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7.7 Prozessablauf eines effizienten Flächenmanagements in:

Hanspeter Gondring, Thomas Wagner

Facility Management, page 265 - 268

Handbuch für Studium und Praxis

2. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-3836-9, ISBN online: 978-3-8006-4182-6, https://doi.org/10.15358/9783800641826_265

Bibliographic information
Vahlen – Allgemeine Reihe – Gondring/Wagner - Facility Management (2. Auflage) – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 27.04.2012 Status: Imprimatur Seite 252 7 Flächenmanagement252 7.7 Prozessablauf eines effizienten Flächenmanagements 7.7.1 Hauptprozesse des Flächenmanagements Grundsätzlich ist es an dieser Stelle ratsam, den Prozessablauf des Flächenmanagements in einen Hauptprozess und mehrere Nebenprozesse zu unterteilen, um einen möglichst ganzheitlichen Überblick zu vermitteln. 7.7 Prozessablauf eines effizienten Flächenmanagements Abb. 87: Büroflächenkennziffer je Büroform Anzahl Unternehmen Das befragte Unternehmen hat u. a. … Flächenkennziffer in m2 pro Mitarbeiter Einzelbüros 174 31,2 Teambüros 139 30,3 Großraumbüros 50 26,7 Bürolandschaft 10 24,3 Abb. 88: Stark vereinfachter Hauptprozess im Flächenmanagement Neugründung der Firma xy Einstellung von 90 Büroangestellten, 9 Abteilungsleitern, 1 Geschäftsleiter Wie soll Fläche aufgeteilt werden? Stellwände? Anordnung der Arbeitsplätze? * Geschäftsleiter: 40 m2 Einzelbüro * Abteilungsleiter: 20 m2 Einzelbüro * Büroangestellte: 8–12 m2 Gruppenbüro Benötigte Gesamtfläche zum Zeitpunkt „null“ von z.B. 1.300 m2 Planungshorizont 2–3 Jahre: Es werden voraussichtlich 30 weitere Büroangestellte benötigt. Daraus folgt eine benötigte Flächenreserve von z.B. 300 m2 in den nächsten 2–3 Jahren, die jetzt aber schon eingeplant werden muss. Flächenbedarf gesamt: 1.600 m2 Bürofläche (Nutzfläche) Suche nach geeigneter Immobilie Frage nach Flächenbedarf und Büroform Frage nach der zukünftigen Planung Frage nach dem Flächenkonzept Einzug in die Räumlichkeiten Vahlen – Allgemeine Reihe – Gondring/Wagner - Facility Management (2. Auflage) – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 27.04.2012 Status: Imprimatur Seite 253 2537.7 Prozessablauf eines effizienten Flächenmanagements Der Hauptprozess bezieht sich dabei auf die ersten Kernfragen des Flächenmanagements, die bei der Gründung einer Firma auftreten. Im unten stehenden, stark vereinfachten Beispiel bezieht sich dieser Prozess auf die Neugründung einer Unternehmung im Zeitpunkt „null“ bis hin zum Einzug in die Unternehmensräume. 349 Obwohl grundsätzlich immer eine möglichst hohe Flächenbelegung (= geringer Leerstand) anzustreben ist, müssen in angemessenem Umfang Reserveflächen eingeplant und vorgehalten werden. Diese dienen als Puffer, z. B. für kurzfristige zusätzliche Arbeitsplätze in Spitzenzeiten, für Zwischenlagerplätze bei Umzügen oder für zukünftige Einstellungen. Diese Reserveflächen sollen aber 349 Vgl. Robert Bosch Arbeitshandbuch Facility Management (o.J.), S. 2. Abb. 89: Nebenprozessbeispiel im Flächenmanagement349 Anstoß von Flächenplanung Anstoß vom Nutzer Wird das Flächenkonzept verändert? Erarbeitung eines neuen Flächenkonzeptes Erstellung des Belegungsplans Durchsprache mit Nutzer i.O.? Erstellung der Planungsunterlagen Ja Nein Ja Nein Fremdvergabe Auswahl der FirmenArbeitsausführung Umzug der Nutzer Umzugsmanagement Aktualisierung der Bestandsdaten und Bestandspläne!! Ende Reinigungsmanagement Interne Kostenverrechnung Schließmanagement Vahlen – Allgemeine Reihe – Gondring/Wagner - Facility Management (2. Auflage) – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 27.04.2012 Status: Imprimatur Seite 254 7 Flächenmanagement254 auch zwischenzeitlich anders genutzt werden können und müssen auch kurzfristig umnutzbar sein. Somit steht auch hier die Flexibilität im Mittelpunkt. Richtwerte für die erforderliche Größe dieser Reserveflächen muss jede Unternehmung intern aus eigenen Erfahrungen ableiten. 7.7.2 Nebenprozesse des Flächenmanagements Ein Nebenprozess des Flächenmanagements kann u. a. die Belegungsplanung einer Bürofläche darstellen. Hierbei lassen sich auch sehr schön die Schnittstellen mit anderen Facility Management Bereichen aufzeigen, z. B. mit der Fremdvergabe, dem Umzugsmanagement, dem Reinigungsmanagement, dem Schließmanagement und dem kaufmännischen Gebäudemanagement aufgrund der internen Kostenverrechnung. Vahlen – Allgemeine Reihe – Gondring/Wagner - Facility Management (2. Auflage) – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 27.04.2012 Status: Imprimatur Seite 255 8 Facility Management im Immobilien- Lebenszyklus 8 Facility Management im Immobilien-Lebenszyklus

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Zusammenfassung

Vorteile

- Umfassender Einblick in Theorie und Praxis des Facility Managements

- Systematische Darstellung der relevanten Normen und Richtlinien

- Konkrete Beispiele zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte

Zum Werk

Die Immobilie in ihrem Lebenszyklus erfordert ein Wertmanagement, das unter dem Begriff Facility Management zusammengefasst wird. Das Buch umfasst alle Aspekte einschließlich anschaulicher Praxisbeispiele.

Zur Neuauflage

Umfassende Aktualisierung und zusätzliche Fallbeispiele.

Inhalt

- Geschichte des FM; Vergleich mit anderen Ländern

- Facility Management im Lebenszyklus einer Immobilie

- Strategisches FM

- Inhalte des technischen, kaufmännischen und infrastrukturellen FM mit vielen Praxisbeispielen

- Rechtliche Aspekte und Normen

- Wertorientierung im FM und FM-Rating

- Outsourcing-Strategien

- EDV-technische Unterstützung

Autoren

Prof. Dr. Hanspeter Gondring, Duale Hochschule Stuttgart, Dipl.-Kfm. Thomas Wagner, Wagner Real Estate GmbH, Hamburg.

Zielgruppe

Studierende der Immobilienwirtschaft und immobiliennahe Studienfächer wie z.B. Architektur, Bauingenieurwesen, Stadt- und Regionalplanung, Studierende der Bank- und Finanzwirtschaft, Jura-Studierende mit der Vertiefung Immobilienrecht sowie interessierte Praktiker.