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Anhang 2: Bewertung des Beispielberichts in:

Christian Scholz, Thomas Sattelberger

Human Capital Reporting, page 199 - 200

HCR10 als Standard für eine transparente Personalberichterstattung

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4220-5, ISBN online: 978-3-8006-4221-2, https://doi.org/10.15358/9783800642212_199

Series: HRM Competence

Bibliographic information
Anhang 2: Bewertung des Beispielberichts Aufbauend auf dem oben dargestellten beispielhaften mitarbeiterbezogenen Auszug aus dem Geschäftsbericht der GoodShape AG soll nun eine Bewertung des Berichts anhand der in Kapitel 4 vorgestellten Bewertungslogik erfolgen. Die Abbildung zeigt die Bewertungsmatrix zur Prüfung des Mindestlevels des Geschäftsberichts. Es kommt demnach die erste Bewertungszahl zum Tragen. Reportingbereich Kennzahl Asterisk/Raute 1 Zahl 1,5 2 Jahre 2 Zeit/ Gruppe 2,5 Gruppe, 2 Jahre 3 Matrix Personalkosten Personalaufwand gesamt #! X External Workforce Costs #! X Mengengerüst Mitarbeiterzahl Köpfe #! X Mitarbeiterzahl FTE #! X Teilzeitquote #! X Personalstruktur Geschlechterverteilung #! X Altersstruktur #! X Aus- und Weiterbildung Teilnehmerzahl (Weiterbildung) #! X Teilnehmertage/ -stunden #! X Ausbildungsquote #! X Motivation Commitment-Index #! X Ungesteuerte Fluktuationsquote #! X Arbeitsumfeld Gesundheitsquote #! X Tabelle 24: Bewertungsmatrix für den mitarbeiterbezogenen Auszug des Geschäftsberichts der GoodShape AG Die Tabelle zeigt die Bewertungsmatrix für den mitarbeiterbezogenen Auszug des Geschäftsberichts der GoodShape AG. Den Erwartungen entsprechend erfüllt dieser mit der ersten Bewertungskennzahl (für den Geschäftsbericht) bewertete Geschäftsbericht der GoodShape AG die Anforderungen des HCR10 voll und ganz, da alle Pflichtkennzahlen für Geschäftsberichte in Reportingstufe 3 berichtet wurden: Erfüllungsgrad des HCR10 im GB = 13 × 3 13 × 3 & 100% = 3939 & 100% > 100% Die GoodShape AG erfüllt damit die Anforderungen des HCR10 im Geschäftsbericht und sollte dies in Form eines HCR10 Content Index betonen. Anhang 3: HCR10 „Content Index“ als Selbstauskunft Die folgenden Darstellungen zeigen, wie eine Selbstauskunft zur Anwendung des HCR10 aussehen könnte. Verdeutlicht wird dies an den Berichten der Deutschen Telekom AG, die bei zwei der drei Bewertungszahlen die Spitze des DAX-30-Rankings einnehmen (Anhang 4). Abbildung 103 zeigt den HCR10 Content Index für die erste Bewertungszahl für Geschäftsberichte, Abbildung 104 für die zweite Bewertungszahl für Personal- und Nachhaltigkeitsberichte – wobei hier beide Berichte der Deutschen Telekom AG eingingen – und Abbildung 105 die dritte Bewertungszahl als Gesamtübersicht über die Unternehmensberichterstattung in Geschäfts-, Personal- und Nachhaltigkeitsbericht. Die Darstellung erfolgt in Analogie zu dem bereits weit verbreiteten und sehr übersichtlichen Raster der GRI. Abbildung 103: HCR10 Content Index Geschäftsbericht der Deutschen Telekom AG, erste Bewertungszahl

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Zusammenfassung

Ein Standard für professionelles Human Capital Reporting (HCR) mit aussagefähigen und quantifizierbaren Informationen

Der Standard HCR10 beschreibt, wie sich personalwirtschaftlich relevante Tatbestände in der Berichterstattung der Unternehmen niederschlagen sollen. Durch eine derartige Standardisierung erfolgt eine Vereinfachung im Prozess der Berichterstattung. Vor allem aber werden die „HR-Metrics“ durch ihre Strukturäquivalenz lesbar, verstehbar und damit vergleichbar.

Zum Inhalt

* Der erste Abschnitt dieses Buches betont die Aktualität und Relevanz einer Standardisierung des Human Capital Reportings. Die derzeitige Ausgangslage sowie Ziele und Trends, denen sich das HCR gegenüber sieht, werden verdeutlicht.

* Die Systematik des HCR10, welche unmissverständlich klar macht, welche Kennzahlen einen Bericht über Personal (sei es im Geschäfts-, im Nachhaltigkeits- oder im Personalbericht) aussagekräftig machen wird im zweiten Abschnitt vorgestellt.

* Der dritte Abschnitt widmet sich der konkreten Ausgestaltung des HC-Reportings. Anhand von illustrativen Beispielen wird verdeutlicht, wie die Berichterstattung der einzelnen geforderten Kennzahlen aussehen kann.

* Wer bei der Erstellung eines Berichts welche Aufgaben übernehmen und welche Daten liefern sollte, wird im vierten Abschnitt erörtert. Zudem wird diskutiert, welchen Nutzen ein dem HCR10 entsprechendes Reporting für diverse Interessengruppen wie Personalleiter, Aufsichtsräte, Wirtschaftsprüfer oder Bewerber hat.

* Im abschließenden fünften Abschnitt wird eine Vision für das HC-Reporting in Deutschland formuliert.

Über die Autoren

Prof. Dr. Christian Scholz ist Inhaber des Lehrstuhls für Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes. Thomas Sattelberger leitet als Vorstand das Personalressort bei der Deutschen Telekom AG.

Dieses Buch ist Pflichtlektüre für HR-Verantwortliche, die sich mit Personal-Controlling und -Reporting befassen – einem wichtigen Thema in großen Unternehmen, aber auch in KMU. Das Buch richtet sich bewusst aber auch an Aufsichtsräte, Vorstände, Wirtschaftsprüfer und Analysten: Sie sollen die hohe Berichtsqualität des HCR10 einfordern und nutzen.