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Glossar in:

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Ed.)

Asset Securitisation in Deutschland, page 143 - 165

4. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4498-8, ISBN online: 978-3-8006-4499-5, https://doi.org/10.15358/9783800644995_143

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Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 141 Glossar ABCP, Asset Backed Commercial Paper S. 10 ff., S. 102 ff. Abgang von Vermögensgegenständen aus der Bilanz S. 26 ff., S. 38 f. ABS, Asset Backed Securities S. 8 f., S. 13 Acceleration Beschleunigte Rückzahlung, die meist nach einem Event of Default entweder automatisch oder auf Veranlassung der Controlling Class (i. d. R. Tranche der höchsten Seniorität) eintritt. Verfügbare Mittel werden zunächst zur Tilgung und Zinszahlung auf die im Wasserfall obenstehenden (Senior) Tranchen verwendet. Zins und Tilgung für untere Tranchen werden ausgesetzt. Adjustable Rate Mortgage Loan  ARM Administrator, Administration Agreement S. 15, S. 125 Adverse Selection (1) Annahme der fortschreitenden Verschlechterung des Kreditpools im Verlauf der Transaktion, da überwiegend die kreditwürdigsten Schuldner frühzeitig zurückzahlen. (2) u. U.: Vorgehen des Originators, schon bei der Zusammenstellung des zu verbriefenden Portfolios Vermögensgegenstände mit Negativmerkmalen auszuwählen. Glossar Glossar Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 142 Glossar142 All-in Cost Gesamtkosten (Zinsen, einmalige und fortlaufende Kosten für Ratingagenturen, Rechtsanwälte, Administrator, Trustee, Servicer etc.) der Verbriefung verteilt auf die Laufzeit der Transaktion. Alternative A Loan (USA) Kredit, der weder als „prime“, noch als „subprime“ klassifiziert wird. Gründe dafür können u. a. unzureichende Dokumentation des Kreditnehmers oder eine schwache Zahlungshistorie sein. Anleihebedingungen, Terms and Conditions of the Notes  OC AP, Attachment Point Unterer Punkt in einer (synthetischen) Transaktionsstruktur, an dem die Tranche eines Sicherungsgebers beginnt und ab dem der Sicherungsgeber dem Sicherungsnehmer die Verluste ausgleichen muss. Der Detachment Point (DP) bezeichnet den oberen Punkt, an dem die Tranche eines Sicherungsgebers endet. Arbitrage CDO CDO, in dem die Rendite des verbrieften Portfolios die Finanzierungskosten der emittierten Anleihen übersteigt. Der Originator nutzt diese Preisunterschiede um mittels CDO einen Arbitragegewinn zu generieren. Die zu verbriefenden Assets werden meist speziell für die Verbriefung begeben oder für dieses Ziel angekauft. ARM, Adjustable Rate Mortgage Hypothekendarlehen, dessen Zinssatz in bestimmten Abständen angepasst wird. Die Anpassung erfolgt i. d. R. auf Basis eines Indexes, z. B. LIBOR oder EURIBOR. Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 143 Glossar 143 Arranger Bank, die maßgebliche Teile der Planung, Organisation, Strukturierung und oft auch der Platzierung der Transaktion für den Originator übernimmt. Meist ist der A. auch der  Underwriter  Lead Manager. Asset Backed Commercial Paper  ABCP Asset Backed Securities  ABS Asset-Pool Zugrundeliegendes Forderungsportfolio einer ABS Transaktion, dessen Risiko übertragen wird und aus dem (in True Sale Transaktionen) Zinszahlungen an Investoren bedient werden. In True Sale Transaktionen dient der A.-P. gleichzeitig als Sicherheit für die ausgegebenen Wertpapiere. Attachment Point  AP Auktionsverfahren bei CDS  Cash Auction Settlement Auswahlkriterien, Eligibility Criteria Auswahlkriterien, nach denen das verbriefte Forderungsportfolio zusammengestellt wurde und die im Offering Circular niedergelegt sind. Diese Kriterien und deren tatsächliche Befolgung sind zentral für die Einschätzung, Bewertung und Prognostizierbarkeit der Transaktion durch Rating Agenturen und Investoren. In synthetischen Banktransaktionen wird die Einhaltung der Kriterien i. d. R. bei anstehenden Verlustzuweisungen durch den  Transaktionstreuhänder überprüft; bei festgestellten Verstößen trägt der Originator statt der Investoren den Verlust. S. 13, S. 66, S. 69 Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 144 Glossar144 Balance Sheet CDO Verbriefung mit dem primären Zweck, Assets von der Bilanz zu entfernen und/oder das regulatorische Kapital zu reduzieren. Die zu verbriefenden Assets befinden sich bereits auf der Bilanz des Originators. Bankruptcy remote  Insolvency remote Barabwicklung, Cash Settlement Art der Abwicklung von CDS bei Eintritt eines Kreditereignisses. Der Sicherungsgeber (  protection seller) zahlt dem Sicherungsnehmer (  protection buyer) die Differenz zwischen dem verbliebenen Wert und Nominalwert des abgesicherten Assets. Sofern ein Abstellen auf die Erlöse aus tatsächlicher Verwertung nicht vereinbart war, wird als verbliebener Wert der Marktwert zugrunde gelegt. Zu dessen Ermittlung kann z. B. eine Umfrage unter mehreren Händlern („dealer poll“) vorgesehen sein. Um den Wert noch marktnäher zu ermitteln, wurden Aktionsverfahren entwickelt  Cash Auction Settlement. Eine Alternative zum C.S. ist das  Physical Settlement. Basel I In Anlehnung an  „Basel II“ teilweise verwendete Bezeichnung für die erste Rahmenvereinbarung zur Eigenkapitalunterlegung von Kreditrisiken (von 1988, nicht mehr in Kraft). Basel II S. 2, S. 86 f. Beleihungsauslauf  LTV Bullet Loan Endfälliges Darlehen, d. h. es wird vollständig am Ende der Laufzeit getilgt. Laufende Tilgungen sind nicht vorgesehen. Capital Relief  Eigenkapitalentlastung Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 145 Glossar 145 Cash Collateral Das Cash Collateral ist eine Form des  Credit Enhancements. Dabei werden Barreserven als Puffer für etwaige Zahlungsausfälle im Asset-Pool und als Sicherheit vorgehalten. Cash Auction Settlement Form der  Barabwicklung (Cash Settlement). In einem weitgehend öffentlichen, transparenten Verfahren werden Marktpreise ermittelt. Verschiedene Elemente sollen Marktgerechtigkeit sichern (z. T. Sanktionen für marktferne Preisstellungen, Überwachung durch ein Komitee, Einbeziehen von Interessenten am  Physical Settlement).  ISDA hat ein Verfahren entwickelt (ISDA auction protocol). Cash Settlement  Barabwicklung CBO, Collateralised Bond Obligation S. 9, S. 79 CDO, Collateralised Debt Obligation S. 8 f., S. 66 CDO cubed, CDO3  CDO squared, entsprechend CDO squared, CDO2 Doppelstöckige CDOs. Das verbriefte Portfolio des CDO besteht ebenfalls aus CDOs. CDS, Credit Default Swap S. 2 ff., S. 69, S. 122 Charge-Offs Forderungen, die als uneinbringlich eingestuft sind. Clean Up Call S. 27, S. 67 f. CLO, Collateralised Loan Obligation S. 9, S. 79, S. 121 Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 146 Glossar146 CLN, Credit Linked Note Anleihe, deren Tilgungs- bzw. Zinszahlungen von der Entwicklung einer Gruppe von Vermögensgegenständen (meist ein Forderungspool) abhängig sind, zu der eine synthetische Verknüpfung besteht. CMBS, Commercial MortgageBacked Securities MBS, denen mit Grundschulden auf gewerblich genutzte Immobilien gesicherte Kredite zugrundeliegen.  MBS CMSA, Commercial Mortgage Securities Association  CRE Finance Council Collateralised Bond Obligation  CBO Collateralised Debt Obligation  CDO Collateralised Loan Obligation  CLO Combination Notes Kombination verschiedener Tranchen innerhalb einer Verbriefungstransaktion. Häufig wird die Erstverlustposition ohne Rating mit einer höheren und gerateten Tranche kombiniert, sodass die Combination Note geratet werden kann. Commercial Mortgage Backed Securities  CMBS Commercial Mortgage Securities Association  CMSA Commercial Paper S. 10 ff. Commercial Real Estate CDO  CRE CDO Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 147 Glossar 147 Commercial Real Estate Finance Council  CRE Finance Council Commingling Risk Vermischungsrisiko. Gefahr, dass Zahlungen, die vom Originator oder Servicer an das SPE weiterzuleiten sind, mit eigenem Vermögen derart vermischt werden, dass eine Weiterleitung nicht oder nicht rechtzeitig stattfindet. Risiko besteht in True Sale Strukturen und wird insbesondere in Insolvenzsituationen erheblich. Conditional Prepayment Rate  CPR Conduit S. 12 Consolidation of SPEs  Konsolidierung von Zweckgesellschaften Constant Prepayment Rate  CPR Controlling Class  Acceleration Covered Bond Durch Vermögenswerte besicherte Anleihe. Im Unterschied zu ABS i. w. S. besteht ein doppelter Regressanspruch: Gegen das gesamte Vermögen des Originators und subsidiär gegen den Sicherheitenpool von Vermögenswerten. In Deutschland vor allem: Pfandbriefe nach dem Pfandbriefgesetz. In letzter Zeit gibt es auch in Deutschland Tendenzen, Structured Covered Bonds zu begeben (= vertraglich strukturierter C.B. außerhalb von C.B. Spezialgesetzen, wie dem Pfandbriefgesetz). CPR, Constant Prepayment Rate, Conditional Prepayment Rate In MBS-Transaktionen: jährlicher Anteil in Prozent der Summe der vorzeitig zurückgezahlten Beträge am gesamten Kreditportfolio (Schätzung vorab). Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 148 Glossar148 CRE Finance Council, Commercial Real Estate Finance Council S. 19 CRE CDO  CDO, der Vermögensgegenstände des gewerblichen Immobiliensektors verbrieft. Es können enthalten sein: CMBS-Tranchen, gewerbliche Immobilienkredite, REIT-Anteile u. Ä. Credit Crunch Kreditklemme. Wirtschaftliche Situation, in der Banken die Kreditvergabe insgesamt spürbar drosseln oder für bestimmte Segmente gänzlich einstellen. Credit Default Swap  CDS Credit Enhancement S. 9 f., S. 46 Credit Event  Kreditereignis Credit Insurance  Kreditversicherung Credit Linked Note  CLN Dealer Poll  Barabwicklung Debt Service Coverage Ratio  DSCR Default Event  Early Redemption Derecognition  Abgang von Vermögensgegenständen aus der Bilanz Detachment Point  AP DP, Detachment Point  AP Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 149 Glossar 149 DSCR, Debt Service Coverage Ratio Wichtige Kennzahl hinsichtlich Schuldnern der verbrieften Forderungen. Das Verhältnis von betrieblichem Nettoeinkommen zum jährlichen Schuldendienst wird als DSCR bezeichnet. Ähnlich der deutschen Kapitaldienstfähigkeit. Early Redemption Vorzeitige Rückzahlung der Anleihe. Gründe können z. B. sein: 1. Verstoß gegen Zahlungsverpflichtungen durch den Emittenten (Default Event), 2. In synthetischen Transaktionen: Kündigung durch den Originator wg. einschlägigen steuerlichen (Tax Event) oder aufsichtsrechtlichen (Regulatory Event) Änderungen 3. Kündigung durch bestimmte (Senior-) Noteholder im Event of Default, d. h. wenn der Wert des zugrundeliegende Portfolios bestimmte Trigger gerissen hat. 4.   Clean Up Call. Eigenkapitalentlastung, Capital Relief S. 2, S. 16, S. 89 ff. Einzweckgesellschaft  SPE/SPV Eligibility Criteria, Auswahlkriterien  Auswahlkriterien EoD, Event of Default Ereignis, das eine deutliche Verschlechterung der Transaktionsqualität markiert. Neben Zahlungsschwierigkeiten des Issuers kann etwa auch ein signifikantes Absinken des Werts der verbrieften Vermögensgegenstände ( Overcollateralisation Test wird nicht erfüllt) ein EoD darstellen. Folgen:  Acceleration, u. U.  Early Redemption mit sofortiger Liquidierung der Vermögensgegenstände auf Veranlassung der Controlling Class (Klasse/Tranche der höchsten Seniorität). Equity Piece  First Loss Piece Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 150 Glossar150 Event of Default  EoD  Early Redemption Excess Spread S. 10, S. 28 External Credit Enhancement  Externe Kreditverbesserungsinstrumente Externe Kreditverbesserungsinstrumente S. 10 Failure to pay  Kreditereignis Financial Guaranty Insurance S. 10 First Loss Piece, First Loss Position S. 4, S. 129 Fully funded S. 2 ff. Gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger nach dem Schuldverschreibungsgesetz S. 130 f. Grundsatz I S. 86 Independent Accountant  Verification Trustee, Verification Agent Information Memorandum  OC Insolvency remote  Insolvenzfestigkeit, Insolvenzferne Insolvenzfestigkeit, Insolvenzferne S. 136 f. International Swaps and Derivatives Association  ISDA Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 151 Glossar 151 Internal Credit Enhancement  Interne Kreditverbesserungsinstrumente Interne Kreditverbesserungsinstrumente S. 9 f. Investor Report Regelmäßig, meist vierteljährlich, erscheinender Bericht für CLN/ABS Investoren. Enthalten sind detaillierte Informationen über Zinszahlungen, Tilgungen auf die einzelnen Anleihetranchen und Informationen zum Forderungspool. Zum Teil muss der Report vor dem Erscheinen einem Check durch den  Verification Trustee unterzogen werden. ISDA Auction Protocol  Cash Auction Settlement ISDA, International Swaps and Derivatives Association Vereinigung, die standardisierte Verträge (ISDA Master Agreement) für zwei miteinander mit Derivaten handelnden Kontrahenten anbietet. Siehe auch  Cash Auction Settlement. Islamic Banking Gestaltung von Bankgeschäften in Übereinstimmung mit islamischem Recht und der Schari’a. Beispielsweise werden Sukuk (islamische Anleihen) so strukturiert, dass das islamische Zinsverbot und andere islamische Regeln nicht verletzt werden. Issuer Emittent der Anleihe. Meist handelt es sich um ein SPE. In synthetischen Transaktionen kann jedoch auch die Originator Bank selbst Emittentin sein. Junior Tranche  Subordination KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau S. 5, S. 17 KMU, Kleine und mittlere Unternehmen  SME Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 152 Glossar152 Konsolidierung von Zweckgesellschaften S. 33 f., S. 39 ff. Kreditereignis, Credit Event Genau definiertes Ereignis, dessen Eintritt als deutliche Bonitätsverschlechterung des Darlehensnehmers oder auch Vorstufe zum Ausfall des Kredits zu werten ist. Das Kreditereignis ist im Investorreport zu melden. Gängig sind in Deutschland insbesondere: Umstrukturierung eines Darlehens („Restructuring“, z. B. Stundung, Verzicht), Zahlungsverzug („Failure to pay“, z. B. mehr als 30 Tage mit mehr als EUR 3.000) und Insolvenz des Darlehensnehmers („Bankrupcty“). S. 3 f. Kreditversicherung, Credit Insurance S. 10 Lead Manager Führende Bank eines Bankenkonsortiums hinsichtlich Platzierung der Transaktion. Von ihr und zu Teilen dem Konsortium werden oft auch die Funktion des  Arrangers und  Underwriters übernommen. Letter of Credit  Standby Letter of Credit Liquiditätsfaszilität, Liquiditätslinie, Liquidity Facility, Liquidity Line Kreditlinie, die der SPE zu Verfügung gestellt wird um Zahlungen an die Investoren auch bei Liquiditätsschwankungen erfüllen zu können. S. 11, S. 99 f., S. 122 Loan-to-Value Ratio  LTV LTV, Loan-to-Value Ratio Beleihungsauslauf. Wichtiges Qualitätskriterium hinsichtlich eines Darlehens. Er bezeichnet das Verhältnis zwischen ausstehendem Kreditbetrag und beliehener Sicherheit. Je niedriger der LTV, desto höher ist die Sicherheit auf den Kreditbetrag. Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 153 Glossar 153 MBS, Mortgage Backed Security Besicherte Anleihe, deren Tilgungs- bzw. Zinszahlungen an die Entwicklung eines Portfolios an Immobilienkrediten geknüpft sind.  CMBS  RMBS. Mezzanine Tranche  Subordination Monoline Insurer Monoline Insurer übernehmen häufig Risiken in Verbriefungstransaktionen ( unfunded). Die Bezeichnung ‚monoline‘ ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass lediglich Risiken in einem spezifischen, hier dem Finanz-Sektor, versichert werden. Moral Hazard Moralisches Risiko. Risiko (meist grob fahrlässigem oder vorsätzlichen) subjektiven Fehlverhaltens eines Beteiligten, z. B. eines Darlehensnehmers oder einer Transaktionspartei. S. 20 Mortgage Backed Security  MBS Multi-Seller Struktur, MultiSeller Conduit S. 12 Non-Petition-Klausel S. 138 Non-Recourse- Klausel S. 138 OC, Offering Circular, Prospectus, Information Memorandum Dokument mit detaillierten Informationen für potenzielle Investoren zur Verbriefungstransaktion, wie etwa Struktur, Charakteristika der einzelnen Note Klassen und des zugrunde liegenden Portfolios, sowie Risikofaktoren. Zentraler Teil sind die Anleihebedingungen. Meist werden zudem auch Auszüge aus oder ganze Transaktionsverträge abgedruckt. Offering Circular  OC Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 154 Glossar154 Operating-Asset Securitisation  Whole Business Securitisation Originate to distribute Praxis der Darlehensvergabe, der zufolge schon bei der Vergabe das Ziel besteht, die Darlehen oder deren Risiken auszuplatzieren (in Deutschland nicht vorherrschend). Kritisiert wird hieran die Möglichkeit von Fehlanreizen, da eine Bank Risiken eingehen kann, ohne später für diese einstehen zu müssen. Originate to hold Praxis der Darlehensvergabe, der zufolge bei der Vergabe noch nicht das Ziel besteht, die Darlehen oder deren Risiken auszuplatzieren. Erst später werden ggf. Darlehen zur Verbriefung im Portfolio identifiziert. Originator Der ursprüngliche Gläubiger der Assets, die verbrieft werden sollen. Hinsichtlich Bankforderungen somit die Bank, die die Darlehen vergeben hat (Gewöhnlich wird auch die Bank, die Darlehen zum Zwecke der Verbriefung ankauft als Originator klassifiziert). Overcollateralisation  Übersicherung Overcollateralisation Ratio Insbesondere in CDOs verwendet. O.R. misst die Kreditqualität bzw. den Wert des verbrieften Pools. In einem Overcollateralisation Test wird der Wert der Vermögensgegenstände einer Transaktion deren Schulden gegenübergestellt. Wird ein definiertes Verhältnis (Ratio) unterschritten, treten zuvor definierte Konsequenzen ein z. B. kann ein  Event of Default vorliegen. Overcollateralisation Test  Overcollateralisation Ratio Partially funded S. 5 f., S. 13 Pfandbrief  Covered Bond Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 155 Glossar 155 Physical Settlement Ursprüngliche Art der Abwicklung von CDS bei Eintritt eines Kreditereignisses, sofern ein Abstellen auf tatsächliche Verwertungserlöse nicht vereinbart war. Der Sicherungsnehmer ( protection buyer) liefert das abgesicherte Asset (z. B. Anleihe) an den Sicherungsgeber ( protection seller) im Gegenzug zu einer Barzahlung i.H.d. Nominals. Ist das Asset nicht im Besitz des SN, muss er sich entsprechend am Markt eindecken. Insbesondere, wenn dies viele SN betrifft, kann es zu einer Marktverzerrung kommen. Da CDS zunahmen, in denen der SN das abgesicherte Asset gar nicht besaß, wurde zunehmend Cash Settlement vereinbart. Physische Abwicklung  Physical Settlement PIK loan (Payment in kind) Extreme Version des Bullet loans: Nicht nur Tilgung sondern auch aggregierte Zinsen werden erst bei Endfälligkeit gezahlt (in Deutschland nicht üblich). PPP, Public Private Partnership Bereitstellung von Kapital durch private Unternehmen für Finanzierungen von öffentlichen Infrastrukturvorhaben. Prepayment  CPR PROMISE Plattform S. 5, S. 19, S. 122 Prospectus, Prospekt  OC Protection Buyer, Sicherungsnehmer, SN  SN, Sicherungsnehmer Protection Seller, Sicherungsgeber, SG  SN, Sicherungsnehmer PROVIDE Plattform S. 5, S. 19, S. 122 Prüfungstreuhänder  Trustee Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 156 Glossar156 Public Private Partnership  PPP Real Estate Owned  REO Realised Loss S. 3 f., S. 14, S. 132 Red Herring, Red Version Eine vorläufige Version des  Prospekts ohne Detailangaben zu Emissionsvolumen, Anzahl oder Preisen der Notes. Es kann für Börsenzulassungs- und Marketingzwecke bereits verwendet werden. Reference Portfolio, Reference Claim S. 2 f., S. 125 Refinanzierungsregister S. 134, S. 136 Regulatory Event, Regulatory Call  Early Redemption REO, Real Estate Owned Eigentum, das im Rahmen des Verwertungsprozesses nicht verkauft werden konnte und somit in den Besiz des Kreditgebers, z. B. der Bank, fällt. Replenishment Wiederauffüllung des verbrieften Pools im Laufe der Transaktion mit (Kredit-)Forderungen, die den Anforderungen der Replenishment Criteria entsprechen. Meist ist diese Möglichkeit betraglich durch ein Replenishment Cap begrenzt.  Revolving Period Reservekonto, Reserve Account S. 10, S. 28, S. 32 f. Residential Mortgage Backed Securities  RMBS Restructuring  Kreditereignis Reversed Waterfall  umgekehrtes Wasserfallprinzip Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 157 Glossar 157 Revolving Period Zeitraum in dem das verbriefte Portfolio nach Tilgungen wieder aufgefüllt werden kann (begrenzt durch eine Obergrenze).  Replenishment RMBS MBS, denen mit Grundschulden auf privat genutzte Wohnimmobilien gesicherte Kredite zugrundliegen.  MBS Rundschreiben 4/97 S. 21, S. 135 Seasoning Bisherige Dauer eines Kreditengagements von Kreditvergabe bis zum aktuellen Zeitpunkt. Securitisation, Securitization  Verbriefung Security Trustee  Trustee Senior Tranche  Subordination Servicer, Servicing S. 13, S. 115, S. 123 Sicherheitentreuhänder  Trustee SG, Sicherungsgeber, Protection Seller  SN, Sicherungsnehmer SN, Sicherungsnehmer, Protection Buyer Partei im Rahmen eines  CDS oder einer  Garantie, die das Risiko eines Referenzaktivums (z. B., Forderungsportfolios, Anleihe) auf den Sicherungsgeber (Protection Seller) transferiert. Der Sicherungsnehmer zahlt einen variablen oder festen Bezugszins, der Sicherungsgeber zahlt einen Ausgleich für die angefallenen Wertminderungen bzw. Verluste. S. 29 Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 158 Glossar158 Single Tranche CDO Synthetische CDO, bei der nicht das gesamte Risiko eines Pools transferiert wird, sondern der Investor maßgeschneidert nur ein spezifisches Risiko innerhalb der Kapitalstruktur übernimmt, d. h. nur eine Tranche wird begeben. SIV, Structured Investment Vehicle Zweckgesellschaft, die ein Portfolio an in der Regel möglichst gut gerateten Wertpapieren hält und aktiv managt. Refinanzierung erfolgt durch die Ausgabe von (meist kurzfristigen) Anleihen. SME, Small and Medium sized Enterprises u. a. Assetklasse für Verbriefungen von Darlehen an kleine und mittlere Unternehmen. Solvabilität Ausstattung einer Bank oder Versicherung mit Eigenmitteln nach den aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Abdeckung der Geschäftsrisiken. SolvV, Solvabilitätsverordnung S. 86 f., S. 92 SPE, SPV, Special Purpose Entity, Special Purpose Vehicle  Zweckgesellschaft Sponsor S. 11, S. 49, S. 102 f. Spread account S. 10 Standby Letter of Credit Garantieähnliche Form der Zahlungssicherung (aus dem angloamerikanischen Rechtsraum), die als  Credit Enhancement eingesetzt werden kann. S. 10 Static Pool, Statischer Pool Verbriefter Pool/Portfolio ist in der Zusammensetzung unveränderlich, d. h. es findet keine Wiederauffüllung (  Replenishment) statt. Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 159 Glossar 159 Structured Covered Bond  Covered Bond Structured Investment Vehicle  SIV Subordination, Tranchierung Anordnung der Tranchen der Anleihe derart, dass Zahlungen/Tilgungen entsprechend des Wasserfalls erfolgen, wobei höherrangige (senior) Tranchen i. d. R. zuerst bedient werden. Verluste werden dagegen i. d. R. zuerst der niedrigsten (junior) Tranche zugewiesen. Mittlere Tranchen werden „mezzanine“ genannt. S. 4, S. 10, S. 88, S. 130 Subprime, Subprime Mortgage Loan Immobilienkredit an Schuldner, die nicht die Kriterien für konventionelle Darlehen erfüllen, etwa aufgrund geringer oder unzureichend belegter Bonität. Eine Klassifizierung, die insbesondere in den USA genutzt wird. S. 17, S. 20 f. Sukuk  Islamic Banking Swap  CDS, Credit Default Swap Synthetic, Synthetisch S. 2 ff., S. 94 f., S. 126 f. Tax Event  Early Redemption Terms and Conditions of the Notes  OC Tranche Definierte Klasse von Wertpapieren einer ABS Transaktion, die die gleichen Charakteristika aufweisen, insbesondere hinsichtlich Subordination, Risiko und zugehörige Zahlungen. Tranchierung  Subordination  Tranche Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 160 Glossar160 Transaction Trustee, Transaktionstreuhänder  Trustee Treuhänder  Trustee Trigger Event Ereignis, das eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation einer Transaktionspartei oder des verbrieften Pools anzeigt. Ein solches Event führt meist zu einer Änderung der Transaktionsstruktur oder sogar zur vorzeitigen Rückzahlung. True Sale S. 6 ff., S. 93 f., S. 132 ff. True Sale International GmbH  TSI True Sale Opinion Rechtsgutachten für True Sale Transaktionen, hinsichtlich der Rechtswirksamkeit der Übertragung der zu verbriefenden Forderungen vom Originator zum SPE. Trustee Unterschieden wird zwischen dem Sicherheitentreuhänder (Security Trustee), Prüfungstreuhänder (Verification Trustee) und dem Transaktionstreuhänder (Transaction Trustee). Die alleinstehende Bezeichnung „Trustee“ steht je nach Ausgestaltung für einen dieser unterschiedlichen Treuhandtypen. S. 13 f., S. 21 f., S. 131 TSI, True Sale International GmbH S. 8, S. 17 Übersicherung, Overcollateralisation S. 10 Umgekehrtes Wasserfallprinzip S. 4, S. 8 Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 161 Glossar 161 Underwriter Bank, die eine Wertpapieremission dem Emittenten zunächst ganz oder zum Teil auf eigenes Risiko abnimmt, um sie sodann am Markt zu platzieren. Unfunded S. 2 f. Verbriefung Emission einer besicherten Anleihe, deren Tilgungs- bzw. Zinszahlungen von der Entwicklung eines Portfolios von Vermögensgegenständen (meist Forderungen) abhängig sind und deren Kreditrisiko weitgehend unabhängig von dem des ursprünglichen Inhabers der Vermögensgegenstände ist. Die Anleihe ist i. d. R. tranchiert ( Subordination). S. 1 ff., S. 87 Verification Trustee, Verification Agent, Independent Accountant (Weit gehend synonyme Verwendung)  Trustee WAC, Weighted Average Coupon Gewichteter Durchschnitts-Zins der Anleihe WAFF, Weighted Average Foreclosure Frequency Geschätzter prozentualer Anteil an den Gesamtforderungen, der säumig wird. WAL, Weighted Average Life In Bezug auf ABS gibt der WAL (z. B. je Klasse) an, wie lange es im Durchschnitt dauert, bis eine Note Klasse getilgt ist. Die Gewichtung erfolgt hierbei jeweils nach dem ausstehenden Betrag der Klasse. WAM, Weighted Average Maturity Gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von Darlehen eines Pools. Gewichtung erfolgt nach ausstehender Forderungshöhe. Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 162 Glossar162 WARF, Weighted Average Rating Factor Gewichteter durchschnittlicher Rating Faktor, der häufig von Ratingagenturen zur Bewertung des Ausfalls von CDO benutzt wird. Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird dabei auf Grundlage des Ratings jedes einzelnen Vermögenswertes des zugrunde liegenden Portfolios und der Tilgungsstruktur bestimmt. Wasserfall, Waterfall S. 4, S. 7 f., S. 88 Weighted Average Coupon  WAC Weighted Average Foreclosure Frequency  WAFF Weighted-Average Life  WAL Weighted-Average Maturity  WAM Weighted Average Rating Factor  WARF Whole Business Securitisation Verbriefung des größten Teils der Erträge einer Unternehmung, z. B. aus Lizenzgebühren, Marken oder Patenten. S. 8 f., S. 69 Zweckgesellschaft, SPE, SPV, Special Purpose Entity, Special Purpose Vehicle S. 6 ff., S. 43 ff. Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite IV Haftungsausschluss Dieses Werk enthält ausschließlich allgemeine Informationen, die nicht geeignet sind, den besonderen Bedürfnissen eines Einzelfalles gerecht zu werden. Es hat nicht den Zweck, Grundlage für wirtschaftliche oder sonstige Entscheidungen jedweder Art zu sein. Das Werk stellt keine Beratung, Auskunft oder ein rechtsverbindliches Angebot dar und ist auch nicht geeignet, eine persönliche Beratung zu ersetzen. Sollten Entscheidungen jedweder Art auf Inhalte dieses Werks oder Teile davon gestützt werden, so wird ausschließlich auf eigenes Risiko gehandelt. Die Haftung der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Inhalte des Werkes ist daher im gesetzlich zulässigen Umfang ausgeschlossen. Aus diesem Grunde empfehlen wir, stets eine persönliche Beratung einzuholen. Die jeweiligen Autoren geben ihre persönliche Meinung wider.             ISBN 978‐3‐8006‐4499‐5    © 2013 Verlag Franz Vahlen GmbH  Wilhelmstraße 9, 80801 München  Umschlaggestaltung: Gregor Schmidpeter  fernlicht Kommunikationsdesign  Bildnachweis: © iStockphoto/rzdeb  eBook‐Produktion: hgv publishing services    Dieser Titel ist auch als Printausgabe beim  Verlag und im Buchhandel erhältlich. 

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References

Zusammenfassung

Höchste Fachkompetenz zum Thema Securitisation.

Deloitte (Hrsg.), Asset Securitisation in Deutschland

4. Auflage. 2012.

ISBN 978-3-8006-4498-8

Asset Securitisation

Dieses Handbuch liefert Ihnen Antworten auf die wesentlichen, bei einer Securitisation auftretenden Praxisfragen. Neben einem Überblick über gängige Securitisation-Strukturen und die Marktentwicklung in Deutschland werden vor allem die Rechnungslegung nach HGB und IFRS aus der Perspektive sowohl des Originators als auch des Investors vorgestellt. Zudem wird auf Bewertungsfragen eingegangen. Den als Reaktion auf die Finanzmarktkrise deutlich verschärften aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Verbriefungstransaktionen wird besonderer Raum gegeben. Abgerundet wird das Buch durch Beiträge, die sich mit steuerlichen Aspekten sowie rechtlichen Fragestellungen und deren Lösungsmöglichkeiten beschäftigen.

Alles zu Asset Securitisation:

* Der deutsche Verbriefungsmarkt – Strukturen und Entwicklungen

* Die Bilanzierung von ABS-Transaktionen beim Veräußerer nach deutschem Handelsrecht

* Die Bilanzierung von ABS-Transaktionen beim Originator/Veräußerer nach IFRS

* Bilanzierung von Verbriefungen beim Investor nach IFRS 9

* Bewertung von ABS-Transaktionen

* Aufsichtsrechtliche Behandlung von Verbriefungen

* Steuerliche Aspekte bei Asset-Backed-Securities-Finanzierungen

* Rechtliche Aspekte bei Verbriefungen in Deutschland