Tina Kulow, Unsere Verantwortung für eine offene Gesellschaft - Facebooks Rolle als Plattform in:

MedienWirtschaft, page 18 - 18

MW, Volume 17 (2020), Issue 1, ISSN: 1613-0669, ISSN online: 1613-0669, https://doi.org/10.15358/1613-0669-2020-1-18

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18 MedienWirtschaft 1/2020 Aktuelle Themen Tina Kulow Facebook Director Corporate Communications tinakulow@fb.com Unsere Verantwortung für eine offene Gesellschaft Facebooks Rolle als Plattform für gesellschaftlichen Austausch im Internet, der Zusammenhalt stärkt und Vielfalt fördert © R ob er t F el ge nt re u Facebook hat es sich zum Ziel gesetzt, die Welt näher zusammenzubringen. Mit den Facebook-Apps wollen wir Menschen miteinander verbinden, den Aufbau von Communities fördern und letztendlich gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – online, aber auch im analogen Leben. So spiegelt sich alles was in der Welt passiert auch in den sozialen Medien wider. Diese Verbindung kommt besonders bei Gruppen auf Facebook zum Tragen. Dort tauschen sich Menschen zu den Themen und Momenten aus, die für sie wichtig sind. Weltweit sind mehr als 400 Millionen Menschen Mitglied in einer Facebook Gruppe. Sie bieten diesen Menschen einen echten Mehrwert im Alltag und sind zu einem zentralen Bestandteil ihrer Erlebnisse und Erfahrungen auf Facebook geworden. Unsere aktuelle Kampagne, „Mehr gemeinsam”, die im Herbst letzten Jahres in Deutschland gestartet ist, stellt Gruppen und ihre Mitglieder in den Mittelpunkt. Auf Facebook gibt es Gruppen für jedes Interesse, Hobby oder Anliegen – egal ob zu Rezepten, Haustieren, oder der Leidenschaft für Musik. Gemeinsam mit lokalen Gruppen haben wir zudem verschiedene Community City Guides mit den besten Tipps für Cafés, Restaurants und Freizeitbeschäftigungen erstellt. Insgesamt gibt es den Guide für 15 europäische Städte, darunter zum Beispiel Leipzig und Stuttgart. Die negativen Facetten des menschlichen Zusammenlebens wie Hass, Diskriminierung und gezielte Falschinformationen stellen uns – aber auch demokratische Gesellschaften insgesamt – vor Herausforderungen. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und nehmen diese für unsere Dienste wahr. Jedoch nicht als Medienunternehmen, sondern als intermediäre Schnittstelle mit klaren Standards und Regeln, die festlegen, was auf unserer Plattform erlaubt ist und was nicht. In den letzten Jahren hat sich bei Facebook viel getan und wir sind nicht mehr das Unternehmen, das wir noch vor einiger Zeit waren. Facebook hat enorm viel investiert, sowohl in Technologie als auch in Mitarbeiter, um Hassrede auf der Plattform effektiv zu bekämpfen und gefälschte Konten zu identifizieren und zu entfernen – unabhängig von gesetzlichen Vorgaben in Deutschland, allen voran dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Im ersten Quartal 2019 haben wir mehr als 160.000 Inhalte entfernt, weil sie gegen unsere Richtlinien für Hassrede verstoßen haben. Das Team, das sich mit Sicherheitsfragen beschäftigt, zählt mittlerweile mehr als 35.000 Mitarbeiter, davon 2.000 Menschen in Deutschland. Gleichzeitig braucht es auch neue Regeln, die sicherstellen, dass Technologie im Sinne der Gesellschaft genutzt wird – sei es in Bezug auf Datenschutz, Wahlen oder Inhalte. Deswegen braucht es Regeln von der Politik. An diesem Prozess möchte sich auch Facebook beteiligen. Facebook als Teil eines gesunden Ökosystems Menschen teilen und diskutieren Ideen und Neuigkeiten auf Facebook. So finden gesellschaftliche Debatten zu aktuellen Themen und Nachrichten zunehmend auch in den sozialen Medien statt. Verlagshäuser, Medien und ihre Redaktionen gehören seit jeher zu den Grundpfeilern unserer freien Gesellschaft und nehmen für die Wahrung eines pluralistischen Klimas in öffentlichen Debatten eine ganz entscheidende Rolle ein. Journalisten informieren uns, ordnen ein und vor allem – sie hinterfragen kritisch. Auf diese Weise tragen sie entscheidend zur Meinungsbildung bei. Das macht Journalismus zu einem fundamentalen Bestandteil unserer demokratischen, offenen Gesellschaft. Deshalb legen wir großen Wert auf ein gesundes Nachrichten-Ökosystem. Wir stärken gezielt Qualitätsjournalismus und lokale Medienunternehmen – zum Beispiel mit unserem Accelerator-Programm. Zudem arbeiten wir derzeit mit über 50 unabhängigen Faktenprüfern auf der ganzen Welt zusammen, darunter Medienunternehmen und Nachrichtenagenturen. Gemeinsam konnten wir in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung von Falschmeldungen auf Facebook erzielen. Im deutschsprachigen Raum arbeiten wir derzeit mit der dpa und Correctiv zusammen, die den Wahrheitsgehalt von Nachrichten auf Facebook prüfen, anschließend einordnen und alternative Quellen aufzeigen. Gerade im Kontext von Wahlen ist die Integrität von Informationen von größter Bedeutung für eine gesunde Demokratie. Haltung beginnt im Inneren Unsere Mission übersetzt sich als klare Haltung für eine offene Gesellschaft in unserer Unternehmenskultur. Um so ein großes Ziel langfristig zu verfolgen, braucht es eine Kultur, die auf starken Werten basiert. Vielfalt und Inklusion sind zwei dieser fest verankerten Werte, die nicht nur niedergeschrieben sind, sondern sich in der tagtäglichen Zusammenarbeit bei Facebook zeigen.

Zusammenfassung

Facebook hat es sich zum Ziel gesetzt, die Welt näher zusammenzubringen. Unsere Mission übersetzt sich als klare Haltung für eine offene Gesellschaft in unserer Unternehmenskultur. Um so ein großes Ziel langfristig zu verfolgen, braucht es eine Kultur, die auf starken Werten basiert. Vielfalt und Inklusion sind zwei dieser fest verankerten Werte, die nicht nur niedergeschrieben sind, sondern sich in der tagtäglichen Zusammenarbeit bei Facebook zeigen. Mit den Facebook-Apps wollen wir Menschen miteinander verbinden, den Aufbau von Communities fördern und letztendlich gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – online, aber auch im analogen Leben. So spiegelt sich alles was in der Welt passiert auch in den sozialen Medien wider.

References

Zusammenfassung

MedienWirtschaft - Zeitschrift für Medienmanagement und Medienökonomie