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6.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH in:

Alexander Baumeister, Claudia Floren, Ulrike Sträßer

Controlling mit SAP Business ByDesign, page 157 - 183

Erfolgsmanagement im Mittelstand

1. Edition 2014, ISBN print: 978-3-8006-4739-2, ISBN online: 978-3-8006-4740-8, https://doi.org/10.15358/9783800647408_157

Series: Controlling Competence

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142 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung 6.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH 6.3.1 Anlegen von Materialstammsätzen Betriebswirtschaftliche Vorüberlegungen: – Darstellung der logistischen Erfordernisse der Spielzeux GmbH; – Analyse der benötigten Einsatzmaterialien. Zunächst muss die logistische Struktur der Spielzeux GmbH in SAP Business ByDesign abgebildet werden. Sie umfasst alle Orte, an denen Materialien angeliefert, gelagert, gefertigt oder versendet werden. Zur Abbildung werden in einem ersten Schritt sogenannte Lokationen als logistisch relevante Punkte angelegt. Zum Anlegen existieren zwei Möglichkeiten. Die erste besteht in der Aktivierung von Supply-Chain-Management- Funktionen für einzelne Organisationseinheiten im Work Center Organisatorische Zuordnung in der Sicht Organsisationsstrukturen bearbeiten (→ Kapitel 3.3.1 und 5.3.1). Durch eine Aktivierung stehen diese Funktionen auch für Logistikaufgaben zur Verfügung. Alternativ können Lokationen über das Work Center Stammdaten Supply Chain Design angelegt werden. Letztere Option bietet den Vorteil, dass zeitgleich Rollen und Aufgaben der Lokationen eingepflegt werden können. Im vorliegenden Beispiel wurden bei Anlage der Betriebsstätte Saarbrücken bereits die Supply-Chain-Management-Funktionen aktiviert. Damit kann sie als Lagerort genutzt werden. Zusätzlich wird die Betriebsstätte nun als Anlieferungsort und Versandstelle definiert. Da Warenbewegungen über sie abgewickelt werden sollen, muss diesem Lagerort zusätzlich ein Lagerbereich zugeordnet werden. Dieser wird später für das Anlegen des Arbeitsplans im Rahmen der Fertigungssteuerung benötigt. Zur Durchführung von Planung und Fertigung werden im Anschluss Materialstammdaten sowohl für die Rohstoffe, als auch für die Endprodukte ins System eingepflegt. Die Fertigung der Lokomotiven basiert weitestgehend auf fremd bezogenen Komponenten. Beide Modelle ähneln sich in ihrem Aufbau; sie bestehen jeweils aus einem Korpus und vier Rädern, die über zwei Achsen miteinander verbunden werden. Bei dem Modell Classic handelt es sich um eine Holzlokomotive. Das Modell Racer besteht hingegen aus einem Metallkorpus und wird durch einen kleinen Motor elektrisch angetrieben. Abb. 70 und Abb. 71 zeigen die Einsatzmaterialien der beiden Endprodukte. logistische Struktur Struktur der Spielzeux GmbH Zusammensetzung der Produkte 1436.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Abb. 70: Einsatzmaterialien des Modells Classic Abb. 71: Einsatzmaterialien des Modells Racer Materialien, die in beiden Modellen Verwendung finden, werden nur einmalig im System hinterlegt. Damit sind, wie in Abb. 72 dargestellt, zwei Materialstammsätze für die Endprodukte und fünf für die Rohstoffe anzulegen. Stammsätze umfassen produktspezifische Eigenschaften wie z. B. Größe und Gewicht. Beim Anlegen muss zudem definiert werden, in welchen Geschäftsprozessen sie Verwendung finden. So werden Rohstoffe bspw. für den Einkauf, Endprodukte für den Verkauf aktiviert. Bezeichnung Bezeichnung in SAP Business ByDesign Materialart Classic P1000 Endprodukt Racer P2000 Holzblock M1000 Rohstoff Metallkorpus M2000 Achse M3000 Reifen M4000 Motor M5000 Abb. 72: Überblick über die anzulegenden Materialstammsätze Classic Holzblock Achsen Reifen Racer Metallkorpus Achsen Reifen Motor Verwendung der Stammsätze 144 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Arbeitsschritte in SAP Business ByDesign: – Bearbeiten von Lokationen; – Pflegen von Logistik-Standortdetails; – Anlegen eines Materialstammsatzes als Vorlage; – Anlegen eines Materialstammsatzes mit Vorlage. Arbeitsschritt 1: Bearbeiten von Lokationen Work Center: Stammdaten Supply Chain Design Sicht: Lokationen Markieren Sie die Betriebsstätte Saarbrücken – BS1001 und drücken Sie BEARBEITEN. Registerkarte: Allgemein Rollen Markieren Sie die Auswahlbuttons: − Versandstelle − Anlieferungsort − Lagerort − Logistikrelevanz Klicken Sie auf STATUS ÄNDERN – AKTIVIEREN. SICHERN Sie Ihre Eingaben und SCHLIEßEN Sie die Anwendung. Arbeitsschritt 2: Pflegen von Logistik-Standortdetails Work Center: Stammdaten Supply Chain Design Sicht: Lokationen Markieren Sie die Betriebsstätte Saarbrücken und drücken Sie LAYOUT BEARBEITEN. Hier muss nun dem untergeodneten Lagerort BS1001_1 ein Lagerbereich zugeordnet werden. Registerkarte: Logistiklayout BS1001_1 Klicken Sie auf UNTERGEORDNETEN LAGERBEREICH HINZUFÜGEN. Registerkarte: Allgemein Lagerbereichsbeschreibung: Lagerbereich Saarbücken 1456.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Lagerbereichsnummer: BS1001_1 Lagerbereichstyp: Lager Bestandsgeführte Details Markieren Sie den Auswahlbutton BESTANDSGEFÜHRT. Logistischer Verwendungszweck Lagerraum Klicken Sie auf die Registerkarte RESSOURCEN. Registerkarte: Ressourcen Fester Versorgungsbereich: BS1001_1 – Lagerbereich Saarbücken Fester Ausgabebereich: BS1001_1 – Lagerbereich Saarbücken Klicken Sie auf STATUS ÄNDERN – AKTIVIEREN. SICHERN Sie Ihre Eingaben und SCHLIEßEN Sie die Anwendung. Arbeitsschritt 3: Anlegen eines Materialstammsatzes als Vorlage Work Center: Produktdaten Sicht: Allgemeine Aufgaben – Neues Material Klicken Sie auf ALLES ANZEIGEN im rechten oberen Bildbereich. Registerkarte: Allgemein Allgemeine Eingaben Materialnummer: P1000 Materialbeschreibung: Modell Classic Produktkategorie: 170 – Konsumgüter Basismengeneinheit: Stk – Stück ME-Eigenschaften Mengeneinheit: Stk – Stück Brutto- und Nettogewicht: 200 Gramm Brutto- und Nettovolumen: 0,5 m³ Länge: 0,25 Meter Breite: 0,10 Meter Klicken Sie auf die Registerkarte LOGISTIK. 146 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Registerkarte: Logistik Bestandsmengeneinheit: Stk – Stück Standorte Standort: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Setzen Sie den Status auf AKTIV. Klicken Sie auf die Registerkarte PLANUNG. Registerkarte: Planung Planungsbereiche Klicken Sie auf ZEILE HINZUFÜGEN. Planungsbereich: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Planungsgruppe: 100001 – Planungsgruppe Fertigprodukte Bedarfssteuerung: ADRF – Gesamtbedarf baut Prognose ab Beschaffungsart: Eigenproduktion Planungsverfahren: Bedarfsgesteuerte Planung Losgrößenverfahren: Exakte Losgröße Setzen Sie den Status auf AKTIV. Klicken Sie auf die Registerkarte VERFÜGBARKEITSPRÜFUNG. Registerkarte: Verfügbarkeitsprüfung Planungsbereiche Klicken Sie auf ZEILE HINZUFÜGEN. Planungsbereich: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Prüfumfang: Bestand Setzen Sie den Status auf AKTIV. Klicken Sie auf die Registerkarte VERKAUF. Registerkarte: Verkauf Vertriebslinien Klicken Sie auf ZEILE HINZUFÜGEN. Verkaufsorganisation: K1002_2 – Kostenstelle Vertrieb Vertriebsweg: Direktvertrieb 1476.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Details Verkaufsmengeneinheit: Stk – Stück Positionsgruppe: NORM – Produkt – lieferungsbasiert Setzen Sie den Status auf AKTIV. Klicken Sie auf die Registerkarte BEWERTUNG. Registerkarte: Bewertung Unternehmen/Betriebsstätte Klicken Sie auf ZEILE HINZUFÜGEN. Bestandsbewertungs- Mengeneinheit: Stk – Stück Unternehmen: S1000 – Spielzeux GmbH Betriebsstätte: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Details Unternehmen/Betriebsstätte Kontenfindungsgruppe: 3040 – Fertigerzeugnisse Fortlaufendes Bewertungsverfahren: Standard Klicken Sie auf PREIS BEARBEITEN. Bestandspreis: 3,60 € Gültig ab: 1.1. Aktuelles Geschäftsjahr Setzen Sie den Status auf AKTIV. Klicken Sie auf ALSVORLAGE FESTLEGEN. SICHERN Sie die Daten und SCHLIEßEN Sie die Anwendung. 148 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Wiederholen Sie den Vorgang für die Betriebsstätte St. Ingbert. Auch hier gilt ein Bestandspreis von 3,60 €. Bestandspreise fungieren als "Platzhalter" und werden später mit den Ergebnissen der Materialvorkalkulation überschrieben. Da es sich bei Modell Racer ebenfalls um ein Endprodukt handelt, kann der Stammsatz des Modells Classic als Vorlage verwendet werden. Arbeitsschritt 4: Anlegen eines Materialstammsatzes mit Vorlage Work Center: Produktdaten Sicht:Materialien Klicken Sie auf ANZEIGEN – ALLEMATERIALIEN und starten Sie die Transaktion durch Drücken von START. Markieren Sie in der Liste das Material Modell Classic und drücken Sie KOPIEREN –MIT STATUS INVORBEREITUNG. Ändern Sie Name, Materialnummer und Bewertungspreis der Vorlage in den entsprechenden Registerkarten wie folgt: Materialnummer: Bezeichnung: Bestandspreis: P2000 Modell Racer 22,20 € Setzen Sie auf allen Registerkarten den Status auf AKTIV. SICHERN Sie die Daten und SCHLIEßEN Sie die Anwendung. Achten Sie darauf, dass die Bewertung des Materials sowohl für die Betriebsstätte Saarbrücken als auch für St. Ingbert durchgeführt wurde. Legen Sie nun den Materialstammsatz für den Rohstoff Holzblock an. Verwenden Sie diesen als Vorlage für die Stammsätze der weiteren Rohstoffe. Achten Sie darauf, sowohl die Bezeichnung als auch den Bestandspreis gemäß der folgenden Tabelle abzuändern. Die übrigen Daten bleiben unverändert. Holzblock Metallkorpus Achse Reifen Motor Registerkarte: Allgemein Materialnummer: M1000 M2000 M3000 M4000 M5000 Materialbeschreibung: Holzblock Metallkorpus Achse Reifen Motor Produktkategorie: 170 – Konsumgüter Basismengeneinheit: Stk – Stück 1496.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Registerkarte: Einkauf Status: Setzen Sie den Status von INVORBEREITUNG auf AKTIV. Registerkarte: Logistik Bestandsmengeneinheit: Stk – Stück Standort: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Status: Setzen Sie den Status von INVORBEREITUNG auf AKTIV Registerkarte: Planung Planungsmengeneinheit: Stk – Stück Planungsbereich: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Beschaffungsart: Fremdbeschaffung Planungsverfahren: Bedarfsgesteuerte Planung Sicherheitsbestand: 100 Losgrößenverfahren: Exakte Losgröße Status: Setzen Sie den Status von INVORBEREITUNG auf AKTIV Registerkarte: Verfügbarkeitsprüfung Planungsbereich: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Prüfumfang: Bestand Status: Setzen Sie den Status von INVORBEREITUNG auf AKTIV Registerkarte: Bewertung Bestandsbewertungs- Mengeneinheit: Stk – Stück Typ der Bewertungsebene: Betriebsstätte Unternehmen: S1000 – Spielzeux GmbH Betriebsstätte: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Kontenfindungsgruppe: 3010 – Rohstoffe Permanentes Bewertungsverfahren: Standard Bestandspreis in Euro: 2,40 12,00 0,10 0,25 9,00 Gültig ab: 1.1. Aktuelles Geschäftsjahr Status: Setzen Sie den Status von INVORBEREITUNG auf AKTIV 150 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung 6.3.2 Anlegen von Stücklisten Betriebswirtschaftliche Vorüberlegungen: Umfang der Stücklisten für die Endprodukte. Zur Vorbereitung der Produktion der beiden Endprodukte werden Stücklisten angelegt. Diese enthalten die Art der zu verbauenden Rohstoffe sowie deren Menge. Abb. 73 gibt einen Überblick über den art- und mengenmäßigen Materialbedarf der beiden Endprodukte. In SAP Business ByDesign werden Stücklisten in Form von Produktionsstücklisten im System gepflegt. Materialbedarf Holzblock Metallkorpus Achse Reifen Motor Classic 1 Stk. 0 Stk. 2 Stk. 4 Stk. 0 Stk. Racer 0 Stk. 1 Stk. 2 Stk. 4 Stk. 1 Stk. Abb. 73: Überblick über den Materialbedarf Arbeitsschritte in SAP Business ByDesign: – Anlegen der Stücklisten für die Endprodukte; – Abschluss des Änderungsauftrags und Konsistenzprüfung. Arbeitsschritt 1: Anlegen der Stücklisten für die Endprodukte Work Center: Stammdaten Planung und Produktion Sicht: Produktionsstücklisten Klicken Sie auf NEU – STÜCKLISTE. Registerkarte: Neue Produktionsstückliste Produktdaten Produkt: P1000 – Modell Classic Mengeneinheit: 1 Basismengeneinheit: Stk – Stück Umfang von Stücklisten 1516.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Allgemeine Daten Stücklistennummer: P1000_1 Stücklistenbeschreibung: Stückliste Classic Stücklistenvariante: 1 Zum Erstellen der Produktionsstückliste ist das Anlegen eines Änderungsauftrags zwingend erforderlich. Legen Sie diesen durch Drücken von ÄNDERUNGSAUFTRAGS- NUMMER –NEU an. Neuer Änderungsauftrag Änderungsauftragsnummer: 1 Gültig ab: 1.1. Aktuelles Geschäftsjahr Änderungsauftragsbeschreibung: Anlegen Stückliste Classic Bestätigen Sie Ihre Eingabe durch Drücken von OK. Einsatzprodukte Klicken Sie auf ZEILE HINZUFÜGEN. Nummer der Belegpositionsgruppe: 1 Positionsnummer: 1 Produkt: M1000 – Holzblock Menge: 1 Stück Klicken Sie auf ZEILE HINZUFÜGEN. Nummer der Belegpositionsgruppe: 1 Positionsnummer: 2 Produkt: M3000 – Achse Menge: 2 Stück Klicken Sie auf ZEILE HINZUFÜGEN. Nummer der Belegpositionsgruppe: 1 Positionsnummer: 3 Produkt: M4000 – Reifen Menge: 4 Stück Überprüfen Sie Ihre eingegebenen Daten. 152 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung SICHERN Sie die Daten und SCHLIEßEN Sie die Anwendung. Die Stückliste ist nun angelegt. Im nächsten Schritt ist nun ihre Konsistenz zu prüfen. Der Grund hierfür ist, dass der angelegte Änderungsauftrag noch nicht abgeschlossen ist. Erst mit Abschluss des Änderungsauftrags werden die Einsatzstoffe der Stückliste fest zugeordnet. Arbeitsschritt 2: Abschluss des Änderungsauftrags und Konsistenzprüfung Work Center: Stammdaten Planung und Produktion Sicht: Produktionsstücklisten Aktualisieren Sie die Ansicht ①, MARKIEREN Sie die neu angelegte Stückliste und drücken Sie BEARBEITEN. Registerkarte: Einsatzprodukte Klicken Sie auf ÄNDERUNGSAUFTRAG – ABSCHLIEßEN②. 1 2 1536.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Wechseln Sie zur Registerkarte ALLGEMEIN UND VARIANTEN. Registerkarte: Allgemein und Varianten Klicken Sie auf Konsistenz prüfen. SICHERN Sie Ihre Eingaben nach erfolgreicher Konsistenzprüfung und SCHLIEßEN Sie die Anwendung. Legen Sie gemäß der folgenden Tabelle die Stückliste für das Modell Racer an. Bitte beachten Sie, dass diese Stückliste den Rohstoff Holzblock nicht enthält, sondern Metallkorpus und Motor. Registerkarte: Neue Produktionsstückliste Produktdaten Mengeneinheit: 1 Basismengeneinheit: Stk – Stück Allgemeine Daten Stücklistennummer: P2000_1 Stücklistenbeschreibung: Stückliste Racer Stücklistenvariante: 1 Neuer Änderungsauftrag Änderungsauftragsnummer: 2 Gültig ab: 1.1. Aktuelles Geschäftsjahr Änderungsauftragsbeschreibung: Anlegen Stückliste Racer Einsatzprodukte Nummer der Belegpositionsgruppe Positionsnummer Produkt Menge in Stück 1 1 M2000 – Metallkorpus 1 2 M3000 – Achse 2 3 M4000 – Reifen 4 4 M5000 – Motor 1 154 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Beide Endprodukte durchlaufen die zur Fertigung notwendigen Arbeitsschritte Fräsen und Montieren. Abb. 74 zeigt die für die einzelnen Arbeitsschritte benötigten Zeiten im Überblick. Bearbeitungszeit Fräsen Montieren Classic 0,20 Std./Stk. 0,25 Std./Stk. Racer --- 0,50 Std./Stk. Abb. 74: Überblick über die Fertigungszeiten der beiden Modelle Die Arbeitspläne, die die Arbeitsschritte umfassen, werden im Rahmen des Anlegens von Produktionsmodellen erstellt. Das Vorgehen hierzu wird im folgenden Abschnitt beschrieben. 6.3.3 Anlegen von Produktionsmodellen Betriebswirtschaftliche Vorüberlegungen: Umfang der Produktionsmodelle. Für alle zu fertigenden Materialien muss in SAP Business ByDesign ein Produktionsmodell angelegt werden. Dieses sammelt alle zur Fertigung relevanten Informationen wie Stücklisten und Arbeitspläne. In SAP Business ByDesign werden Arbeitspläne direkt beim Anlegen des Produktionsmodells mit erstellt. Produktionsmodelle können für verschiedene Losgrößen und Stücklisten angelegt werden. Die Festlegung der Losgröße kann beispielsweise unter Berücksichtigung von Rüstvorgängen bestimmt werden. Im vorliegenden Fall sollen beide Produktionsmodelle für eine Stückgröße von eins gültig sein. Arbeitsschritte in SAP Business ByDesign: – Anlegen eines Produktionsmodells; – Bearbeiten des Arbeitsplans. Arbeitsschritte zur Fertigung Hilfsmittel der Fertigungssteuerung 1556.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Arbeitsschritt 1: Anlegen eines Produktionsmodells Work Center: Stammdaten Planung und Produktion Sicht: Produktionsmodelle Starten Sie den Vorgang durch Drücken von NEU. Registerkarte: Produktionsmodellkopf Produkt: P1000 – Modell Classic Produktionsmodellnummer: P1000_1 Planungsbereich: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Gültig ab: 1.1. Aktuelles Geschäftsjahr Minimale Losgröße: 1 Stück Maximale Losgröße: 10.000 Stück Klicken Sie auf WEITER. Registerkarte: Stückliste und Arbeitsplan Stückliste Stücklistenvariante: 1 Arbeitsplan Klicken Sie auf AKTIONEN – NEUEN ARBEITSPLAN ANLEGEN. Eingabeparameter für „Neuen Arbeitsplan“ Arbeitsplannummer: P1000_1 Arbeitsplanbeschreibung: Arbeitsplan Classic Hauptressourcennummer: R1000 – Schreinerei Variable Dauer: 0,2 Stunden Klicken Sie auf WEITER. Registerkarte: Überprüfung Überprüfen Sie die von Ihnen eingegebenen Daten. Stimmen Ihre Eingaben mit dem nachfolgenden Screenshot überein, klicken Sie auf FERTIGSTELLEN und SCHLIEßEN Sie die Anwendung. 156 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Legen Sie analog das Produktionsmodell für Modell Racer an. Die folgende Tabelle enthält die einzugebenden Daten. Registerkarte: Produktionsmodellkopf Produkt: P2000 – Racer Produktionsmodellnummer: P2000_1 Planungsbereich: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Gültig ab: 1.1. Aktuelles Geschäftsjahr Minimale Losgröße: 1 Stück Maximale Losgröße: 10.000 Stück Registerkarte: Stückliste und Arbeitsplan Stückliste Stücklistenvariante: 1 Eingabeparameter für „Neuen Arbeitsplan“ Arbeitsplannummer: P2000_1 Arbeitsplanbeschreibung: Arbeitsplan Racer Hauptressourcennummer: R2000 – Montage Variable Dauer: 0,5 Stunden Arbeitsplanbeschreibung: Arbeitsplan Racer 1576.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Die Produktionsmodelle sind nun angelegt. Die Arbeitspläne müssen jedoch weiterbearbeitet und auf Konsistenz geprüft werden. Insbesondere sind zur Ermittlung der Fertigungseinzelkosten die Servicekostensätze im Arbeitsplan zu hinterlegen. Arbeitsschritt 2: Bearbeiten des Arbeitsplans Work Center: Stammdaten Planung und Produktion Sicht: Produktionsmodelle Markieren Sie das Produktionsmodell P1000_1 und starten Sie den Vorgang durch Drücken von BEARBEITEN. Registerkarte: Arbeitsplanstruktur Expandieren Sie die Arbeitsplanstruktur und markieren den Produktionsvorgang OP_001①. Details: OP_001② Vorgangsbeschreibung: Fräsen des Holzblocks Vorgangstyp: Fertigen Lagerbereichsnummer: BS1001_1 – Lagerbereich Saarbrücken Hauptressource: R1000 – Ressource Schreinerei MARKIEREN Sie die Produktionsaktivität ACT_001. 1 2 158 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Details: ACT_001 Unterregisterkarte: Aktivitätsdetails Aktivitätsart: Produzieren Unterregisterkarte: Services Berechnungsmethode: Proportional zur Vorgangsmenge Variable Menge: 0,20 Stunden Markieren Sie das Element START und klicken Sie auf EINFÜGEN – VORGANG EINFÜ- GEN. Parameter eingeben Vorgangsnummer: OP_002 Vorgangstyp: Fertigen Aktivitätsnummer: ACT_001 Aktivitätsart: Produzieren Hauptressourcennummer: R2000 – Ressource Montage Variable Dauer: 0,25 Stunden Bestätigen Sie Ihre Eingaben durch Drücken von OK. Markieren Sie den Produktionsvorgang OP_002. Vorgangssdetails Lagerbereichsnummer: BS1001_1 – Lagerbereich Saarbrücken Markieren Sie das Element ACT_001 des Vorgangs OP_002, klicken Sie hierzu auf den PFEIL VOR DEM ELEMENT OP_002. Unterregisterkarte: Aktivitätsdetails Vorgangsbeschreibung: Montage der Teile Unterregisterkarte: Services Berechnungsmethode: Proportional zur Vorgangsmenge Variable Menge: 0,25 Stunden Durch Markieren der Elemente und Drücken von NACH OBEN VERSCHIEBEN können Sie die Elemente in der Reihenfolge ändern. Überprüfen Sie Ihre Eingaben und klicken Sie auf KONSISTENZ PRÜFEN. 1596.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Wurden beim Anlegen der Stückliste Belegpositionsnummern vergeben, so können die einzelnen Materialien der Stückliste auf der Registerkarte Produktzuordnung ① den Elementen des Arbeitsplans zugeordnet werden. Erfolgt wie in unserem Fall keine gesonderte Zuordnung, so werden die Einsatzstoffe automatisch der ersten Aktivität zugeordnet. Das System gibt jedoch in diesem Fall eine Warnmeldung aus②. Klicken Sie auf PRODUKTIONSMODELL FREIGEBEN – ZUR PLANUNG UND FERTIGUNG und SICHERN Sie Ihre Eingaben. Nach Freigabe des Produktionsmodells können Sie sich dieses durch Drücken von FREIGEGEBENES PRODUKTIONSMODELL ÖFFNEN anzeigen lassen. Durch Aufrufen der VORSCHAU kann eine Übersicht des Produktionsmodells im PDF-Format angezeigt werden. 1 2 160 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Legen Sie analog das Produktionsmodell für Modell Racer an. Die Daten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Registerkarte: Arbeitsplanstruktur Markieren Sie den Produktionsvorgang OP_001. Vorgangsdetails: OP_001 Vorgangstyp: Fertigen Lagerbereichsnummer: BS1001_1 – Lagerbereich Saarbrücken Details: ACT_001 Unterregisterkarte: Aktivitätsdetails Aktivitätsart: Produzieren Aktivitätsbeschreibung: Montage der Teile Unterregisterkarte: Services Berechnungsmethode: Proportional zur Vorgangsmenge Variable Menge: 0,5 Stunden 1616.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH 6.3.4 Anlegen der Materialvorkalkulation Betriebswirtschaftliche Vorüberlegungen: Analyse der Bestandteile der Materialvorkalkulation. Materialvorkalkulationen enthalten neben den Kosten der eingesetzten Rohstoffe und Arbeitsleistungen auch die unternehmensspezifischen Zuschlagsätze. Die Materialeinzelkosten lassen sich gemäß Abb. 75 durch die Multiplikation der Einstandspreise mit den Einsatzmengen bestimmen. Die Fertigungseinzelkosten ergeben sich analog als Produkt aus den Service-Kostensätzen und der benötigten Fertigungszeit (vgl. Abb. 76). Bereits in Kapitel 5.2.5 wurden die Zuschlagsätze bestimmt. Damit kann die Materialvorkalkulation nach dem Schema der differenzierten Zuschlagskalkulation durchgeführt werden (vgl. Abb. 77). Material Einsatzmenge Einstandspreis Classic Racer Classic Racer Holzblock 1 Stk. --- 2,40 €/Stk. 2,40 €/Stk. --- Metallkorpus --- 1 Stk. 12,00 €/Stk. --- 12,00 €/Stk. Achsen 2 Stk. 2 Stk. 0,10 €/Stk. 0,20 €/Stk. 0,20 €/Stk. Reifen 4 Stk. 4 Stk. 0,25 €/Stk. 1,00 €/Stk. 1,00 €/Stk. Motor --- 1 Stk. 9,00 €/Stk. --- 9,00 €/Stk. Summe der Materialeinzelkosten 3,60 €/Stk. 22,20 €/Stk. Abb. 75: Berechnung der Materialeinzelkosten Servicekostensatz Bearbeitungszeit Fertigungseinzelkosten Fräsen Montieren Fräsen Montieren Fräsen Montieren Gesamt Classic 100 €/Std. 110 €/Std. 0,20 Std./Stk. 0,25 Std./Stk. 20 €/Stk. 27,50 €/Stk. 47,50 €/Stk. Racer --- 0,50 Std./Stk. --- 55,00 €/Stk. 55,00 €/Stk. Abb. 76: Berechnung der Fertigungseinzelkosten Elemente der Materialvorkalkulation 162 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Kostenart Zuschlagsatz Classic Racer Materialeinzelkosten 3,60 €/Stk. 22,20 €/Stk. Materialgemeinkosten 95,20 % 3,43 €/Stk. 21,13 €/Stk. Materialkosten 7,03 €/Stk. 43,33 €/Stk. Fertigungseinzelkosten Schreinerei 20,00 €/Stk. --- Fertigungsgemeinkosten Schreinerei 72,50 % 14,50 €/Stk. --- Fertigungseinzelkosten Montage 27,50 €/Stk. 55,00 €/Stk. Fertigungsgemeinkosten Montage 64,54 % 17,75 €/Stk. 35,48 €/Stk. Fertigungskosten 79,75 €/Stk. 90,48 €/Stk. Herstellkosten 86,78 €/Stk. 133,81 €/Stk. Vertriebskosten 12,36 % 10,73 €/Stk. 16,54 €/Stk. Verwaltungskosten 17,24 % 14,96 €/Stk. 23,07 €/Stk. Selbstkosten 112,47 €/Stk. 173,42 €/Stk. Abb. 77: Differenzierte Zuschlagskalkulation der beiden Modelle Arbeitsschritte in SAP Business ByDesign: – Anlegen der Materialvorkalkulationen; – Anzeigen des kalkulierten Preises im Materialstamm; – Vergleich des Bestandspreises mit der Materialvorkalkulation; – Festlegen des kalkulierten Preises als Bestandspreis. Arbeitsschritt 1: Anlegen der Materialvorkalkulationen Work Center: Bestandsbewertung Sicht:Materialvorkalkulation Starten Sie den Vorgang durch Drücken von NEU – VORKALKULATION. 1636.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Registerkarte: Neue Materialvorkalkulation Materialnummer: P1000 – Modell Classic Betriebsstätte: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Rechnungslegungswerk: 4010 –HGB Gültig ab: 1. Aktueller Monat. Aktuelles Geschäftsjahr Gültig bis: 31.12. Folgendes Geschäftsjahr Starten Sie den Vorgang durch Drücken von KALKULIEREN. Das System greift nun auf Stückliste und Arbeitsplan zurück und kalkuliert den Preis für das Material. Klicken Sie auf AKTUALISIEREN. Überprüfen Sie Ihr Gesamtkalkulationsergebnis und die einzelnen Kalkulationspositionen, indem Sie sich im Bereich DETAILS: VORKALKULATION FÜRMATERIAL P1000 in den einzelnen Registerkarten die berechneten Werte für Materialien, Services und Gemeinkosten anzeigen lassen. Die einzelnen Kategorien werden durch die Anzeigenauswahl aufgerufen. Die Abweichung des Kalkulationsergebnisses (112,43 €) vom händisch ermittelten Ergebnis (112,47 €) ist auf Rundungsfehler zurückzuführen. In der händischen Berechnung werden die Vertriebs- und Verwaltungsgemeinkostenzuschlagsätze in einem Rechenschritt auf die Summe der Herstellkosten erhoben, SAP Business ByDesign wendet aufgrund seiner Integration mit der Finanzbuchhaltung die Zuschlagsätze hingegen auf jede in die Herstellkosten einfließende Sachkontenbuchung separat an (vgl. übernächster Screenshot). 164 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Damit das Ergebnis der Materialvorkalkulation im Materialstammsatz fortgeschrieben wird, muss dieses freigegeben werden. Klicken Sie hierzu auf FREIGEBEN – MEHRSTUFIG. Ihre Daten werden dabei automatisch gesichert. Legen Sie analog die Materialkalkulation für das P2000 – Modell Racer an. Vorkalkulation: P2000 – Modell Racer Materialnummer: P2000 – Modell Racer Betriebsstätte: BS1001 – Betriebsstätte Saarbrücken Rechnungslegungswerk: 4010 – HGB Gültig ab: 1. Aktueller Monat. Aktuelles Geschäftsjahr Gültig bis: 31.12. Folgendes Geschäftsjahr 1656.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Geben Sie das Ergebnis der Materialvorkalkulation für Modell Racer frei. Arbeitsschritt 2: Anzeigen des kalkulierten Preises im Materialstamm Work Center: Produktdaten Sicht:Materialien Klicken Sie auf ALLE MATERIALIEN ANZEIGEN und markieren Sie das Produkt P1000 und starten Sie den Vorgang durch Drücken von BEARBEITEN. Klicken Sie auf ALLES ANZEIGEN und wechseln Sie zur Registerkarte BEWERTUNG. Neben dem zuvor eingegebenen Bewertungspreis ist nun auch der Kalkulierte Preis im Materialstammsatz ersichtlich①. Beenden Sie die Anwendung durch Drücken von SCHLIEßEN. 1 166 6. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenträgerrechnung Arbeitsschritt 3: Vergleich des Bestandspreises mit der Materialvorkalkulation Work Center: Bestandsbewertung Sicht:Materialvorkalkulation Ändern Sie das Kriterium zum Anzeigen in PREISE VERGLEICHEN ① und wählen Sie das Produkt P1000 –MODELLCLASSIC. Durch Auswahl dieser Option werden der Liste Bestandspreis und Kalkulierter Preis hinzugefügt①. Wiederholen Sie den Vorgang für das Produkt P2000 –MODELLRACER. Arbeitsschritt 4: Festlegen des Kalkulierten Preises als Bestandspreis Work Center: Bestandsbewertung Sicht:Materialpreise Ändern Sie das Kriterium zum Anzeigen in ALLEMATERIALPREISE① und suchen Sie das Produkt P1000 –MODELLCLASSIC. Markieren Sie diejenige Zeile, die in der Spalte Preistyp den Eintrag Kalkulierter Preis und in der Spalte Preis das Ergebnis Ihrer Materialvorkalkulation trägt. Drücken Sie ALS BESTANDSPREIS FESTLEGEN ②. Durch diese Aktion wird das Ergebnis der Materialvorkalkulation ab Periodenbeginn zur Materialbewertung herangezogen. 1 1 1676.3 Schrittweise Einrichtung einer Kostenträgerrechnung bei der Spielzeux GmbH Wiederholen Sie den Vorgang für das Produkt P2000 –MODELLRACER. 1 2 Wie SAP Business ByDesign das Geschäftsprozess- Controlling unterstützt: Kapitel 7: Gestaltungsmöglichkeiten des Produktions- und Kundenauftragsmanagements 7.1 Management Summary: Produktions- und Kundenauftragsmanagement Die Informationsbereitstellung für die Planung und Durchführung unternehmerischer Kerngeschäftsprozesse gehört zu den Unterstützungsfunktionen des Controlling. Umgekehrt sind die generierten Plan- und Istdaten selbst bedeutende Informationsquellen für das Controlling, etwa wenn mit Kostenabweichungsanalysen neue Auswertungsrechnungen angestoßen werden. Als Kerngeschäftsprozesse werden die kundenorientierten Leistungserstellungsprozesse wie etwa Auftragsbearbeitung, Produktion und Distribution bezeichnet (vgl. Gadatsch [Grundkurs] 38 f.). Ein wichtiges Entscheidungsunterstützungs- und Informationsinstrument des Produktionsmanagements sind Systeme der operativen Produktionsplanung und -steuerung (PPS) (vgl. für den gesamten Abschnitt Blohm et al. [Produktion] 338 ff.; Kiener et al. [Produktion] 149 ff.; Lödding [Fertigungssteuerung] 81 ff.). PPS-Systeme dienen der EDV-gestützten Festlegung, Freigabe, Überwachung und ggf. Anpassung des mengenund zeitmäßigen Produktionsablaufs unter Beachtung von Ressourcenkapazitäten. Die Produktionsplanung und -steuerung verläuft in der Praxis sukzessive in mehreren Stufen. Ergebnis der Produktionsprogrammplanung ist der Primärbedarf. Der Brutto-Primärbedarf resultiert aus der Absatzplanung und steht für die in der Planperiode zu liefernde Menge jedes Endprodukts. Aus dem Abgleich des Brutto-Primärbedarfs mit den tatsächlichen und geplanten Lagerbeständen ergibt sich der Netto-Primärbedarf, der sich um geplante Lagerbestandsveränderungen vom Brutto-Primärbedarf unterscheidet. Die Gesamtheit der Netto-Primärbedarfe aller Endprodukte bildet das Produktionsprogramm. Die Primärbedarfe sind Ausgangspunkt der Materialbedarfsplanung. Informationsfunktionen PPS-Stufen Primärbedarfsermittlung

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References

Zusammenfassung

Der praxisorientierte Leitfaden. SAP Business ByDesignTM ist eine umfassende On-Demand-Software für die große Anzahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die die deutsche Wirtschaft prägen. Dieses Buch ist die erste schrittweise Einführung in das Controlling mit SAP Business ByDesign.

Zahlreiche Abbildungen, Übungsaufgaben und eine integrierte Fallstudie sorgen für Praxisnähe und ein umfassendes Verständnis.

Aus dem Inhalt:

- Unternehmensplanung mit Absatz-, Kostenstellen- und Ergebnisplanung

- Gemeinkostencontrolling

- Produktkostencontrolling

- Markt- und unternehmensbezogene Erfolgsrechnungen

- Passgenaues Reporting

Die Autoren:

Professor Dr. Alexander Baumeister leitet den Lehrstuhl für Controlling an der Universität des Saarlandes. Claudia Floren und Ulrike Sträßer sind dort als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen tätig.