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6.5 Zusammenfassung in:

Péter Horváth

Controlling, page 740 - 741

12. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3878-9, ISBN online: 978-3-8006-4455-1, https://doi.org/10.15358/9783800644551_740

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
6.5 Zusammenfassung 729 Vahlens Handbücher – Horváth – Controlling (12. Auflage) – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 19.09.2011 Status: Imprimatur Seite 729 dadurch bedingte potentielle Risikogefährdung des Unternehmens verdeutlichen. Die so entstehenden Revisionsberichte liefern u.a. eine Grundlage für die Festlegung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen durch die operativen Geschäftseinheiten. Die Rolle der Revision beschränkt sich in diesem Zusammenhang auf die Vorgabe von Empfehlungen oder den Verweis auf Kontrollstandards und Best practice-Vorgehensweisen. Die Entwicklung und Implementierung von Risikomanagementsystemen gehört nicht zu den Aufgaben der Internen Revision. Die Prüfungen der Internen Revision zielen auf eine „neutrale“, prozess- und funktionsunabhängige Beurteilung der im Unternehmen zum Risikomanagement eingerichteten Systeme und Prozesse. Auf diese Weise können Defizite und Ineffizienzen wirkungsvoll erkannt und anschließend von den operativen Geschäftseinheiten beseitigt werden. Durch die Wahrnehmung dieser Überwachungs- und Kontrollfunktion unterstützt eine Interne Revision damit – ebenso wie Stabs- und Fachabteilungen oder das Corporate Risk Department – die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems im Unternehmen. 6.5 Zusammenfassung Der rechtliche, organisatorische und informatorische Ordnungsrahmen zur Leitung und Überwachung eines Unternehmens wird als Corporate Governance bezeichnet. Controlling, Überwachung (Kontrollen und Revision) sowie Risikomanagement sind wesentliche Bausteine der Corporate Governance. Die Interne Revision ist ein prozessunabhäniges, der Unternehmensführung berichtendes Organ, zur Überprüfung aller Prozesse und Verfahren im Hinblick auf ihre Effektivität und Effizienz. Ihre funktionale und organisatorische Verbindung zum Controlling ist eng. Der wesentliche Unterschied besteht im zeitlichen Fokus: Controlling ist vorrangig zukunftsgerichtet, die Interne Revision ist eher auf Gegenwart und Vergangenheit gerichtet. Das Risikomanagement als integrativer Teil des Managements hat sicherzustellen, dass Risiken erkannt, systematisiert bewertet, geplant, gesteuert und kontrolliert werden. Das Risikocontrolling hat die Aufgabe, den Prozess des Risikomanagements in allen Phasen unterstützend zu begleiten. Das Controlling hat immer Chancen- und Risikocontrolling zu sein. Testfragen zu Kapitel 6: 1. Was versteht man unter Corporate Governance? 2. Welche Unterschiede bestehen zwischen der Internen Revision und dem Controlling? 3. Aus welchen wesentlichen Phasen besteht Risikomanagement? 4. Welche Instrumente sind für das Risikomanagement besonders geeignet? 5. Was ist eine Risk Map? 6. Wie ist die Abgrenzung zwischen Überwachung, Revision, Internal Control und Kontrolle vorzunehmen? 7. Worin besteht der Grundgedanke von Internal Control? 6 Corporate Governance730 Vahlens Handbücher – Horváth – Controlling (12. Auflage) – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 19.09.2011 Status: Imprimatur Seite 730 Testfragen zu Kapitel 6: 8. Was kennzeichnet die ergebnis- bzw. die verfahrensorientierte Revision? 9. Wie ist der funktionale Zusammenhang zwischen Controlling und interner Revision zu charakterisieren? 10. Wodurch unterscheiden sich „financial auditing“ und „operational auditing“? 11. Stellen Sie Einzelfall- und Systemprüfung gegenüber. 12. Was ist die Aufgabe des „management audit“? 13. Welche Gesichtspunkte sind bei der organisatorischen Eingliederung der Internen Revision zu beachten? 14. Welchen Entwicklungsstand hat die interne Revision heute im deutschsprachigen Raum? Literaturempfehlung zu Kapitel 6: Einen guten Gesamtüberblick über Corporate Governance vermittelt das „Handbuch Corporate Governance“ (hrsg. von Hommelhoff, P., Hopt, K. J., Werder, A. v., Stuttgart 2003). Als umfassendes Werk zum Risikomanagement ist „Praxis des Risikomanagements“ von Dörner, Horváth, Kagermann (Stuttgart 2000) zu empfehlen. Literaturverzeichnis zu Kapitel 6 American Institute of Certified Public Accountants (Hrsg.), The Effects of EDP on the Auditor’s Study and Evaluation of Internal Control, Statement on Auditing Standards No. 3, New York 1974. Arbeitskreis „Revision bei elektronischer Datenverarbeitung“ des Deutschen Instituts für interne Revision e.V., Revision der elektronischen Datenverarbeitung – Kommentierte Prüfungsfragen für die Revisionspraxis, 4. Aufl., Berlin 1982. Arbeitskreis „Revision der Produktion und Produktionshilfsbetriebe“ d. Deutschen Instituts f. IR, Revision des Anlagenbaues, Berlin, Bielefeld u.a. 1991. Arens, A. A., Loebbecke, J. K., Auditing, 5. Auflage, Englewood Cliffs, N. J. 1991 (8. Aufl. 1999). Auerbach, N. E., ABCs of audit committees, FE 44 (1976) 10, S. 22–33. 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References

Zusammenfassung

Der Klassiker zum Controlling.

Controlling: umfassend und bewährt

Auch nach über dreißig Jahren verfolgt dieses Buch weiterhin das ehrgeizige Ziel, mit jeder Neuauflage den »State of the Art« in Wissenschaft und Praxis des Controllings wiederzugeben. Unverändert geblieben ist dabei die Intention dieses Standardwerkes. Es liefert eindeutige Antworten auf drei umfassende Fragen:

* Was ist die Grundidee des Controllingkonzepts?

* Welche Aufgaben umfasst die Controllingfunktion?

* Wie wird die Controllingfunktion organisatorisch realisiert?

Höchste Autoren-Kompetenz

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth gehört zu den renommiertesten Persönlichkeiten im Controlling. Er ist Vorsitzender des Aufsichtsrates einer Managementberatung und Gründungsherausgeber der Zeitschrift für Controlling.