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2.5 Steuerfreie Rücklagen in:

Dieter Schneeloch

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Band 1: Besteuerung, page 271 - 271

6. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-4197-0, ISBN online: 978-3-8006-4341-7, https://doi.org/10.15358/9783800643417_271

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242 Teil III: Steuerbilanzen 2.5 Steuerfreie Rücklagen In der Betriebswirtschaftslehre wird zwischen offenen und stillen Rücklagen unterschieden. Neben diesen beiden Arten von Rücklagen kennt das Steuerrecht eine dritte: die steuerfreien Rücklagen. Die Bezeichnung „steuerfreie Rücklagen“ ist irreführend. Während die übrigen offenen Rücklagen aus versteuerten Gewinnen gebildet werden, also Eigenkapital darstellen, sind die steuerfreien Rücklagen unversteuert. Durch ihre Bildung wird der steuerliche Gewinn gemindert. Doch ist diese Gewinnminderung nicht von Dauer, da allen steuerfreien Rücklagen gemeinsam ist, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgelöst werden müssen, also dann den steuerlichen Gewinn erhöhen. Die Bildung steuerfreier Rücklagen führt also nur zu einem Aufschub der Besteuerung, nicht hingegen zu einer endgültigen Steuerersparnis. Steuerfreie Rücklagen repräsentieren somit nur in dem Umfang Eigenkapital, in dem nicht später Steuern anfallen. Der in den steuerfreien Rücklagen enthaltene latente Steueranteil hingegen hat den Charakter von Fremdkapital. Die Zulässigkeit der Bildung steuerfreier Rücklagen ist grundsätzlich in Spezialnormen geregelt; einige Arten steuerfreier Rücklagen hingegen sind lediglich aufgrund von Verwaltungsanweisungen zulässig. Zu nennen sind derzeit vor allem: • die Reinvestitionsrücklage nach § 6b Abs. 3 EStG, • die Zuschussrücklage nach R 6.5 Abs. 4 EStR, • die Rücklage für Ersatzbeschaffung nach R 6.6 Abs. 4 EStR, • die Städtebauförderungsrücklage nach § 6b Abs. 8 EStG i. V. m. dem Baugesetzbuch, • die Umwandlungsrücklage nach § 6 Abs. 1 UmwStG. In der Steuerbilanz gebildete steuerfreie Rücklagen dürfen nicht in die Handelsbilanz übernommen werden. 2.6 Abgrenzung des Betriebsvermögens vom Privatvermögen Bilanzierende Steuerpflichtige besitzen in aller Regel Wirtschaftsgüter, die sie für betriebliche Zwecke, und andere, die sie für außerbetriebliche Zwecke nutzen. Die erste Gruppe von Wirtschaftsgütern bildet das Betriebsvermögen, die zweite das Privatvermögen des Steuerpflichtigen. Bilanziell erfasst werden grundsätzlich nur Wirtschaftsgüter des Betriebsvermögens. Die meisten Wirtschaftsgüter lassen sich eindeutig und klar entweder dem Betriebs- oder aber dem Privatvermögen zuordnen. Sie werden als Wirtschaftsgüter des notwendigen Betriebs- bzw. notwendigen Privatvermögens bezeichnet. Neben diesen, klar einem Vermögenskomplex zurechenbaren Wirtschaftsgütern gibt es andere, deren betriebliche oder private Nutzung nicht offensichtlich und eindeutig ist. Hierunter fallen Wirtschaftsgüter, die sowohl betrieblich als auch privat genutzt werden, wie das z. B. bei Personenkraftwagen häufig der Fall ist. Hier einzuordnen sind aber auch Wirtschaftsgüter, deren Nutzungsart nur durch eine Erklärung des Steuerpflichtigen feststellbar ist. Das ist z. B. bei Wertpapieren

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Zusammenfassung

Die betriebswirtschaftliche Steuerlehre für BWLer.

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Der »Klassiker« zur betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ist gerade für Studierende der Betriebswirtschaft an Universitäten und Fachhochschulen ein hervorragendes Lehrbuch. Durch die integrierten Aufgaben mit Lösungen kann der Wissensstoff gleich angewendet werden.

Die Schwerpunkte im Überblick

* Grundlagen und Grundbegriffe, Durchführung der Besteuerung

* Ertragsteuern

* Steuerbilanzen

* Bewertungsgesetz und Substanzsteuern

* Verkehrsteuern

* Prinzipien des Steuerrechts und Besteuerungsverfahren.