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1 Einleitung in:

Michael A. Klinger, Oskar Klinger

Das Interne Kontrollsystem im Unternehmen, page 8 - 9

Checklisten, Organisationsanweisungen, Praxisbeispiele und Muster-Prüfberichte

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3656-3, ISBN online: 978-3-8006-4430-8, https://doi.org/10.15358/9783800644308_8

Series: Controlling Competence

Bibliographic information
1 Einleitung Das Interne Kontrollsystem (IKS) hat durch das „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG) vom 5.3.1998 und die enthaltene Verpflichtung für die Vorstände/Geschäftsführer (VS/GF) der Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA) und bestimmte GmbHs, ein Überwachungs- und Kontrollsystem zu führen, an Bedeutung gewonnen. Das KonTraG verpflichtet jetzt die Geschäftsführung alle den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen durch ein Überwachungs- und Kontrollsystem frühzeitig zu erkennen und Schadensfälle zu vermeiden. Außerdem ist der Abschlussprüfer gemäß § 317 IV HGB verpflichtet die Einhaltung der neuen Vorschriften für das interne Kontrollsystem gemäß § 91 II AktG zu prüfen, zu beurteilen und zum Bestandteil seines Prüfberichtes zu machen. Eine detaillierte Beschreibung, was der Gesetzgeber unter dem Begriff Überwachungssystem versteht, gibt es weder im KonTraG noch in den § 91 II AktG oder § 317 IV HGB. Das vom KonTraG geforderte Überwachungssystem lässt sich nur durch ein planvoll installiertes und dauernd den Veränderungen des Unternehmens anzupassendes „Internes Kontrollsystem“ (IKS) erreichen. In diesem Buch soll das IKS detailliert definiert und erläutert werden. Es sollen die Ziele, der Aufbau, die Gestaltung aber auch die Prüfung eines internen Kontrollsystems aufgezeigt werden, womit die Bedingungen des KonTraG und den §§ 91 II AktG und 317 IV HGB erfüllt werden können. Durch Beispiele und Checklisten sollen auch Schäden aufgezeigt werden, die durch ein unzulängliches internes Kontrollsystem in den Unternehmen schon entstanden sind, für die der VS/GF bei Verschulden haftet. Aus den Medien erfährt die Öffentlichkeit immer wieder Aufsehen erregende Schadensfälle in der Wirtschaft, die durch Unwirtschaftlichkeiten, Fahrlässigkeit oder wirtschaftskriminelle Handlungen verursacht wurden. Was die Öffentlichkeit aber übersieht ist, dass nur von den Spitzen der Eisberge berichtet wird. Kein Unternehmen hat ein Interesse daran, Schadensfälle an die große Glocke zu hängen. Es müssen auch nicht immer spektakuläre Schadensfälle sein, die durch das IKS verhütet werden können. In den Checklisten dieses Buches sind viele hiervon aufgezeichnet. 00I-144.indd Abs1:1 04.08.2009 12:05:32 Uhr 1 Einleitung2 Knappe Worte vorab zu diesem Buch Im Sinne der leichten Lesbarkeit wird in den Ausführungen die männliche Schreibform verwendet. Selbstverständlich sind beide Geschlechter in gleichberechtigter Form angesprochen. 00I-144.indd Abs1:2 04.08.2009 12:05:33 Uhr

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Zusammenfassung

Für jeden Unternehmer ein Muss

Aus den Medien erfährt die Öffentlichkeit immer wieder über Aufsehen erregende Schadensfälle in der Wirtschaft, die durch Fehlmanagement, Fahrlässigkeit oder wirtschaftskriminelle Handlungen verursacht werden. Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verpflichtet aber die Geschäftsführung von Kapitalgesellschaften, alle den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen durch ein Überwachungs- und Kontrollsystem frühzeitig zu erkennen und Schadensfälle zu vermeiden. Das vom KonTraG geforderte Überwachungssystem lässt sich nur durch ein planvoll installiertes und dauernd den Veränderungen des Unternehmens anzupassendes „Internes Kontrollsystem“ (IKS) erreichen.

* Gliederung und Aufbau eines Internen Kontrollsystems

* Das IKS in der Unternehmensplanung, der Aufbau- und Ablauforganisation

* Das IKS im Rechnungswesen und im Zahlungsverkehr

* Das IKS in der Personalabteilung, Produktion und im Vertrieb

* Einsatz von Checklisten zur Prüfung des IKS

* Beispiele für Organisationsanweisungen

Die Autoren

Dr. Michael A. Klinger ist Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater sowie Lehrbeauftragter für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Salzburg. Er ist Präsident des österreichischen Steuervereins, Vorstandsmitglied des Vereins IKS (Institut für Interne Kontrollsysteme) sowie Vizepräsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Salzburg.

Oskar Klinger war Leiter der Konzernvision der Porsche Holding Österreich und ist heute Vorstands-mitglied des Vereines IKS.