9 Netzwerken Sie! in:

Bettina Stackelberg

Karrierestart für Hochschulabsolventen, page 140 - 155

Selbstbewusst. Erfolgreich. Authentisch.

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4247-2, ISBN online: 978-3-8006-4248-9, https://doi.org/10.15358/9783800642489_140

Series: Vahlen Praxis

Bibliographic information
Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 145 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 144 9 Netzwerken Sie! Netzwerken, networking, Klüngelei, soziale Netzwerke, Seilschaften, Vitamin B, Vetternwirtschaft, Beziehungen haben – es gibt viele Assoziationen, die sich ums Netzwerken ranken, es ist in aller Munde. Ich als langjährige und leidenschaftliche Netzwerkerin möchte Ihnen gelungenes Netzwerken gerne vorstellen und unbedingt ans Herz legen. 9.1 Was ist eigentlich Netzwerken – und was ist es nicht? Netzwerken klingt zwar schrecklich modern, gibt es aber schon immer. Menschen netzwerken überall: in der Studentenverbindung, in Clubs, im Sportverein, am Stammtisch, auf Branchentreffs, bei Alumni-Treffen, in der Kita, beim Smalltalk über den Gartenzaun – oder aber in explizit so genannten Netzwerken. Wikipedia sagt dazu: „Unter der Tätigkeit ,netzwerken‘ (Networking) versteht man den Aufbau und die Pflege eines Beziehungsgeflechts einer mehr oder weniger großen Gruppe von einander ,verbundenen‘ Personen, die sich gegenseitig kennen, sich informieren, und manchmal unabhängig von ihren Leistungen zum Beispiel in ihrer Karriere fördern oder andere Vorteile verschaffen.“ Seit Netzwerken in aller Munde ist, gibt es auch gefühlte fünf Millionen Experten zu diesem Thema – jeder weiß, wie es geht. Und jetzt komme auch ich noch dazu! Ich habe also das Rad nicht neu erfunden, sondern erzähle Ihnen einfach aus meinen Erfahrungen. Ein paar Dos und Don’ts, ein paar Erfolgstipps und Anregungen bekommen Sie von mir. So wird das nichts! Fehler und Missverständnisse beim Netzwerken Man kann vieles beim Netzwerken missverstehen. Und falsch machen. Und vermasseln. Bevor Sie es so machen, lassen Sie es besser. Das schadet dann deutlich weniger als falsches Netzwerken. Ich erzähle Ihnen eine Geschichte aus meiner Netzwerk-Vergangenheit. Urteilen Sie selbst: Ich war vor vielen Jahren mal auf einer dieser sogenannten Visitenkarten-Partys. Hochwertig und professionell aufgezogen in einem großen Münchener Hotel. Nach einiger Zeit war ich mit vier interessanten Menschen in ein sehr intensives Gespräch vertieft. Ich erzählte gerade etwas … da drängelte sich von rechts ein kleines Männchen (ich bin 1,83 – er war höchsten 1,60) dazwischen, fiel mir ins Wort, wedelte mir mit seiner Visitenkarte vor der Nase herum und rief: „Meine haben Sie noch nicht!“ Betretenes, nein verärgertes Schweigen bei den anderen – ein böser Blick (ich gebe zu: im wahrsten und übertragenen Sinne ein wenig Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 147 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 146 9 Netzwerken Sie!146 von oben herab) von mir mit dem Kommentar: „Stimmt. Ich will sie aber auch nicht!“ Was wiederum das Männchen erboste, er blaffte mich an: „Also wirklich. Sie haben wirklich nichts kapiert. Dazu sind wir doch hier!“ Nachzutragen bliebe, dass auf der Visitenkarte stand, dass das Männchen Vertreter für beheizbare Garageneinfahrten war … sehr sinnvoll für mich mit einer Mietwohnung im ersten Stock! Na, haben Sie den Fehler gefunden? Wahlloses Kontaktesammeln – Masse statt Klasse Ich bin seit fast Anbeginn dabei – beim virtuellen Netzwerk XING. Und da gibt es ein Schimpfwort: Kontaktesammler. Wenn jemand mich als Kontakt haben möchte, ich mir sein Profil ansehe und entdecke, dass er 4.302 Kontakte hat, lehne ich sein Kontaktgesuch garantiert ab! Viele professionell aufgezogene Netzwerke, die in der Regel auch kostenpflichtig sind, bauen auf diesem Prinzip auf: the more, the better. Sammle möglichst viele Visitenkarten und Kontakte! Bei solchen Netzwerkern kommt dann als Begründung für das Kontaktgesuch auch gerne mal der intelligente Spruch: „Kontakte schaden doch nur, wenn man sie nicht hat!“ Schnarch! Langweilig. Es kommt nicht darauf an, möglichst viele Visitenkarten zu haben (es sei denn, Sie wollen Tapete sparen oder hübsche Patchwork-Bilder auf ebay versteigern): Man muss die richtigen haben! Machen Sie sich also vorher Gedanken, welche Kontakte Sie haben wollen. Und das bedeutet beileibe nicht nur: Wer kann mir nützen? Sondern auch: Mit wem fühle ich mich wohl? Mit wem möchte ich mich austauschen? Wer inspiriert mich, erweitert meinen Horizont, wo kann ich dazulernen? Wo macht es mir besonders viel Spaß? Bei zigtausend Kontakten können Sie keinen Überblick mehr behalten. Und selbst wenn Sie diese Kontakte akribisch getaggt haben, also kategorisiert: Dann nützen Sie Ihnen auch nichts, weil gutes Netzwerken persönliches Netzwerken ist. Menschlich also, nicht maschinell. Netzwerken ≠ Akquise und Verkauf Ach, es gibt so vieles beim Netzwerken, auf das ich allergisch reagiere! Das Männchen mit den beheizbaren Garageneinfahrten hat auch diesen Fehler nicht ausgelassen: Netzwerken zu verwechseln mit Aquirieren und Verkaufen. Nein! Ich möchte nicht sofort etwas verkauft bekommen, wenn ich einen neuen Kontakt habe. Und ich möchte erst recht nicht nur deshalb kontaktiert werden, um sofort etwas verkauft zu bekommen. Wenn ich sofort, nachdem ich eine Visitenkarte verteilt habe, unaufgefordert im Verteiler Wichtig: die richtigen Kontakte Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 147 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 146 9.1 Was ist eigentlich Netzwerken – und was ist es nicht? 147 eines Newsletters lande, ist das nicht in Ordnung! Und, nebenbei bemerkt, auch nicht rechtens. Ich brauche für Akquise und ein Verkaufsgespräch nämlich die explizite Erlaubnis meines An-sprechpartners. Solche Kontakte sind ganz fix dann keine Kontakte mehr von mir! Nein, Netzwerken ist keine schnelle und billige Art, an potenzielle Kunden und Adressen zu kommen. Wenn es Ihnen darum geht, nehmen Sie das Telefonbuch oder googeln Sie – aber lassen Sie die armen Leute in Ruhe. „Nur elitäre Netzwerke mit vielen Entscheidern bringen was!“ Klar, es gibt den Lionsclub, es gibt die Rotarier und viele Management- Circles oder andere Eliteclubs, in die nicht jeder reinkommt: Die entweder nur auf Empfehlung Mitglieder aufnehmen oder für viel Geld. Auf XING wird seit Jahren immer wieder gemäkelt, dass hier kaum mehr Entscheider, sondern nur noch Fußvolk zu finden seien. Diese Mäkler haben Netzwerken nicht verstanden. Wenn Sie als Absolvent gerne in den Adel heiraten wollen, bietet sich ein Elitenetzwerk vielleicht wirklich vorrangig an – oder wenn Sie auf Name- Dropping stehen. Ansonsten kommt es, mantramäßig gern noch oft wiederholt, darauf an, was Sie bezwecken und wen Sie kennenlernen wollen. Es gibt auf XING keine Entscheider? Was, nebenbei bemerkt, Blödsinn ist. Viele Entscheider outen sich nur längst nicht mehr als solche, weil sie nicht jeden Tag 1093 Anfragen bekommen wollen. Die stehen oft ganz normal als „Angestellter“ drin. Und selbst wenn tatsächlich keine Entscheider mehr auf XING wären – so what!? Es sind aber vielleicht wichtige Mitarbeiter oder AssistentInnen dieser Entscheider da. Seien Sie kreativ – und geben Sie sich bitte ein bisschen Mühe! Was bringt mir denn ein Netzwerk? Sollten Sie sich fragen, was Ihnen ein Netzwerk denn bringt, dann ist das die falsche Frage! „Also, Frau Stackelberg, dass Sie für so was auch noch Zeit haben. Sie moderieren eine XING-Gruppe und gehen regelmäßig dort auf die Stammtische. Was bringt Ihnen denn das?“ Falsche Frage! Ganz falsche Frage. Wer so fragt, hat … richtig, Netzwerken nicht verstanden! Netzwerken muss Spaß machen. Ich muss es gerne tun, freiwillig und vor allem erst mal absichtslos. Es darf nie die entscheidende Frage sein, was es mir bringt. In gerade erwähntem Netzwerk, das aus einer XING-Regionalgruppe entstanden ist, treffen wir uns einmal im Monat zum Stammtisch, einmal mit, einmal ohne Vortrag im Wechsel. Es gibt diesen Stammtisch seit mehreren Jahren, im Schnitt sind immer zwischen 20 und 50 Teilnehmer Getarnte Entscheider Netzwerken muss Spaß machen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 149 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 148 9 Netzwerken Sie!148 dabei. Und ich weiß, dass sich unsere Mitglieder nicht nur sehr wohlfühlen (das Feedback auf jeden Stammtisch, ob mit oder ohne Vortrag, ist immer vom Feinsten), sondern inzwischen auch viel Geschäft miteinander machen. Das machen sie aber ganz sicher nicht deshalb, weil sie gleich am ersten Abend die Visitenkarte und alle Firmenflyer auf den Tisch geknallt haben. Im Gegenteil: Hin und wieder verirrt sich auch ein solcher zu uns: wirft gleich in den ersten zehn Minuten seine Flyer in die Menge – und ist meist kein zweites Mal dabei. Weil es bei uns anders funktioniert. Wir lernen uns erst mal in Ruhe kennen – und wir lernen vor allem erst den Menschen kennen, der uns da gegenübersitzt. Und nicht den Anwalt, Grafiker, Coach etc. Und wenn ich diesen einen Menschen öfter beim Stammtisch getroffen habe, gute Gespräche mit ihm geführt habe – dann, aber erst dann speichere ich auch irgendwann im Hinterkopf ab: Der ist Grafiker. Und dann erinnere ich mich an ihn, wenn ich mein nächstes Geschäftspapier brauche. So herum funktioniert es – andersherum nicht! Die goldenen Regeln für gelungenes Netzwerken Jetzt lasse ich Sie natürlich nicht aus der Nummer raus, ohne Ihnen zu verraten, wie es wirklich gut funktionieren kann, das mit dem Netzwerken. Es kann viel Spaß machen, Sie bereichern, Ihren Horizont erweitern, Sie tolle neue Menschen kennenlernen lassen – und es kann Ihnen dann sogar auch beruflich mächtig viel bringen. Es geht in erster Linie darum, das Grundprinzip von gutem Netzwerken zu verstehen. Das Zauberwort hier ist ganz klar „absichtslos und großzügig“. Und nicht berechnend – kein „Ich geb dir dies, was gibst du mir dafür?“. Ich finde das Bild des großen Suppentopfes sehr passend: Mit meinen Aktivitäten im Netzwerken gebe ich etwas in einen großen Suppentopf. Und aus dem bekomme ich etwas zurück – vielleicht von ganz anderer Seite, vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt, vielleicht in anderer „Währung“ – aber ich bekomme etwas zurück. Geben Sie zuerst, bevor Sie nehmen! Netzwerke sind keine kostenfreien Selbstbedienungsläden. Einem Netzwerk beizutreten, um sofort mächtig davon profitieren zu wollen (da sind wir wieder bei der falschen Frage: „Was bringt mir das?“), ist das Verkehrteste, was Sie tun können. Gehen Sie zuerst einmal in Vorleistung. Und in diesem Fall bedeutet Vorleistung in erster Linie: Geben Sie den anderen in Ihrem Netzwerk die Möglichkeit, Sie kennenzulernen. Wer sind Sie? Wie ticken Sie? Was sind Ihre Eigenarten, Vorlieben, Lieblingsthemen, Interessen, Stärken, Talente? Stellen Sie sich vor Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 149 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 148 9.1 Was ist eigentlich Netzwerken – und was ist es nicht? 149 Und fallen Sie eben nicht gleich mit der Tür ins Haus und platzen damit raus, was Sie brauchen oder wollen. Wenn Sie neu in ein Netzwerk kommen, heißt es erst mal: „Hinten anstellen! Wer sind denn Sie überhaupt?“ Ich finde es immer zu schön, wenn ich wieder mal höre: „Also ich weiß gar nicht, was mir XING bringen soll. Ich bin da seit zwei Jahren und nichts tut sich.“ Wenn ich dann frage: „Was tun Sie denn aktiv auf XING?“ und dann die entlarvende Antwort kommt: „Tun? Also wirklich! Ich arbeite schließlich viel, da bleibt mir keine Zeit fürs Internet. Ich zahl meine sechs Euro Monatsbeitrag und gut ist es!“. Nein, nichts ist gut. Angemeldet sein alleine reicht nicht. Auf XING tummeln sich mittlerweile weltweit über 11 Millionen Mitglieder. Die haben sicher nicht gerade auf Sie gewartet. Sie müssen sich schon bemerkbar machen. In Vorleistung gehen also. Und was können Sie geben? Oh, da gibt es so vieles: Wenn Sie also den Netzwerkpartnern die Möglichkeit gegeben haben, Sie ein wenig kennenzulernen, dann können Sie zum Beispiel all dies geben: •• Sie können Kontakte vermitteln (Sie haben da z. B. einen tollen Schreiner für den Netzwerkpartner, der sein Büro ausbauen will. Oder den richtigen Arzt oder das Lieblingsrestaurant oder -hotel für den Urlaub). •• Buchtipps oder Links zu interessanten Artikeln (für den Netzwerkpartner, mit dem Sie dieses schöne Gespräch über Thema XY hatten). •• Sie können auf spannende Jobangebote aufmerksam machen, wenn Sie wissen, Ihr Netzwerkpartner sucht gerade einen Job. •• Sie können Ihren Netzwerkpartner weiterempfehlen (klappt z. B. seit vielen Jahren ausgezeichnet zwischen mir und einer Coach-Kollegin. Wir decken sehr unterschiedliche Gebiete ab und schicken uns immer wieder mal gegenseitig Klienten). •• Kleine Geschenke (ich erfuhr z. B. einmal von einem Netzwerkpartner, dass er sterben könnte für gutes Lemon Curd … ich mache zufällig seit vielen Jahren selbst ein extrem leckeres Lemon Curd und brachte ihm beim nächsten Treffen einfach ein Glas davon mit). •• Sie können Feedback geben oder ein gemeinsames Brainstorming anbieten, wenn Ihr Netzwerkpartner gerade an einer neuen Geschäftsidee bastelt. •• Sie können ein informelles kleines Essen organisieren, um einige Netzwerkpartner miteinander bekannt zu machen. Was fällt Ihnen noch alles ein? Seien Sie neugierig auf den Menschen! Ich oute mich jetzt mal: Ich stehe auf neugierige Menschen! Diesen typischen Eltern-Spruch „Nun sei doch nicht so neugierig!“ finde ich doof. Ich Was können Sie geben? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 151 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 150 9 Netzwerken Sie!150 finde es so unglaublich wichtig und inspirierend, wenn wir wach, kommunikativ und vor allem neugierig mit offenen Augen und Herzen durch die Welt laufen. Neugierig sein auf Menschen, auf ihre Interessen, ihr Wesen, ihre Stärken, ihre Vorlieben, ihre Abneigungen, ihre Ansichten. Albert Einstein sagte einmal: „Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig!“ Ja, das ist es! Leidenschaftlich neugierig. Machen Sie die Augen und Ohren auf und gehen Sie wach und achtsam durch die Welt. Das bringt einfach viele Vorteile mit sich: Sie kommen näher an die Menschen heran und lernen so viele verschiedene Lebensentwürfe kennen; das ist unglaublich bereichernd. Und erst mal völlig absichtslos. Sie bekommen so aber auch unendlich viel Futter für gelungenes Netzwerken geliefert, wenn Sie sich wirklich für den Menschen gegenüber interessieren und ihm zuhören. Sie erfahren so etwas über seine Interessen (Musik, Sport, Urlaub, Hobby, Lieblingsorte etc.), über seine Wünsche und aktuellen Bedürfnisse, über seine Stärken und Fähigkeiten (wer in Ihrem Netzwerk braucht genau diese gerade?) und über sein eigenes Netzwerk. Hören Sie zu, schauen Sie hin, seien Sie neugierig, speichern Sie ab! Und bitte nicht nur fürs gelungene Netzwerken, sondern als Haltung dem Leben gegenüber. Wie trist, grau, abgeschlossen muss uns die Welt vorkommen, wenn wir nicht mehr neugierig auf sie sind. Wenn wir meinen, alles zu wissen, wenn wir festgefahren in unseren Ansichten sind, abgeschlossen haben mit dem Neues-Dazulernen – grausig. Bleiben Sie also neugierig! Zeigen Sie sich erkenntlich und seien Sie dankbar! Es ist nicht selbstverständlich, dass Ihnen ein Netzwerkpartner weiterhilft. Auch hier sind Sie auf dem Holzweg, wenn Sie entweder: „Passt schon. Dafür bin ich ja in diesem teuren Netzwerk“ oder „Wird auch Zeit. Schließlich habe ich ihm auch schon zweimal geholfen“ denken. Auch hier gilt wieder: Wenden Sie Dank nicht als Technik, als Mittel zum Zweck an, sondern verstehen Sie die Grundhaltung, die dahintersteht. Nur weil Sie zum Beispiel einen monatlichen Grundbetrag für ein Netzwerk und seine Treffen zahlen, haben Sie sich damit nicht automatisch auch einen nie versiegenden Strom an Hilfe und Vorteilen erkauft. Und auch wenn Sie einem Netzwerkpartner schon zweimal weitergeholfen haben, bedeutet dies noch lange nicht, dass auf jeden Fall er jetzt dran ist. Dankbarkeit ist eine Haltung, eine Sichtweise. Dankbarkeit tut auch völlig unabhängig vom Netzwerken immer wieder gut. Weil es uns herausträgt aus dem Mangeldenken, hinein ins Fülledenken. Wir müssen dann nicht ständig mäkeln, was wir alles nicht haben, was uns noch alles fehlt zu unserem Glück. Sondern wir können unseren Blick auf das richten, was Lernen Sie die Menschen kennen Dankbarkeit als Haltung Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 151 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 150 9.1 Was ist eigentlich Netzwerken – und was ist es nicht? 151 wir haben. Und was beileibe nicht alles selbstverständlich ist. Wofür wir eben dankbar sein können und sollten. Wir selbst können uns dafür entscheiden, welche Perspektive wir einnehmen: Mangeldenken oder Fülledenken. Und glauben Sie mir: Fülledenken macht deutlich mehr Spaß, ist gesünder und motiviert uns deutlich stärker. Übung: Wofür sind Sie dankbar? Also: Machen Sie doch mal eine Liste, wofür Sie im Augenblick alles dankbar sein können. Weiten Sie Ihren Blick, schauen Sie auch auf Naheliegendes, scheinbar Selbstverständliches. Listen Sie Materielles auf (schauen Sie sich einfach um, was sich in Ihrer Wohnung alles so um Sie herum befindet), eigene Stärken, Familie und Freunde … bunt durcheinander! Wichtig hierbei ist, dass Sie wirklich mal ins Detail gehen. Sie werden sehen, wie schnell diese Liste unglaublich lang wird. Heben Sie diese Liste unbedingt auf: Für Tage, an denen alles schiefläuft, sich die ganze Welt gegen Sie verschworen zu haben scheint, alle anderen mehr Glück/Geld/ Erfolg haben als Sie; dann bewirkt ein Blick auf diese Liste sicher wahre Wunder! Zeigen Sie also Ihre Dankbarkeit beim Netzwerken. Nicht übertrieben, sondern der Situation und dem Netzwerkpartner angemessen. Kleine Gesten reichen da oft schon: Eine kurze Mail, ein handgeschriebener Gruß, ein kurzer Anruf. Wenn es sich um eine größere Sache handelt, denken Sie ein bisschen größer: Ein kleines Geschenk (Buch vom Lieblingsautor, Blumen, Pralinen), eine Einladung etc. Setzen Sie mit zu großartigen oder teuren Dankesbekundungen niemanden unter Druck – bleiben Sie angemessen. Und: Ihre Geste des Dankes hat ganz nebenbei auch noch einen weiteren Vorteil: Sie verankern sich ein Stück mehr bei Ihrem Gegenüber – Sie sind ihm präsenter, er denkt dann vielleicht schneller an Sie in einer anderen Angelegenheit. Wie gesagt: positiver Nebeneffekt (siehe: Seien Sie nie berechnend beim Netzwerken)! Andererseits sollten Sie es mit dem Dank auch nicht übertreiben! Es ist ein Netzwerk. Sie sind also nicht die Wohlfahrt oder der gute Samariter. Behalten Sie bei aller Großherzigkeit und Absichtslosigkeit schon auch im Auge, wie sich die anderen Netzwerkpartner verhalten. Sind sie von der nur nehmenden oder der auch gebenden Sorte? Hat der eine Sie vielleicht jetzt schon fünfmal etwas gefragt, sich etwas erbeten von Ihnen – und das ohne Dank oder Gegenleistung? Dann dürfen Sie ruhig hellhörig werden und gegebenenfalls auch entscheiden, diesen Netzwerkpartner aus Ihrem Netzwerk auszuschließen. Es gibt schon etliche Typen, die meines Netzwerks unwürdig sind: Die Schnorrer, die Ideenklauer, die Trittbrettfahrer, die „Ich meld mich nur, wenn ich was brauche“, die Aufrechner – ach ja, und ganz wichtig: diejenigen, die nicht so professionell sind, wie ich mir das vorstelle. Weil ich nämlich meine Netzwerkpartner guten Gewissens weiterempfehlen möchte. Und wenn ich jemanden weiterempfehle, der dann unzuverlässig ist oder schlechte Arbeit abliefert, fällt das dann natürlich ganz schnell auf mich zurück. Ich habe einen guten Ruf zu verlieren. Und ich habe keine Lust, den aufs Spiel zu setzen. Daher sortiere ich Unzuverlässige, Unprofessionelle, Gierige, Kleine Gesten erhalten das Netzwerk Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 153 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 152 9 Netzwerken Sie!152 Unverschämte sofort aus. Ich halte mein Netzwerk klein, aber fein. Ich achte auf Qualität, Integrität, Verlässlichkeit, gleiche Wellenlänge und mit diesen Kriterien fahre ich seit vielen Jahren gut. Formulieren Sie für sich eindeutig, was Sie wollen! Was wollen Sie eigentlich!? Das soll keine unhöfliche Anmache sein, sondern ist ernst gemeint. Machen Sie sich bitte, bevor Sie auch nur irgendein Netzwerk kontaktieren, darüber detailliert Gedanken. Es sei denn, Sie haben 25 Stunden täglich Zeit, alle Netzwerke der Republik einfach erst einmal auszuprobieren. Oder die Zeit und die Nerven, sonst nichts zu tun und auch keine Freunde: Dann können Sie sich natürlich einfach zig Netzwerke ansehen und zigmal zu Treffen hingehen, „einfach mal so“, ohne konkreten Plan und klares Ziel. Wenn dies nicht der Fall ist: Schränken Sie die unendlichen Möglichkeiten ein. Fangen Sie zumindest damit an und schreiben Sie sich die Kriterien auf, die ein Netzwerk für Sie erfüllen sollte, was die „Musts“ sind und was die „Nice-to-Haves“. Entscheiden Sie sich. Es wird kaum ein Netzwerk geben, das 100 % Ihrer Kriterien erfüllt. Sehen Sie sich also jetzt an, nach welchen Kriterien Sie sich das geeignete Netzwerk aussuchen können: 9.2 So finden Sie die richtigen Netzwerke Hier kommen nun einige Kriterien, um Ihre Suche nach dem für Sie passenden Netzwerk zu strukturieren. Beantworten Sie sich folgende Fragen: Checkliste: Fragen zum Netzwerk Möchten Sie eher in ein Netzwerk Ihrer eigenen Branche? Vorteil hier: Sie können sich mit Kollegen austauschen, wertvolle Informationen, Hinweise und Kontakte bekommen. Nachteil: Schmoren im eigenen Saft. Oder möchten Sie eher in ein offenes, branchenübergreifendes Netzwerk? Vorteil: Befruchtung über den Tellerrand hinaus, Synergieeffekte. Nachteil: Beliebigkeit, kein klarer Fokus. Ein internationales, großes Netzwerk? Vorteil: Auslandskontakte. Ein kleines, regionales Netzwerk? Vorteil: Hilfe vor Ort. Ein vorwiegend online agierendes Netzwerk? Vorteil: vom Sessel aus möglich. Ein offline agierendes Netzwerk mit realen Treffen? Vorteil: Kontakte aus Fleisch und Blut, persönliche Note, bessere Verankerung im Gedächtnis. Ein Online-Netzwerk, das auch offline Treffen organisiert (z. B. XING)? Ein reines Männer- oder reines Frauennetzewerk? Alumni-Treffen der Universität? Netzwerke der anderen Art wie Vereine? Kirchliche Netzwerke und Treffen? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 153 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 152 9.3 Daniel Rehn: Social Media – so bringts was! 153 Durchstrukturierte Netzwerke mit festem Ablauf oder freie Treffen? Kostenpflichtige oder kostenlose Netzwerke? Netzwerke mit bestimmten Leitbildern bzw. Zielen? Die eierlegenden Wollmilchsäue – also Netzwerke, die alle Ihre Wunschkriterien erfüllen, sind wohl eher schwer zu finden. Treffen Sie eine Auswahl und fangen Sie an. Und nehmen Sie in die ersten Treffen im Geiste Ihre „Musts“ und „Nice-to-Haves“ mit. Achten Sie darauf, wie wohl oder unwohl Sie sich fühlen. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Und sperren Sie die Ohren auf, sprechen Sie mit Kommilitonen über ihre Erfahrungen mit Netzwerken, lassen Sie sich zu Treffen einladen (oft sind Gäste erlaubt, das ist dann eine gute Möglichkeit, mal reinzuschnuppern, ohne gleich eine Mitgliedschaft zu unterschreiben.) Nun noch zu einem Sonderfall des Netzwerkens: Social Media. Ohne geht eigentlich heutzutage nichts mehr. 9.3 Daniel Rehn: Social Media – so bringts was! Sicherlich könnte ich zu Social Media auch einiges sagen – hier lasse ich aber den Profi ran – darf ich vorstellen: Daniel Rehn. Daniel ist ein 25-jähriger Dipl. Online-Journalist (FH) mit dem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit und Online-PR. Ich gebe also das Wort ab an ihn – wundern Sie sich deshalb nicht über das Duzen. Aber da Daniel in Ihrem Alter ist und fast noch Kommilitone, scheint ihm und mir diese Anrede angebrachter! Probieren geht über studieren! Lass mich dir gleich zu Beginn einfach offen sagen: Es gibt kein absolutes Richtig oder Falsch in Sachen Social Media. Schon gar nicht für dich als Student bzw. Absolvent. Was ich dir als fast noch taufrischer Ex-Student aber sagen kann, ist, dass es sich durchaus lohnt, früh damit anzufangen, Social Media zu nutzen. Bevor ich dir ein paar konkrete Tipps gebe, wie du Social Media für deinen Karrierestart nutzen kannst, lass mich dir ein wenig mein Verständnis von Social Media erklären. Mein ehemaliger Professor hat mir während des Studiums eine sehr wichtige Aussage mit auf den Weg gegeben: „Sie müssen ,online‘ nicht mögen. Sie müssen es nicht länger als nötig machen. Aber Sie müssen es zumindest so lange ausprobiert haben, um sich später eine eigene Meinung bilden und Position beziehen zu können. Sich nicht zu informieren und Möglichkeiten kennengelernt zu haben, um diese später ohne genaue Kenntnis abzulehnen – das kanns nicht sein.“ Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 155 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 154 9 Netzwerken Sie!154 Probier es eine Weile lang aus, mach dich vertraut mit den unterschiedlichen Möglichkeiten und schau, wo und auf welche Art und Weise du dich im Social Web besonders wohlfühlst. Auseinandersetzen musst du dich auf jeden Fall damit, es führt ganz und gar kein Weg mehr vorbei an diesem Medium. Zu viel davon ist bereits Standard – und das ist auch gut so! Die Welt online und die Welt offline – diese Trennung gibt es nicht mehr, zu sehr ist beides miteinander verwoben. Es stellt sich also nicht die Frage für dich „Möchte ich die Online-Welt für meinen Karrierestart nutzen?“, sondern vielmehr: „Wie kann ich für mich die Online-Welt am besten nutzen?“. Setz dich jedoch bitte nicht unnötig unter Druck, indem du meinst, dich im Social Web völlig anders und viel professioneller verhalten zu müssen als im „richtigen Leben“. Social Media ist nichts anderes als eine große, gute Party! Stell dir das Social Web wie auch Social Media nicht wie eine steife Fachkonferenz mit fixem Rahmen, sondern lieber als Party vor. Im Social Web wie auch auf einer Party musst du dich ein wenig zeigen und aus dir herauskommen, um Gefallen daran zu finden. Nur in der Ecke zu stehen und zu warten, dass jemand auf dich zukommt, macht auf lange Sicht wirklich keinen Spaß – und bringt auch nichts. Mal ehrlich: Wie benimmst du dich auf einer Party, auf der du im besten Fall den Gastgeber und noch ein, maximal zwei Freunde kennst? Stürmst du in den Raum und rufst „Seht mich an! Ich bin das Beste, was die Welt gesehen hat!“? Natürlich benimmst du dich nicht so! Nein. Du schlenderst viel mehr durch die Räume. Du siehst dich um und suchst nach bekannten Gesichtern. Du gesellst dich zur einen oder anderen kleinen Gruppe dazu und hörst zu. Du platzt nicht hinein und unterbrichst alle in ihrem laufenden Gespräch mit einer Anekdote, die so gar nichts damit zu tun hat, was gerade diskutiert wurde. Oder wirfst mit Visitenkarten um dich, wie das kleine Männchen in der Anekdote von Bettina vorhin. Nein, du wartest ab, ob du etwas Sinnvolles, vielleicht auch etwas Geistreiches, Witziges oder Unterhaltsames zum Gespräch beitragen kannst, das zum Thema passt. Wenn du es an diesem Punkt nicht versaut hast, dann wirst du ein paar richtig gute Gespräche an diesem Abend führen. Vielleicht werden sich nicht alle um den Sinn des Lebens drehen, aber du wirst als angenehmer Gesprächspartner in Erinnerung bleiben. Als jemand, den man zu einem anderen Zeitpunkt erneut trifft, an den man sich erinnert und der keinen Müll gelabert hat. Mit einer derart entspannten Einstellung zum Thema Networking kommst du überraschend weit. Ausprobieren! Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 155 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 154 9.3 Daniel Rehn: Social Media – so bringts was! 155 Offline tauscht du Telefonnummern mit den interessanten Menschen aus, online verknüpfst du dich mit den Leuten, suchst noch alte Schulfreunde, ehemalige Kommilitonen oder Vorgesetzte. So wird allmählich dein Netzwerk wachsen. Und denk daran: Nicht die Masse macht’s! Achte auf Qualität und für dich sinnvoll erscheinende Kontakte. Warum frühes Ausprobieren und Fehler machen als Student toll ist Das Schöne am studentischen Dasein ist der Umstand, dass du noch Fehler machen darfst. Du bist im Begriff, zu lernen und Social Media für dich zu entdecken, um sie richtig nutzen zu können. Jemand, der erst seit einem, zwei oder drei Monaten dabei ist, kann noch nicht alle Feinheiten, Regeln, Tricks und Kniffe beherrschen und wird auch nicht zusammengefaltet, wenn ausnahmsweise einmal etwas danebengeht. Wenn du in der Lage bist, Fehler zu erkennen, sie dir einzugestehen und um Entschuldigung zu bitten, falls du jemandem unbeabsichtigt auf die Füße getreten bist, dann wird dir verziehen. Zur Beruhigung: Nichts im Web ist eine dunkle Gasse in Gotham City unter Abwesenheit von Batman. Niemand wird dir auflauern und darauf warten, dass du einen Fehler machst, um dir diesen dann mehrfach vorzuhalten und dich fertigzumachen. Im Gegenteil. Viele (Fach-)Communitys freuen sich, wenn frisches Blut dazukommt und interessiert Fragen stellt. Hab also keine Angst, viele Fragen zu stellen. Fragen und neugierig zu bleiben ist ein Zeichen von Interesse am Thema und Gegenüber. Wenn du dich offline geschmeichelt und wertgeschätzt fühlst, weil sich jemand für dich interessiert, dann kannst du dir ja denken, dass es sich online ähnlich verhält. Und für Neueinsteiger gilt immer auch so eine Art „Welpenschutz“. Geben. Nehmen. Nett bleiben. Ganz einfach. Und was bringt mir das nun? Falls du gerade einen Webzugang hast, sei doch so nett und google einmal deinen Namen. Getan? Sehr gut. Jetzt wirf bitte einen Blick auf die Ergebnisse und schau genau hin, was du dort so findest. Gibt es erste Treffer zu deiner Person oder findet sich ein Namensvetter auf den ersten Plätzen wieder? Wie gefällt dir das, was du über dich im Netz findest? Bist du einverstanden damit oder würdest du am liebsten etliches davon löschen lassen (weil es z. B. eher peinliche Fetenfotos sind!?). Dafür gibt es ja mittlerweile zahlreiche Dienste im Netz, mit denen du deinen guten Ruf wiederherstellen lassen kannst. Falls du dich fragst, was das jetzt soll: Es geht um Sichtbarkeit. Sicher, nicht jede Branche basiert auf dem Prinzip „sehen und gesehen werden“. Aber um dich zu positionieren, kann es nicht schaden, schon einen Tick früher anzufangen, damit du zum Berufsstart eine optimale Ausgangslage (im Fehler werden verziehen Wer fragt, gewinnt Sichtbarkeit ist wichtig Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 157 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 156 9 Netzwerken Sie!156 Web) hast. Potenzielle Angestellte zu googeln ist ein kleiner Volkssport geworden, denn es geht neben der Sichtbarkeit auch um Informationen, die man nicht aus dem sorgsam aufbereiteten Lebenslauf herauslesen kann. Dein Ruf oder auch Image im Netz ist für jemanden, der dich noch nicht gut kennt, von den Treffern abhängig, die eine Suche nach dir ergibt. Je positiver diese Suchergebnisse ausfallen, umso besser für dich. Logisch. Die Pflege von deinem Profil und dem, was über dich gefunden wird, liegt in deinen Händen. Wenn du nun also bei einem Social Network wie XING oder LinkedIn zu finden bist, dann ist das ebenso eine digitale Visitenkarte, wie es auch ein Weblog sein kann, in dem du bereits erste Beiträge zu deinen Interessensgebieten verfasst, um Expertise und Neugier zu zeigen. Ein kleiner Überblick und was du davon hast Aber wo nur anfangen? Ehe du bei der Fülle an Möglichkeiten in Panik ausbrichst: Du musst nichts davon machen und du musst auch noch nicht alles kennen. Schauen wir also, welche Angebote im Social Web hilfreich für dich sein können: XING und/oder LinkedIn – Business Networks als digitaler Lebenslauf XING wie auch LinkedIn sind die Basisangebote der beruflichen Social Networks, die du kennen und auch nutzen solltest. XING (ehemals OpenBC) ist eher auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet, während LinkedIn als US-amerikanisches Pendant den weltweiten Raum abdeckt. Hast du erst einmal eine Karriere in Deutschland im Blick, dann ist XING das Mittel der Wahl. Strebst du eine internationale Karriere an, dann solltest du LinkedIn parallel dazu pflegen. Beide Dienste haben einen identischen, professionellen Ansatz und verfolgen ein Ziel: Dir eine Plattform zu bieten, um dich zu präsentieren. Insbesondere aber deinen bisherigen Lebenslauf. Der angenehme Vorteil dabei: Profile bei diesen Diensten sind vergleichsweise pflegeleicht, werden bei der Suche nach deinem Namen von Google fast ganz oben als Treffer ausgeworfen und – und das ist das Beste – sind extrem hilfreich, um Kontakte zu knüpfen bzw. zu pflegen. Bitte beachte vor allem eines: Wenn du auf XING erscheinst, dann mach es bitte richtig! Falls dein Profil nämlich nicht professionell aufgebaut, klar strukturiert und zielführend geschrieben ist, dann schadet es mehr, als dass es nutzt. Befasse dich also nach der Registrierung eingehend mit den verschiedenen Profilteilen, fülle das Profil so detailliert und vollständig wie möglich aus und mache dir immer wieder klar, was du damit bezwecken willst. Professionelles Profil aufbauen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 157 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 156 9.3 Daniel Rehn: Social Media – so bringts was! 157 Beachte die Sicht derer, die du ansprechen und erreichen willst! Was interessiert einen potenziellen zukünftigen Arbeitgeber besonders? Welche Stichworte sollen ihm sofort ins Auge springen? Sei seriös! Das fängt beim Foto an und hört bei deinen Interessen auf. Nenne möglichst viel, was bereits im weitesten Sinne als „Berufserfahrung“ gelten kann. Liste hier von aktuellen Projekten ausgehend rückwärts alles Wichtige auf. Wenn es innerhalb deines Studiums beispielsweise praxisorientierte Semesterprojekte gab, in die viel Zeit und Herzblut geflossen sind, dann führe diese ohne Reue in deinem Lebenslauf auf. Auch das sind Arbeitsproben und Erfahrungswerte, mit denen man zeigen kann, was man im Studium bereits alles gemacht hat. Gleiches gilt für freie Mitarbeit oder Praktika, auch wenn diese vielleicht fachfremd waren und mit deinem Studium nichts zu tun hatten. Auch sie spiegeln wider, dass du ein vielseitig interessierter junger Mensch bist, der Dinge ausprobiert hat, um an den Punkt zu kommen, an dem du jetzt bist. Du wärst überrascht, wie oft in Bewerbungs- und Personalgesprächen eben diese ersten Schritte und Findungsphasen für interessierte Nachfragen sorgen. Facebook – beruflich oder doch eher nur privat nutzen? Wahrscheinlich hast du bereits einen Facebook-Account und kennst die grundlegenden Funktionen (Status-Updates, Fotos und Videos hochladen und ebenso wie Links teilen, Kommentare schreiben, Beiträge mit einem „gefällt mir“ versehen usw.). Was auf jeden Fall eine gute Sache ist, da du so schon einmal direkten Kontakt zu Social Media und Social Networks hattest und hast. Du tauschst dich dort mit deinen Freunden und Kommilitonen aus und bist im Networking mit deinen privaten Kontakten wahrscheinlich herrlich ungezwungen und unverkrampft, was die Nutzung betrifft. Allerdings stellt sich vielen Studenten kurz vor dem Eintritt ins Berufsleben die Frage, ob sie Facebook nun auch beruflich nutzen und somit ein Rückzugsgebiet für Persönliches aufgeben sollen. Denn – und darauf kannst du dich verlassen – früher oder später werden berufliche Kontakte auch auf Facebook auf dich zukommen und fragen, ob du dich nicht auch dort mit ihnen verknüpfen möchtest. Der Kontakt und die Verknüpfung ist auch auf Facebook kein Bund fürs Leben, aber er macht deutlich, dass es immer schwieriger wird, im Social Web eine strikte Trennung von Beruflichem und Privatem aufrechtzuerhalten. Wenn dir dieser Gedanke schon jetzt Unbehagen bereitet, dann hast du eine erste Entscheidung getroffen, die ich unterstütze: Dann lass Facebook erst einmal das bleiben, was es für dich ist – ein persönliches Rückzugsgebiet für dich und deine dir gut bekannten Freunde und Kontakte, die nicht viel mit deinem Job zu tun haben. Zwei oder drei Monate später kannst du einfach noch einmal einen Blick darauf werfen, wie sich alles entwickelt. Und dann kannst du den nächsten Schritt machen und deine Seriös bleiben Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 159 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 158 9 Netzwerken Sie!158 Aktivitäten mehr ins Berufliche ausweiten, wenn du dich bereit fühlst. Sobald du deine neuen Kollegen (später) dann besser kennst, kannst du sie immer noch als Freunde „adden“. Sollte dir der Gedanke, auch auf Facebook zu netzwerken keine Magenschmerzen bereiten, dann solltest du dir im Klaren darüber sein, welche „Folgen“ das haben kann. Lustige Fotos und Updates von deiner letzten Party zu posten, kann für deine Freunde eine tolle Sache sein. Für deine Kollegen, die dich bis dahin nur im beruflichen Kontext kennengelernt haben, könnte ein Foto von dir mit einem Lampenschirm auf dem Kopf und einer Flasche Tequila in der Hand eher irritierend sein. Darum solltest du dir grundsätzlich bei deinen Updates (sowohl auf Facebook wie auch in jedem anderen Service) immer zwei Fragen stellen: Erstens: Könntest du mit deinem Update auch noch leben, wenn es – sagen wir einfach einmal – am nächsten Tag auf einer Plakatwand auftauchen würde, wo es alle sehen können? Zweitens: Könntest du damit leben, wenn es deine Mutter oder dein Vater sieht? Oder eben dein zukünftiger Vorgesetzter? Sobald du diese Fragen für dich geklärt hast, kannst du auch Facebook zum Netzwerken nutzen und – sehr praktisch – auch neue, menschlichere Seiten deiner Kontakte kennenlernen, an die du beim nächsten Treffen (informell) anknüpfen kannst, um ein wenig Smalltalk zu betreiben und so ein Gespräch zu beginnen. Twitter – 140-Zeichen-Networking Twitter ist ein ganz besonderer Service. Durch seine Beschränkung auf 140 Zeichen pro Nachricht hat er eine enorme Ähnlichkeit mit dem Verfassen von SMS. Mit dem kleinen Unterschied, dass diese Nachrichten ganz öffentlich verschickt werden und (auf deinen Wunsch) für alle einsehbar sind. Dieser Service ist nicht nur deshalb interessant, weil er ganz oben bei Google-Treffern auftaucht. Er lässt auch eine enorme Transparenz zu, um zu erkennen, wie kompetent jemand auch auf engstem (Text-)Raum agiert und wie er sich gegenüber seinem Netzwerk verhält. Das Networking selbst funktioniert mit keinem anderen Service so einfach wie mit Twitter. Du kannst Nachrichten verfassen und im Gegenzug die Nachrichten anderer Nutzer absolut unverbindlich abonnieren, indem du ihren Nachrichtenströmen folgst. Andersherum funktioniert das ebenso. Wer sich für deine Updates interessiert, der wird dein „Follower“. Je mehr interessante Nutzer du findest, umso größer wird dein Informationsfluss, der dir über deine Timeline, die ungefilterte Zusammenfassung aller Nachrichten, zugetragen wird. Mit ein paar Klicks kannst du dir also – ganz einfach gesprochen – sehr zügig ein Nachrichtennetzwerk aufbauen, das aus lauter Leuten besteht, die interessant und deren Informationen für dich wertvoll sind. Im Grun- Testfragen Nachrichtennetzwerk aufbauen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 159 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 158 9.3 Daniel Rehn: Social Media – so bringts was! 159 de ist es wie ein digitaler Nachrichtenticker, dessen Korrespondenten du ganz gezielt auswählst. Der Vorteil: Es besteht keine notwendige Wechselwirkung zwischen Selber-Folgen und Gefolgt-Werden. Twitter überlässt es dir als Nutzer, ob und wen du zurückfolgst, sobald sich jemand Neues für deine Updates anmeldet. Die Unverbindlichkeit, die dadurch entsteht, ist ein sehr hohes Gut. Das erscheint vielleicht paradox, da Kontakte doch langfristig und nachhaltig wirken sollen, aber dadurch obliegt es auch deiner Verantwortung „interessant zu bleiben“. Wie kann Twitter nun aber für dich interessant sein? Die Unverbindlichkeit beim Aufbau von Netzwerken hilft dir zum einen, sehr schnell andere Nutzer kennenzulernen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Zum anderen kannst du dir in Echtzeit Informationen zu Themen zukommen lassen, die dir weiterhelfen. Hieß es früher noch „Vorsprung durch Technik“, so heißt es heute „Vorsprung durch Information“. Zu wissen, was gerade innerhalb eines für dich relevanten Fachgebiets passiert, ist enorm hilfreich und kann dir Vorteile verschaffen. Twitter liefert dir diese Informationen frei Haus. Ein eigenes Weblog – ein Platz ganz für dich Ein eigenes Weblog zu führen ist so etwas wie die Königsdisziplin des Ins-Internet-Schreibens. Keine andere Kommunikationsform wird dich so oft vor die Frage stellen, was das alles überhaupt soll und wen das interessieren könnte. Allerdings wird es dir auch keine andere Kommunikationsform so leicht machen, deine Gedanken auf unbegrenztem Raum auszubreiten. Auf lange Sicht ist es vor allem die wertvollste Basis, die du als Anlaufstelle für deine Expertise aufbauen kannst. Ich selbst blogge nun seit über sieben Jahren. Seit etwa fünf Jahren regelmäßig und mit großer Leidenschaft. Weitere zweieinhalb davon mit fachlicher Orientierung. Die wichtigste Erkenntnis dieser Zeit: Beim Bloggen gibt es keine Vorgaben, die über Gut oder Schlecht richten. Wenn ich persönlich mit einem Beitrag zufrieden bin, dann reicht das vollkommen aus. Ich bin mein eigener Maßstab. So, wie du dein eigener Maßstab sein wirst und sein solltest. Die Dinge, über die du später vielleicht schreibst, müssen dich begeistern. Wenn du dich bei jeder einzelnen Zeile überwinden und quälen musst, dann ist es nichts für dich. Sobald du aber Spaß am Schreiben findest, dann wird selbst das für Außenstehende noch so unscheinbarste Thema interessant und kann regelrecht ansteckend wirken. Um dein Blog und damit dich bekannter zu machen, benötigst du vor allem Geduld. So schön es wäre, aber niemand wird seit dem Tag X darauf gewartet haben, dass du endlich mit dem Bloggen anfängst. Das mag etwas entmutigend klingen, bietet dir aber auch die Chance, in Ruhe und ohne großen Druck deinen eigenen Stil zu finden und Spaß am Schreiben zu entwickeln. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 161 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 160 9 Netzwerken Sie!160 Nachdem du deine eigenen Beiträge verfasst und Sicherheit erworben hast, kannst du diese zum Beispiel über die Status-Updates auf XING, LinkedIn, Facebook oder auch Twitter verbreiten und anteasern. Lass andere wissen, was du tust, und lade sie zur Diskussion ein. So, wie es andere Blogbetreiber auch tun und zum Gedankenaustausch einladen. Übrigens: Die Kommentarspalten und Diskussionen in anderen Blogs sind für dich ebenfalls eine sehr willkommene Gelegenheit, um die Nase in den Wind von Online-Diskussionen zu halten und andere Blogger und Interessierte kennenzulernen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen. Hab keine Angst vor dem Schreiben von Artikeln und Kommentaren. Nichts, was im Netz oder in all den unzähligen Büchern steht, ist immer Shakespeare. Aber mit ausreichend Übung durch Praxis und dem Wissen, dass alle irgendwann einmal mit dem Schreiben angefangen haben müssen, kann man viel entspannter starten. Ich wünsche dir jetzt viel Spaß und Erfolg mit Social Media und hoffe, dass ich dich ein wenig habe anstecken und überzeugen können mit meiner Begeisterung für dieses Medium.

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References

Zusammenfassung

Selbstbewusst starten.

Sie haben die Uni hinter sich, die letzten Prüfungen sind geschrieben und jetzt scharren Sie mit den Füßen: Sie wollen endlich loslegen und selbstbewusst ins Berufsleben starten!

Dabei hilft Ihnen dieses Buch und zwar mit ungewöhnlichen Ideen. Sie finden hier viele Tipps und Infos für die gelungene Bewerbung und das gute Bewerbungsgespräch.

Klare Vorteile:

* Standort- und Potenzialanalyse: So klappt der Start ins Berufsleben

* Authentisch bleiben: Auf Dauer können Sie sich nicht verstellen!

* Ratgeber, der Mut macht und bei der Jobauswahl wirklich hilft.

"Erfrischend. [...] Stackelberg berichtet auch von ihren langjährigen Erfahrungen als Trainerin, von besonderen Erlebnissen mit Bewerbern und vergisst auch die Sicht des Personalmanagers nicht. Klar, dass dabei viele brauchbare Tipps herauskommen, selbstverständlich auch für die Bewerbungsunterlagen, die richtigen Formulierungen bei Anschreiben und Lebenslauf sowie fürs Vorstellungsgespräch. Selbst die ersten hundert Tage im Job werden nicht vergessen. Die lockere und unprätentiöse Sprache macht das Buch im Übrigen sehr unterhaltsam." in: WISU-KARRIERE 5/2012

Autorin:

Bettina Stackelberg, die Frau fürs Selbstbewusstsein®, unterstützt als Coach mit Leidenschaft, Empathie und Know-how Menschen dabei, selbstbewusster zu werden. Sie ist Autorin der erfolgreichen Ratgeber "Selbstbewußtsein" (2009) und "Angstfrei arbeiten" (2010).