittau / Görlitz.