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MedienWirtschaft, page 3 - 3

MW, Volume 17 (2020), Issue 1, ISSN: 1613-0669, ISSN online: 1613-0669, https://doi.org/10.15358/1613-0669-2020-1-3

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1/2020 MedienWirtschaft 3 Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, dieses Heft befasst sich mit wichtigen Fragen, die sich verstärkt in der digitalen Welt stellen. Müssen Medien Haltung zeigen? Unter dieser Leitfrage stand das Panel auf den Münchner Medientagen im Oktober 2019, das wir gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk veranstalteten. Die Antworten fielen unterschiedlich aus. Aus ethischer Sicht präsentierte die Direktorin des Instituts für Digitale Ethik eine „Topografie der Digitalen Ethik“ und markierte auf dieser Grundlage Risiken, vor denen die Medienunternehmen in der digitalen Welt stehen – wie Desinformation und Manipulation im Informationsbereich, Machtasymmetrie von Nutzern und Anbietern, intransparente Datenverwertung oder der Macht der Intermediäre. Vertrauen und Glaubwürdigkeit seien zentrale Gütekriterien im Mediensektor. Interessante Beiträge und Praxisperspektiven wurden zu diesem Thema von Seiten der ARD, der ZEIT Verlagsgruppe und von Facebook eingebracht, wobei sich zeigte, dass „Haltung“ durchaus unterschiedlich interpretiert werden kann. In diesem Heft setzen wir die Analyse der Personalisierung von Medienangeboten fort, die wir in Heft 2/2019 mit der öffentlich-rechtlichen begonnen und in Heft 3/2019 mit der kommunikativen und rechtlichen Perspektive fortgesetzt hatten. Dieses Mal beleuchten wir das Thema aus der technischen Perspektive und zeigen auf, wie Medienunternehmen durch den Einsatz intelligenter Technik Möglichkeiten erschließen können, die Bedürfnisse der Nutzer besser zu erkennen und zu verstehen. Ein weiterer technischer Blick gilt dem Hörfunk. Hier beleuchten wir in einem Grundsatzartikel den digitalen Wandel im Hörfunk und verdeutlichen, welche strategischen Möglichkeiten Radiounternehmen haben, um dem Wandel zu begegnen, den man mit den drei Stufen Digitization, Digitalizierung und digitale Transformation beschreiben kann. Als zentrales Paradigma und strategische Leitlinie wird „Value Co- Creation“ und Personalisierung hervorgehoben. Nachhaltige Wertschöpfung im Hörfunk, so die Überzeugung, ist zukünftig vor allem über den Einbezug von Rezipienten erreichbar. Die Anpassung der Medienordnung an das Zeitalter der Digitalisierung war das Thema eines Medienkongresses, der im November 2019 in München stattfand. Um in der digitalen Welt ein starkes Angebot gesellschaftlich qualitätsorientierter Medieninhalte nachhaltig sicherzustellen, bedarf es einer kooperationsorientierten Weiterentwicklung der Medienordnung. Doch sind mit diesem Konzept grundlegende medienpolitische, medienökonomische sowie medien- und wettbewerbsrechtliche Fragen verbunden. Wir Die Verantwortung der Medienunternehmen in der digitalen Welt Prof. Dr. Thomas Hess Ludwig-Maximilians-Universität München thess@bwl.Imu.de Prof. Dr. Frank Lobigs Technische Universität Dortmund frank.lobigs@udo.edu Prof. Dr. Christoph Neuberger Freie Universität Berlin christoph.neuberger@fu-berlin.de Prof. Dr. Martin Gläser Hochschule der Medien, Stuttgart glaeser@hdm-stuttgart.de Prof. Dr. Georgios Gounalakis Philipps-Universität Marburg gouna@jura.uni-marburg.de Prof. Dr. Insa Sjurts Hamburg School of Business Administration insa.sjurts@hsba.de geben die Zusammenfassung eines Expertengutachtens wieder, das in München präsentiert worden ist. Wir wünschen eine interessante Lektüre! Die Herausgeber

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Zusammenfassung

MedienWirtschaft - Zeitschrift für Medienmanagement und Medienökonomie