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Manfred Schwaiger, Stephanie Starke, Einleitung: Auf dem Weg zu wissenschaftlicher Leistung in:

Manfred Schwaiger, Anton Meyer (Ed.)

Theorien und Methoden der Betriebswirtschaft, page 10 - 20

Handbuch für Wissenschaftler und Studierende

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3613-6, ISBN online: 978-3-8006-4437-7, https://doi.org/10.15358/9783800644377_10

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Manfred Schwaiger /Stephanie Starke Auf dem Weg zu wissenschaftlicher Leistung Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag gibt einen ersten Einblick in wissenschaftstheoretische Strömungen, stellt verschiedene Typen wissenschaftlicher Publikationen vor und greift die aktuell unter dem Titel „Rigour versus Relevance“ intensiv geführte Diskussion über die mangelnde Praxisrelevanz hochrangig publizierter betriebswirtschaftlicher Forschungsbeiträge auf. Prof. Dr. Manfred Schwaiger ist Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre und Vorstand des Instituts für Marktorientierte Unternehmensführung an der Ludwig Maximilians Universität München. Dipl. Hdl. Stephanie Starke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Wirtschaftspädagogik an der Ludwig Maximilians Universität München. Inhaltsverzeichnis 1 Aller Anfang ist schwer … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 2 Eine Typologie wissenschaftlicher Arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 2.1 Metastudie und narrativer Review . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 2.2 Konzeptionelle, modellierende und methodische Arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 2.3 Empirische Arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 3 Die Themenfindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Auf dem Weg zu wissenschaftlicher Leistung 3 1 Aller Anfang ist schwer … 1010 Promotionen pro Jahr in denWirtschaftswissenschaften berichtet das S B (2003) für deutsche Hochschulen im Jahr 2003. Es lässt sich mit den verfügbaren Zahlen nicht ermitteln, welcher Anteil davon auf Promotionen in der Betriebswirtschaft entfällt, aber auf Basis des CHE Rankings wurden im Jahr 2002 allein an den 52 gerankten betriebs wirtschaftlichen Fakultäten 659 Promotionen erfolgreich abgeschlossen. Zählt man nicht nur Promotionen, sondern auch alle anderen so genannten freien wissenschaft lichen Arbeiten (Seminararbeiten, Diplomarbeiten, Bachelor und Master Theses etc.), so ist es nicht übertrieben zu behaupten, dass jedes Jahr Tausende von Studierenden und Nachwuchs wissenschaftlern(innen) allein in Deutschland gefordert sind wissenschaftliche Leistungen zu erbringen. Dabei mag sich gelegentlich eine gewisse Unsicherheit einstellen: „Welcher Forschungsfrage soll ich nachgehen?“, „Wie soll ich meine Forschungsarbeit strukturieren?“, „Welche theoretischen Grundlagen und welche Forschungsmethoden brauche ich zur Klärung meiner Forschungsfrage?“ könnten typische Fragen sein, die der Kandidat oder die Kandidatin sich in dieser Situation stellt. Da bekanntlich viele Wege nach Rom führen gibt es zahlreiche mögliche Antworten, und dennoch fällt es Kandidaten oft schwer, wenigstens eine zu finden. An einigen Forschungseinrichtungen haben sich Angebote für Nachwuchswissenschaftler(innen) etabliert, die von einzelnen Kursen über Doktorandenseminare bis hin zu Graduiertenkollegs reichen. Die Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig Maximilians Universität München hat die Notwendigkeit eines strukturierten Angebots zur Doktorandenausbildung früh erkannt und bereits im Herbst 1999 den Studiengang zum Master of Business Research (MBR) eingeführt, den alle Promotionswilligen durchlaufen müssen. Die Struktur – Integrationsstudium, Projekt studium und Vertiefungsstudium – ist vorgegeben. Die wesentliche innovative Komponente des MBR Programms ist das Integrationsstudium, in dem unter der Betreuung von zwei Professoren eine Kohorte von maximal 25 Studierenden relevante Forschungsthemen über ein Jahr hinweg intensiv bearbeitet. Das sich anschließende Projektstudium dient der Vorbereitung der Disser tation, und im Vertiefungsstudium soll der Studierende nach Absprache mit seinem Mentor Veranstaltungen besuchen, die im Hinblick auf sein Dissertationsthema nützlich erscheinen. Der vorliegende Beitrag ist eine Zusammenfassung der Auftaktveranstaltung, in der wir nicht nur einen ersten Überblick über wissenschaftstheoretische Positionen gegeben, sondern auch typische Erscheinungsformen wissenschaftlicher Publikationen vorgestellt und das Thema „Ri gour versus Relevance“ diskutiert haben. Wir haben der Forderung Ausdruck verliehen, dass insbesondere bei empirischen betriebswirtschaftlichen ArbeitenTheorien und Methoden Hand in Hand gehen müssen und damit den weiteren Verlauf des Integrationsstudiums (das sich in der Struktur dieses Sammelbands widerspiegelt) für die Teilnehmer nachvollziehbar gemacht. 2 Eine Typologie wissenschaftlicher Arbeiten Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Gemeinde Einigkeit darüber, dass eine wis senschaftliche Arbeit – sei es nun eine Seminararbeit, eine Diplomarbeit, eine Bachelor oder Master Thesis, eine Dissertation oder eine Habilitationsschrift – unter Nutzung wissenschaft licher Methoden und Techniken erstellt werden muss. Nur unter dieser Bedingung lassen sich die erzielten Ergebnisse überprüfen und im wissenschaftlichen Sinne beweisen, womit sie sich von reinen Meinungsäußerungen oder Ideologien unterscheiden. Auf Techniken wissenschaft lichen Arbeitens (wie z.B. Recherche, Manuskript und Typoskriptgestaltung) soll in diesem 4 Manfred Schwaiger / Stephanie Starke Buch nicht näher eingegangen werden; neben mehr oder weniger praktischen Ratgebern im WWW gibt es eine ganze Reihe von Anleitungen in Buchform (vgl. bspw. T 2008), die im Operativen kaum Fragen offen lassen. Was unter wissenschaftlichen Methoden zu verstehen ist, kann Büchern zur Wissenschaftsthe orie entnommen werden (vgl. bspw. C 1999 für eine Einführung oder S 1990 für ein Standardwerk zum Thema). Zentrale Aufgaben wissenschaftlichen Arbeitens sind die Generierung und die Überprüfung von Theorien. Wissenschaftstheoretische Veröffentli chungen beschäftigen sich mit der Frage, wie man von einer Theorie, also einem System oder Netz verbundener Aussagen, zu wissenschaftlichen Erkenntnissen oder – etwas pathetischer formuliert – zur „Wahrheit“ gelangt. Völlig unproblematisch ist dieser Schritt in den formalen Wissenschaften: Aus Axiomen und Gesetzen werden durch Deduktion mittels Aussagenlogik oder mathematischer Beweisführung Aussagen abgeleitet. Dabei werden aber bestimmte Voraus setzungen unterstellt (z.B. dass Entscheidungsträger eine Nutzenfunktion maximieren), deren Gültigkeit oder Vorliegen nicht deduktiv bewiesen werden kann. In den Sozialwissenschaften dagegen, die sich mit der Betriebswirtschaftslehre dort überschnei den, wo das Verhalten von Individuen, Gruppen und Organisationen untersucht wird, ist diese deduktive Vorgehensweise nicht möglich. Deshalb wurden und werden noch heute heftige Kon troversen zwischen und auch innerhalb der einzelnen Schulen geführt, wie man von Theorien zu wissenschaftlichen Erkenntnissen gelangt. Ohne ausführlich auf dieses Thema einzugehen, seien hier nur einige Denkansätze kurz skizziert: Nach dem Falsifikationismus von P (1935; 1963; 1972a; 1972b) sindTheorien vorläufige oder spekulative Vermutungen, die rigoros und nach strengen Kriterien durch Beobachtung und Experiment überprüft werden müssen. So gelingt es, schrittweise falsche Theorien auszusondern. Das ist in der Betriebswirtschaft im anglo amerikanischen Raum die am weitesten verbreitete „Wissenschaftsschule“, und sie ist auch in Deutschland anteilsmäßig auf dem Vormarsch (vgl. H 2003; K . 2003). Als Instrumentarium benötigen Falsifikationisten die schließende Statistik (vgl. in diesem Herausgeberband, G /T ). Als Beispiel für Kontroversen innerhalb eines Lagers ließe sich hier der sogenannte Wertur teilsstreit anführen, den W (1968, S. 229ff.) in den 1960er Jahren gegen die sogenannten Kathedersozialisten Roscher und Schmoller führte. Eine gänzlich andere Auffassung als die Falsifikationisten vertreten die radikalen Konstrukti visten (vgl. bspw. F 1993 und G 1987), deren Annahmen zufolge eine Annäherung wissenschaftlicher Aussagen an die Wahrheit wegen der selbstreferentiellen Funktion des menschlichen Gehirns prinzipiell nicht möglich ist. Anstelle derWahrheit tritt die Nützlichkeit: Theorien werden akzeptiert, solange sie „[...] uns mehr oder weniger zuverlässig zu dem verhelfen, was wir wollen“ ( G 1987, S. 140f.). Wieder andere Auffassungen werden von den Methodologischen Anarchisten vertreten, deren Protagonist F (1974; 1976) die Devise „Anything goes“ herausgegeben hat und damit aussagen will, dass wissenschaftlicher Fortschritt nur eintreten kann, wenn sichWissenschaftler von den Fesseln der etablierten Wissenschaftstheorie befreien. Die Aufzählung hier ist nicht vollständig, sie kann es angesichts der Menge einschlägiger Ab handlungen noch nicht einmal ansatzweise sein. Die angegebenen Quellen bieten aber nicht nur einen ersten Überblick zu möglichen Antworten auf die Frage, was unter Wissenschaft und wissenschaftlichen Methoden zu verstehen sei, sie verweisen zudem auf eine Fülle weiterführen der Literatur zu diesem Kerngebiet der Philosophie. Auf dem Weg zu wissenschaftlicher Leistung 5 Die Zuordnung zu einem wissenschaftstheoretischen Lager determiniert meist das verfügbare Instrumentarium und die Logik, nach der Erkenntnisse als wahr, richtig oder eben nützlich einzuschätzen sind. Aber nicht jede Arbeit, die unter Nutzung wissenschaftlicher Methoden und Techniken erstellt wurde, wird das Gefallen der wissenschaftlichen Gemeinde finden: So kann man sich leicht vorstellen, dass ein Forscher mit einwandfreier Methodik einen Sach verhalt analysiert, der bereits hinreichend oft und detailliert untersucht wurde, so dass seine Arbeit keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bietet. Eine weitere Voraussetzung für eine gute wissenschaftliche Arbeit ist also, dass zum Zeitpunkt der Erstellung dokumentiert werden kann, inwiefern der Autor die Wissenschaft vorangebracht hat – mit anderen Worten: Worin der Erkenntnisgewinn seiner Publikation besteht. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und nicht in Abrede stellend, dass beliebig viele Erschei nungsformen wissenschaftlichen Arbeitens potenziell in der Lage sind, sich das Prädikat „gute wissenschaftliche Arbeit“ zu verdienen, werden im Folgenden drei typische Vertreter wissen schaftlicher Arbeiten vorgestellt. Die Absicht dieses Beitrags ist weniger, die jeweilige Studien form erschöpfend zu beschreiben, sondern vielmehr im Anschluss an eine knappe Charakterisie rung auf zentrale Aspekte einzugehen und Quellen für ein vertiefendes Studium zu nennen. 2.1 Metastudie und narrativer Review Unter einer Metastudie oder Meta Analyse (vgl. bspw. G 1976; F 2001; W / W 2002) versteht man die zusammenfassende, statistische (vgl. H . 2008) Untersuchung bereits publizierter (Primärforschungs )Arbeiten zu einem bestimmten Thema. Die wissenschaftliche Leistung des Erstellers einer Metastudie besteht in der umfassenden Li teraturrecherche, in der geeigneten Erfassung und Systematisierung der dabei gefundenen Er gebnisse, sowie in der abschließenden Bewertung der Erkenntnisse. Gelungene Beispiele bieten etwa N (2006), der Beiträge zur Wirkung eines Werbeverbots für Tabakwaren auf den Zigarettenkonsum analysiert, oder G . (1997), die alle bis dahin in den USA durch geführten Studien zur Wirkung vergleichender Werbung quantitativ integrieren. Kritiker (vgl. bspw. D 1990) wenden zu Lasten der Meta Analyse ein, dass den oft unterschiedlichen Konzeptualisierungen undOperationalisierungen einer interessierenden Vari ablen nicht angemessen Rechnung getragen werden kann und damit die sprichwörtlichen Äpfel mit Birnen verglichen werden. Findet keine statistische Auswertung der Primärstudien statt, sondern beschränkt sich der Autor darauf die einschlägige Literatur zu einem wissenschaftlichen Thema strukturiert und kritisch zu diskutieren, so spricht man von einem narrativen Review (vgl. J 2004); fehlt neben der statistischen Auswertung auch die kritische Diskussion, so handelt es sich bestenfalls um eine gelungene Literaturübersicht. 2.2 Konzeptionelle, modellierende und methodische Arbeiten Konzeptionelle Arbeiten befassen sich mit einer Forschungsfrage ohne zu deren Klärung em pirische Analysen durchzuführen. Häufig werden auf argumentativer Basis Thesen entwickelt, deren Wert vom logischen Aufbau der Arbeit, der Stringenz der Argumente und ggf. der Kor rektheit der formalen Beweisführung abhängig ist. Der insbesondere vor dem Hintergrund der anglo amerikanischen Marketingforschung geradezu als revolutionär zu bezeichnende Artikel von V /L (2004) im Journal of Marketing ist hierfür ein gutes Beispiel: Die als Service Dominant Logic bekannt gewordene These besagt, dass Wissen und spezifische Fähigkeiten als Kern ökonomischer Austauschbeziehungen angesehen werden können, womit eine strikte 6 Manfred Schwaiger / Stephanie Starke Trennung zwischen Sach und Dienstleistungen obsolet wird. Weit verbreitet sind auch kritische Diskussionen bestimmter in Theorie und/oder Praxis geübter Vorgehensweisen unter Rückgriff auf einschlägige Theorien (vgl. bspw. W 2003). Ebenfalls auf argumentativer Basis arbeitet z.B. R (2002) im International Journal of Research inMarketing, allerdings ist das zentrale Ergebnis seines Beitrags keineThese und auch keine Beurteilung einer geübten Vorgehensweise, sondern eine neue Verfahrensvorschrift zur Konstruktion von Skalen (C OAR SE). Modellierende Arbeiten verfolgen das Ziel, von in der Realität beobachtbaren Originalen durch Abstraktion formal handhabbare Abbilder (Modelle) zu schaffen, wozu in aller Regel einschrän kende, d.h. die Wirklichkeit vergröbernde Annahmen getroffen werden müssen (vgl. B . 2008, S. 13ff.). Beispiele für in diesem Sinn modellierende Arbeiten sind die berühmte Prospect Theory von K /T (1979) oder das auf P /C (1983) zurück gehende Elaboration Likelihood Modell. Unter methodischen Arbeiten schließlich wollen wir die Entwicklung von Algorithmen verste hen, die bestimmte Probleme in innovativer oder verbesserterWeise lösen können. Exemplarisch sei D S (1982) genannt, der einen Algorithmus zur zweimodalen Klassifikation vorstellt. 2.3 Empirische Arbeiten Kennzeichen empirischer Forschung ist der Anspruch, nur Aussagen mit Gültigkeit in der Re alität als Wahrheitserkenntnisse zu akzeptieren (vgl. W 1974, S. 1265). Die Empiriker be ziehen sich auf den bereits erwähnten Falsifikationismus (vgl. P 1935; 1963), demzufolge Theorien vorläufige oder spekulative Vermutungen sind, die rigoros und nach strengen Kriterien durch Beobachtung und Experiment überprüft werden müssen. Zwar ist so eine endgültige Bestätigung (Verifizierung) im engeren wissenschaftstheoretischen Sinne nicht möglich, aber es gelingt immerhin schrittweise falsche Theorien auszusondern. Im Falle empirischer Forschung in der Betriebswirtschaftslehre ist also regelmäßig eine Samm lung betriebswirtschaftlich relevanter Fakten erforderlich, an denen die über den Einzelfall hinausreichende Gültigkeit der in Hypothesenform vorliegenden Theorieaussagen mit Hilfe statistischer Methoden zu prüfen ist (vgl. S 2007). Ausweislich der Arbeiten in füh renden Journalen der wissenschaftlichen Gemeinde sieht sich eine Mehrheit derWissenschaftler zumindest verbal dem kritischen Rationalismus verpflichtet. Wie alle wissenschaftstheoretischen Lager ist auch das der Empiriker nicht unumstritten (für eine ausführliche Kritik der empirischen Forschung in der Betriebswirtschaftslehre wird auf K (1981) verwiesen); empirische For schung bietet im Vergleich zu anderen Forschungsrichtungen aber immerhin den Vorteil, dass die Ergebnisse intersubjektiv eindeutig und jederzeit erneut bestätigungsfähig sind. Idealtypisch lässt sich die Anfertigung einer empirischen Forschungsarbeit in die Phasen der Hypothesenformulierung, der Operationalisierung, der Datenerhebung, der Datenauswertung und der Ergebnisinterpretation einteilen (vgl. S 2007, S. 341ff.), die häufig auch die Struktur der Arbeit determinieren: Im einleitenden Teil wird die Forschungsfrage motiviert und dem Leser somit erklärt, wa rum sich die Lektüre der Arbeit lohnen sollte. Daran anschließend wird der Stand der Forschung zumThema referiert, aus dem ersichtlich ist, dass die Antwort auf die eingangs motivierte Forschungsfrage tatsächlich eine For schungslücke zu schließen imstande ist. Unter Rückgriff auf geeigneteTheorien (vgl. in diesemHerausgeberband, Teil A) werden der eigene konzeptionelle Rahmen sowie die zu überprüfenden Hypothesen entwickelt. Auf dem Weg zu wissenschaftlicher Leistung 7 Darauf aufbauend gilt es das Untersuchungsdesign festzulegen und das geeignete metho dische Instrumentarium zu wählen. Ob die zur Hypothesenprüfung erforderlichen Daten aus Befragung oder Beobachtung kommen, ob ein Experimentaldesign (vgl. C /C 1979) zur Anwendung kommt, und wie ggf. Konstrukte konzeptualisiert und Vari ablen operationalisiert werden, ist dabei in diesem Schritt zu klären. Das entscheidende Gütekriterium ist in diesem Kontext die Validität (vgl. N 1967, S. 75f.; S . 2005, S. 157ff.). Ebenso gilt es zu erklären, warum eine qualitative (vgl. in diesem Herausgeberband, Teil B) oder quantitative (vgl. in diesem Herausgeberband, Teil C) Me thode aus dem verfügbaren Spektrum gewählt wird. In der Folge wird die Datenbasis beschrieben, wobei Informationen zur Stichprobenziehung, zur Stichprobenstruktur und eine komprimierte deskriptive Auswertung des Datensatzes (Lage und Streuungsparameter sowie Korrelationen) hilfreich sind. Im nächsten Schritt werden die mittels statistischer Verfahren ermittelten Ergebnisse der Hypothesenprüfung kritisch diskutiert. Schlussfolgerungen, Implikationen für die betriebswirtschaftliche Praxis, Limitationen und ggf. abzuleitender weiterer Forschungsbedarf werden zum Abschluss referiert. 3 Die Themenfindung Die Betriebswirtschaft ist ursprünglich als eine „praktisch normative Wissenschaft“ (H 1969, S. 209) eingeführt worden. Insofern darf erwartet werden, dass wissenschaftliche Er kenntnisse in diesem Forschungsfeld auch für interessierte Praktiker des Fachs in gewissem Sinne relevant oder gar nützlich sind. Nun hat sich unter dem Titel „Rigour versus Relevance“ in den letzten Jahren eine Diskussion entwickelt, die den Wert gerade hochrangig publizierter wissenschaftlicher Beiträge für die Unternehmenspraxis in Frage stellt. So berichtet O (2006) über eine Befragung von 124 Managern großer Unternehmen zu betriebswirtschaft lichen Fachzeitschriften, dass die Korrelation zwischen „Wissenschaftlichkeit“ (operationali siert als Rangposition der Zeitschrift im VHB JOURQUAL Ranking) und Bekanntheitsgrad ( 0,65), Lesehäufigkeit ( 0,58) sowie Nutzen der Lektüre ( 0,52) durchweg deutlich im negativen Bereich rangiert. Die ersten Klagen über mangelnde Praxisrelevanz betriebswirtschaftlicher Forschung dürften dem Bereich der Management Forschung gegolten haben. N (2004) hat zu diesemThema einen lesenswerten Artikel publiziert, in dem er einen Trade off zwischen akademischer Strenge und Praxisrelevanz konstatiert. Für den Bereich Marketing im Speziellen hat S (2008, S. 79) eine nicht weniger denk würdige Bilanz gezogen und vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen als Hochschullehrer wie auch als Unternehmensberater insbesondere den ökonometrischen Analysen die praktische Relevanz abgesprochen. Betrachtet man einige Hypothesen aus Beiträgen jüngerer Vergangenheit, die in den internatio nal höchstgeranktenMarketingzeitschriften erschienen sind, so wird das Problem Rigour versus Relevance offensichtlich. Der Leser möge sich zur Illustration in die Lage eines (erfahrenen) Praktikers versetzen und die folgenden Hypothesen im Hinblick auf ihre Untersuchungswür digkeit hin beurteilen: 8 Manfred Schwaiger / Stephanie Starke Im Journal of Consumer Research (JCR) wird mit Hilfe eines Experiments die Hypothese getestet, dass Produktbewertungen um so besser ausfallen, je leichter es ist, sich an die posi tiven Eigenschaften eines Produktes zu erinnern (vgl. M /R 2003, S. 232). Ein weiterer Beitrag im JCR kommt zu der Erkenntnis, dass die Erstkaufwahrscheinlichkeit für ein Neuprodukt durch a) zeitnahe Werbemaßnamen und b) zeitnahe umfangreichere Promotionsmaßnahmen positiv beeinflusst wird (vgl. S /G 2003, S. 370). Zum Thema Rückgewinnung abgewanderter Kunden werden im Journal of Marketing Research die Hypothesen überprüft, dass a) die Rückgewinnungsrate höher ist, wenn der an gebotene Preis niedriger ist und dass b) die Wahrscheinlichkeit einer Rückgewinnung desto geringer ist, je mehr Zeit seit dem letzten Kauf vergangen ist (vgl. T . 2004, S. 34). Dass der Take off (Zeitpunkt signifikanter Umsatzsteigerung nach Launch) eines Neupro dukts früher a) in einem Land mit höheren wirtschaftlichen Wachstumsraten und b) in einem Land mit stärkerer Medienintensität kommt, wird in Marketing Science festgestellt (vgl. T . 2003, S. 192, 194). Auch in führenden deutschen Zeitschriften finden sich Beispiele: So wird z.B. in der Schmalenbach Business Review die Hypothese untersucht, dass die Expositionszeit eines Sponsors bei der alpinen Ski WM positiv mit der Sponsor Awareness korreliert (vgl. G . 2004, S. 123). Die hier zitierten Artikel sind ohne Zweifel gute Forschungsarbeiten: Die Hypothesen sind aus den einschlägigen Theorien hergeleitet, das Untersuchungsdesign ist wohlbegründet, und die Prüfung der Hypothesen erfolgt mit Hilfe eines durchdachten und hochentwickelten sta tistischen Instrumentariums. Weil die Zeitschriften Journal of Marketing, Journal of Marketing Research, Marketing Science und Journal of Consumer Research in allen einschlägigen Rankings1 die führenden Journale im Marketingbereich sind, macht eine dort erschienene Publikation das Schriftenverzeichnis eines jeden Wissenschaftlers attraktiver und verbessert ceteris paribus dessen Karrierechancen. Doch Praktiker dürften nicht in gleichem Maße angetan sein, denn die in den Hypothesen formulierten Sachverhalte halten sie vermutlich für bereits gesichertes Wissen oder zumindest für so evident, dass es keine wissenschaftliche Studie zu deren Untersuchung bräuchte. Die Debatte um methodische Strenge versus Praxisrelevanz hat den Verband der Hochschul lehrer für Betriebswirtschaft dazu bewogen, die wissenschaftliche Jahrestagung des VHB 2007 unter das Motto „Rigour versus Relevance“ zu stellen. K /L (2007) gehen der Frage nach, ob man die aus der Managementforschung kommende Debatte auch auf die Unternehmensbewertung übertragen könne und kommen zu ernüchternden Ergebnissen: The oretiker seien nur derWahrheit verpflichtet, die von ihnen entwickelten Bewertungsgleichungen müssen in erster Linie im wissenschaftlichen Sinne „korrekt“ sein. Praktiker dagegen brauchen Bewertungsgleichungen, die für Mandanten und Gerichte leicht verständlich sind, akademische Strenge im Sinne des „Rigour“ würde von der Praxis nicht verlangt. Natürlich gibt es einen Königsweg: Rigour andRelevance! Aber er ist weder leicht zu finden noch leicht zu beschreiten. Vielfach wird die intensivere Kooperation zwischen Unternehmen und Das gilt insbesondere in dem in Berufungsverfahren an deutschen Fakultäten für Betriebswirtschaft zunehmend wichtigen JOURQUAL Ranking des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (vgl. http://pbwi2www.uni paderborn.de/WWW/VHB/VHB Online.nsf/id/DE_Jourqual_2). Auf dem Weg zu wissenschaftlicher Leistung 9 Universitäten auch im Managementbereich gefordert, während gleichzeitig auf die Probleme hingewiesen wird: Geheimhaltung, unattraktive Kosten /Nutzenerwartungen, Signalling Ef fekte (vgl. S 2008, S. 90; P 2008, S. 861). Die akademische Strenge zu senken wäre ein schlechter Rat für alle Nachwuchswissenschaftler(innen), deren Zukunftschancen mehr denn je von Publikationserfolgen bestimmt werden. Aber gerade in der Betriebswirtschaft sind die Forschenden gut beraten, sich über die Praxisrelevanz ihrer Forschungsbeiträge Gedan ken zu machen. Zwar ist es ein bequemer und im Sinne des Publikationserfolgs häufig auch zielführender Weg, die Ausführungen zu weiterem Forschungsbedarf in publizierten Artikeln aufzugreifen und die daraus resultierenden Arbeiten dann an gleicher Stelle einzureichen, nur führt er nicht zwangsweise dazu sich mit relevanten Forschungsfragen zu befassen. Der Dialog mit der Praxis scheint der beste Weg diejenigen Themen zu finden, die relevant sind und diese dann mit der erforderlichen akademischen Strenge zu bearbeiten, auch wenn das ein etwas un bequemerer Weg ist. Denn es scheint sich langsam die Erkenntnis durchzusetzen, dass sich auch Fakultäten Wettbewerbsvorteile verschaffen können, wenn sie in ihrer Berufungspolitik nicht nur das Kriterium akademischer Strenge, sondern zusätzlich das der Praxisrelevanz als Maßstab anlegen (vgl. P 2008, S. 857 & S. 862). Das wären dann auch die richtigen Anreize für die Nachwuchswissenschaftler(innen). Literaturverzeichnis BamBerg, g.; CoenenBerg, a.; Krapp, m. 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References

Zusammenfassung

Dieser Sammelband bietet einen Überblick über relevante Theorien der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie ausgewählte Methoden der qualitativen und quantitativen Forschung. Der Leser hat die Möglichkeit, jede hier behandelte Theorie und Methode in ihren grundlegenden Aussagen bzw. Funktionsweisen zu verstehen sowie hilfreiche Hinweise und Literaturquellen für ein vertiefendes Studium jedes Themenfeldes zu erhalten.

Studenten oder Doktoranden stehen vor dem gleichen Problem:

Wie können Forschungsfragen durch geeignete theoretische Konzepte fundiert werden, wie werden sie in Hypothesen transformiert und mit welchen empirischen Methoden überprüft?

Die Kernbotschaft: Auf dem Weg zu wissenschaftlicher Leistung müssen Theorien und Methoden Hand in Hand gehen.

Damit dies gelingen kann benötigt jeder Forscher eine grundlegende Kenntnis derjenigen Theorien und empirischen Methoden, die im jeweiligen Forschungsfeld Relevanz besitzen und für die Anwendung in Frage kommen. Das Verständnis von Theorien bzw. der Funktionsweise und Leistungsfähigkeit empirischer Methoden sind dabei essentiell. Erst dadurch werden eine zutreffende Auswahl und eine korrekte Anwendung von Theorien und Methoden zur Lösung des Forschungsanliegens ermöglicht.

Der Überblick über die Theorien und Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Der kompakte Sammelband ist empfehlenswert für Studenten und Doktoranden, die Forschungsfragen durch geeignete theoretische Konzepte fundieren, in Hypothesen transformieren und anschließend mit geeigneten empirischen Methoden überprüfen können.