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1.1.5 Stimmen aus dem Studium in:

Felix Kolbeck, Marion Rauscher

Tourismus-Management, page 26 - 29

Die betriebswirtschaftlichen Grundlagen

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4486-5, ISBN online: 978-3-8006-4487-2, https://doi.org/10.15358/9783800644872_26

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Vahlen – Allgemeine Reihe – Kolbeck/Rauscher – Tourismus-Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.08.2012 Status: Druckdaten Seite 9 91.1 Kaufmännisches Denken und Handeln lernen Sprachvermögen, Wissen um historische und kulturelle Zusammenhänge, Logik, und das richtige Erfassen von Situationen mit ein: Was nützt es, wenn eine neue Produktidee der Geschäftsführung nicht vernünftig kommuniziert wird? Oder einen Markennamen in ein Land einzuführen, der dort in einem bestimmen Dialekt ein Schimpfwort darstellt? Warum den Wunsch nach einem deutlich höheren Marketingbudget „zur Unzeit“ (Sparkurs im Unternehmen nötig) vorbringen? In Summe betrachtet hat man BWL erfolgreich gelernt, wenn im Lernenden eine betriebswirtschaftliche Denkhaltung herangereift ist. Eine solche Denkhaltung fragt vordergründig stets nach dem wirtschaftlich Machbaren (Produkte, Umsätze, Gewinne, …) bei gegebenen Knappheiten (Zeit, Kapital, Rohstoffe, Personal, …) und verschiedenen Alternativen (Entscheidungsmöglichkeiten, Chancen, Risiken). Betriebswirtschaftliches Denken sollte jedoch weitaus mehr sein, nämlich auch „hintergründig“ das eigene Handeln immer wieder in Frage stellen und die Konsequenzen des eigenen Handelns für andere (Mitarbeiter, Marktteilnehmer, Generationen, Umwelten, …) thematisieren. Um erst gar nicht Gefahr zu laufen, einseitig zu sein oder dafür gehalten zu werden, sollte betriebswirtschaftliches Denken – zumindest bei bestimmten Fragestellungen – ganz gezielt auch wichtige „Nachbardisziplinen“ (VWL, Sozialwissenschaften, Psychologie, Ethik) mit einbeziehen. Die Belegung entsprechender Kurse oder Lehrveranstaltungen ist sehr lohnenswert.11 1.1.5 Stimmen aus dem Studium Ich studiere im ersten Semester Tourismusmanagement an der Hochschule München. Ich habe mich für diesen interessanten Studiengang entschieden, da er die Schnittstelle zwischen der komplexen Betriebswirtschaftslehre und dem vielseitigen Dienstleistungssektor Tourismus abbildet. Nach meinem Bachelor-Abschluss beabsichtige ich, eine verantwortungsvolle Tätigkeit bei einem Reiseveranstalter oder Luftverkehrsträger auszuüben. Im Studium des Tourismusmanagements gibt es zahlreiche Lehrveranstaltungen mit unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Inhalten. Natürlich stellen sich mir da zu Beginn meines Studiums einige Fragen: •• Wie hängen die einzelnen Themen der Betriebswirtschaftslehre, z. B. Planung, Marketing, Bilanzen, Produktmanagement usw. miteinander zusammen? 11 Zum betriebswirtschaftlichen Denken im touristischen Alltag vgl. vertiefend Abschnitt 1.3. Ebru Koziel, Studentin im Tourismusmanagement Vahlen – Allgemeine Reihe – Kolbeck/Rauscher – Tourismus-Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.08.2012 Status: Druckdaten Seite 10 1. Grundlagen: Betriebswirtschaftslehre und Tourismus10 •• In welchen dieser Bereiche eines Unternehmens kann ich mir später gut vorstellen, zu arbeiten, in welchen weniger? •• Welche wirtschaftlichen Zusammenhänge muss ich kennen, um verantwortungsvoll handeln zu können? •• Welche Qualifikationen benötige ich für die Tätigkeiten als Fach- und Führungskraft – gerade in der Tourismusbranche? •• Welche betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sind notwendig, um Marktentwicklungen zu analysieren und Maßnahmen zu entwickeln, um zum Beispiel für ein Produkt Preise, Stückzahlen und Vertriebskosten zu optimieren? •• Wie lassen sich unterschiedliche Ziele vereinbaren: Die Ziele eines Unternehmens, die der Kunden, und meine eigenen? All diese und weitere Fragen machen mich neugierig und haben mein Interesse an der Betriebswirtschaftslehre geweckt. Ich studiere im sechsten Semester Tourismusmanagement an der Hochschule München. Ich denke oft an die ersten Tage und Monate zurück, vor allem an die Fragen, die mir damals im Kopf herum schwirrten: „Oh Gott, wie soll ich so viel in nur so kurzer Zeit in den Kopf bekommen?“ oder „Mass Customization? – Ich studiere doch Tourismus!“. Daraus entwickelte sich dann die Frage: „Studium? – Die schönste Zeit meines Lebens?“ Mittlerweile haben sich die einen Fragen voll und ganz, die anderen Fragen immer noch nicht so richtig beantwortet. Das Privileg, das ich aber am Studium schätzen gelernt habe ist: Das man sich die Fragen selbst beantworten darf! Ich habe also viel ausprobiert: Bibliothek, Vorlesungen, Fachzeitschriften, Gruppenarbeiten, einsame Stunden am Schreibtisch und einiges mehr. Zwischendrin im Praktikum konnte ich Erlerntes auch mal praktisch anwenden und siehe da – „Mass Customization“ sind also nicht nur Fremdwörter. Im Ausland konnte ich, dank dem Angebot des International Office, meine „Intercultural Skills“ aus dem dritten Semester auch gleich in Ecuador in die Tat umsetzen. Ich kann sagen, ich habe meinen persönlichen Mix gefunden. Jetzt wiederum tun sich neue Fragen auf: „Wo schreibe ich meine Bachelorarbeit und über was?“, „Welchen Weg soll ich nach dem Bachelor gehen? Arbeitswelt oder doch noch Master?“. Ich freue mich jetzt schon, diese Fragen zu beantworten und vor allem darauf, wo mich dieser spannende Studiengang noch hinbringen wird! PS: „Studium? – Definitiv, die schönste Zeit meines Lebens!“ Andreas Schneider, Student im Tourismusmanagement Vahlen – Allgemeine Reihe – Kolbeck/Rauscher – Tourismus-Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.08.2012 Status: Druckdaten Seite 11 111.1 Kaufmännisches Denken und Handeln lernen Literatur Bea, Franz Xaver; Schweitzer, Marcell (2009): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Band 1: Grundfragen. 10. Aufl., Stuttgart Dettmer, Harald; Hausmann, Thomas (2008): Betriebswirtschaftslehre für das Gastgewerbe, managementorientiert. Hamburg Hutzschenreuter, Thomas (2011): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl., Wiesbaden Kutschker, Michael (2009): Identität des Faches „Internationales Management“ innerhalb der Betriebswirtschafts- und Managementmentlehre; in: Oesterle, Michael-Jörg; Schmid, Stefan (Hrsg.): Internationales Management. Forschung, Lehre, Praxis. Stuttgart, S. 95–139 Ott, Alfred E. (1986): Grundzüge der Preistheorie. 3. Aufl., Göttingen Steinmann, Horst; Schreyögg, Georg (2005): Management. Grundlagen der Unternehmensführung. 6., Aufl., Wiesbaden Vahs, Dietmar; Schäfer-Kunz, Jan (2007): Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. 5. Aufl., Stuttgart Weiterführende Literaturhinweise Brockhoff, Klaus (2002): Geschichte der Betriebswirtschaftslehre. Kommentierte Meilensteine und Originaltexte. 2. Aufl., Wiesbaden Fließ, Sabine (2009): Dienstleistungsmanagement. Wiesbaden. Hungenberg, Harald; Wulf, Torsten (2011): Grundlagen der Unternehmensführung. Einführung für Bachelorstudierende. 4. Aufl., Berlin, Heidelberg. Insbesondere Teil 1: Unternehmen und Unternehmensführung im Überblick Staehle, Wolfgang H. (1994): Management. Eine verhaltenswissenschaftliche Perspektive. 7. Aufl. München. Insbesondere Teil 1: Management als Gegenstand von Forschung und Lehre. Gaugler, Eduard; Köhler, Richard (2002): Entwicklungen der Betriebswirtschaftslehre. 100 Jahre Fachdisziplin – zugleich eine Verlagsgeschichte. Stuttgart Vahlen – Allgemeine Reihe – Kolbeck/Rauscher – Tourismus-Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.08.2012 Status: Druckdaten Seite 13 1.2 Tourismus: Die  Sehnsucht nach  Traumstränden und -renditen 1.2.1 Der Wunsch nach Erholung und Erlebnis: Tourismusnach frage 14 1.2.1.1 Wichtige Begriffe und Abgrenzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 1.2.1.2 Historische Entwicklung der Tourismusnachfrage. . . . . . . . . . . . 15 1.2.2 Das Geschäft mit der Erholung und dem Erlebnis: Tourismusangebot . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 1.2.2.1 Wichtige Begriffe und Abgrenzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 1.2.2.2 Historische Entwicklung der Tourismusangebote . . . . . . . . . . . . 20 1.2.3 Tourismusmärkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Leitfragen •• Welche Tourismus-Kategorien unterscheidet die UNWTO? •• Wie kann man die Nachfrage nach touristischen Leistungen betriebswirtschaftlich sinnvoll beschreiben? •• Wie entwickelte sich die Tourismusnachfrage im Laufe der Zeit in Mitteleuropa? •• Welche besonderen Eigenschaften werden touristischen Produkten zugeschrieben? •• Warum spricht man beim touristischen Angebot von verschiedenen „Wertschöpfungsstufen“? •• Welches sind die zentralen touristischen Wertschöpfungsstufen, und wie unterscheiden sie sich voneinander? •• Was ist ein „touristisches Produkt“? •• Welche Stellung nehmen „touristische Attraktoren“ in einem touristischen Produkt ein? •• Wie entwickelte sich das Tourismusangebot in den verschiedenen Wertschöpfungsstufen historisch? •• Wie ist die Situation in den touristischen Wertschöpfungsstufen heute? Was sind die großen wirtschaftlichen Herausforderungen? •• Wie lassen sich touristische Märkte beschreiben? 1.2 Tourismus: Die Sehnsucht nach Traumstränden und -renditen

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Zusammenfassung

Vorteile

- Umfassendes Grundlagenwerk zur touristischen Betriebswirtschaftslehre

- Im deutschsprachigen Bereich ohne Beispiel

- Abdeckung aller wesentlichen Funktionsbereiche des Tourismus-Managements

- Eignung für Studierende und Praktiker

- Zahlreiche Praxis-Kurzbeiträge von Führungskräften

Zum Werk

Die Tourismusbranche gehört zu den am stärksten wachsenden, aber auch komplexesten Wirtschaftsbereichen.

Dieses Werk vermittelt erstmalig ein umfassendes betriebswirtschaftliches Grundwissen für die Tourismusbranche für Studium und Praxis, das alle wesentlichen Bereiche der Betriebswirtschaftslehre abdeckt. Es unterstützt Studierende und Praktiker bei der Entwicklung einer betriebswirtschaftlichen Denkhaltung, die sinnvolles aktives Handeln („Management“) im touristischen Geschäft ermöglicht.

Das Buch beschreibt auf der Basis eines integrierten Management-Modells Investition und Finanzierung, Beschaffung, Produktion und Marketing sowie die Managementprozesse Planung, Steuerung, Personalmanagement und Organisation. Den Abschluss bilden langfristige Überlegungen zur strategischen Unternehmensführung sowie zum nachhaltigen Tourismusmanagement.

Zahlreiche Experten-Statements von Führungskräften aus der Branche illustrieren die Praxisrelevanz.

Autoren

Prof. Dr. Felix Kolbeck und Prof. Dr. Marion Rauscher, Fakultät für Tourismus, Hochschule München

Zielgruppe

- Studierende der Bachelor-Studiengänge Tourismusmanagement, Masterstudiengänge, Weiterbildungsangebote (IHK, MBA, …) und Tourismusunternehmen.