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3.3 Gliederung nach dem Einfluss auf den Vermögens- und Kapitalbereich in:

Hartmut Bieg, Heinz Kußmaul

Finanzierung, page 62 - 62

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3625-9, ISBN online: 978-3-8006-4441-4, https://doi.org/10.15358/9783800644414_62

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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3.4 Gliederung nach der Dauer der Kapitalbereitstellung 33 wählen.83 Dieser Grundsatz hat auch für die Entscheidung über die zu wählende Finanzierungsform Gültigkeit. So hat der Bundesfinanzhof 1992 ausdrücklich betont, dass ein Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft frei darüber entscheiden kann, ob er seine Gesellschaft (über das gezeichnete Kapital hinaus) mit Eigen- oder Fremdkapital ausstattet, wobei auch die Entscheidung, ausschließlich Fremdkapital zuzuführen, grundsätzlich zu akzeptieren ist.84 Auch zivilrechtlich ist von der Freiheit der Finanzierungsentscheidung auszugehen, so dass Gesellschafter und Unternehmungsleitung im Rahmen ihrer Zuständigkeit die Höhe und Art der einzusetzenden Finanzierungsmittel beliebig festlegen können. Der Finanzierungsspielraum wird lediglich in besonderen Fällen beschränkt, wie beispielsweise durch gesetzliche Regelungen über die Mindest-Eigenkapitalhöhe bei Kapitalgesellschaften im Zeitpunkt der Gründung oder durch branchenspezifische Regelungen. 3.3 Gliederung nach dem Einfluss auf den Vermögens- und Kapitalbereich Der Vermögens- und Kapitalbereich einer Unternehmung wird – wie in Abschnitt 1.3.2 bereits ausführlich dargestellt – durch Kapitalbeschaffungs-, Kapitalabfluss-, Kapitalfreisetzungs- sowie Kapitalumschichtungsvorgänge auf die in Abbildung 11 (Seite 34) dargestellte Weise beeinflusst. 3.4 Gliederung nach der Dauer der Kapitalbereitstellung Bei Verwendung dieses Kriteriums ist nur die Trennung zwischen unbefristeter und befristeter Finanzierung eindeutig (vgl. zur Einordnung Abbildung 12; Seite 35). Entscheidend ist hier, ob bei der Kapitalhingabe bereits Vereinbarungen über den Rückzahlungstermin getroffen wurden oder ob die Rückzahlung mangels einer solchen Vereinbarung erst durch den oder die Kapitalgeber im Rahmen der vertraglichen oder gesetzlichen Möglichkeiten beschlossen werden muss. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, Eigenkapital stehe für unbefristete Zeit zur Verfügung. Eine Minderung des Eigenkapitals ergibt sich jedoch bei Verlusten, bei Entnahmen durch die Eigentümer (nicht bei allen Gesellschaftsformen problemlos möglich) und bei Ausscheiden von Gesellschaftern nach Kündigung. Eine allgemein gültige Festlegung der Grenzen bei der befristeten Finanzierung gibt es dagegen nicht. Die Trennung zwischen langfristiger, mittelfristiger und kurzfristiger Finanzierung ist somit willkürlich und wird auch in der Literatur nicht einheitlich vorgenommen. § 285 Satz 1 Nr. 1a HGB geht offensichtlich bei einer Restlaufzeit von Verbindlichkeiten über fünf Jahren von einer langfristigen Finanzierung aus. Von kurzfristiger Finanzie- 83 Vgl. z.B. BFH-Urteil vom 22.08.1951, IV 246/50 S, BStBl III 1951, S. 181-183. 84 Vgl. BFH-Urteil vom 05.02.1992, I R 127/90, BStBl II 1992, S. 536.

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Zusammenfassung

Nach einer allgemeinen Einordnung der Finanzierung von Unternehmen werden die einzelnen Instrumente der Außen- und Innenfinanzierung mit ihren theorie- und praxisrelevanten Merkmalen vorgestellt und mit zahlreichen Beispielen untermauert. Darüber hinaus wird auf Finanzinnovationen und Finanzderivate eingegangen.

Einführendes Lehrbuch in die Grundlagen der Unternehmensfinanzierung

Behandelt werden theoretische wie praxisrelevante Fragestellungen.

Grundprinzipien und Bestandteile der Finanzwirtschaft

Finanzierungstheorie

Finanzierungsarten

Außenfinanzierung durch Eigenkapital

Außenfinanzierung durch Fremdkapital

Derivative Finanzinstrumente

Innenfinanzierung^.

Prof. Dr. Hartmut Bieg ist Inhaber des Lehrstuhls für Bankbetriebslehre an der Universität des Saarlandes.

Professor Dr. Heinz Kußmaul ist Direktor des Betriebswirtschaftlichen Instituts für Steuerlehre und Entrepreneurship am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, an der Universität des Saarlandes.

"Insgesamt betrachtet liegt hier ein beachtliches Nachschlagewerk zum Themenkomplex Investition und Finanzierung vor, das jede einschlägige Frage in ihren Grundzügen beantwortet… Angehenden Betriebswirten und Praktikern kann das Handbuch uneingeschränkt empfohlen werden."

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