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15 Immobiliencontrolling als anhaltender Innovationsprozess in:

Hanspeter Gondring

Immobilienwirtschaft, page 653 - 654

Handbuch für Studium und Praxis

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4572-5, ISBN online: 978-3-8006-4573-2, https://doi.org/10.15358/9783800645732_653

Bibliographic information
Vahlen Handbücher – Gondring, Immobilienwirtschaft, 3. Auflage – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 11.02.13 Status: Druckdaten Seite 606 606 IV. Vermarktung, Verwaltung und Bewirtschaftung Umgesetzt auf das Immobilienunternehmen mit dem „IPC“ als Profit-Center könnten eine Balanced Scorecard und die daraus abgeleiteten Maßnahmen folgendermaßen aussehen: 15 Immobiliencontrolling als anhaltender Innovationsprozess Die grundlegenden Controlling-Funktionen Information, Planung, Steuerung und Kontrolle stehen bei der Anwendung des Controlling-Systems in ständiger Wechselwirkung miteinander. Information ist die Basis der Planung. Die Planung wird durch die Steuerung umgesetzt, Auswirkungen der Steuerungsprozesse werden kontrolliert. Ergebnisse von Kontrollen müssen in die Planung einbezogen werden.548 Aus der Perspektive der Unternehmensführung ergibt sich aus dem Controlling ein Rückkoppelungseffekt, der zu Plankorrekturen und Einführung neuer Plan- und Vorgabegrößen führt. Das Controlling-System wird dadurch kontinuierlich angepasst und optimiert. Zusätzlich sind 548 Vgl. Metzner, S. (2002), S. 370 15 Immobiliencontrolling als anhaltender Innovationsprozess Abb. IV 123: Beispiel einer Balanced Scorecard in einem Immobilienunternehmen Vahlen Handbücher – Gondring, Immobilienwirtschaft, 3. Auflage – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 11.02.13 Status: Druckdaten Seite 607 16 Wohn- und Geschäftsraummiete 607 Unternehmen noch in einem dynamischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld tätig, welches laufenden Veränderungen unterworfen ist.549 Veränderungen der Managementkonzepte, des Marktumfeldes, der Mieter und der Mitarbeiter erfordern ständige Anpassungen und Innovationen des Controllings auf das Unternehmenssystem. Immobiliencontrolling ist dauerhaft also nur dann erfolgreich, wenn es einen permanenten Innovationsprozess schafft, welcher sowohl auf das Zielobjekt Immobilie als auch auf das Controlling- System selbst wirkt.550 16 Wohn- und Geschäftsraummiete Miete ist der schuldrechtliche Vertrag, der den Vermieter verpflichtet, dem Mieter einen bestimmten Gegenstand gegen Entgelt auf Zeit zum Gebrauch zu überlassen. Grundlage ist ein Mietvertrag, wie er tagtäglich über bewegliche und unbewegliche Sachen abgeschlossen wird. Im Folgenden soll die Überlassung von Immobilien, wie Häuser, Wohnungen, Geschäftsräume und Garagen etc. das Thema sein. Gesetzlich geregelt sind die mietrechtlichen Vorschriften im Wesentlichen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), unter §§ 535–580 a BGB. 16.1 Mietrechtliche Grundlagen 16.1.1 Abgrenzung Wohnraum- und Geschäftsraummietvertrag Eine Abgrenzung zwischen Wohn- und Gewerberaummietverträgen vorzunehmen, ist deshalb von Belang, da im Wohnraummietrecht zahlreiche, dem Schutz des Mieters dienende Rechtsnormen zur Anwendung kommen. Unter den Begriff Wohnraum fallen alle Räume, die zum Wohnen, also insbesondere Schlafen, Essen, Kochen und zur sonstigen dauernden privaten Nutzung bestimmt sind. Geschäftsräume sind dagegen alle Räume, die zu anderen als Wohnzwecken bestimmt und zur Nutzung einer auf Erwerb gerichteten Tätigkeit angemietet sind. Unter Geschäftsraum-Mietverhältnissen werden alle Mietverhältnisse über Räume verstanden, die nicht zu Wohnzwecken verwendet werden. Für die notwendige Einordnung, ob vermietete Räume als Wohnraum oder Geschäftsraum anzusehen sind, empfiehlt es sich, zunächst auf die Zweckbestimmung abzustellen. Wenn sich die Zweckbestimmung nicht bereits aus der Beschaffenheit der vermieteten Räume selbst ergibt (z. B. Läden, Einkaufszentren, Logistikflächen, Büroflächen), kommt es auf die Zweckbestimmung der Mietvertragsparteien an. Diese kann dem Mietvertrag in der Regel beim „Vertragsgegenstand“ oder „Vertragszweck“ entnommen werden. Denn im Mietvertrag sollte nicht nur festgelegt sein, welche Räume vermietet sind, sondern auch zu welchem Zweck sie dem Mieter überlassen werden. Auf die tatsächliche Nutzung kommt es dagegen nur an, wenn ein Vertragszweck nicht vereinbart wurde. 549 Vgl. Küpper, H.-U. (1997), S. 17 550 Vgl. Metzner, S. (2002), S. 371 16 Wohn- und Geschäftsraummiete

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References

Zusammenfassung

Alles zur Immobilienwirtschaft.

Immobilienwirtschaft komplett

Gondrings Lehr- und Nachschlagewerk umfasst alle wesentlichen Bereiche der Immobilienwirtschaft und eignet sich als allgemeine Einführung in einen bislang von der Betriebswirtschaftslehre vernachlässigten Wissenschaftszweig. Es berücksichtigt sowohl traditionelle als auch für die Zukunft richtungsweisende Themengebiete.

Der „Gondring“

orientiert sich am Lebenszyklus einer Immobilie, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf das ganzheitliche Management von Immobilien in allen Bereichen gelegt wird. Die Schwerpunkte:

– Allgemeiner Teil

– Rechtlicher Teil

– Planen, Bauen, Betreiben

– Vermarktung, Verwaltung und Bewirtschaftung

– Die Immobilie als Asset im Portfolio

– Klassische Finanzierung

– Strukturierte Instrumente und Real Estate Investment Banking

– Bilanzierung und Basel II/Basel III

– Bewertung

– Immobilienmarkt und Ausbildung

Der Autor

Prof. Dr. Hanspeter Gondring, Studiengangsleiter Immobilienwirtschaft an der DHBW Stuttgart.

Zielgruppe

Studierende der Immobilienwirtschaft und immobiliennaher Studienfächer sowie Praktiker.