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Fragen zum 2. Kapitel in:

Michael Broer, Klaus-Dirk Henke, Horst Zimmermann

Finanzwissenschaft, page 87 - 88

Eine Einführung in die Lehre von der öffentlichen Finanzwirtschaft

11. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4547-3, ISBN online: 978-3-8006-4548-0, https://doi.org/10.15358/9783800645480_87

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 63 B. Normative Bestimmung eines optimalen Staatsanteils 63 3. Kapitel, A I b). Ein Budgetvolumen jenseits von M kann dann auch erklären helfen, warum in einigen Staaten der zuvor sehr hohe Staatsanteil wieder zurückgegangen ist (siehe oben Tab. 2.1). Mit der Abb. 2.7 wird der genannte individualistische Ansatz verlassen. An seine Stelle treten positive Theorieansätze, in denen das Wechselspiel zwischen Wählern, Gewählten und den Trägern der politischen Willensbildung einbezogen wird. Eine Theorie des optimalen Budgets umfasst notwendigerweise auch die Diskussion über Einigungsverfahren der Wirtschaftssubjekte im Hinblick auf das Angebot und die Finanzierung öffentlicher Güter. Einige Ansätze, die solche finanzpolitischen Entscheidungsprozesse bewusst einbeziehen, werden im folgenden 3. Kapitel behandelt. Fragen zum 2. Kapitel Zu Teil A: 1. Nennen Sie die Gründe für eine Messung der Staatstätigkeit. 2. Wie wirkt sich die Höhe des Staatsanteils auf das Wachstumsziel aus? 3. Wie hat sich der Staatsanteil im Zeitablauf verändert? 4. Welche Bereiche staatlicher Aktivität werden ausgeklammert, wenn Staatstätigkeiten und öffentliche Ausgaben gleichgesetzt werden? 5. Welche Interpretationsmöglichkeiten ergeben sich, wenn die Pro-Kopf-Ausgaben über einen längeren Zeitraum gestiegen sind? Abb. 2.7: Nutzenzuwächse und -einbußen bei Veränderung des Umfangs finanzwirtschaftlicher Aktivität positiver Grenznutzen der Ausgaben e a M e a Budgetvolumen n n negativer Grenznutzen der Steuern Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 64 2. Kapitel: Der Staatsanteil64 6. Welchen Einfluss hat die Geldentwertung auf die Interpretation der Staatsausgabenquote? 7. Erläutern Sie die kurz- und langfristige Entwicklung des Staatsanteils. 8. Welche Bedeutung kommt ihrer Meinung nach einer Analyse von Wachstum und Struktur der öffentlichen Ausgaben zu? 9. Inwiefern beeinflusst die Einkommenselastizität der Nachfrage nach öffentlichen Leistungen den Staatsanteil? 10. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Finanzierungsart und Kostenbewusstsein? 11. Diskutieren Sie die These, dass mit zunehmender räumlicher Konzentration der Bevölkerung in den Ballungsräumen steigende Gemeindeausgaben pro Kopf einhergehen. 12. Wie wirkt es sich auf den Staatsanteil aus, wenn eine staatliche Förderung mittels Subventionen oder Steuervergünstigungen erfolgt? 13. Was versteht man unter der Qualität der öffentlichen Ausgaben? Zu Teil B: 1. Begründen Sie die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in den Marktmechanismus. 2. Erläutern Sie das Ausschlussprinzip und die Nicht-Rivalität beim Konsum. 3. Wodurch sind die sog. meritorischen Güter gekennzeichnet, und weswegen wird dieses Konzept häufig abgelehnt? 4. Woran scheitert eine an den individuellen Präferenzen orientierte Bestimmung des optimalen Budgets? 5. Wann wäre aus wohlfahrtstheoretischer Sicht das optimale Budgetvolumen erreicht? Literatur zum 2. Kapitel Zu Teil A: Afonso, A., und Jalles J. T., Economic performance and government size, European Central Bank, Working Paper Series, No. 1399, Frankfurt/M November 2011. Berg, H., Cassel, D., und Hartwig, K.-H., Theorie der Wirtschaftspolitik, in: Bender, D., u. a., Hrsg., Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Bd. 2, 9. Aufl., München 2007, S. 243 ff. Blankart, C. B., Die schleichende Zentralisierung der Staatstätigkeit: Eine Fallstudie, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Bd. 119, 1999, S. 331 ff. Deutsche Bundesbank, Die Entwicklung der Gemeindefinanzen seit dem Jahr 2000, Monatsbericht Juli 2007. Feld, L. P., Ordnungstheoretische Erkenntnisse und Politikerverhalten, in: Aufderheide, D., und Dabrowski, M., Hrsg., Wirtschaftsethik und Moralökonomik, Berlin 1997, S. 299 ff. Funk, P., und Gathmann, C., Does direct democracy reduce the size of government? New evidence from historical data, 1890-2000, in: The Economic Journal, Bd. 121, 2011, S. 1252 ff. Kirchgässner, G., und Pommerehne, W. W., Die Entwicklung der öffentlichen Finanzen in föderativen Systemen, Osnabrück 1990. Pitlik, H., und Schratzenstaller, M., Growth implications of structure and size of public sectors, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, WIFO Working Paper 404/2011, Wien 2011. Pommerehne, W. W., und Kirchgässner, G., Neuere Ansätze zur Erklärung der langfristigen Entwicklung der Staatsausgaben, in: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, 20. Jg., 1991, S. 451 ff. Recktenwald, H.C., Umfang und Struktur der öffentlichen Ausgaben in säkulärer Entwicklung, in: Handbuch der Finanzwissenschaft, 1. Bd., 3. Aufl., Tübingen 1977, S. 713 ff.

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Zusammenfassung

Das Standardwerk zur Finanzwissenschaft.

Finanzwissenschaft kompakt

Dieses Lehrbuch verschafft einen gezielten Überblick über die öffentlichen Einnahmen und Ausgaben

– der EU,

– des Bundes,

– der Länder und Gemeinden

sowie der verschiedenen Zweige der Sozialversicherung. Wissenschaftlich fundiert bringt das Werk die spannende Thematik einer Ausbalancierung zwischen privatem und öffentlichem Sektor näher.

Die 11. Auflage

berücksichtigt die vielfältigen aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen, u.a. die Staatsschuldenkrise der Euro-Staaten sowie das Problem der »kalten Progression«.