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A. Gegenstand in:

Bernhard Swoboda, Rolf Weiber

Grundzüge betrieblicher Leistungsprozesse, page 16 - 16

Marketing, Innovation, Produktion, Logistik und Beschaffung

1. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4631-9, ISBN online: 978-3-8006-4632-6, https://doi.org/10.15358/9783800646326_16

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Erstes Kapitel Grundlagen, Abgrenzungen und Sichtweisen A. Gegenstand Eine Betrachtung des Managements von Leistungsprozessen setzt zunächst ein grundlegendes Verständnis der Charakteristika von Betrieben und Unternehmen voraus sowie deren betrieblichen Funktionen und Güter-/Finanzbewegungen. Hierzu gehören die Kenntnisse wichtiger Prinzipien des wirtschaftlichen Handelns in Betrieben und Unternehmen sowie der grundlegenden Erklärungsansätze für dieses Handeln. Ein konzeptioneller Entwurf des Wertschöpfungs- bzw. Leistungsprozesses erfordert eine vertiefte Auseinandersetzung mit Wertkettenansätzen und -aktivitäten von Betrieben und Unternehmen. Hierzu gehören sowohl die traditionellen industriellen Wertschöpfungsund Wertkettenbetrachtungen als auch die Erweiterungen dieser in Richtung einer eher modernen Sichtweise von Wertschöpfungsprozessen, die Interdependenzen zwischen Wertschöpfungsfunktionen und Wirtschaftspartnern bzw. Dienstleistern akzentuiert. Hierauf aufbauend ist die Kenntnis grundlegender Unternehmensziele und -strategien unerlässlich, da diese die Gestaltung der Leistungsprozesse bestimmen. Den Abschluss des Kapitels bildet eine umfassende Fallstudie, welche die Wechselbeziehungen zwischen den vielfältigen Facetten integrierter Leistungsprozesse in Wertschöpfungsketten und deren Wettbewerbs- und Erfolgsrelevanz verdeutlicht. Es schließen sich Hinweise für vertiefende Literaturquellen und Übungsfragen an. B. Grundlegende Sichtweisen I. Erkenntnisobjekt der BWL: Wirtschaften in Betrieben Die Zielsetzung der BWL, die Funktion von Betrieben unter Wirtschaftlichkeitsaspekten zu analysieren, erfordert eine Reihe von Festlegungen, die mit unterschiedlichen – sehr weiten vs. sehr engen – Auffassungen verbunden werden können (siehe hierzu auch Abschnitt B.III. des Ersten Kapitels). Nachfolgend werden allgemeine Festlegungen getroffen, die den Grundlagen des Managements betrieblicher Leistungsprozesse Rechnung tragen und weit gehenden Konsens finden dürften. In Anlehnung an Köhler/Küpper/Pfingsten (2007, Sp. 136) wird unter „Betriebswirtschaftslehre“ in diesem Buch folgender Sachverhalt verstanden. Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) beschäftigt sich mit Betrieben, in denen für bestimmte Ziele über knappe Mittel disponiert werden muss, sodass sich Entscheidungsprobleme des wirtschaftlichen Ressourceneinsatzes und der effizienten Zielerreichung ergeben. Sie versucht dabei wirtschaftliches Handeln in Betrieben zu beschreiben und zu erklären. Betriebe und Unternehmen sind Wirtschaftssubjekte für welche die Erstellung von Leistungen mit dem Ziel der Fremdbedarfsdeckung charakteristisch ist; im Gegensatz zu pri-

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Zusammenfassung

Leistungsprozesse erfolgreich gestalten

Dieses Werk ist nach dem Muster kunden- und marktorientierter Unternehmen aufgebaut und geht von der Absatzmarktbetrachtung aus. Es führt in die grundlegenden Ansätze und Methoden des modernen Managements der Leistungsprozesse ein, erklärt Zusammenhänge in der Praxis und vermittelt zugleich das grundlegende betriebswirtschaftliche Wissen. Das Buch richtet sich an Studierende und Entscheidungsträger.

Schwerpunkte

- Markt- und prozessorientierte Wertschöpfungserstellung und Leistungsprozesse

- Gestaltung der Marktbearbeitungs-Prozesse: Marketing, Innovation und deren Interdependenzen

- Gestaltung der Supply Chain-Prozesse: Produktion, Logistik, Beschaffung und deren Interdependenzen