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Sylvia Heller, 13.2 Ansatz in:

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dirk Fischer, Guido Neubeck, Holger Reichmann (Ed.)

Rechnungslegung in der Automobilzulieferindustrie, page 180 - 180

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-3947-2, ISBN online: 978-3-8006-3948-9, https://doi.org/10.15358/9783800639489_180

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Vahlen – Deloitte Press – Fischer, Rechnungslegung in der Automobilzulieferindustrie – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 172 13 IFRS Leasing – Nutzungsrechtansatz172 13.1 Anwendungsbereich Grundsätzlich soll der Anwendungsbereich des neuen Standards zu Leasingverhältnissen sämtliche Leasing-/Mietverhältnisse umfassen. Allerdings sind einige Ausnahmen vorgesehen, zu denen Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte gehören. Diese Verträge werden künftig grundsätzlich von den Regelungen in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) erfasst. Da die Position des Leasingnehmers für die Automobilzuliefererindustrie wesentlich größere Bedeutung hat als die des Leasinggebers, sollen im Folgenden die geplanten Regelungen für Leasingnehmer und deren Implikationen dargestellt werden und die geplanten Regelungen für Leasinggeber ausgeklammert bleiben. 13.2 Ansatz Der bilanziellen Erfassung beim Leasingnehmer liegt nach ED L der Nutzungsrechtansatz („right of use approach“) zugrunde. Der Leasingnehmer setzt zu Beginn des Leasingverhältnisses einen Vermögenswert an, der das Recht zur Nutzung des dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Vermögenswertes widerspiegelt. Auf der Passivseite wird eine Verbindlichkeit für die Verpflichtung zur Zahlung der Leasingraten (Leasingverbindlichkeit) erfasst. In der Gesamtergebnisrechnung schlagen sich insbesondere die Abschreibung plus ggf. darüber hinaus gehende Wertminderungen des Nutzungsrechts, die Zinsaufwendungen aus der Verbindlichkeit sowie Änderungen der Verbindlichkeit aufgrund von Schätzänderungen nieder.316 Beispiel Der Automobilzulieferer hat eine Lagerhalle gemietet, in der Ersatzteile gelagert werden. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von 3 Jahren. Auf Grund des Mietvertrags hat der Automobilzulieferer ein Nutzungsrecht und eine daraus resultierende Verbindlichkeit in seiner Bilanz anzusetzen. 13.3 Bewertung Zu Beginn des Leasingverhältnisses hat der Leasingnehmer die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der Leasingraten zu erfassen. Als Diskontierungssatz ist der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers heranzuziehen, oder, sofern jederzeit bestimmbar, der Zinssatz, den der Leasinggeber dem Leasingnehmer berechnet. Das Nutzungsrecht wird in gleicher Höhe wie die Verbindlichkeit allerdings zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten des Leasingnehmers bewertet.317 316 Vgl. ED L, Tz. 10 f. 317 Vgl. ED L, Tz. 12. 13.1 Anwendungsbereich 13.2 Ansatz 13.3 Bewertung

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Zusammenfassung

Antworten auf Bilanzierungsfragen bei Automobilzulieferunternehmen

Dieses Werk liefert Ihnen einen Überblick über die besonderen Herausforderungen in der Bilanzierung von Geschäftsvorfällen von Unternehmen der Automobilzulieferindustrie. Dabei bilden die Beantwortung von Fragestellungen zur handelsrechtlichen Rechnungslegung, insbesondere zur handelsbilanziellen Abbildung von Eintrittsgeldern, Forschungs- und Entwicklungskosten, Werkzeugkosten, Verlusten im Auftragsbestand und Gewährleistungsrückstellungen, den Schwerpunkt der Ausführungen. Zudem werden Abweichungen, die sich zu den International Financial Reporting Standards (IFRS) und zum Bilanzsteuerrecht ergeben, dargestellt. Auf Grund der aktuellen Diskussionen zu Standardentwürfen des IASB wurden zudem Beiträge zur zukünftigen Umsatzrealisierung nach IFRS und zur zukünftigen Leasing-Bilanzierung nach IFRS aufgenommen.

Alle Kapitel dieses Buches wurden prozessorientiert, von der Auftragsanbahnung bis zur Auftragsabwicklung, angeordnet. Zu Beginn jedes Kapitels wird eine prägnante Zusammenfassung vorangestellt. Im Anschluss wird systematisch auf Fragen des Ansatzes, der Bewertung und des Ausweises (einschließlich von Anhangangaben) eingegangen.