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8.2 Instrumente des Logistik-Controllings in:

Thomas Reichmann

Controlling mit Kennzahlen, page 370 - 380

Die systemgestützte Controlling-Konzeption mit Analyse- und Reportinginstrumenten

8. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3800-0, ISBN online: 978-3-8006-4375-2, https://doi.org/10.15358/9783800643752_370

Series: Controlling Competence

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8.2 Instrumente des Logistik-Controllings 359 8.2 Instrumente des Logistik-Controllings 8.2.1 Die Materialbedarfsplanung Sowohl der Bedarf an Fertigerzeugnissen aus dem Fertigfabrikatelager als auch der räumlich gestreute Bedarf aus den betrieblichen Außenlägern bzw. der qualitätsmäßig, mengenmäßig und zeitlich bestimmte Bedarf, der bei den zu beliefernden Kunden entsteht, lässt sich aus den entsprechend differenziert erstellten Absatz- und Umsatzplänen ableiten, so dass die für die Distributionslogistik erforder lichen Informationen an dieser Stelle nicht näher behandelt werden müssen. Der Bedarf in den vorgelagerten Produktionsstufen bis hin zum Eingangslager kann programm- oder verbrauchsgesteuert bestimmt werden. Das Problem der programmgesteuerten Bedarfsplanung ist ausführlich in der Literatur behandelt worden.4 Auf der Grundlage der Produktionsprogrammpläne, die die Art, Qualität und Menge der herzustellenden Erzeugnisse pro Zeiteinheit genau festlegen, lassen sich über Rezepturen oder Stücklisten die entsprechenden Bedarfsmengen der Einsatzgüter festlegen. Die verbrauchsgesteuerte Vorratshaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass bestimmte Bestellpolitiken für die Lagerhaltung festgelegt werden, wie etwa das Bestellpunktverfahren [(s, q)-Politik], das Bestellrhythmusverfahren [(t, S)-Politik] oder die (s, S)-Politik.5 Allen Verfahren ist gemeinsam, dass bei Unterschreiten bestimmter Mindestmengen bzw. nach bestimmten Zeitabständen ein Wiederauffüllvorgang des Lagers eingeleitet wird. Die Höhe der erforderlichen Meldemenge wird dann z. B. bei der (s, q)-Politik durch die in der Vergangenheit ermittelten durchschnittlichen Verbrauchsgewohnheiten bestimmt, die sich im durchschnittlichen Verbrauch pro Tag niederschlagen, der mit der Zeit, die zwischen der Auslösung des Bestellvorgangs und der Wiederauffüllung des Lagers vergeht, zu multiplizieren ist. Dieses Verfahren wird unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten in Industrieunternehmen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Kleinmaterialien angewendet, da der Verwaltungsaufwand zur programmgesteuerten Erfassung der benötigten Materialien unverhältnismäßig hoch wäre. Sowohl die programmgesteuerten als auch die verbrauchsgesteuerten Dispositionsverfahren können zu erheblichen Fehlern führen. Die programmgesteuerte Bedarfsplanung leitet den Materialbedarf aus dem zukünftigen Produktionsprogramm ab, das die innerhalb einer Planungsperiode zu fertigenden Erzeugnisse nach Art und Menge enthält. Das programmgesteuerte Dispositionsverfahren kann mithin nie genauer sein als die ihm zugrunde liegenden Produktionspläne, die ihrerseits jedoch mit erheblicher Ungenauigkeit behaftet sein können. Immer dann, wenn keine Kundenaufträge für den Gesamtplanungszeitraum vorliegen, müssen für die entsprechenden Betriebsaufträge innerhalb der Planperiode Annahmen über den noch möglichen Absatz getroffen werden. Besonders problematisch ist die verbrauchsgesteuerte Disposition, da hier eine direkte Verbindung zwischen Absatzplanung und S. 5) steht bei einer unternehmensbezogenen Logistik-Controlling Konzeption jedoch nicht im Vordergrund der Betrachtung. 4 Vgl. hierzu etwa Grochla: Grundlagen der Materialwirtschaft, S. 42–46. 5 Vgl. hierzu Reichmann: Vorratshaltung, S. 565–578. 360 8. Kapitel: Das Logistik-Controlling Materialbedarfsplanung nicht besteht. Oft wird davon ausgegangen, dass der zukünftige Bedarf tendenziell sich genauso entwickelt wie der zeitlich zurückliegende Verbrauch. Immer dann, wenn die programmgesteuerte Materialbedarfs planung, die aus entsprechenden Umsatzplänen abgeleitet wird, die ihrerseits auf entsprechenden Absatzprognosen beruhen, nicht möglich ist, kommt dem Controller die Aufgabe zu, sowohl bei den programmgesteuerten Bedarfsplänen, die von geschätzten Absatzwerten ausgehen, als auch bei der verbrauchsgesteuerten Materialbedarfsplanung, die für ihn erkennbaren trend-, konjunktur-, saison- und produktlebenszyklusbedingten Absatzveränderungen frühzeitig den Materialdisponenten bekanntzugeben, so dass diese nicht erst bei plötzlich steigender oder zurückbleibender Nachfrage ihre Bestellmengen verändern müssen, sondern diese rechtzeitig verändern können. Für die verbrauchsgesteuerten Dispositionsverfahren kann dies z. B. bedeuten, dass, wenn dem Controller rechtzeitig Absatzprognosewerte über die in der Zeitreihe sich verändernden Absatzmengen bekannt sind, dieser z. B. bei der (t, S)-Politik auf eine entsprechende Anpassung der x, x x 200 300 x t 100 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Absatzprognosewerte y y S 400 600 800 1000 y t 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 SB 0 200 y T1 T2 T3 T4 (t, S)-Politik Abb. 176: (t, S)-Politik unter Berücksichtigung von Absatzprognosewerten 8.2 Instrumente des Logistik-Controllings 361 Bestellmengen hinwirken kann, so dass es zu keinen „automatischen“ konjunktur- oder saisonbedingten Lagerüberbeständen kommt.6 Im Hinblick auf die Ausnutzung der fixe Kosten verursachenden Lager- und Personalkapazitäten ist es insbesondere in Handelsbetrieben sinnvoll, dass der Controller den mengenmäßigen Umsatz und die Logistikkosten bestimmter Artikelgruppen nicht nur für die einzelnen Monate darstellt, sondern für jeden Monat auch noch die durchschnittlichen Mengen bzw. Kosten pro Wochentag ermittelt, um so der Logistikabteilung Empfehlungen für eine bessere Auslastung insbesondere der Warenannahme- und Warenausgabeabteilungen geben zu können. Eine solche Empfehlung kann sich dann bis zur Gestaltung der Ein- und Verkaufskonditionen auswirken, die den Lieferanten bzw. Abnehmern Preisvorteile einräumen, wenn sie an bestimmten Tagen anliefern bzw. die Ware abholen. 8.2.2 Die Logistikkosten- und Logistikleistungsrechnung Voraussetzung einer Logistikkosten- und Logistikleistungsrechnung ist, dass zunächst eine systematische Erfassung der in der betrieblichen Logistik entstehenden Leistungen und Kosten erfolgt.7 Eine logistische Leistung besteht z. B. darin, ein bestimmtes Gut in der definierten Menge zu einem vorgegebenen Zeitpunkt an einem bestimmten Ort ohne Qualitätsverlust zur Verfügung zu stellen. Diese Leistung kann nun mit unterschiedlichen Verfahren, z. B. mit eigenem LKW, mit dem LKW eines Spediteurs oder mit der Bundesbahn erbracht werden, so dass die gleiche Leistung mit unterschiedlichen Verfahren und damit Kostenbestimmungsfaktoren und Kosten verbunden sein kann. Um die Wirtschaftlichkeit logistischer Prozesse beurteilen zu können, ist es erforderlich, den logistischen Leistungen die entsprechenden Maßgrößen der logistischen Aktivitäten und die entsprechenden Kosten zuzuordnen (vgl. Abb. 178). 6 Vgl. hierzu Reichmann: Lagerhaltung, S. 199–204. 7 Vgl. hierzu die erstmalige Differenzierung der Lagerkostenfunktionen bei: Reichmann: betriebliche Anpassungsprozesse, S. 766, sowie die folgenden Veröffentlichungen: Männel; Weber: Controlling-Konzept, S. 83–90; Scholl: Logistikkostenrechnung, S. 1–29; Reichmann: Logistik, S. 100–106. Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Januar 2 000 3 000 2 000 4 000 5000 Warenbewegungen pro Artikelgruppe (in Stk.) -- Februar 3 000 4500 3 000 6 000 7 500 -- März 3 000 3 500 3 000 6 000 7 500 -- April 4 000 6 000 4 000 8 000 10 000 -- · · · · Dezember 8 000 12 000 8 000 16 000 20 000 10 000 Abb. 177: Die Warenbewegung pro Artikelgruppe in ihrer zeitlichen Verteilung 362 8. Kapitel: Das Logistik-Controlling Für die in Abb. 175 dargestellte Logistikkette des Unternehmens gilt mithin, dass für jede Funktion innerhalb dieser Kette (Warenannahme, Eingangslager, innerbetrieblicher Transport und Handling, Fertigfabrikatelager, Kommissionierung und Distribution) die entsprechenden Logistikleistungsarten als Teile der Gesamtleistung des Logistikbereiches definiert werden müssen. Im nächsten Schritt sind dann die Verfahren auszuwählen, mit denen die Logistikleistungsarten unter Beachtung der für jede Kostenstelle geltenden Planbezugsgrößen am kostengünstigsten erstellt werden können, wobei die Gliederung der Kostenstellen nicht unbedingt, wie in Abb. 179 erkennbar, mit der Abgrenzung der Logistikbereiche identisch sein muss. Mit der Festlegung der Logistikverfahren ergeben sich auch die zu berücksichtigenden Logistikkostenarten, deren Planverbrauchsmengen über ihre Maßeinheiten mit den Planpreisen bewertet zu den Logistikplankosten führen; letztere sind zu Planungs- und Kontrollzwecken sowie zur Integration der Logistikkosten im Betriebsabrechnungsbogen in fixe und variable Bestandteile zu zerlegen. Dieses Vorgehen wird in Abb. 179 Merkmale logistischer Aktivitäten Ergebnisse logistischer Aktivitäten Logistikkosten Logistikleistungen Maßgrößen logistischer Aktivitäten Werte Mengen Zeiten Entfernungen Quantifizierung logistischer Leistungen Verursachung logistischer Kosten Gewichte Volumina Güterklassen Abb. 178: Systematische Erfassung der in der betrieblichen Logistik entstehenden Leistungen und Kosten 8.2 Instrumente des Logistik-Controllings 363 für die unterschiedlichen Logistikbereiche jeweils anhand einer exemplarisch erfassten Kombination von Logistikverfahren dargestellt. Aufbauend auf dieser Analyse sind je nach den im Unternehmen vorhandenen Kostenrechnungssystemen, etwa im Rahmen einer kombinierten Voll- und Teilkostenrechnung oder im Rahmen einer flexiblen Plankostenrechnung, in den Betriebsabrechnungsbogen entsprechende Logistikkostenstellen einzuführen. Als Mindestgliederung sind hier die Logistikkostenstellen Warenannahme, Eingangslager, innerbetrieblicher Transport, Fertigfabrikatelager, Versand und Distribution vorzusehen. Diese Kostenstellen lassen sich entsprechend den Gliederungsvorschriften des Gemeinschaftskontenrahmens der Industrie (GKR) in der Kontenklasse 5 neu einführen. Eine kombinierte Voll- und Teilkostenrechnung unter Berücksichtigung der vorgenannten Logistikkostenstellen lässt sich in folgender Form darstellen (vgl. Abb. 180). Entsprechend der grundsätzlichen Untergliederung des BAB in Gesamtkosten, fixe und variable Kostenanteile müssen auch die Logistikkostenstellen eine entsprechende Unterteilung in beschäftigungsabhängige und beschäftigungsunabhängige Kosten enthalten. Sowohl für die Wirtschaftlichkeitsbeurteilung logistischer Prozesse durch Gegenüberstellung von Logistikleistungen und Logistikkosten für die betriebliche Angebots- und Nachkalkulation, als auch für entscheidungsorientierte Sonderrechnungen des Controllers, wie z. B. Make-or-Buy-Entscheidungen, Entscheidungen über alternative Distributionsstrukturen oder bereitzustellende Lagerkapazitäten ist der gesonderte Ausweis der Logistikkosten erforderlich. Im Hinblick auf die Artikelkalkulation sollte die gesonderte Erfassung der Logistikkosten und -leistungen auch auf die Kostenträgerrechnung ausgedehnt werden, da für jedes Erzeugnis von der Beschaffung über die Lagerung bis hin zur innerbetrieblichen Bereitstellung und Distribution die anteilig eingehenden Logistikleistungen und die damit verbundenen Logistikkosten zu kalkulieren sind. Im Rahmen der Kostenträgerrechnung kann dies in der einfachsten Form durch die zusätzliche Einführung eines Beschaffungslogistik-Gemeinkosten-Zuschlagssatzes, eines Fertigungslogistik-Gemeinkosten-Zuschlagssatzes und eines Absatzlogistik- Gemeinkosten-Zuschlagssatzes erfolgen, wie in Abb. 181 dargestellt wird. Die Ergänzung eines bestehenden Kostenstellenplans sowie die Einführung logistikbezogener Gemeinkosten-Zuschlagssätze stellen im Hinblick auf die optimale Integration betrieblicher Logistikaktivitäten im Beschaffungs-, Produktions- und Absatzprozess eine nicht immer ausreichende Informationsbasis dar. Dies gilt insbesondere dann, wenn starke Verbundbeziehungen bei den logistischen Aktivitäten bestehen. Im Hinblick auf die flexible Plankostenrechnung, die bei entsprechender Komplexität und Größe der betrieblichen Strukturen das umfassendste wirtschaftlich einsetzbare Kosteninformationssystem darstellt, ist der stufenweise Aufbau einer integrierten Logistikkostenrechnung über eine Logistikkostenstellenbildung und die spätere Erfassung unterschiedlicher Kosteneinflussgrößen in den Kostenstellen i. d. R. ein geeignetes Vorgehen. Für jede Logistikkostenstelle sind die entsprechenden Kostenpläne zu erstellen, die dann artikelbezogen in die entsprechenden Kalkulationsschemata zu integrieren wären.8 Die wichtigsten Aufgaben einer Logistikkostenrechnung im Rahmen einer flexiblen Plankostenrechnung sind in Abb. 182 zusammengestellt. 8 Vgl. hierzu Reichmann: Logistik, S. 102. 364 8. K apitel: D as Logistik-C ontrolling Logistikbereich Logistikleistungsarten Logistikverfahren* Logistikplanbezugsgrößen* Logistikkostenarten* Maßeinheiten Planpreise g v f Waren- Angelieferte Güter in qualitativ - Paletten entladen mit Ga- - Zahl der Ø zu entladenden tanoMnetsoknhoL- € Lohn/ annahme einwandfreiem Zustand für in- belstapler Paletten pro Periode Monat ... ... ... ... nerbetriebliche Lagerung/Verar- - retiL/€retiLnetsokffotsbierT ... ... ... ... beitung bereitstellen - Abschreibungen Jahr AW/n ... ... ... ... ztassniZrhaJnetsoksniZ- ... ... ... ... - Reparatur- und Wartungs- Stunde €/Monkosten teurstunde ... ... ... ... - Manuelle Warenerfassung - Zahl der Ø zu erfassenden /nhoL€tanoMnetsoknhoL- Artikel pro Palette Monat ... ... ... ... - Stichprobenweise/lücken- - Zahl der Ø zu kontrollieren- /nhoL€tanoMnetsoknhoLlose Kontrolle den Artikel pro Palette Monat ... ... ... ... Eingangs- Zeitüberbrückung bereitzustel- - Lagerung von Paletten im - Zahl der Ø zu lagernden Pa- - Zinskosten (auf Bestände) Jahr Zinssatz ... ... ... ... lager lender Güterarten Schmalganglager letten pro Periode - Zinskosten (auf das in Jahr Zinssatz Lagereinrichtungen gebundene Kapital) ... ... ... ... - Abschreibungen (auf Jahr AW/n Lagereinrichtungen) ... ... ... ... - Versicherungskosten Monat € Prämie/ Monat ... ... ... ... hWk/€hWknetsokeigrenE- ... ... ... ... Innerbe- Bestimmte Güter in definierten - Transport mit Gabelstapler - Zahl der Ø zu transportieren- /nhoL€tanoMnetsoknhoLtrieblicher Mengen von einem Ort zu eine edoireP orp nettelaP ned m Monat ... ... ... ... Transport anderen Ort transportieren und retiL/€retiLnetsokffotsbierT- ... ... ... ... und Hand- bereitstellen (positionieren) n/WArhaJnegnubierhcsbA- ... ... ... ... ling ztassniZrhaJnetsoksniZ- ... ... ... ... - Reparatur- und Wartungs- Stunde €/Monkosten teurstunde ... ... ... ... - Manuelle Warenbereitstel- - Zahl der Ø bereitzustellen- /nhoL€tanoMnetsoknhoLlung den Paletten pro Periode Monat ... ... ... ... Plankosten (pro Periode) Planverbrauchsmengen (pro Periode) 8.2 Instrum ente des Logistik-C ontrollings 365 ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Zinssatz ... Zinssatz ... AW/n ... € Prämie/ Monat ... €/kWh ... € Lohn/ Monat ... € Lohn/ Monat ... €/kg ... € Lohn/ Monat ... tände) Jahr in La rhaJundene f n Monat kWh Monat Monat alkosten kg Monat Pa- - Zinskosten (auf Bes - Zinskosten ( auf das gereinrichtungen geb Kapital) - Abschreibungen (au einrichtungen) - Versicherungskoste - Energiekosten tel- - Lohnkosten den - Lohnkosten ustel- - Verpackungsmateri ren- - Lohnkosten - Zahl der Ø zu lagernden letten pro Periode - Zahl der Ø zusammenzus lenden Fertigerzeugnisse - Zahl der Ø zu verpacken und versandfertig bereitz lenden Fertigerzeugnisse - Zahl der Ø zu transportie den Paletten über Ø km - Lagerung von Paletten im Schmalganglager - Manuelle Zusammenstellung der Fertigerzeugnisse - Manuelle Verpackung und versandfertige Bereitstellung - Transport mit Lkw Zeitüberbrückung bereitzustellender Güterarten Auftragsentsprechende Bereitstellung bestimmter Fertigerzeugnisse in definierten Mengen zu bestimmten Zeitpunkten Durch Raum- und Zeitüberbrükkung bei dem Empfänger bereit- Fertigfabrikatelager Kommissionierung Distribution ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... €/Liter ... AW/n ... Zinssatz ... € Prämie/ Monat bzw. Jahr ... €/Monteurstunde ... Zinssatz ... Zinssatz ... AW/n ... € Prämie/ Monat ... €/kWh ... Liter Monat Jahr n und Monat bzw. Jahr tungs- Stunde t rhaJ)ednä i rhaJ-aL n undene f La- Jahr n Monat kWh - Treibstoffkosten - Abschreibungen - Zinskosten - Kfz- Versicherunge Kfz-Steuern - Reparatur- und War kosten Pa- - Zinskosten (auf Bes - Zinskosten (auf das gereinrichtungen geb Kapital) - Abschreibungen (au gereinrichtungen) - Versicherungskoste - Energiekosten - Zahl der Ø zu lagernden letten pro Periode - Lagerung von Paletten im Außenlager (SGL) zustellende Fertigerzeugnisse arisch erfasst.* Nur exempl Abb. 179: Logistikleistungsarten, Logistikverfahren und Logistikplankosten 366 8. K apitel: D as Logistik-C ontrolling Kostenstellen Kostenarten var. fix. ges. var. fix. ges. var. fix. ges. 420 Betriebsstoffe 21,8 4,1 - 4,1 3,8 - 3,8 0,1 - 0,1 431 Löhne 198,1 - 14 14 - 13,5 13,5 - 5,2 5,2 439 Gehälter 85,3 - 4,1 4,1 - 4,3 4,3 - 3,9 3,9 440 Personalnebenkosten 123,4 - 8,3 8,3 - 8,1 8,1 - 3,6 3,6 460 Steuern, Gebühren 7,2 - - - - - - - - - 470 Miete 26,4 - 0,9 0,9 - 0,2 0,2 - 1,2 1,2 480 Kalk. Abschreibungen 22,5 - 0,8 0,8 - 0,4 0,4 - 0,5 0,5 481 Kalk. Zinsen 20,8 - 0,3 0,3 - 0,2 0,2 - 0,2 0,2 Summe der Kostenstellen 505,5 4,1 28,4 32,5 3,8 26,7 30,5 0,1 14,6 14,7 - - - 0,1 14,6 14,7 Pl. Bezg.: 350 000 € Besch. Grad: 100 % 52 Einkauf Besch. Grad: 100 % 512 Reparaturen Pl. Bezg.: 1 000 Std. Besch. Grad: 100 % 511 Heizung Umlage Hilfskostenstelle Summe Hauptkostenstelle 51 Hilfsbereiche Pl. Bezg.: 150 000 kWh var. fix. ges. var. fix. ges. var. fix. ges. 0,2 - 0,2 0,3 - 0,3 1,9 - 1,9 - 18,9 18,9 - 9,6 9,6 - 10,8 10,8 - - - - 3,8 3,8 - - - - 9,8 9,8 - 5,9 5,9 - 5,6 5,6 - - - 0,4 - 0,4 - 0,8 0,8 - 0,2 0,2 - 2,4 2,4 - 0,2 0,2 - - - - 0,8 0,8 2,1 - 2,1 - - - 2,3 - 2,3 - 1,2 1,2 0,2 28,9 29,1 3 22,5 25,5 4 18,6 22,6 - - - - - - - - - 0,2 28,9 29,1 3 22,5 25,5 4 18,6 22,6 Besch. Grad: 100 % 53 Logistik 534 Innerbetr. Transport Pl. Bezg.: 15 000 km Besch. Grad: 100 % 532 Eingangslager Pl. Bezg.: 480 000 € Besch. Grad: 100 % 531 Warenannahme Pl. Bezg.: 6 000 Pak. 8.2 Instrum ente des Logistik-C ontrollings 367 ges. var. fix. ges. 0,5 0,1 - 0,1 22 - 5,6 5,6 13,5 - 4,8 4,8 14,7 - 4 4 - - - - 100 000 € 0 % Besch. Grad: 100 % 56 Vertrieb 565 Ausland Pl. Bezg.: fix. ges. var. fix. - 1,8 0,5 - 14,4 14,4 - 22 20,4 20,4 - 13,5 12,4 12,4 - 14,7 0,8 0,8 - - 400 000 € Besch. Grad: 10 00 000 € . Grad: 100 % 561 Inland Pl. Bezg.: 55 erwaltung l. Bezg.: var. 1,8 - - - - 5 Besch V P var. fix. ges. 1,9 - 1,9 - 10,8 10,8 - 8,6 8,6 - 7,7 7,7 - 0,4 0,4 6 000 Stck. Besch. Grad: 100 % Lackieren Pl. Bezg.: 547 ges. var. fix. ges. 3,5 2,4 - 2,4 22,4 - 14 14 9 - 9 9 13,8 - 9,4 9,4 0,2 - 0,3 0,3 g 4 800 Std. 00 % Besch. Grad: 100 % Scheren Pl. Bezg.: 54 Fertigung 545 var. fix. 3,5 - - 22,4 - 9 - 13,8 - 0,2 33 000 k Besch. Grad: 1 Pressen Pl. Bezg.: 541 fix. ges. - 0,3 16,2 16,2 - - 8,4 8,4 3,8 3,8 4 000 Pal. ch. Grad: 100 % Distribution Pl. Bezg.: 538 var. fix. ges. var. 0,6 - 0,6 0,3 - 13,5 13,5 - - - - - - 7 7 - - - - - 500 000 € Besch. Grad: 100 % Bes Verpackung/Versand Pl. Bezg.: 53 Logistik 536 var. fix. ges. 0,3 - 0,3 - 7,2 7,2 - 3,9 3,9 - 4,7 4,7 0,5 - 0,5 600 000 € Besch. Grad: 100 % Fertigfabr. Lager Pl. Bezg.: 535 2,8 - 3 3 0,7 - 0,5 0,5 0,2 - 0,1 0,1 54,4 0,1 18 18,1 - - - - 54,4 0,1 18 18,1 3,9 3,9 - 2,8 0,9 0,9 - 0,7 0,2 0,2 - 0,2 53 54,8 0,5 53,9 - - - - 53 54,8 0,5 53,9 - - - 1,8 - 1,8 - 1,2 1,2 2 - 2 - 1,1 1,1 3,9 29,8 33,7 2 13,9 15,9 5,9 43,7 49,6 2,1 - 3 3 4 3,7 - 3,7 3 - 3,1 3,1 58 6,1 38,8 44,9 23,2 3 20,9 23,9 81,2 9,1 59,7 68,8 - 2,1 - 4 - 3 3,5 54,5 2,9 20,3 6,4 74,8 1 1 2,3 2,3 3,7 3,7 35,4 35,7 - - 35,4 35,7 - 0,4 0,4 - - 0,8 0,8 - - 0,4 0,4 - 0,6 22,1 22,7 0,3 - - - - 0,6 22,1 22,7 0,3 - 3,9 3,9 - 3 3 4,8 - 4,8 5,6 22,7 28,3 - - - 5,6 22,7 28,3 Abb. 180: Betriebsabrechnungsbogen mit integrierter Logistikkostenrechnung 368 8. Kapitel: Das Logistik-Controlling Kostenarten 791 792 Kostenträger Nr. Ktn.Klasse v (variabel) f (fix) g (gesamt) v f g v f g 1 40 Fertigungsmaterial-einzelkosten 26,4 - 26,4 16 - 16 10,4 - 10,4 2 52 Einkaufs- 0 1 14 6 14 7 0 05 7 3 7 35 0 05 7 3 7 35 A B gemeinkosten ,,,,,,, , , 3 531/532 Beschaffungslogistikgemeinkosten 3,2 51,4 54,6 1,6 25,7 27,3 1,6 25,7 27,3 I Materialkosten 29,7 66 95,7 17,65 33 50,65 12,05 33 45,05 1 430 Fertigungslohn-einzelkosten 9,2 - 9,2 4,2 - 4,2 5 - 5 2 541/ 545/ 547 Fertigungsgemeinkosten 133,65 149,716,0544,55 49,95,35199,621,4 178,2 3 534/ 535 Fertigungslogistikgemeinkosten 10,3 12,72,450,99,6 41,3 7,2 31 38,2 4944 Sondereinzelkostender Fertigung - --- ---- - 54,8511,95259,740,2 219,5FertigungskostenII 66,8 28,25 164,65 192,9 III Herstellkosten (I + II) 87,85 117,45 40,3 197,65 237,9529,6355,469,9 285,5 Verwaltungs-551 gemeinkosten 26,5 27,40,926,5 27,40,954,81,8 53 2 561/ 565 Vertriebsgemeinkosten 47,9 48,30,424 24,20,272,50,6 71,9 3 536/538 Absatzlogistikgemeinkosten 38,3 38,90,619,2 19,50,358,40,9 57,5 4 Sondereinzelkosten 495 des Vertriebs - --- ---- - IV 541,173,2 467,9Selbstkosten 31 42,2 310,35157,55 188,55 352,55 Abb. 181: Kalkulationsschema mit integrierten Logistikkosten 8.3 Das Logistik-Controlling zur Wirtschaftlichkeitskontrolle und … 369 8.3 Das Logistik-Controlling zur Wirtschaftlichkeitskontrolle und Entscheidungsvorbereitung Im Vordergrund des Interesses werden für den Controller im Hinblick auf die laufende Wirtschaftlichkeitskontrolle und entscheidungsvorbereitende Informationsbereitstellung diejenigen Logistikfunktionen stehen, die erfolgszielbezogen als wesentlich anzusehen sind. Hierzu zählen etwa die Bestimmung des optimalen Lieferbereitschaftsgrades unter Berücksichtigung entsprechender Lagerkosten, Handlingkosten, Transportkosten und Fehlmengenkosten, die Ermittlung optimaler innerbetrieblicher Lagerstandorte, die Festlegung optimaler Strategien zur innerbetrieblichen Material bereit stellung unter Berücksichtigung alternativer Lagerbestands-, Handlingkosten und inner betrieb licher Transportkosten, die Ermittlung optimaler Distributionsstrukturen für den Absatzbereich und die Auswahl kostengünstiger Lagersysteme.9 Aufgabe des Controllers im Bereich der Unternehmenslogistik ist es, (in seiner informationsbeschaffenden und entscheidungsvorbereitenden Funktion) Empfehlungen für dasjenige Niveau einer Logistikleistung zu erarbeiten, welches unter Berücksichtigung der entscheidungsrelevanten Logistikkosten, bezogen auf das Unternehmensziel, optimal ist, d. h. der Controller muss im Unternehmen sicherstellen, dass jeweils nach der „optimalen“ Leistungs-Kosten-Kombination im Logistikbereich gesucht wird. Ziel der Unternehmenslogistik ist es, die von den jeweiligen Nachfragern benötigten Güter in der richtigen Menge, der richtigen Qualität, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort bereitzustellen. Als technische Zielausprägung wird diese Bereitstellung mit einem Lieferbereitschaftsgrad von 100 % erfolgen. Aus ökonomischer Sicht sind die Bereit- 9 Dabei sollte auch der Lieferbereitschaftsgrad als eine Einflussgröße im Rahmen der Lagersystemplanung für die zu lagernden Artikelgruppen berücksichtigt werden. Hauptaufgabe einer entscheidungsorientierten Logistikkosten- und Logistikleistungsrechnung Kostenstellenkontrolle Kalkulation von Logistikleistungen Verfahrensauswahl Investitionsentscheidungen für: Produktions Im Rahmen gegeb. – Beschäftigungsabweichungen – Verbrauchs- – vorkalkulation – Produktionsnachkalkulation Kapazitäten: – Innerbetriebl. Transportmittel Lagerplatz Im Rahmen ver- änderbarer Kapazitäten: abweichungen – Verfahrensabweichungen – Absatz- und Produktionsprogrammplg. Kalkulation von – (HRL, SGL) – Distribution mit/ ohne Außenlager – Lagersysteme (HRL, SGL) – Transportsysteme– ... – Logistikdienstleistungen – Eigen-/Fremdleistung Abb. 182: Hauptaufgaben der Logistikkosten- und Logistikleistungsrechnung

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References

Zusammenfassung

Das Standardwerk für Wissenschaft und Controllingpraxis.

Transparenz und nachhaltiges Handeln werden immer mehr als Erfolgsfaktoren anerkannt. Übertragen auf die Aufgaben des Controllings wird Transparenz mit den Instrumenten des Rechnungswesens und den Analyseinstrumenten des Controllings geschaffen. Nachhaltigkeit bedeutet, belastbare Informationen für die strategische Ausrichtung des Unternehmens zur Verfügung zu stellen. Dieses Standardwerk weist nunmehr bereits in der 8. Auflage den Weg zu einer systemgestützten Controlling-Konzeption und gibt – State of the Art – konkrete Empfehlungen für den Aufbau einer unternehmensbezogenen Controlling-Applikation mit Kennzahlen und Analyseinstrumenten. Es liefert sowohl wertvolle, praxiserprobte Anregungen als auch fundiertes, theoriegestütztes Wissen bei der Implementierung des Controllings im Unternehmen:

- Kennzahlen und Kennzahlensysteme, systemgestützte Controlling-Konzeption

- Kosten- und Erfolgs-Controlling, Konjunktur und Fixkostenmanagement

- Finanz- und Investitions-Controlling, Rating-Check

- Beschaffungs-, Produktions- und Logistik-Controlling

- Marketing-Controlling, DV-gestütztes Controlling

- Strategisches Controlling und internationales Standort-Controlling

- Risikomanagement und Risiko-Controlling, BCR-Card

- Corporate Governance und Controlling, wertorientiertes Konzern-Controlling

Der Autor

Prof. Dr. Thomas Reichmann ist Direktor in einem internationalen Beratungsunternehmen. Er hat in seiner langjährigen Beratungspraxis internationale Unternehmen in den Bereichen Performance-, Prozess- und Kostenmanagement beraten, darunter eine Vielzahl börsennotierter Unternehmen.