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1.4 Trends, Aufgaben und Literatur in:

Andreas Huber, Klaus Laverentz

Logistik, page 35 - 37

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3642-6, ISBN online: 978-3-8006-4183-3, https://doi.org/10.15358/9783800641833_35

Series: Vahlens Kurzlehrbücher

Bibliographic information
Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 22 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 23 1.4 Trends, Aufgaben und Literatur 23 bildet. Ferner wird für die Logistik das Modell eines Netzes vorgeschlagen, durch das die logistischen Objekte fließen, weil dieser Modellansatz die logistische Wirklichkeit besser repräsentiert als das Modell einer logistischen Prozesskette. 1.4 Trends, Aufgaben und Literatur 1.4.1 Trends Die gestiegene Bedeutung der Logistik für die Unternehmen hat die Diskussion zu diesem Bereich nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Forschung belebt. Einige Hauptergebnisse des Diskurses sind im Folgenden zusammengefasst. } Î Tr en d s }Î Die Logistik wird in den Unternehmen nicht mehr als reine Dienstleistungsfunktion für wertschöpfende Bereiche wahrgenommen, sondern sie wird selbst als Teil der Wertschöpfungskette akzeptiert. Grund dafür ist eine gewandelte Sicht der Kunden, die neben den physischen Merkmalen eines Produktes auch die logistischen Leistungen als Wert empfinden, der die Kaufentscheidungen beeinflusst. }Î Die Ablösung der funktionalen Sicht der Logistik durch die Prozessorientierung führt zu einem Modell der Logistik als netzartigem Fließsystem. Viele logistische Entwicklungen sind vor diesem Hintergrund erklärbar. }Î Die gestiegene Bereitschaft zum Outsourcing, die damit verbundene Abnahme der Leistungstiefe der Unternehmen und die globalen Markt erweiterungsmöglichkeiten verstärken die Notwendigkeit von Kooperationen. Hinter einer logistischen Leistung, so wie sie beim Kunden ankommt, steht eine ganze Kette von kooperierenden Unternehmen. Deshalb wird verstärkt in den Firmen das mikrologistische System der Unternehmenslogistik durch das metalogistische System der Supply Chains ersetzt. Man operiert nicht als Einzelner nach Gesichtspunkten lokaler Optima, sondern im Sinne eines Gesamtoptimums der Supply Chain. Die beschriebenen Entwicklungen sind nicht abgeschlossen und ermöglichen ein weites Feld der Optimierung. 1.4.2 Aufgaben Für die Bearbeitung der Aufgaben sollten zunächst grundlegende Begriffe und Dimensionen der Logistik aufgezeigt werden. Im Anschluss daran, können allgemeine und spezielle Aspekte für die konkrete Umsetzung in strategische und operative Bereiche des Logistikmanagements skizziert werden. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 24 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 25 1 Einführung in die Logistik24 } X A u fg ab en }X [1] Eine Bäckerei-Filiale wird jeden Morgen vor Verkaufsbeginn mit backfertigem und portioniertem Teig für Brötchen beliefert. Zusätzlich werden gebackene Brotlaibe und Kuchen gebracht. Die nicht verkaufte Ware des Vortages wird vom Anlieferfahrer wieder mitgenommen. Beschreiben Sie die Bäckerei als logistisches System: definieren Sie die Eingangs- und Ausgangsobjekte, die Ressourcen, Organisation und Prozesse, bestimmen Sie die stattfindenden Transformationen. }X [2] Definieren Sie Kennzahlen, mit denen die logistischen Prozesse im Beispiel bewertet werden können. Hier können verschiedene Lösungsansätze gewählt werden. }X [3] Formulieren Sie die drei Ziele der Logistik und begründen Sie, warum die Erreichung dieser Ziele für heutige Unternehmen wichtig ist. }X [4] Unter bestimmten Voraussetzungen hat eine prozessorientierte Logistik Vorteile gegenüber einer funktionsorientierten Logistik. Benennen Sie die Voraussetzungen dafür und die sich daraus ergebenden Vorteile. Stichworte zu konkreten Lösungshinweisen für die Aufgaben von Kapitel  1 finden Sie auf Seite 231. 1.4.3 Literatur Zur Vor- und Nachbereitung der Inhalte von Kapitel  1 können ergänzend folgende Lehrwerke und Internetadressen als Quellen herangezogen werden: Schulte, Christof (2009): Logistik. Wege zur Optimierung der Supply Chain, Kapitel 1 Grundlagen, Seiten 1–23 Arnold, Dieter u. a. (2008): Handbuch Logistik, Kapitel 1 Begriffliche Grundlagen, Seiten 3–34 Pfohl, Hans-Christian (2010): Logistiksysteme. Betriebswirtschaftliche Grundlagen, Kapitel A Grundlagen der betriebswirtschaftlichen Logistik, Seiten 1–66 Folgende Internetadressen stellen ergänzende Informationsquellen dar: www.logistik-lexikon.de www.logistik-heute.de www.frankfurt-holm.de Weitere Hinweise zur Literatur und zur vertiefenden Lektüre finden Sie im Literaturverzeichnis. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 24 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 25 2 Bereichsübergreifende Prozesse der Unternehmenslogistik 2.1 Planungsprozesse in der Logistik 2.1.1 Planung logistischer Systeme Planung beinhaltet zweierlei: Die Definition eines Ziels, das in der Zukunft erreicht werden soll, und die Erstellung eines Plans der Aktivitäten, die zur Zielerreichung notwendig sind. Da logistische Planung die Planung logistischer Systeme oder Teile davon ist, muss zum einen erklärt werden, was das logistische System in der Zukunft leisten soll (Zieldefinition), zum anderen, wie man das System gestalten muss, damit es in der Lage ist, diese Leistung zu erbringen (Aktivitätenplan). Die Zieldefinition eines logistischen Systems erfolgt über die Festlegung der Ausgangsobjekte, die das logistische System zu erzeugen fähig sein soll. Dazu müssen sie nach Art, Menge, Zeitpunkt und Ort der Verfügbarkeit, Qualität und Preis bestimmt werden. Im Aktivitätenplan werden alle Arbeiten zur Systemgestaltung projektiert. Dazu gehört zum einen die Definition der Leistungstiefe, also an welcher Stelle der Wertschöpfungskette das System mit der Leistungserbringung aufsetzt. Damit ist auch festgelegt, welche Eingangsobjekte zur Verfügung stehen müssen. Zum anderen gehören zur Systemgestaltung alle Änderungen und Neuentwürfe, welche die Ressourcen, die Organisation und die Prozesse des Systems betreffen. Da die Logistik eines Unternehmens aus bekannten Gründen als ein System aufgefasst werden soll, muss sich die Planung auch auf das Gesamtsystem beziehen. Das bedeutet, dass im ersten Schritt die für den Markt bestimmten Produkte als Ausgangsobjekte nach den oben genannten Kriterien festgelegt werden. Der zweite Schritt umfasst die Planung der Aktivitäten zur Systemgestaltung. An dieser Planung sind alle vier Kernbereiche beteiligt und sie leisten jeweils ihren spezifischen Beitrag. Obwohl diese Einzelplanungen abgestimmt werden und häufig parallel erfolgen, gibt es eine kausale Abhängigkeit zwischen den Planungen der Distribution, der Produktion, der Beschaffung und der Entsor- Lernziele Kapitel 2 } } Le rn zi el e }} Überblick über bereichsübergreifende Prozesse der Unternehmenslogistik, wie Planung, Systematisierung logistischer Objekte, Bestandsdisposition, innerbetriebliche Transportprozesse sowie Lager und Umschlag. }} Verständnis der Bereichsunabhängigkeit von Planung, Systematisierungsverfahren, Materialdisposition und innerbetrieblichen Lager- und Transportprozessen mit ihren Praxisausprägungen. }} Einsicht in die Verfahren, die in den bereichsübergreifenden Prozessen angewendet werden, von der ABC-Analyse über die stochastische Betrachtung von Bedarfsentwicklungen bis hin zur Lager- und Transportkonzeption.

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Zusammenfassung

Der perfekte Einstieg in die Logistik

Das Lehrbuch behandelt den klassischen Lehrstoff der Logistik und berücksichtigt gleichzeitig auch aktuelle Entwicklungen. Ziel des Buches ist es, den theoriebezogenen und praxisrelevanten Stoff der Logistik zu verzahnen.

Das Lehrbuch erläutert die wichtigsten Logistik-Themen:

* Unternehmenslogistik

* Beschaffungslogistik

* Produktionslogistik

* Distributionslogistik

* Entsorgungslogistik.

Neben Supply Chain Management werden auch logistische Supportsysteme, wie IT-Management, Marketingmanagement und Controlling dargestellt.

"In der Gesamtbeurteiiung liegt für den Logistikinteressierten ein gelungenes Werk mit einer soliden Darstellung des Stoffes unter Berücksichtigung der innovativen Logistikthemen vor. Darüber hinaus bietet das Buch Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, sich an den beschriebenen Ansätzen zu orientieren und damit eine ?passende" Logistik zu implementieren bzw. fortzuentwickeln." in: Der Betriebswirt 02/12