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3.4 Trends, Aufgaben und Literatur in:

Andreas Huber, Klaus Laverentz

Logistik, page 98 - 101

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3642-6, ISBN online: 978-3-8006-4183-3, https://doi.org/10.15358/9783800641833_98

Series: Vahlens Kurzlehrbücher

Bibliographic information
Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 86 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 87 3.4 Trends, Aufgaben und Literatur 87 ●● Online-Ausschreibungen stellen Veröffentlichungen von Logistikunternehmen bezüglich deren Bedarfs an Produkten, Waren oder Dienstleistungen im Internet dar. Vorteile liegen hier in einem vereinfachten Ausweis der notwendigen Ausschreibungsunterlagen, die direkt an Lieferanten gesendet oder als Downloads bereitgestellt werden. Angeboten werden Ausschreibungen von Frachtpaketen und Logistikkontrakten, bei denen Unternehmen das benötigte Transportvolumen nach Relation, Beschaffenheit und Zeitdauer als Gebote von Logistikdienstleistern einholen. ●● Elektronische Katalog- und Bestellsysteme ermöglichen die Optimierung von Bestell- und Beschaffungsprozessen auf der Basis von Produktverzeichnissen, die bei kontinuierlichen Bedarfslagen eine effiziente Bestellabwicklung zugänglich machen. Zu unterscheiden sind hier: Lieferanten-Web-Shops (sell side solutions), die entweder öffentlich im Internet verfügbar sind oder als Kataloge für berechtigte Nutzer im Extranet nutzbar werden. Inhouse- Produktkataloge (buy side solutions) sind unternehmenseigene, elektronische Kataloge, die über das Internet einsehbar sind. Elektronische Katalogbereitstellung findet auch über elektronische Marktplätze statt, die mit einer einheitlichen Nutzeroberfläche und einer hohen Datentransparenz eine vielschichtige Auswahl von Produkten anbieten. IT-Systeme im Einkauf werden unterstützt durch eine systematische Online- Katalogforschung, Lieferantendatenbanken, Softwareagenten oder eine manuelle Suche im Netz. 3.4 Trends, Aufgaben und Literatur 3.4.1 Trends Die steigende Bedeutung der Beschaffungslogistik zeigt sich insbesondere daran, dass trotz traditioneller Aufgaben innerhalb dieses logistischen Subsystems, die Tätigkeitsbereiche der Beschaffungslogistik durch Vielfalt und Komplexität ausgezeichnet sind und analoge Entwicklungen sowohl das Beschaffungs- als auch das Einkaufsmanagement betreffen. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 88 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 89 3 Beschaffungslogistik88 } Î Tr en d s }Î Das Management von Lieferanten Abnehmer Beziehungen gewinnt weiter an Bedeutung hinsichtlich der Intensität der Kooperation sowie in den Bereichen Planung und Entwicklung. Globalisierte Beschaffungs märkte führen hier zu weitergehenden Interaktions- und Kommunikationsbeziehungen zwischen Lieferanten und Abnehmern. }Î Unternehmensübergreifendes Preis und Kostenmanagement gewinnt für die Beschaffung zunehmend an Bedeutung einschließlich des Bedarfs an Kooperation und Informationsaustausch zwischen den Beschaffungsmärkten, den Lieferanten und den Abnehmern. Die Lieferantenbe wertung wird detaillierter und spezifischer erfasst und ausgewertet sowie allgemeine Kennzahlen durch spezifische Bewertungsratings und -rankings ergänzt. }Î Unter dem Aspekt eines wertschöpfungsorientierten Beschaffungsmanagements werden Effizienzstrategien weiter ausgebaut. In personalwirtschaftlicher Hinsicht wird diesbezüglich stärker die Leistungsfähigkeit und Kompetenzprofile von Beschaffungsmanagern generiert und über logistisches Innovationsmanagement einzelne Beschaffungsfunktionen und Beschaffungsprozesse optimiert. Die vorbezeichneten Entwicklungen werden sich auch in der Zukunft weiter ausdifferenzieren, deren Vielfalt und Komplexität deutlich zunehmen. 3.4.2 Aufgaben Für die Bearbeitung der Aufgaben sollten zunächst grundlegende Aspekte der Gestaltung der Beschaffung aufgezeigt werden. Im Anschluss daran können allgemeine Bereiche der Beschaffung für die konkrete, operative Umsetzung im Einkauf dargestellt werden. } X A u fg ab en }X [1] Charakterisieren Sie die Bedeutung der am Beschaffungsprozess beteiligten Artikelklassen, verschiedene Teilnehmer, die sich identifizieren lassen sowie grundsätzliche Unterschiede von Beschaffung und Einkauf. }X [2] Diskutieren Sie Vor- und Nachteile unterschiedlicher Organisationsformen der Beschaffungslogistik sowie anhand von Beispielen aus der unternehmerischen Praxis. }X [3]  Skizzieren Sie die grundsätzliche Bedeutung einer Beschaffungsmarktpolitik unter dem Aspekt ihrer denkmöglichen Ausprägungen. Benennen Sie daraus ableitbare Optionen der Beschaffungsmarktforschung im Hinblick auf eine prozessorientierte Umsetzung. }X [4] Grenzen Sie strategisches Lieferantenmanagement von operativem Einkaufsmanagement ab und zeigen Sie die darin liegenden Unterschiede auch für den Bereich der elektronischen Beschaffungslogistik auf. Stichworte zu konkreten Lösungshinweisen für die Aufgaben von Kapitel  3 finden Sie auf Seite 232/233. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 88 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 89 3.4 Trends, Aufgaben und Literatur 89 3.4.3 Literatur Zur Vor- und Nachbereitung der Inhalte von Kapitel  3 können ergänzend folgende Lehrwerke und Internetadressen als Quellen herangezogen werden: Schulte, Christof (2009): Logistik. Wege zur Optimierung der Supply Chain, Kapitel 6: Beschaffungslogistik, Seiten 267–343 Melzer-Ridinger, Ruth (2004): Materialwirtschaft und Einkauf, Kapitel  6: Strategische Gestaltung der Beschaffung – Beschaffungsmarketing, Kapitel 7: Operatives Beschaffungsmanagement, Seiten 64–232 Arnolds, Hans u. a. (2010): Materialwirtschaft und Einkauf, Kapitel 6: Beschaffungsprozess, Kapitel 7: Lieferantenpolitik, Seiten 159–254 Large, Rudolf (2009): Strategisches Beschaffungsmanagement, Kapitel  1 Grundlagen, Seiten 1–43 Schulte, Gerd (2001): Material- und Logistikmanagement, Kapitel 4 Materialeinkauf und Beschaffungsmarketing, Seiten 208–245 Hofbauer, Günter u. a. (2009): Lieferantenmanagement, Kapitel 3: Strategisches Lieferantenmanagement, Kapitel  4: Operatives Lieferantenmanagement, Seiten 23–113 Folgende Internetadressen stellen ergänzende Informationsquellen dar: www.click2procure.de www.click4suppliers.de www.purchasing.bosch.com Weitere Hinweise zur Literatur und zur vertiefenden Lektüre finden Sie im Literaturverzeichnis. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 90 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 91 4 Produktionslogistik 4.1 Definition, Aufgaben und Formen der Produktionslogistik 4.1.1 Definition und Aufgaben der Produktionslogistik Unter Produktion versteht man das System, das die Eingangsobjekte Roh- und Hilfsstoffe, Halbfabrikate und Verpackungen in die Ausgangsobjekte verkaufsfähige Produkte (nutzenstiftend) und Entsorgungsgüter (nicht nutzenstiftend) mittels Produktionsprozessen physisch transformiert. Der Produktionsprozess beinhaltet neben dem reinen Herstellungsprozess auch den vorgeschalteten Entwicklungsprozess der Güter. Die Ressourcen eines Produktionssystems bestehen aus der menschlichen Arbeitskraft, d. h. der Produktionsmitarbeiter, den Betriebsmitteln, den Betriebsstoffen und sonstiger Mittel, wie beispielsweise den Patenten und Rechten. Auch alle benötigten Informationen, wie z. B. Materialdaten, Stücklisten, Arbeitspläne, etc., und IT-Systeme, wie z. B. Hardware und Software, zählen zu den Ressourcen. Die Organisation der Produktion umfasst alle Festlegungen zur Aufbaustruktur und zum Ablauf der Produktion und dem abgestimmten Einsatz der Ressourcen. Dies reicht von der Koordination der Produktion in verschiedenen Standorten, über die Aufstellung der Maschinen in einer Produktionshalle, bis hin zu den Einsatzplänen der nächsten Produktionswoche. Die Produktionslogistik ist ein Subsystem der Produktion und übernimmt die folgenden Aufgaben: ●● Strategische Aufgaben: (a) Beratende Mitarbeit bei der Erarbeitung des Produktionsprogramms, der Entwicklung neuer Produkte und der Festlegung Lernziele Kapitel 4 } } Le rn zi el e }} Überblick über wesentliche Ziele und Aufgaben der strategischen und operativen Produktionslogistik sowie eine Systematisierung der Produktionsformen, Aspekte der Produktionsplanung, -steuerung, Standortplanung und erweiterte Planungs- bzw. Steuerungskonzepte in der Produktionslogistik. }} Verständnis für strategische Aspekte der Produktionslogistik im Bereich von Produktionsprogramm, Produktentwicklung und Standortplanung sowie für operative Aspekte im Bereich von Produktionsplanung und -steuerung }} Einsicht in konzeptionelle Zusammenhänge und Abgrenzungen zwischen strategischer und operativer Produktionslogistik auf der Basis eines systemtheoretischen Ansatzes zur Abbildung komplexer Sachverhalte.

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Zusammenfassung

Der perfekte Einstieg in die Logistik

Das Lehrbuch behandelt den klassischen Lehrstoff der Logistik und berücksichtigt gleichzeitig auch aktuelle Entwicklungen. Ziel des Buches ist es, den theoriebezogenen und praxisrelevanten Stoff der Logistik zu verzahnen.

Das Lehrbuch erläutert die wichtigsten Logistik-Themen:

* Unternehmenslogistik

* Beschaffungslogistik

* Produktionslogistik

* Distributionslogistik

* Entsorgungslogistik.

Neben Supply Chain Management werden auch logistische Supportsysteme, wie IT-Management, Marketingmanagement und Controlling dargestellt.

"In der Gesamtbeurteiiung liegt für den Logistikinteressierten ein gelungenes Werk mit einer soliden Darstellung des Stoffes unter Berücksichtigung der innovativen Logistikthemen vor. Darüber hinaus bietet das Buch Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, sich an den beschriebenen Ansätzen zu orientieren und damit eine ?passende" Logistik zu implementieren bzw. fortzuentwickeln." in: Der Betriebswirt 02/12