Content

5.3.2 Die Angaben im Lagebericht in:

Hartmut Bieg

Bankbilanzierung nach HGB und IFRS, page 860 - 887

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3566-5, ISBN online: 978-3-8006-4456-8, https://doi.org/10.15358/9783800644568_860

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
_ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,828 H@%)6)0&"4 6)# Y84)<)0%,-$# I. Geschäftsverlauf und Lage der Unternehmung einschließlich nicht6 finanzieller Leistungsindikatoren (§ 289 Abs. 1 und 3 HGB) II. Weitere Berichterstattung 1. Nachtragsbericht (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB) 2. Prognose6 und Risiko(management)bericht (§ 289 Abs. 1 Satz 4 i. V.m. Abs. 2 Nr. 2 HGB) 3. Forschungs6 und Entwicklungsbericht (§ 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB) 4. Zweigniederlassungsbericht (§ 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB) III. Besondere Berichterstattung für Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien, die einen organisierten Markt durch ausgegebene stimmberechtigte Aktien in Anspruch nehmen (§ 289 Abs. 4 HGB und § 289a HGB) IV.Besondere Berichterstattung für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften (§ 289 Abs. 5 HGB) 5. Vergütungsbericht (§ 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB) -.A=:>6()&!*= und die Y!+( 1(> 2">:%L :*:> darzustellen. Mit dem Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG; BGBl. I 2004, S. 3166) wurden die gesetzlichen Vorschriften zur Lageberichterstattung er4 weitert und präzisiert. Der Lagebericht hat demnach eine „ausgewogene und umfassende, dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit ent4 sprechende Analyse des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergeb4 nisses und der Lage der Gesellschaft zu enthalten“. Hierbei sind die für die _;V 3,# L'/,H,#(1-% 829 Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren unter Be4 zugnahme auf die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge und Angaben zu erläutern. Im Lagebericht ist nach § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB ferner auf die „voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken“ einzugehen und die dabei zugrunde gelegten Annahmen zu erläutern. Die nach § 289 HGB geforderten Angaben geben lediglich einenP%"1(>:*;L =!"+ der Lageberichterstattung vor; weitere freiwillige Angaben können ge4 macht werden. Freiwillige Zusatzangaben dürfen allerdings „nicht dazu füh4 ren, daß sie der Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entspre4 chenden Bildes des Geschäftsverlaufs und der Lage der Unternehmung … entgegenstehen“ (Q'01-H+01- 1992, S. 413). Nach § 289 Abs. 2 HGB soll der Lagebericht auch eingehen auf Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres einge4 treten sind (S!-.:)!+>$()%-.:), auf die voraussichtliche Entwicklung des In4 stituts (<)7+"7>($()%-.:), auf den Bereich 37)>-.*"+ *"1 R":?%-#&*"+ so4 wie auf bestehende W?(%+"%(1()&!>>*"+(" des Instituts. Aus dieser Sollvor4 schrift darf aber nicht geschlossen werden, dass es sich um ein institutsindivi4 duell ausübbares Wahlrecht handelt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass ei4 ne Informationspflicht besteht, diese Angaben aber nur zu machen sind, wenn das Institut dazu auch in objektiver Weise in der Lage ist und wenn die Anga4 ben im Hinblick auf die Beurteilung der Gesamtlage des Instituts von Bedeu4 tung sind (vgl. auch 9'1-5,(0%,# 2002, S. 7; 7'l@%,# 2004, S. 197; 7#+52"$ ,% '*; 2004, S. 83; L@1= 2003, S. 11). Im Lagebericht ist demnach auf Vorgänge einzugehen, die im Jahresab4 schluss, also in Bilanz, Gewinn4 und Verlustrechnung und Anhang, nicht zum Ausdruck kommen, z. T. überhaupt nicht zum Ausdruck kommen können. Dabei sind diejenigen wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen bzw. sozial4 politischen Aspekte miteinzubeziehen, die dem interessierten Leser gemein4 sam mit den Jahresabschlussinformationen eine zutreffende Gesamtbeurtei4 lung des Instituts erlauben (vgl. auch 7#+52"$ ,% '*; 2004, S. 82). Der Lagebericht stellt ebenso wie der Anhang ein gestaltungsoffenes Informa4 tionsinstrument dar (vgl. Q'01-H+01- 1992, S. 416). Im Wesentlichen bein4 haltet der Lagebericht die im Folgenden genauer erläuterten Themenbereiche, wobei eine freiwillige Erweiterung nicht ausgeschlossen wird. Darüber hinaus fordert der durch das BilMoG neu eingeführte § 289a HGB von börsennotier4 ten Aktiengesellschaften sowie kapitalmarktorientierten Aktiengesellschaften, deren Aktien mit Wissen der Gesellschaft über ein multilaterales Handelssys4 tem i. S. d. § 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 8 WpHG gehandelt werden, eine R)#&A)*"+ '*) @":()"(.;*"+>=E.)*"+ in den Lagebericht aufzunehmen; diese kann allerdings wahlweise auch auf den Internetseiten der Gesellschaft veröffent4 licht werden, sofern ein entsprechender Hinweis im Lagebericht enthalten ist. Die Erklärung zur Unternehmungsführung enthält die Erklärung zum Corpo4 _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,830 rate Governance Kodex nach § 161 AktG, weitere relevante Angaben zu Prak4 tiken der Unternehmungsführung, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat einschließlich der Arbeitsweise und der Zusammensetzung von deren Ausschüssen. c9I9B9B 8%( ()%-.:()>:!::*"+ E$() 0(>-.A=:>6()&!*= *"1 Y!+( Unter dem 0(>-.A=:>6()&!*= ist die im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetre4 tene Entwicklung der für die wirtschaftliche Gesamtsituation der Unterneh4 mung wichtigsten Größen zu verstehen, die zu dieser Entwicklung geführt haben. Insoweit handelt es sich um einen retrospektiven Bericht. Die Darstel4 lung des Geschäftsverlaufs schließt die Berichterstattung über das 0(>-.A=:>L ()+($"%> ein. Die Y!+( bezeichnet dagegen den sich aus dieser Entwicklung am Ende des Geschäftsjahrs ergebenden wirtschaftlichen Zustand der Unternehmung und damit das Ergebnis des Geschäftsverlaufs. Bei diesem auch prospektive Aus4 sagen enthaltenden Berichtsteil muss der Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts berücksichtigt werden; eine Berufung auf das Stichtagsprinzip ist hier nicht möglich (vgl. G+2.,0),#H'2. .,+%01-,# G'2=,2 ,; !; 1993a, S. 1134114). Soweit sich die beiden Angabenbereiche nicht tren4 nen lassen, bietet es sich an, die Pflicht zur Berichterstattung in einer gemein4 samen Darstellung zu erfüllen (vgl. G+2.,0),#H'2. .,+%01-,# G'2=,2 ,; !; 1993a, S. 113). Hierbei kann auf die folgenden Bereiche eingegangen werden (vgl. auch Q'01-H+01- 1992, S. 427; J#,+'#H,(% $('7+("( 2"=7);!:%7"(". Diese Angaben sind aber zu ergänzen um '*#*"=:>7)%(":%():( ]!:$(>:A"1(, die für eine wirtschaftliche Lagebeurteilung von Bedeutung sind, wie z. B. schwebende Geschäfte, geplante Investitionsvorhaben und erwartete Entwicklungstenden4 zen bezüglich Marktwachstum, Marktanteil, Produktivität, Rentabilität sowie weiterer Erfolgsfaktoren. Neben finanziellen Leistungsindikatoren ist gemäß § 289 Abs. 3 HGB von Instituten auch zwingend auf nicht4finanzielle Leistungsindikatoren einzuge4 hen, „soweit sie für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage von Bedeutung sind“. c9I9B9I 8() S!-.:)!+>$()%-.: Im Nachtragsbericht sind Angaben über $(1(*:("1( ]!:$(>:A"1( anzufüh4 ren, die der Geschäftsführung des Instituts '?%>-.(" F$>-.&*>>>:%-.:!+ *"1 F*=>:(&&*"+>1!:*; 1(> X!.)(>!$>-.&*>>(> bekannt geworden sind, wobei insbesondere Entwicklungstendenzen, Chancen und Risiken, die für die Zu4 kunft des Instituts von Bedeutung sein können, aufzuzeigen sind. Dabei dürf4 ten die Anforderungen an die Berichtspflicht umso größer sein, „je negativer die Auswirkung auf die Gesamtlage des Kreditinstituts (bzw. des Finanz4 dienstleistungsinstituts; Anm. d. Verf.) ist. Selbstverständlich ist jedoch auch über positive Vorgänge von besonderer Bedeutung zu berichten“ (G+2.,0),#6 H'2. .,+%01-,# G'2=,2 ,; !; 1993a, S. 114). Dazu gehören: Abschluss wichti4 ger Verträge, Erweiterungen oder Einschränkungen des Geschäftsbetriebs, Filialgründungen, Ausgang wichtiger Prozesse, besondere Verluste. c9I9B9J 8() <)7+"7>(L *"1 4%>%#7O;!"!+(;(":Q$()%-.: c9I9B9J9[ 8!> "!:%7"!&( S7);("+(=E+( '*) <)7+"7>(L *"1 4%>%#7L O;!"!+(;(":Q$()%-.:()>:!::*"+ Die Regelungen für die Prognose4 und Risikoberichterstattung von Instituten sind in einer Vielzahl von Anforderungen unterschiedlicher Herkunft und un4 terschiedlichen Verbindlichkeitsgrads gebündelt. Neben den handelsrechtli4 chen Vorschriften zur Prognose4 und Risikoberichterstattung nach § 289 Abs. 1 Satz 4 und Abs. 2 Nr. 2 HGB finden sich weitere gesetzliche Regelun4 gen zur Risikoberichterstattung von Instituten auch im neu gefassten § 26a KWG. Konkretisierende Ausführungen enthalten die Regelungen des F3Q und des 3,+%01-,2 P,1-2+2/0*,/+2/0 B%'2.'#.0 A"55(%%,, (3PBA). Aufgabe des _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,832 3PBA ist u. a. die „Entwicklung von Empfehlungen zur Anwendung der Grundsätze über die Konzernrechnungslegung“ (§ 342 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB). Insofern haben die vom 3PBA entwickelten Standards lediglich in der Konzernrechnungslegung Bedeutung. Allerdings wird die Anwendung der für den Risikobericht relevanten Standards DRS 5 und DRS 5410 auch im Einzel4 abschluss empfohlen (vgl. DRS 5.8 und DRS 5410.8). Hinzu kommen die Vorschriften der neuen Solvabilitätsverordnung zur Offen4 legung von Risiken, die die Anforderungen des § 26a KWG konkretisieren, sowie die in der Kommentarliteratur entwickelten Grundsätze ordnungsmäßi4 ger Risikoberichterstattung (GoRisk). Das in der folgenden C-$K:;:#+) Anforderungen an den Risikobericht Empfehlungen erklärende Regelungen gesetzliche Regelungen ab ne hm en de r Ve rb in dl ic hk ei ts gr ad ab ne hm en de r K on kr et is ie ru ng sg ra d (L *"1 4%>%#7O;!"!+(;(":Q$()%-.: "!-. /0 _;V;W;Z;W;T 3,# P(0(="H,/#(&& .,0 9DG In einer Welt der unvollkommenen Informationen unterliegen Wirtschaftssub4 jekte bezüglich ihrer in die Zukunft gerichteten Entscheidungen stets einem Risiko. Im wirtschaftswissenschaftlichen Kontext unterliegt der Risikobegriff daher einer umfangreichen Diskussion. Allerdings hat sich in der diesbezügli4 chen Literatur keine einheitliche, allgemein anerkannte Definition des Risiko4 begriffs entwickelt. Es existieren unterschiedliche Konzepte, sowohl auf der Ebene der Terminologie als auch auf der Ebene der inhaltlichen Bedeutung (vgl. B,*1- 2003, S. 109). Der (":>-.(%1*"+>:.(7)(:%>-.( 4%>%#7$(+)%== %9 (9 59 umfasst negative zu4 künftige Entwicklungen, die mit einer vorher bekannten Wahrscheinlichkeit eintreten. Daneben beschreibt der Begriff _@"+(?%>>.(%:“ zukünftige Ent4 wicklungen, deren Eintreten nicht verlässlich geschätzt werden kann, deren Eintrittswahrscheinlichkeit somit nicht bekannt ist. Risiko und Ungewissheit können unter dem Begriff _@">%-.().(%:` subsumiert werden (vgl. N,##(6 ."2UB%,(2,# 2007, S. 94; L'+M 2005, S. 23). Der ?%)#*"+>$('7+("( 4%>%#7L $(+)%== befasst sich hingegen mit der möglichen Abweichung eines tatsächlich eingetretenen vom erwarteten Umweltzustand. Der Risikobegriff i. w. S. be4 zieht sich in diesem Zusammenhang sowohl auf positive als auch negative Abweichungen vom erwarteten Umweltzustand. Weitergehend lässt sich der weite Risikobegriff aufspalten in einen Risikobegriff i. e. S., der für negative Abweichungen gebräuchlich ist, und in die Chance, die für positive Abwei4 chungen steht. Im Handelsrecht findet sich keine Legaldefinition des Risikobegriffs. Gleich4 wohl fordert das HGB an unterschiedlichen Stellen die Berichterstattung über Risiken. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB verlangt, dass bei der Bewertung von Ver4 mögensgegenständen und Schulden alle „vorhersehbaren Risiken und Verlus4 te, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, zu berücksichtigen“ sind. Die Vorschrift des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB stellt die „kodifizierte Umsetzung des Imparitätsprinzips (dar; Anm. d. Verf.), nach dem (drohende) künftige Verluste aus eingeleiteten Geschäften oder bestehenden Bilanzpositionen schon im Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres Berücksichtigung finden“ (E,44 2007, S. 248). Insofern nimmt der imparitätische Risikobegriff auf den wirkungsbezogenen Risikobegriff i. e. S. Bezug. Der Risikobegriff des § 289 Abs. 1 HGB bezieht sich auf die Möglichkeit un4 günstiger künftiger Entwicklungen (vgl. 7@%(2/U9@%%,2 2000, S. 405; ?"M%,# 1997, S. 722) und nimmt sich somit des wirkungsbezogenen Risikobegriffs i. e. S. an. Dies ergibt sich nach dem BilReG auch direkt aus dem Gesetzes4 text, da nunmehr das Wortpaar „Risiken und Chancen“ Verwendung findet. _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,834 _;V;W;Z;W;W 3,# E+0'55,2-'2/ C$(01-,2 N#"/2"0,6 +2. P(0(="H,#(1-% § 289 Abs. 1 Satz 4 verlangt, die voraussichtliche weitere Entwicklung des Instituts vor allem im Personalbereich sowie in den Hauptgeschäftsbereichen darzustellen (Tendenzaussagen). Hierbei ist auch auf die ?(>(":&%-.(" h.!"L -(" *"1 4%>%#(" für die voraussichtliche Entwicklung einzugehen. Der Prog4 nose4 und Risiko(management)bericht soll es den Adressaten ermöglichen, anhand von entscheidungsrelevanten Informationen über unternehmungsspe4 zifische Chancen und Risiken oder über die Unternehmungslage wesentlich beeinflussende Faktoren die zukünftige Entwicklung der Unternehmung bes4 ser einzuschätzen (vgl. GI1=(2/Uj#%- 1998a, S. 359). Mit der im Jahr 2004 durch das BilReG vollzogenen Einführung des Chan4 cenbegriffs in die Vorschrift wurde die bis dahin bestehende Trennung von Chancen („voraussichtliche Entwicklung“) und Risiken aus der Geschäftstä4 tigkeit von Instituten aufgehoben und eine gleichwertige Darstellung der Chancen neben den Risiken in der Berichterstattung festgelegt (vgl. N&(%6 C,#Uj0,#Uj#%- 2006, S. 102). Es drängt sich unmittelbar die Frage nach der Unterscheidung von Prognose4 und Risikobericht auf, wenn auch der Progno4 sebericht auf Risiken Bezug zu nehmen hat. Während jedoch der Prognosebericht die voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken darstellen soll, rekurriert der Risikobericht auf mögliche negative Abweichungen von diesen Einschätzungen (vgl. G',%6 /,UB1-+*C, 1998, S. 942; :**#"%% 2006c, S. 132541328; B1-+*C, 2001, S. 110). Insofern ist theoretisch eine Trennung von Prognose4 und Risikobericht mög4 lich und wird auch von Teilen der Literatur befürwortet (vgl. 8'2Y,2 2006, S. 29; B,*1- 2003, S. 167). *%2(0 _;V 3,# L'/,H,#(1-% 835 Eine „künstliche Trennung“ (7'l@%,# 2001, S. 106) von Prognose4 und Risi4 kobericht ist gleichwohl "%-.: ()>:)($(">?():, da damit Redundanzen entste4 hen, die sich nur durch umfassende Querverweise im Prognosebericht vermei4 den lassen. Diese Querverweise würden jedoch die Lesequalität des Progno4 seberichts deutlich einschränken. Insofern ist eine zusammenfassende Darstel4 lung der voraussichtlichen Entwicklung unter ausgewogener Berichterstattung der damit einhergehenden Chancen und Risiken und der darüber hinaus4 gehenden Verlustgefahr durch Finanzrisiken nach § 289 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b HGB zu fordern. _;V;W;Z;W;V 3(, /,0,%C*(1-,2 <2&"#.,#+2/,2 '2 .(, G,#(1-%,#0%'%%+2/ @H,# A-'21,2 +2. P(0(=,2 +2. .(, 7"2=#,%(0(,#+2/,2 .,# 3PB _;V;W;Z;W;V;T 3(, G,#(1-%,#0%'%%+2/ @H,# $,0,2%*(1-, A-'21,2 +2. P(0(=,2 Die Lageberichterstattung hat sich seit dem BilReG nicht mehr nur einseitig auf Risiken zu beschränken, sondern erfordert eine gleichberechtigte Bericht4 erstattung auch über die Chancen der voraussichtlichen Entwicklung. „Dazu gehören auch Aussagen über Änderungen der Geschäftspolitik, die Erschlie4 ßung neuer Absatzmärkte, die Verwendung neuer Verfahren … und das An4 gebot neuer Produkte und Dienstleistungen“ (DRS 15.84). Chancen und Risi4 ken sind in unsaldierter Form darzustellen; eine Verrechnung von Chancen und Risiken ist unzulässig (vgl. DRS 5.26). Hierbei finden dem Gesetzeswortlaut nach lediglich die ?(>(":&%-.(" Chan4 cen und Risiken Beachtung. Zu berichten ist somit über Chancen und Risiken, die die Entscheidungen des Adressaten beeinflussen können (vgl. DRS 5.10). Zumindest ist aber „über bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken, die ge4 eignet sind, die Vermögens4, Finanz4 und Ertragslage spürbar nachteilig zu beeinflussen, zu berichten“ (G',%/,UB1-+*C, 1998, S. 948). Bestandsgefähr4 dende Risiken sind auch als solche zu bezeichnen (vgl. DRS 5.15). Bei der Darstellung der künftigen Risikosituation ist einerseits auf die künfti4 ge, also die geplante Geschäftstätigkeit der Unternehmung, andererseits auf die derzeitige, am Abschlussstichtag bestehende Risikosituation einzugehen (vgl. G',%/,UB1-+*C, 1998, S. 948). Der <)7+"7>('(%:)!*; sollte aus Grün4 den der Unsicherheit der Angaben ein Jahr nicht überschreiten, nicht zuletzt weil vor allem die Hauptgeschäftsbereiche der Kreditinstitute aufgrund ihrer Abhängigkeit von geldpolitischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Zinssituation „seriöse und stabile Prognosen selbst im kurzfristigen Bereich kaum zulassen“ (G+2.,0),#H'2. .,+%01-,# G'2=,2 ,; !; 1993a, S. 114; G+2.,0),#H'2. .,+%01-,# G'2=,2 ,; !; 1987, S. 77). DRS 5.24 fordert allgemeiner die Zugrundelegung eines überschaubaren Zeitraums, sieht diesen jedoch bei in der Regel zwei Jahren. _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,836 Neben der Benennung der Risiken sind auch die !*> 1(" 4%>%#(" ()?!-.L >("1(" 37&+(" und ihre möglichen Auswirkungen sowie Eintrittswahrschein4 lichkeiten darzustellen (vgl. 7@%(2/U9@%%,2 1997, S. 256; etwas unverbindli4 cher DRS 5.19, der eine Angabe von Eintrittswahrscheinlichkeiten lediglich empfiehlt). Soweit dies nach anerkannten und verlässlichen Methoden mög4 lich und wirtschaftlich vertretbar ist, sind Risiken zu e*!":%=%'%()(". Dies dürfte insbesondere auf finanzwirtschaftliche Risiken zutreffen, die regelmä4 ßig im Rahmen der internen Risikosteuerung von Instituten mittels )'*+,6'%6 #(0= quantifiziert werden. Werden Risiken quantifiziert, so fordert DRS 5.20 auch die R)&A*:()*"+ 1() 6()?("1(:(" F""!.;(" *"1 P71(&&(. Die einzelnen Risiken sind zu +((%+"(:(" 4%>%#7#!:(+7)%(" zusammenzufas4 sen, die sich an der intern vorgegebenen Risikokategorisierung orientieren (vgl. DRS 5.16). DRS 5.17 nennt beispielhaft die folgenden Risikokategorien: • Umfeld4 und Branchenrisiken, • unternehmungsstrategische Risiken, • leistungswirtschaftliche Risiken, • Personalrisiken, • informationstechnische Risiken, • finanzwirtschaftliche Risiken sowie • sonstige Risiken. DRS 5.13 stellt die Notwendigkeit der Berichterstattung über 4%>%#7#7"'("L :)!:%7"(" heraus. Hierbei ist bspw. auf Konzentrationen auf einzelne Kunden (z. B. umfangreiche Kreditgewährungen an einzelne Personen, Unternehmun4 gen oder Kreditnehmereinheiten), Lieferanten, Produkte (z. B. starker Fokus auf Schiffbaukredite), Patente und Länder hinzuweisen (vgl. DRS 5.14). Die Aussagefähigkeit des Risikoberichts wird gesichert, indem der Risikobe4 richt durch den Abschlussprüfer gemäß § 317 Abs. 2 Satz 2 HGB zu prüfen ist und der Abschlussprüfer gemäß § 322 Abs. 3 HGB im Bestätigungsvermerk darauf einzugehen hat, „ob die Chancen und Risiken der künftigen Entwick4 lung zutreffend dargestellt sind“. Es ist somit nicht zu übersehen, dass der Ge4 setzgeber mit diesen zusätzlichen Vorschriften die Bedeutung des Lagebe4 richts als Informationsinstrument erhöht hat. _;V;W;Z;W;V;W 3(, /,0"2.,#%, G,#(1-%,#0%'%%+2/ @H,# P(0(=,2 H,( F20%(%+%,2 Für Kredit4 und Finanzdienstleistungsinstitute dürfte die in DRS 5.17 getrof4 fene Risikokategorisierung indes nur bedingt geeignet sein, da der überwie4 gende Teil der Risiken finanzwirtschaftlichen Charakters ist. Von größerer _;V 3,# L'/,H,#(1-% 837 Bedeutung dürfte die Sonderregelung des § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB hinsicht4 lich der Risiken aus Finanzinstrumenten sein. Demnach ist in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten auf die Preisänderungs4, Ausfall4 und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen einzu4 gehen, denen das Institut ausgesetzt ist und die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung von Belang sind. Da Gesetzestext und Gesetzesbegründung keine Definition der verwendeten Risikokategorien vornehmen, bleibt insbesondere die Abgrenzung zwischen Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen unklar (vgl. auch E,44 2007, S. 257). Das F3Q hat mit F3Q RS 9S< 1.005 eine Stellung4 nahme herausgegeben, die sich u. a. mit diesem Problem beschäftigt. Hierin wird folgende Abgrenzung vorgenommen: • <)(%>A"1()*"+>)%>%#(" resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern wie Wechselkurse, Volatilitäten oder Marktzinssätze. Die Preisänderungsrisiken entsprechen somit inhaltlich den Marktpreisrisiken. • F*>=!&&)%>%#(" bezeichnen die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen aus einem Finanzinstrument nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann, so dass beim bilanzierenden Institut finanzielle Verlus4 te verursacht werden. • Das Y%e*%1%:A:>)%>%#7 besteht in der Gefahr, dass das Institut nicht zur Be4 schaffung erforderlicher liquider Mittel in der Lage ist, so dass es seinen fi4 nanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. • 4%>%#(" !*> W!.&*"+>>:)7;>-.?!"#*"+(" beziehen sich auf zukünftige, aus einem Finanzinstrument erwartete Zahlungsströme. Insofern bezeichnet das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen die Gefahr, dass liquide Mit4 tel nicht wie erwartet zufließen. Dies kann letztendlich zum Eintritt des Li4 quiditätsrisikos führen, sofern eine alternative Beschaffung liquider Mittel misslingt. Der $)!"-.(">U('%=%>-.( 845 cL[K9[[ wählt eine andere F$+)("'*"+ 1() 4%>%#7#&!>>(", über die Institute zu berichten haben, und bezieht hierbei auch operationelle und sonstige Risiken ein. Diesbezüglich ist zumindest eine Dif4 ferenzierung nach • Ausfallrisiken, • Liquiditätsrisiken, • Marktpreisrisiken, • operationellen Risiken und • sonstigen Risiken _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,838 vorzunehmen (vgl. DRS 5410.23). DRS 5410.9 beschreibt das F*>=!&&)%>%#7 als die Gefahr „eines Verlustes oder entgangenen Gewinns aufgrund des Ausfalls eines Geschäftspartners“. Es werden folgende wesentliche F*>U)A+*"+(" des Ausfallrisikos genannt: • das M)(1%:)%>%#7 als Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtun4 gen nicht nachkommen kann, wenn auch bereits Leistungen erbracht wur4 den in Form von liquiden Mitteln, Wertpapieren oder Dienstleistungen (i. d. F. von Vorleistungsrisiken), • das M7":)!.(":(")%>%#7 als Gefahr, dass ein unrealisierter Gewinn aus schwebenden Geschäften aufgrund des Ausfalls eines Vertragspartner nicht mehr vereinnahmt werden kann, • das YA"1())%>%#7 als Kreditrisiko oder Kontrahentenrisiko, das sich nicht durch den Vertragspartner selbst, sondern durch seinen Sitz im Ausland er4 gibt. Durch krisenhafte politische oder ökonomische Entwicklungen in die4 sem Land kann es zu Transferproblemen und daraus resultierend zu weite4 ren Ausfallrisiken kommen, • das F":(%&>(%+"())%>%#7 als Gefahr, dass aus der Zurverfügungstellung von Eigenkapital an Dritte Verluste entstehen. Innerhalb der einzelnen Kategorien müssen gemäß DRS 5410.24 bestimmte Angaben erfolgen. So gilt es, die im Risikomanagementsystem gebildeten 4%L >%#7#!:(+7)%(" inhaltlich voneinander abzugrenzen und die in diesem Zu4 sammenhang unterschiedenen Risikoarten darzustellen. Soweit dies möglich ist, soll eine Quantifizierung der Risikoarten erfolgen, wobei die zugrunde gelegten Annahmen und angewandten Verfahren darzulegen sind. Die inner4 halb dieser Verfahren gemachten Modellannahmen und Verfahrensprämissen sind zu erläutern (vgl. DRS 5410.25). Des Weiteren fordert DRS 5410.24 eine Beschreibung des Risikomanagements in funktionaler und organisatorischer Hinsicht. Im Rahmen der Darstellung von F*>=!&&)%>%#(" erfolgen Angaben zum Kre4 ditportfolio, den sonstigen ausfallrisikotragenden Positionen einschließlich Beteiligungen und nicht bilanzwirksamen Geschäften (vgl. DRS 5410.27). Entsprechend dem Entwicklungsstand der verwendeten Modelle soll die Be4 richterstattung Angaben zu Ausfallwahrscheinlichkeiten, zur erwarteten Höhe des Ausfalls und zu erwarteten Sicherheitserlösen liefern (vgl. DRS 5410.28a). DRS 5410.28b fordert eine Beschreibung der Verfahren zur Messung und Steuerung des Ausfallrisikos, der Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkei4 ten und möglicher Ausfallbeträge sowie zur Bewertung erwarteter Sicher4 heitserlöse. Des Weiteren sind die Methoden zur Bildung der Risikovorsorge zu beschreiben (vgl. DRS 5410.28c). _;V 3,# L'/,H,#(1-% 839 Nach DRS 5410.9 umfassen Y%e*%1%:A:>)%>%#(" unmittelbar zahlungsmittel4 orientierte Engpässe, refinanzierungsbezogene Engpässe und marktbezogene Engpässe. Demgemäß umfasst das Liquiditätsrisiko folgende F*>U)A+*"+(": • das Y%e*%1%:A:>)%>%#7 i. e. S. als Gefahr, dass Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachgekommen werden kann, • das 4(=%"!"'%()*"+>)%>%#7 als Gefahr, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann, • das P!)#:&%e*%1%:A:>)%>%#7 als Gefahr, dass aufgrund unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen Geschäfte nicht oder nur mit Verlusten aufgelöst bzw. glattgestellt werden können. Für die vorgenannten Ausprägungen des Liquiditätsrisikos sind gemäß DRS 5410.31 jeweils quantitative Angaben zu machen. Für die Liquiditätsrisiken i. e. S. können bspw. Liquiditätsablaufbilanzen, Cashflow4Prognosen, Liquidi4 tätskennzahlen und Beobachtungskennzahlen gemäß § 2 LiqV herangezogen werden. Eine Fristengliederung auf Basis von Restlaufzeiten ist im Anhang zu publizieren (vgl. auch Abschnitt 5.1.3.1). Im Sinne einer klaren und verständ4 lichen Darstellungsweise sollte innerhalb des Risikoberichts aber ein Verweis auf die entsprechenden Anhangangaben erfolgen. Im Rahmen der Darstellung der Liquiditätsrisiken ist gemäß DRS 5410.32 auch auf !*V()U&!";AV%+( R":?%-#&*"+(" einzugehen. Solche $"#0%61'0,4 Szenarien, die negative Auswirkungen auf die Liquidität beschreiben, können sich aus der vorzeitigen Kündigung von Einlagen oder aus der Zahlungs4 schwierigkeit bzw. 4unfähigkeit von Geschäftspartnern ergeben. Die geforder4 te Darstellung der Marktliquiditätsrisiken erfordert auch die Erläuterung des Engagements des Instituts an liquiditätsmäßig engen Märkten. DRS 5410.9 definiert das P!)#:U)(%>)%>%#7 als potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder anderen preisbeein4 flussenden Parametern. Es lässt sich nach R%"=&*>>=!#:7)(" untergliedern in: • Zinsänderungsrisiken, • Währungsrisiken, • Risiken aus Aktien und sonstigen Eigenkapitalpositionen und • Rohwaren4 und sonstige Preisrisiken. Im Risikobericht sind die vorgenannten Marktpreisrisikoarten gesondert zu behandeln (vgl. DRS 5410.33). Gemäß DRS 5410.34 umfasst das im Standard dargestellte Marktpreisrisiko grundsätzlich nur das nicht im Vertragspartner begründete Preisrisiko, d. h. bonitätsinduzierte Preisänderungen sind von der Darstellung ausgenommen. Lediglich wenn das Kreditinstitut nicht zwischen dem allgemeinen und dem vertragspartnerbezogenen Preisrisiko unterscheidet, _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,840 kann Letzteres unter ausdrücklichem Hinweis in die Darstellung des Markt4 preisrisikos mitaufgenommen werden. Hinsichtlich der Quantifizierung der Risiken sind die intern angewandten, bankenaufsichtlich anerkannten Verfahren inklusive deren Annahmen heran4 zuziehen (vgl. DRS 5410.35). Es können somit G()=!.)(" +(;AV 57&6G so4 wie auch eigene, von der G'S(2 !"()#!"":( 4%>%#7;71(&&( zum Einsatz kommen. DRS 5410.36 nennt Sensitivitätsanalysen als eine Form der sachge4 rechten Darstellung. Aufgrund fehlender Wahrscheinlichkeitsangaben sind Sensitivitätsanalysen als alleiniges Risikomaß jedoch nicht geeignet. Vielmehr sollten )'*+,6'%6#(0=4Modelle zum Einsatz kommen, wobei die zugrunde ge4 legten Parameter sowie die Ergebnisse von 0%#,006J,0%0 zur Berücksichtigung von Krisenszenarien und die regelmäßig angewandten H'1=6%,0%(2/4Verfahren zu erläutern sind. ZU()!:%7"(&&( 4%>%#(" ergeben sich – in Analogie zu § 269 SolvV – gemäß DRS 5410.9 in folgenden F*>U)A+*"+(": • $(:)%($&%-.( 4%>%#(", die durch menschliches oder technisches Versagen bzw. durch externe Einflussfaktoren entstehen, oder • )(-.:&%-.( 4%>%#(", die aus vertraglichen Vereinbarungen, rechtlichen Rahmenbedingungen, laufenden oder drohenden Gerichtsprozessen, Re4 klamationen oder Schadensersatzansprüchen resultieren. Bezüglich der Darstellung der operationellen Risiken ist vor allem auf funkti4 onale und organisatorische Aspekte im Verwaltungs4 und Personalbereich sowie auf die technische Ausstattung inklusive der Funktionsfähigkeit der IT4 Systeme einzugehen. Über rechtliche Risiken, die aus konkreten Sachverhal4 ten oder veränderten Rahmenbedingungen resultieren, ist in adäquater Art und Weise zu berichten (vgl. DRS 5410.38). Externe Ereignisrisiken und strategi4 sche Risiken sind gemäß den DRS zu vernachlässigen (vgl. E,44 2007, S. 276). In quantitativer Hinsicht kann bei der Darstellung der operationellen Risiken auf Szenariotechniken, Sensitivitätsanalysen und andere geeignete Methoden zurückgegriffen werden. Eine entsprechende Veröffentlichung der Verfahren ist notwendig (vgl. DRS 5410.39). Es ist anzumerken, dass für die Messung der operationellen Risiken zurzeit kein allgemein anerkanntes Messverfahren existiert, so dass in der Regel e*!&%:!:%6( F*>=E.)*"+(" +("E+(" müssen (vgl. E,44 2007, S. 271). DRS 5410 liefert keine explizite Definition der >7">:%+(" 4%>%#(". Es handelt sich folglich um eine Sammelposition, in der alle Risiken dargestellt werden, die nicht bereits in den genannten Kategorien beschrieben wurden. Gemäß DRS 5410.41 sind sonstige Risiken von wesentlicher Bedeutung im Risikobe4 richt offenzulegen. _;V 3,# L'/,H,#(1-% 841 DRS 5410.43 fordert für den Risikobericht von Kreditinstituten schließlich noch eine '*>!;;("=!>>("1( 8!)>:(&&*"+ 1() 4%>%#7&!+(. Dabei sind die Ausfallrisiken, die Liquiditätsrisiken, die Marktpreisrisiken, die operationellen Risiken und die sonstigen Risiken zu einem Gesamtbild zusammenzufügen, wobei auch auf das zur Risikoabdeckung vorhandene Eigenkapital und die bilanzielle Risikovorsorge einzugehen ist. _;V;W;Z;W;V;V 3(, G,#(1-%,#0%'%%+2/ @H,# .'0 P(0(="5'2'/,5,2% Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a HGB ist im Lagebericht auf „die Risiko4 managementziele und 4methoden des Konzerns einschließlich seiner Metho4 den zur Absicherung aller wichtigen Arten von Transaktionen, die im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfasst werden“, einzugehen und zwar „jeweils in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten durch den Konzern …, sofern dies für die Beurteilung der Lage oder der voraus4 sichtlichen Entwicklung von Belang ist“. Diese .!"1(&>)(-.:&%-.( 4(+(&*"+ bezüglich des Risikomanagements bezieht sich lediglich auf Finanzinstrumen4 te. 845 c9a versteht das Risikomanagement als ein „nachvollziehbares, alle Un4 ternehmensaktivitäten umfassendes System … auf Basis einer definierten Ri4 sikostrategie“. Das Risikomanagement ist gekennzeichnet durch ein „systema4 tisches und permanentes Vorgehen“ mit den Elementen „Identifikation, Ana4 lyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken sowie Überwachung dieser Aktivitäten“. Diese Definition des Risikomanage4 ments findet für Kreditinstitute eine Erweiterung durch den branchenspezifi4 schen Standard DRS 5410.18. Demgemäß hat der Bericht über das Risikoma4 nagement in funktionaler Hinsicht Folgendes darzustellen: • die angewandten Methoden zur Identifikation und Bewertung von Risiken, • die Verfahren zur Zuteilung von Risikobudgets bzw. deren Begrenzungen, • das Überwachungs4 und Berichtswesen, • die Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit der Steuerungs4 und Überwachungssysteme, • die Verfahren der Risikokapitalallokation. Des Weiteren sind die Risiken zu kategorisieren und zu quantifizieren (vgl. DRS 5410.23 und 5410.24). c9I9B9J9I !"#("!*=>%-.:>)(-.:&%-.( Z==("&(+*"+>!"=7)1()*"+(" Zur Erreichung der bankenaufsichtlichen Zielsetzungen ist es erforderlich, dass Institute eingegangene Risiken auch tatsächlich aufzufangen vermögen _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,842 (vgl. hierzu und zum Folgenden G(,/U7#>5,#UQ'01-H+01- 2009, S. 1804181). Zwar wäre es aus bankenaufsichtsrechtlicher Sicht wünschenswert, wenn In4 stitute von sich aus immer ein dem eigenen Risikoprofil angemessen hohes Risikodeckungspotenzial aufweisen würden. Hiervon kann jedoch nicht zwin4 gend ausgegangen werden, da das Vorhalten von Risikodeckungspotenzial Kosten verursacht und mit dem Verzicht auf zusätzliche risikobehaftete Ge4 schäfte die Geschäftsmöglichkeiten eingeschränkt sowie Chancen auf zukünf4 tige Erträge genommen werden. Offenlegungsanforderungen sollen Instituten einen Anreiz bieten, aus eigenem Antrieb und unabhängig von bankenauf4 sichtsrechtlichen Risikobegrenzungsnormen ein angemessen hohes Risikode4 ckungspotenzial vorzuhalten. Der Markt wird als die Institute disziplinierende Kraft genutzt. Die Offenlegungsanforderungen treten als „8)%::( 5A*&(“ neben die bereits bisher bestehenden (quantitativen) Risikobegrenzungsnormen (Säule I) sowie die ebenfalls neu in das Bankenaufsichtsrecht aufgenommenen Vorschriften zum (qualitativen) bankenaufsichtlichen Überprüfungsverfahren (Säule II). Die Offenlegungsanforderungen wurden mit § 26a KWG umgesetzt. Dieser fordert die Angaben zu den Risiken von Instituten, ihrem Risikomanagement4 system sowie zu dem zur Risikodeckung verfügbaren Eigenkapital. Die In4 formationen haben sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zu erfolgen. Zur weiteren Konkretisierung verweist § 26a KWG auf die Solvabi4 litätsverordnung. Diese befasst sich in den §§ 3194337 ausführlich mit den Angabepflichten von Instituten. Zunächst ist festzuhalten, dass die Informationen nicht zwingend innerhalb des Lageberichts zu veröffentlichen sind, sondern auch auf der eigenen Inter4 netseite oder „in einem anderen geeigneten Medium“ zur Verfügung gestellt werden können (§ 320 Abs. 1 Satz 1 SolvV). Da sich, wie in der Folge gezeigt wird, die Offenlegungsanforderungen des § 26a KWG vielfach mit den Be4 richtspflichten nach § 289 Abs. 2 HGB sowie DRS 5 und 5410 überschneiden, bietet es sich – auch im Sinne einer übersichtlichen und einheitlichen Risiko4 berichterstattung – an, dass Institute die Offenlegungsanforderungen des § 26a KWG durch F"+!$(" %""().!&$ 1(> 4%>%#7$()%-.:> erfüllen. Die Offenlegungsvorschriften der SolvV erstecken sich insbesondere auf fol4 gende Teilbereiche: • Informationen zum Risikomanagement (§ 322 SolvV), • Informationen zu den Eigenmitteln (§§ 324 und 325 SolvV), • Informationen zu (Adressen4)Ausfallrisiken (§§ 3264329, 335 SolvV), • Informationen zu Marktrisiken (§ 330 SolvV), • Informationen zu Zinsänderungsrisiken aus dem Anlagebuch (§ 333 SolvV), _;V 3,# L'/,H,#(1-% 843 • Berichterstattung über operationelle Risiken (§§ 331 und 337 SolvV) und • Offenlegungsanforderungen zu Sicherheiten und Risikominderungsverein4 barungen (§ 336 SolvV). Es zeigt sich, dass sich die Offenlegungsanforderungen zu einzelnen Risiko4 arten lediglich auf Ausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken erstrecken. Liquiditätsrisiken werden vernachlässigt, da sie keinen unmittelba4 ren Einfluss auf das Eigenkapital von Instituten haben. Diese Vernachlässi4 gung der Liquiditätsrisiken könnte zu dem Schluss verleiten, dass ihre Bedeu4 tung im Vergleich zu den anderen benannten Risiken nicht besonders hoch ist. Zusammenbrüche von Instituten in der Vergangenheit haben jedoch gezeigt, dass im Rahmen einer ganzheitlichen Darstellung der Risikosituation eines Instituts eine G()"!-.&A>>%+*"+ 1() Y%e*%1%:A:>)%>%#(" "%-.: !"+($)!-.: ist (vgl. E,44 2007, S. 2594260). Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die gesonderten Z==("&(+*"+>!"=7)1(L )*"+(" =E) W%">A"1()*"+>)%>%#(" aus dem Anlagebuch aus der bankenauf4 sichtlichen Risikosystematik resultieren. Von den bankenaufsichtsrechtlichen Risikobegrenzungsvorschriften des § 10 KWG i. V. m. der SolvV werden zwar Marktrisiken erfasst – diese sind Fremdwährungsrisiken, Rohwaren4 preisrisiken, Zins4 und Aktienkursrisiken des Handelsbuchs sowie bestimmte Risikopositionen aus derivativen Kontrakten (vgl. § 2 Abs. 3 SolvV) –, unbe4 rücksichtigt bleiben jedoch Zinsänderungsrisiken aus dem Anlagebuch. Dies erklärt die gesonderten Offenlegungsanforderungen des § 333 SolvV für diese Risikoart. Informationen zum 4%>%#7;!"!+(;(": umfassen nach § 322 SolvV eine Be4 schreibung der Strategien und Prozesse, der Struktur und Organisation des Risikomanagements zu T(1(; (%"'(&"(" 4%>%#7$()(%-.. Hierbei sind insbe4 sondere die Risikokategorien Ausfallrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko sowie Zinsänderungsrisiko des Anlagebuchs zu berücksichtigen. Dar4 über hinaus ist auf Art und Umfang der internen Risikoberichterstattung ein4 zugehen und es sind die Grundzüge der verwendeten Risikominderungstech4 niken sowie die Strategien und Prozesse zur Überwachung von deren Wirk4 samkeit darzulegen. Abgesehen von der im Vergleich zu den handelsrechtlichen Vorschriften ab4 weichenden Risikokategorisierung – die Ausführungen zum Risikomanage4 ment nach § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB beziehen sich lediglich auf finanzwirt4 schaftliche Risiken, während nach § 322 SolvV zumindest auch auf operatio4 nelle Risiken einzugehen ist – stimmen die jeweiligen Regelungen zur Be4 richterstattung über das Risikomanagement weitgehend überein und sind zu4 mindest kompatibel. Insofern kann eine integrierte, alle dargestellten Rege4 lungen beachtende, Berichterstattung über das Risikomanagement vorgenom4 men werden. _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,844 Bezüglich der R%+(";%::(& (regulatorisches Eigenkapital) fordern die §§ 324 und 325 SolvV sowohl qualitative als auch quantitative Ausführungen. Diese beziehen sich auf die Eigenmittel i. S. d. § 10 KWG. Insoweit gehen die Of4 fenlegungsanforderungen der SolvV über die Berichterstattungspflichten zum Kapital nach DRS 5410.43 und IAS 1.135 hinaus, die sich weitgehend auf das intern definierte Risikodeckungskapital beziehen und – wenn überhaupt – re4 gulatorische Kapitalanforderungen nur insoweit berücksichtigen, als nach IAS 1.135(a)(ii) ein Hinweis auf die Erfüllung regulatorischer Kapitalanforde4 rungen genügt. Die Berichterstattungspflichten nach §§ 324 und 325 SolvV ergänzen somit die Angabepflichten gemäß den erwähnten Rechnungsle4 gungsnormen. § 324 SolvV befasst sich mit der Berichterstattung über die R%+(";%::(&>:)*#L :*). Hierbei ist in e*!&%:!:%6() /%">%-.: nach Abs. 1 zu den Bedingungen und Konditionen der wichtigsten Merkmale sämtlicher Eigenmittelinstrumente Stellung zu nehmen. Hierbei ist insbesondere an hybride (mezzanine) Kapital4 instrumente wie z. B. Genussrechtsverbindlichkeiten und nachrangige Ver4 bindlichkeiten zu denken, deren bankenaufsichtsrechtliche Anerkennung an die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen geknüpft ist. So müssen Genuss4 rechtsverbindlichkeiten u. a. am Verlust teilnehmen, es muss eine Nachrang4 abrede für den Insolvenzfall vereinbart werden und die Mindestursprungslauf4 zeit muss fünf Jahre sowie die Mindestrestlaufzeit zwei Jahre betragen, damit eine bankenaufsichtsrechtliche Anerkennung als Ergänzungskapital in Frage kommt (vgl. § 10 Abs. 5 KWG). Auch die Anerkennung nachrangiger Ver4 bindlichkeiten als Ergänzungskapital ist u. a. an eine Mindestursprungslauf4 zeit von fünf Jahren geknüpft (vgl. § 10 Abs. 5a KWG). § 324 Abs. 2 SolvV fordert darüber hinaus e*!":%:!:%6( F*>=E.)*"+(" '*) W*>!;;(">(:'*"+ 1() R%+(";%::(&. Diesbezüglich ist der Gesamtbetrag des Kernkapitals, getrennt nach den einzelnen Eigenkapitalbestandteilen und Ab4 zugspositionen darzustellen. Daneben ist die Summe aus dem Ergänzungska4 pital und den Drittrangmitteln darzustellen. Für diese beiden Kapitalbestand4 teile wird keine gesonderte Aufschlüsselung nach Kapitalbestandteilen gefor4 dert, was sich zumindest in Bezug auf das Ergänzungskapital rechtfertigen lässt. Bestandteil des Ergänzungskapitals sind u. a. die stillen bankspezifi4 schen Reserven nach § 340f HGB, die weder in der Bilanz, noch in der Ge4 winn4 und Verlustrechnung, noch im Anhang offengelegt werden (vgl. hierzu auch Abschnitt 4.1.4). Ungeachtet der grundsätzlichen Problematik der Bil4 dung willkürlicher stiller Reserven (vgl. hierzu eingehend und ablehnend Ab4 schnitt 4.1.4.1.2.3) ist es – hält man (wie der Gesetzgeber) deren Bildung für gerechtfertigt – nur konsequent, die vehemente Zurückbehaltung von Informa4 tionen über das Volumen und die Zuführungen zu bzw. Entnahmen aus den § 340f HGB4Reserven im Jahresabschluss nicht durch verpflichtende Anga4 ben in Bezug auf die Komponenten des Ergänzungskapitals zu konterkarieren. _;V 3,# L'/,H,#(1-% 845 Neben Kern4 und Ergänzungskapital sowie den Drittrangmitteln ist auch der Gesamtbetrag der Kapitalabzugsbeträge nach § 10 Abs. 6 und 6a KWG sowie der Gesamtbetrag des modifizierten verfügbaren Eigenkapitals nach § 10 Abs. 1d KWG und der anrechenbaren Drittrangmittel nach § 10 Abs. 2c KWG offenzulegen. § 325 SolvV enthält Offenlegungsanforderungen bezüglich der F"+(;(>>("L .(%: 1() R%+(";%::(&!*>>:!::*"+. Die in § 324 SolvV konkretisierten Eigen4 mittelkomponenten sind nun den Risikopositionen gegenüberzustellen. Dabei ist zunächst in e*!&%:!:%6() /%">%-.: der Ansatz, nach dem das Institut die Angemessenheit seines internen Kapitals zur Unterlegung der aktuellen und zukünftigen Aktivitäten beurteilt, offenzulegen. Diese Angabepflicht geht nicht über die Berichterstattungspflichten nach DRS 5.10443 und IAS 1.124A4 C hinaus. In e*!":%:!:%6() /%">%-.: ist eine Auflistung der Eigenmittelanfor4 derungen für Ausfallrisiken nach den bankenaufsichtsrechtlichen KSA4 und IRBA4Forderungsklassen, der gesamten Eigenmittelanforderungen für Markt4 risikopositionen sowie der Eigenmittelanforderungen für das operationelle Risiko vorzunehmen. Daneben sind diese einzelnen Eigenmittelanforderungen zu einer Gesamteigenmittelanforderung zusammenzuführen. Diese Gesamt4 eigenmittelanforderung ist den Eigenmitteln und dem Kernkapital als Gesamt4 und Kernkapitalquote gegenüberzustellen. Der Adressat kann dann beurteilen, welcher zukünftige geschäftspolitische Spielraum auf Grundlage der banken4 aufsichtsrechtlichen Anforderungen und der aktuellen Eigenmittelausstattung des Instituts noch besteht. Die Offenlegungsanforderungen bezüglich der OF1)(>>("LQF*>=!&&)%>%#(" umfassen einen allgemeinen Teil, der für alle Institute maßgeblich ist (§§ 326, 327 SolvV), sowie einen speziellen Teil, der spezifische Offenlegungsanfor4 derungen in Abhängigkeit von dem angewandten bankenaufsichtsrechtlichen Risikomessverfahren formuliert. In § 328 SolvV finden sich spezifische Of4 fenlegungsanforderungen für die KSA4Forderungsklassen, während die §§ 329 und 335 SolvV Angabepflichten für die IRBA4Forderungsklassen be4 nennen. Darüber hinaus ist über Kreditrisikominderungstechniken (§ 336 SolvV) und – als spezielle Form der Kreditrisikominderung – über Verbrie4 fungen (§ 334 SolvV) zu berichten. Die !&&+(;(%"(" Z==("&(+*"+>!"=7)1()*"+(" zum (Adressen4)Ausfallrisiko des § 327 SolvV enthalten in qualitativer Hinsicht zunächst eine Beschreibung der Termini „%" G()'*+“ und „"7:&(%1("1“, wie sie für Rechnungslegungs4 zwecke Verwendung finden. Dies soll es dem externen Adressaten ermögli4 chen, definitorische Unterschiede der Begriffe in Rechnungslegung und Ban4 kenaufsicht zu erkennen und mögliche daraus resultierende Inkonsistenzen im Ausweis zu erklären. Daneben sind die angewendeten G()=!.)(" '*) %&1*"+ 1() 4%>%#767)>7)+( zu beschreiben. In quantitativer Hinsicht wird die Angabe des Gesamtbetrags _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,846 der einzelnen Positionswerte brutto, d. h. ohne Berücksichtigung von Kreditri4 sikominderungstechniken, gefordert. Ferner sind die Forderungen zur Hervor4 hebung möglicher Risikokonzentrationen nach Regionen sowie Branchen oder Schuldnergruppen aufzugliedern. Diese Anforderungen stimmen im Wesentli4 chen mit den in IFRS 7 formulierten Berichtspflichten überein (vgl. Ab4 schnitt 5.2.3.3.3.1 und 5.2.3.3.3.2). Dies gilt auch für die in § 327 Abs. 2 Nr. 4 SolvV geforderte Gliederung der Forderungen nach Restlaufzeiten (vgl. Ab4 schnitt 5.1.3.1 und 5.2.3.3.3.3). Eine gesonderte Gliederung ist für notleidende und in Verzug geratene Forderungen erforderlich. Diese sind nach wesentli4 chen Branchen oder Schuldnergruppen sowie nach bedeutenden Regionen „jeweils mit ihren zuzuordnenden Beständen an Einzel4 und Pauschalwertbe4 richtigungen und Rückstellungen“ (§ 327 Abs. 2 Nr. 5 SolvV) aufzugliedern. Das S'1-/#,5(+5 B>+*, V v j&&,2*,/+2/0'2&"#.,#+2/,2 v (S'1-/#,5(+5 B>+*, V v j&&,2*,/+2/0'2&"#.,#+2/,2 v 2006, Tabellen 4f und g) hat hierzu folgende, hier leicht veränderte Beispieltabelle erarbeitet, die in der prakti4 schen Umsetzung als Vorlage dient (vgl. %#7L 67)>7)+(+%::()>, das die Veränderungen der Einzel4 und Pauschalwertberich4 tigungen sowie der Rückstellungen „unter Angabe des Anfangsbestands, der Fortschreibungen in der Berichtsperiode, der Auflösungen, des Verbrauchs, der wechselkursbedingten und sonstigen Veränderungen sowie des Endbe4 stands der Berichtsperiode“ enthält. Auch hierzu enthalten die Anwendungs4 beispiele des S'1-/#,5(+50 B>+*, V v j&&,2*,/+2/0'2&"#.,#+2/,2 v (S'1-6 /#,5(+5 B>+*, V v j&&,2*,/+2/0'2&"#.,#+2/,2 v 2006, Tabelle 4h) eine Bei4 spieltabelle (vgl. %#7L5:!"1!)1!">!:' OM5FQ bewertet werden. Hierbei sind in Abhängigkeit von den einzelnen Forderungsklassen die nominierten Ratingagenturen anzugeben und Änderungen des Kreises der Ratingagenturen zu begründen. Außerdem ist das Verfahren zur Übertragung von Emissionsratings auf vergleichbare Aktiva zu beschreiben. Offenzulegen ist darüber hinaus die Summe der Positionswerte vor und nach Anwendung von Kreditrisikominderungstechniken. _;V 3,# L'/,H,#(1-% 847 Kr ed ite in Ve rz ug (o hn e W er tb e6 ric ht i6 gu ng s6 be da rf) B et ra g in M io .E U R Ei ng än ge au fa bg e6 sc hr ie 6 be ne Fo rd e6 ru ng en B et ra g in M io .E U R D ire kt 6 ab sc hr ei 6 bu ng B et ra g in M io .E U R Be st an d R üc ks te l6 lu ng en B et ra g in M io .E U R Be st an d PW B B et ra g in M io .E U R Be st an d EW B B et ra g in M io .E U R G es am t6 in an 6 sp ru ch 6 na hm e au s no tle i6 de nd en un d in V er zu g ge ra te ne n K re di te n (m it W er t6 be ric ht i6 gu ng s6 be da rf) B et ra g in M io .E U R H au pt 6 br an ch en bz w . R eg io ne n Br an ch e/ R eg io n 1 Br an ch e/ R eg io n 2 Br an ch e/ R eg io n 3 G es am t $!>%()("1(" F">!:' O24 FQ ermittelt das Institut den Anrechnungsbetrag von Risikopositionen auf Grundlage einer vorgegebe4 nen Risikogewichtungsfunktion, in die unterschiedliche Risikoparameter Ein4 gang finden. Da die Risikoparameter vereinzelt (beim „einfachen“ IRBA) oder weitgehend (beim „fortgeschrittenen“ IRBA) vom Institut selbst ermittelt werden, sind sie für außenstehende Dritte nicht unmittelbar ersichtlich. Um dennoch eine gewisse Nachvollziehbarkeit auf Seiten der Adressaten zu errei4 chen, enthält § 335 SolvV für IRBA4Forderungsklassen umfassende Offenle4 gungsanforderungen. So ist das von der G'S(2 zur Messung der (Adressen4) Ausfallrisikopositionen zugelassene Verfahren darzustellen. Weiterhin sind Erläuterungen zur Struktur des internen Ratingsystems, zur internen Zuord4 nung von Forderungen zu Ratingklassen und Ratingpools und zu externen Bonitätsbeurteilungen, zur Nutzung interner Schätzungen zu anderen Zwe4 cken als zur Ermittlung der risikogewichteten Positionswerte nach dem IRBA, zum Prozess der Steuerung und Anerkennung von Kreditrisikominderungs4 techniken sowie zu den Kontrollmechanismen für das Ratingsystem erforder4 lich. Der interne Prozess zur Zuordnung von Positionen oder Schuldnern zu Ratingklassen oder Ratingpools ist getrennt für die Forderungsklassen Zen4 tralregierungen, Institute, Unternehmen, Mengengeschäft und Beteiligungen zu beschreiben. Für jede dieser Forderungsklassen ist die Summe der Positionswerte an4 zugeben. Hiervon gesondert auszuweisen sind Positionen, für die das Institut den „fortgeschrittenen“ IRBA nutzt, für die also neben der Ausfallwahr4 scheinlichkeit auch die Verlustquote bei Ausfall sowie die IRBA4 Konversionsfaktoren intern geschätzt werden. Des Weiteren sind folgende Beträge 7==("'*&(+(": • Gesamtbetrag der Positionswerte einschließlich der Positionswerte der noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen, • soweit auf eigenen Schätzungen beruhend, der Durchschnitt der Verlust4 quoten bei Ausfall der Risikopositionen in Prozent, • durchschnittliches Risikogewicht der Positionswerte, • soweit der IRBA4Konversionsfaktor intern geschätzt wird, der Gesamtbe4 trag der noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen und der durchschnittliche Positionswert für jede Forderungsklasse. Für Forderungen des Mengengeschäfts kann alternativ zur Erfüllung der ge4 nannten Voraussetzungen eine Analyse der Forderungen bezüglich einer hin4 reichenden Anzahl von erwarteten Verlustraten vorgenommen werden, sofern dadurch eine „aussagekräftige Differenzierung des Kreditrisikos“ (§ 335 Abs. 2 Nr. 3 SolvV) ermöglicht wird. _;V 3,# L'/,H,#(1-% 849 Um dem Adressaten die Beurteilung der Stichhaltigkeit der institutsinternen Schätzungen des Risikos zu ermöglichen, fordern § 335 Abs. 2 Nr. 4 bis 6 SolvV in einer retrospektiven Betrachtung die 0(+("E$()>:(&&*"+ 1() :!:L >A-.&%-. (%"+(:)(:("(" *"1 1() %">:%:*:>%":()" +(>-.A:':(" 0)DV(". So ist bei Offenlegung der tatsächlichen Verluste in Form von Direktabschreibungen und Wertberichtigungen des vorhergehenden Berichtszeitraums für jede For4 derungsklasse auch darzustellen, welche Unterschiede im Vergleich zum er4 warteten Verlust (,M4,1%,. *"00) bestehen (vgl. § 335 Abs. 2 Nr. 4 SolvV). „Der betrachtete Zeitraum sollte hinreichend lang sein, um eine aussagekräfti4 ge Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Prozesses zur Zuordnung von Posi4 tionen oder Schuldnern zu Ratingklassen oder Risikopools für jede Forde4 rungsklasse zu ermöglichen“ (§ 335 Abs. 2 Nr. 6 SolvV). Folgende +*, V v j&&,2*,/+2/06 '2&"#.,#+2/,2 v 2006, Tabelle 6f) zeigt eine mögliche Darstellungsvariante. Verluste in t0 Verluste in t1 Verluste in t… Verluste in tnPortfolio EL* in Mio. EUR ein6 getreten in Mio. EUR EL* in Mio. EUR ein6 getreten in Mio. EUR EL* in Mio. EUR ein6 getreten in Mio. EUR EL* in Mio. EUR ein6 getreten in Mio. EUR Zentral6 regierungen Institute Unternehmen Beteiligungs6 positionen Baufinan6 zierungen Qualifizierte revolvierende Retailkredite Andere Retailkredite Gesamt *: EL = -JC-?)-, '#;; 1-*(1-, !,#*+0%, Es ist nicht nur auf die erwarteten und tatsächlichen Verluste einzugehen, sondern bspw. auch darauf, ob die Ausfallrate und die Verlustquote bei Aus4 fall während des Berichtszeitraums höher als im Durchschnitt waren (§ 335 Abs. 2 Nr. 5 SolvV). Gegebenenfalls ist ein Vergleich der realisierten Ausfall4 raten und Verlustquoten mit den jeweiligen Schätzwerten erforderlich (vgl. § 335 Abs. 2 Nr. 6 SolvV). Alle Institute haben über die 1()%6!:%6(" F1)(>>("!*>=!&&)%>%#7U7>%:%7"(" Bericht zu erstatten. Hierbei umfassen die e*!&%:!:%6(" Z==("&(+*"+>!"=7)L 1()*"+(" (vgl. § 326 Abs. 1 SolvV) _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,850 • eine Beschreibung der Methode zur internen Kapitalallokation und zur Zu4 teilung der Obergrenzen für Kredite an Kontrahenten, • eine Beschreibung der Verfahren zur Hereinnahme von Sicherheiten und zur Bildung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft, • eine Beschreibung der Vorschriften über die Behandlung von Korrelationen von Markt4 und Kontrahentenrisiken und • eine Beschreibung der Auswirkung des Sicherheitsbetrags, den das Institut bei einem ."$2/#'., durch eine Ratingagentur zur Verfügung stellen müsste. § 326 Abs. 2 SolvV fordert darüber hinaus insbesondere folgende e*!":%:!:%L 6(" F"+!$(": • Summe der positiven Wiederbeschaffungswerte von Kontrakten vor Aus4 übung von Anrechnungsmöglichkeiten und vor Anrechnung von Sicherhei4 ten, • Nominalwert der Absicherung bei Absicherungsgeschäften mit Kreditderi4 vaten, • Aufgliederung des Nominalwerts von Kreditderivategeschäften in Geschäf4 te für das eigene Kreditportfolio und solche aus Vermittlertätigkeit. Auch die Nutzung von M)(1%:)%>%#7;%"1()*"+>:(-."%#(" ist mit umfassen4 den Offenlegungsanforderungen verbunden. Hierbei sind in qualitativer Hin4 sicht Angaben zur Strategie, zu den Verfahren und zum Umfang der Aufrech4 nungsvereinbarungen (2,%%(2/) sowie zur Strategie, zu den Bewertungsverfah4 ren und zur Verwaltung der bankenaufsichtsrechtlich berücksichtigten Sicher4 heiten erforderlich (vgl. § 336 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a und b SolvV). Ferner sind die Hauptsicherungsarten zu beschreiben sowie Informationen über die Haupttypen von Garantiegebern und Gegenparteien bei Kreditderivaten und deren Bonität sowie zu möglichen Risikokonzentrationen innerhalb der be4 rücksichtigten Sicherungsinstrumente zu geben (vgl. § 336 Satz 1 Nr. 1 Buchst. c bis e SolvV). In e*!":%:!:%6() /%">%-.: ist der Gesamtbetrag der gesicherten ,M4"0+#,0 nach der Kategorie der genutzten Sicherheiten – wie in +*, V v j&&,2*,/+2/0'2&"#.,#+2/,2 v 2006, Tabelle 7): _;V 3,# L'/,H,#(1-% 851 Finanzielle Sicherheiten Sonstige physische Sicherheiten Garantien und Kreditderivate Portfolio in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR Zentralregierungen Institute Mengengeschäft Beteiligungspositionen 6 ausfallwahrscheinlichkeits6 gesteuert 6 modellgesteuert 6 einfaches Risikogewicht Unternehmen Sonstige kreditunab6 hängige Aktiva Gesamt %#7U7>%:%7L "(". Demnach haben Institute, welche in allen Geschäftsfeldern die einfachste Methode zur Ermittlung des Anrechnungsbetrags für Marktrisikopositionen (sogenannte Standardmethode) anwenden, für jede der Risikoarten Zins4, Ak4 tienkurs4, Fremdwährungs4 und Rohwarenpreisrisiko sowie für sonstige Marktrisiken die Eigenmittelanforderungen offenzulegen. Werden instituts4 eigene Risikomodelle zur Ermittlung der Anrechnungsbeträge genutzt, so sind Angaben zum genutzten Modell erforderlich (vgl. § 330 Abs. 2 Nr. 2 SolvV). Hinsichtlich des 7U()!:%7"(&&(" 4%>%#7> fordert § 331 SolvV zunächst die Nennung des genutzten Verfahrens (Basisindikatoransatz, Standardansatz, fortgeschrittene Messansätze) zur Bestimmung des bankenaufsichtsrechtli4 chen Anrechnungsbetrags. Nutzen Institute den fortgeschrittenen Messansatz, so müssen sie das genutzte Verfahren und die darin enthaltenen internen und externen Faktoren erläutern. Kommen unterschiedliche Verfahren in unter4 schiedlichen Bereichen zur Anwendung, so sind die jeweiligen Anwendungs4 bereiche offenzulegen. Darüber hinaus haben diese Institute nach § 337 SolvV eine Beschreibung der Nutzung von Versicherungen zur Risikoverlagerung vorzunehmen. c9I9B9c 37)>-.*"+>L *"1 R":?%-#&*"+>$()%-.: Angaben zum Bereich Forschung und Entwicklung haben nur dann zu erfol4 gen, wenn die Unternehmung selbst einen solchen Bereich unterhält oder sich für diese Zwecke dritter Unternehmungen oder Institutionen bedient. Im Rahmen der Berichterstattung kommen hier Angaben über den Personal4 bestand in diesem Bereich, über die allgemeinen Forschungsschwerpunkte und Entwicklungsvorhaben, über die Höhe der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie über den Umfang und Einsatz öffentlicher Mittel zur _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,852 Forschungsförderung in Betracht. Angaben zu diesem Bereich werden in der Regel entfallen, da „Kreditinstitute Forschung und Entwicklung nur aus4 nahmsweise betreiben“ (G+2.,0#,/(,#+2/ 1990, S. 20; vgl. auch Q'01-H+01- 1992, S. 427). Gleiches gilt für Finanzdienstleistungsinstitute. c9I9B9b F"+!$( 1() $(>:(.("1(" W?(%+"%(1()&!>>*"+(" 1(> 2">:%:*:> Hier sind alle bestehenden in4 und ausländischen Zweigniederlassungen des Instituts aufzuführen. Im Rahmen der Niederlassungsfreiheit verwirklicht die4 se Vorschrift die Gleichbehandlung von Unternehmungen, die sich durch Er4 richtung von Zweigniederlassungen in anderen Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums betätigen, und Unternehmungen, die dies durch Gründung von Tochterunternehmen tun. Letztere sind gemäß § 285 Nr. 11 HGB bereits im Anhang offenzulegen. Die Offenlegung im Lagebericht dient neben den umfangreichen Offenlegungspflichten im Handelsregister nach den §§ 13413h HGB in erster Linie dem Schutz von Personen, die über eine Zweigniederlas4 sung mit der Unternehmung in Beziehung treten. Ergibt sich für ein Institut die Verpflichtung, einen Abhängigkeitsbericht auf4 zustellen, so ist die 5-.&*>>()#&A)*"+ '*; F$.A"+%+#(%:>$()%-.: gemäß § 312 AktG als ?(%:()( F"+!$( in den Lagebericht aufzunehmen. Es versteht sich von selbst, dass im Lagebericht über den gesetzlich festgeleg4 ten Mindestumfang hinaus =)(%?%&&%+( F"+!$(" gemacht werden können. Da4 bei ist aber vor allem das Gebot der Darstellungsstetigkeit und die daraus ent4 stehende Verpflichtung, Abweichungen zu begründen, zu beachten (vgl. G+26 .,0),#H'2. .,+%01-,# G'2=,2 ,; !; 1993a, S. 114). c9I9B9p ()%-.:()>:!::*"+ E$() 1!> G()+E:*"+>>^>:(; Mit dem Vorstandsvergütungs4Offenlegungsgesetz (VorstOG) vom 3. August 2005 (BGBl. I 2005, S. 226742268) wurde die Lageberichterstattung börsen4 notierter Aktiengesellschaften um die Berichterstattung über die „Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft“ (§ 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB) erweitert. Dieser Vergütungsbericht ergänzt die Anhangangaben nach § 285 Nr. 9 HGB. Dabei können die Vorstandsbezüge statt im Anhang auch im Lagebericht of4 fengelegt werden. Die Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB dienen der „Erläuterung und da4 mit dem besseren Verständnis hinsichtlich der einzelnen Vergütungsparameter und der Zusammensetzung der Vorstandsbezüge einschließlich bestehender Anreizpläne“, wobei eine „Erläuterung langfristig angelegter Vergütungssys4 _;V 3,# L'/,H,#(1-% 853 teme“ (G+2.,0#,/(,#+2/ 2005, S. 8) erfolgt. Hierbei ist bspw. auf folgende Sachverhalte einzugehen: • Verhältnis der erfolgsunabhängigen und der erfolgsbezogenen Vergütungs4 komponenten, • Bedingungen, an die Aktienoptionen und ähnliche Bezugsrechte geknüpft sind, • Bedingungen für Bonusleistungen. Die Berichterstattung kann unterbleiben, wenn sie der Gesellschaft einen er4 heblichen Schaden zufügt, bspw. weil Teile der Vergütung an unterneh4 mungsstrategische Ziele geknüpft sind, die nicht zur Veröffentlichung be4 stimmt sind (vgl. G+2.,0#,/(,#+2/ 2005, S. 8). c9I9B9n 8%( $(>7"1()( ()%-.:()>:!::*"+ =E) $(>:%;;:( @":()"(.;*"+(" F#:%("+(>(&&>-.!=:(" *"1 M7;;!"1%:+(>(&&>-.!=:(" !*= F#:%("C 1()(" >:%;;$()(-.:%+:( F#:%(" !*= (%"(; 7)+!"%>%():(" P!)#: +(.!"1(&: ?()L 1(", müssen zusätzlich noch folgende Angaben im Lagebericht machen (vgl. § 289 Abs. 4 HGB): • Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie bei verschiedenen Ak4 tiengattungen die damit verbundenen Rechte und Pflichten sowie den je4 weiligen Anteil am Grundkapital, • Stimmrechts4 und Übertragungsbeschränkungen von Aktien, soweit sie dem Vorstand bekannt sind, • direkte und indirekte Kapitalbeteiligungen mit einem Stimmrechtsanteil von mehr als 10 %, • Beschreibung von möglichen Sonderrechten von Aktionären, die Kontroll4 befugnisse verleihen, • bei Arbeitnehmerbeteiligungen die Art der Stimmrechtskontrolle, sofern die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, • Gesetzesvorschriften und Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Ab4 berufung der Vorstandsmitglieder sowie zu Satzungsänderungen, • Befugnisse des Vorstands, insbesondere im Hinblick auf Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, • mögliche Übernahmevereinbarungen der Gesellschaft infolge eines Über4 nahmeangebots und die hieraus folgenden Wirkungen; diese Angabe kann _ 3,# F2-'*% )"2 <2-'2/ +2. L'/,H,#(1-% .,# F20%(%+%,854 unterbleiben, sofern sie der Gesellschaft einen erheblichen Nachteil zufü4 gen kann, • Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für Vorstand oder Arbeit4 nehmer im Übernahmefall. M!U%:!&;!)#:7)%(":%():( M!U%:!&+(>(&&>-.!=:(" müssen nach § 289 Abs. 5 HGB auch die wesentlichen Merkmale des internen Risikomanagementsys4 tems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschreiben. 5(-.>:() F$>-."%:: 8%( (>7"1().(%:(" 1() M7"'()")(-."*"+>&(+*"+ 67" M)(1%:%">:%:*:("C 3%"!"'1%(">:&(%>:*"+>%">:%:*:(" *"1 3%"!"'.7&1%"+> 6.1 Die von Instituten zu beachtenden Normen zur Konzernrechnungs4 legung und das Verhältnis der Normen untereinander ....................... 857 6.2 Die Begründung und die Aufgaben der Konzernrechnungslegung.... 859 6.3 Der Konzernbegriff nach HGB und nach IFRS.................................. 863 6.3.1 Der Konzernbegriff nach HGB ................................................ 863 6.3.2 Der Konzernbegriff nach IFRS ................................................ 864 6.4 Die besondere Verpflichtung zur Konzernrechnungslegung für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Finanzholdings ... 867 6.4.1 Die grundsätzliche Pflicht zur Aufstellung .............................. 867 6.4.2 Die Befreiung von der Aufstellungspflicht .............................. 869 6.5 Die Besonderheiten der Konzernbilanz und der Konzern4Gewinn4 und Verlustrechnung........................................................................... 875 6.5.1 Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern4 Gewinn4 und Verlustrechnung ................................................. 875 6.5.2 Die Besonderheiten der Konsolidierung .................................. 876 6.6 Die Besonderheiten des Konzernanhangs........................................... 890 6.7 Die Besonderheiten des Konzernlageberichts .................................... 908

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Kreditinstitute haben ihrer besonderen Geschäftstätigkeit und ihrer Sonderstellung in der Volkswirtschaft wegen Vorschriften für die handelsrechtliche Rechnungslegung anzuwenden, die sich von denen anderer Unternehmungen unterscheiden. Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und der Finanzkrise wird diese Sonderstellung noch einmal verstärkt, insbesondere hinsichtlich der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte.

Dieses einzigartige Werk hat eine umfassende Erläuterung dieser von Kreditinstituten zu beachtenden Normen auf Einzel- und Konzernabschlussebene zum Ziel. Dabei werden die Einzelnormen vor dem Hintergrund bilanztheoretischer Erwägungen betrachtet und in diese eingebettet.

Das Buch ist einerseits für Studierende an Universitäten und Fachhochschulen etc. geeignet, andererseits aber auch für im externen Rechnungswesen tätige Praktiker bzw. für deren Ausbildung, weil über neu auftretende Bilanzierungsprobleme immer nur unter bilanztheoretischen Überlegungen entschieden werden kann. Für Theoretiker wie Praktiker gleichermaßen interessant sind die immer auch von bankaufsichtsrechtlichen Überlegungen geprägten jahresabschlusspolitischen Maßnahmen, die bei den verschiedenen Normen erläutert werden. Schließlich berücksichtigt das Werk auch die Internationalisierung der deutschen (Bank-) Rechnungslegung.

- das maßgebliche Werk in diesem Bereich

- verarbeitet die für Kreditinstitute relevanten Bereiche des BilMoG

- inkl. der wichtigen Thematik zur Bewertung von Finanzinstrumenten

- Die Grundlagen

- Die Bilanz der Kredit- und Finanzinstitute

- Die Gewinn- und Verlustrechnung

- Die Bewertung im Jahresabschluss

- Der Inhalt von Anhang und Lagebericht

- Die Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses

- Die Besonderheiten der Konzernrechnungslegung

- Die Rechungslegung nach den International Accounting Standards

- Die Jahresabschlusspolitik

Für Studierende mit dem Schwerpunkt Bankbetriebslehre an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien sowie Kaufleute im Rechnungswesen der Kredit- und Finanzinstitute.