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Katrin Hummel, Burkhard Pedell, Verrechnungspreissysteme in der Unternehmenspraxis in:

Controlling, page 578 - 584

CON, Volume 21 (2009), Issue 11, ISSN: 0935-0381, ISSN online: 0935-0381, https://doi.org/10.15358/0935-0381-2009-11-578

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Verrechnungspreissysteme in der Unternehmenspraxis Katrin Hummel und Burkhard Pedell Dipl. oec. Katrin Hummel ist Project Controller bei der Alstom Hydro Schweiz AG und war von 2005–2008 am Lehrstuhl Controlling der Universität Stuttgart als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Prof. Dr. Burkhard Pedell ist Inhaber des Lehrstuhls Controlling an der Universität Stuttgart und Mitherausgeber der Zeitschrift Controlling. Stichwörter  empirische Studie  Koordination  Steuern  Verrechnungspreise  Verrechnungspreismethode Die bestmögliche Gestaltung von Verrechnungspreissystemen ist eine der zentralen und zugleich herausforderndsten Aufgaben des Controllings. Neben den gängigen Funktionen der Verrechnungspreisgestaltung, innerbetriebliche Koordination und Erfolgsermittlung, gewinnen infolge stetiger Internationalisierung der Konzerne steuerplanende Funktionen zunehmend an Bedeutung. Dabei ist für die Gestaltung eines betriebswirtschaftlich konsistenten Verrechnungspreissystems, welches steuerrechtlichen Anforderungen genügt, die Berücksichtigung sämtlicher Gestaltungsparameter von Verrechnungspreissystemen erforderlich. Dazu gehören die Regelung der Transaktionsfreiheit, die Anzahl der gleichzeitig verwendeten Verrechnungspreise, die Verrechnungspreismethode sowie weitere administrative Parameter. Der vorliegende Beitrag liefert erste empirische Ergebnisse zur Ausgestaltung dieser Parameter von Verrechnungspreissystemen in der Unternehmenspraxis. ........................................................ Verrechnungspreise – Dauerthema im Wandel der Zeit ........................................................ Bereits 1903 befasste sich Eugen Schmalenbach in seiner bedauerlicherweise nicht erhaltenen Habilitationsschrift mit der Gestaltung von Verrechnungspreisen als Wertansatz für den innerbetrieblichen Leistungstransfer (vgl. Schmalenbach, 1909). Obwohl seither in unzähligen wissenschaftlichen Veröffentlichungen die Problematik der Verrechnungspreisgestaltung behandelt wurde, stellt diese nach wie vor einen zentralen Untersuchungsgegenstand der betriebswirtschaftlichen Forschung dar. Dabei stand über lange Zeit die innerbetriebliche Koordination im Vordergrund. Infolge stetiger Internationalisierung der Konzerne gewinnt jedoch die steuerliche Angemessenheit von Verrechnungspreisen zunehmend an Bedeutung. Da Verrechnungspreise bei grenzüberschreitenden internen Austauschbeziehungen für Gewinnverlagerungen von Hoch- in Niedrigsteuerländer genutzt werden können, wurden in den letzten Jahren bestehende gesetzliche Regelungen zur Gestaltung und Dokumentation von Verrechnungspreisen vom deutschen Gesetzgeber verschärft. Angesichts der Risiken einer Verrechnungspreiskorrektur durch die Finanzbehörden, Mehrfachbesteuerung und Strafzahlungen beeinflussen daher in der betrieblichen Praxis zunehmend steuerrechtliche Überlegungen die Gestaltung von Verrechnungspreisen. Vor diesem Hintergrund wurde am Lehrstuhl Controlling der Universität Stuttgart eine empirische Untersuchung zur Gestaltung von Verrechnungspreissystemen in der deutschen Unternehmenspraxis durchgeführt. Dabei wurde erhoben, wie die unterschiedlichen Funktionen von Verrechnungspreisen priorisiert werden und bei welchen Funktionen der vergleichsweise größte Handlungsbedarf besteht. Die Ergebnisse weichen teilweise deutlich von denjenigen bisheriger Studien ab. Darüber hinaus beschränkt sich unsere Studie bei der Analyse der Ausgestaltung von Verrechnungspreissystemen nicht, wie die Mehrheit der bisherigen Studien, auf die Verrechnungspreismethode, sondern bezieht darüber hinaus in einem umfassenden Ansatz zusätzliche Gestaltungsparameter mit ein, wozu die Regelung der Transaktionsfreiheit, die Anzahl der gleichzeitig verwendeten Verrechnungspreise und administrative Parameter gehören. Der Einsatz von Verrechnungspreismethoden wird differenziert nach unterschiedlichen Produktarten (Vor- und Endprodukte, Dienstleistungen sowie Markenrechte) untersucht; 578 CONTROLLING-SCHWERPUNKT CONTROLLING – ZEITSCHRIFT FÜR ERFOLGSORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG 1,6% 2,4% 1,6% 2,4% 1,6% 2,4% 4,0% 5,6% 4,8% 8,1% 5,6% 9,7% 10,5% 14,5% 16,1% 8,9% 1,6% 2,1% 1,9% 2,9% 3,4% 2,9% 3,4% 6,5% 4,2% 6,5% 8,6% 9,1% 11,8% 8,9% 10,7% 15,5% Software: Sonstiges: Medien: Bau: Transport und Logistik: Telekommunikation: Pharma und Healthcare: Metall: Konsumgüterindustrie: Elektronik: Nahrungs- und Genussmittel: Automobil: Chemie: Maschinenbau: Versorger: Groß- und Einzelhandel: Stichprobe Grundgesamtheit* Werte gerundet 1,6% 33,1% 45,2% 4,8% 15,3% 1,8% 45,2% 42,2% 4,2% 6,7% < 500 Mio. € > 500 Mio. € bis einschl. 1 Mrd. € > 1 Mrd. € bis einschl. 5 Mrd. € > 5 Mrd. € bis einschl. 10 Mrd. € >10 Mrd. € bis einschl. 50 Mrd. € Stichprobe Grundgesamtheit Abb. 1: Zusammensetzung von Grundgesamtheit und Stichprobe nach Branchen speziell bei der Kostenaufschlagsmethode werden dabei detaillierte Befunde zur Bezugsbasis (Normal-, Ist-, Plan- sowie Zielkosten) und zum einbezogenen Kostenumfang (Voll-, Teil- sowie Grenzkosten) vorgestellt. Die Ergebnisse geben eine Orientierungshilfe für die betriebswirtschaftlich konsistente Ausgestaltung von Verrechnungspreissystemen, welche steuerrechtlichen Anforderungen genügen. ........................................................ Studienkonzeption und Studienteilnehmer ........................................................ Die in diesem Beitrag vorgestellten Ergebnisse basieren auf einer schriftlichen Befragung der für Verrechnungspreise zuständigen Mitarbeiter, die zwischen September 2007 und April 2008 durchgeführt wurde. Die Grundgesamtheit setzt sich aus Unternehmen mit Sitz in Deutschland zusammen, die für das Jahr 2006 mehr als 500 Mio. € Umsatz aufweisen. Ausgeschlossen wurden Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche. Nach Bereinigung um Tochtergesellschaften umfasst die Grundgesamtheit 628 Unternehmen. Von diesen lagen nach Ablauf des Erhebungszeitraums 124 vollständig ausgefüllte Fragebögen vor, was einer effektiven Rücklaufquote von 19,8 Prozent entspricht. Abb. 1 zeigt die Branchenzugehörigkeit der Unternehmen der Grundgesamtheit und der Stichprobe. Es wird deutlich, dass die Studie eine Vielzahl an verschiedenen Branchen abdeckt. Die Verteilung Abb. 2: Zusammensetzung von Grundgesamtheit und Stichprobe nach Umsatz der Unternehmen in der Stichprobe stimmt im Wesentlichen mit der Verteilung in der Grundgesamtheit überein (dies wurde durch einen Chi-Quadrat- Anpassungstests auf einem Signifikanzniveau von 5 Prozent bestätigt). In Abb. 2 ist die Zusammensetzung von Grundgesamtheit und Stichprobe entsprechend dem Unternehmensumsatz Verrechnungspreissysteme in der Unternehmenspraxis 579 21. Jahrgang 2009, Heft 11 Regelung der Transaktionsfreiheit Anzahl der gleichzeitig verwendeten Verrechnungspreise Verrechnungspreismethode Ressourcenallokation Entscheid.unterstützung Anreizgestaltung Externe Berichterstattung Steuerliche Compliance Steueroptimierung Nebenfunktionen Transparenz Vereinfachung Ziele und Funktionen von Verrechnungspreisen Hauptfunktionen Interne Funktionen Externe Funktionen Koordination/ Lenkung Erfolgsermittlung Steuerplanung VERRECHNUNGSPREISSYSTEM (VPS) Administrative Parameter Betriebswirtschaftliche Methoden Steuerliche Methoden Abb. 3: Gestaltungsparameter eines Verrechnungspreissystems (Quelle: Hummel, 2010) dargestellt (ein Chi-Quadrat-Anpassungstest zeigt auf einem Signifikanzniveau von 5 Prozent signifikante Abweichungen zwischen der Verteilung der befragten Unternehmen und der Unternehmen der Grundgesamtheit). Die Mehrheit der Unternehmen sowohl in der Grundgesamtheit als auch in der Stichprobe erwirtschaftet einen Umsatz zwischen 500 Millionen und 5 Milliarden Euro. Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 10 Mrd. € sind in unserer Stichprobe deutlich überrepräsentiert, während dies bei Unternehmen mit einem Umsatz unter 1 Mrd. € umgekehrt ist. Bei knapp 2 Prozent der Unternehmen liegt der Umsatz aufgrund geringfügiger Abweichungen knapp unter den als Auswahlkriterium verwendeten 500 Mio. € Jahresumsatz. Schließlich wurde noch die Form des im befragten Unternehmen auftretenden internen Leistungsaustauschs ermittelt. Unterschieden wurde hierbei zwischen internem Leistungsaustausch innerhalb einer Rechtseinheit, internem innerstaatlichen Leistungsaustausch zwischen verschiedenen Rechtseinheiten und grenz- überschreitendem internem Leistungsaustausch. Bei 80 Prozent der befragten Unternehmen liegt interner Leistungsaustausch innerhalb einer Rechtseinheit vor, bei 94 Prozent interner Leistungsaustausch zwischen verschiedenen Rechtseinheiten und bei 73 Prozent zudem grenzüberschreitender interner Leistungsaustausch. Die Ergebnisse zeigen zum einen, dass die jeweilige Form des internen Leistungsaustauschs nicht isoliert auftritt, zum anderen unterstreichen sie die hohe Bedeutung steuerlicher Regelungen für die Gestaltung von Verrechnungspreisen. Dem Statement, dass Verrechnungspreise zunehmend einen zentralen Untersuchungsgegenstand von Betriebsprüfungen darstellen, stimmen 68 Prozent der von uns befragten Teilnehmer überwiegend oder voll zu, weitere 22 Prozent immerhin noch teilweise. ........................................................ Gestaltungsparameter von Verrechnungspreissystemen ........................................................ In Abb. 3 werden die Gestaltungsparameter eines Verrechnungspreissystems herausgearbeitet. Neben den Funktionen der Verrechnungspreisgestaltung beinhaltet ein Verrechnungspreissystem die Gestaltungsparameter Regelung der Transaktionsfreiheit, Anzahl der gleichzeitig verwendeten Verrechnungspreise, Verrechnungspreismethode sowie weitere administrative Parameter (für einen Überblick zu den Funktionen und Gestaltungsparametern vgl. Hummel, 2010). Mit Ausnahme der administrativen Parameter werden nachfolgend die empirischen Ergebnisse zur Ausgestaltung dieser Parameter in der deutschen Unternehmenspraxis vorgestellt. ........................................................ Funktionen der Verrechnungspreisgestaltung ........................................................ Es lassen sich Hauptfunktionen und Nebenfunktionen von Verrechnungspreisen unterscheiden. Die Hauptfunktionen umfassen die Koordination und Lenkung, die Erfolgsermittlung sowie die Steuergestaltung. Aus diesen Hauptfunktionen lassen sich jeweils Teilfunktionen ableiten, welche zur Unterstützung der Funktionserfüllung beitragen. Dabei kann ein einziger Verrechnungspreis nicht alle Ziele gleichzeitig optimal erfüllen. So besteht in aller Regel ein Zielkonflikt zwischen der Koordinations- und der Erfolgsermittlungsfunktion (vgl. Küpper, 2008, S. 427 f.), oftmals ebenfalls zwischen der Steuergestaltungsfunktion 580 VERRECHNUNGSPREISE CONTROLLING-SCHWERPUNKT CONTROLLING – ZEITSCHRIFT FÜR ERFOLGSORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG Soll-Zustand Ist-Zustand Differenz (Soll – Ist) MW SA MW SA MW SA Ressourcenallokation 3,32 1,113 2,82 0,970 0,51 0,779 Entscheidungsunterstützung 3,43 1,155 2,83 1,028 0,60 0,893 Anreizgestaltung 3,09 1,201 2,64 0,958 0,46 0,967 Externe Berichterstattung 3,10 1,148 2,96 1,145 0,15 0,569 Steueroptimierung 3,13 1,087 2,77 1,020 0,36 0,762 Steuerliche Compliance 3,68 1,157 3,25 1,056 0,43 0,664 Transparenz 3,82 0,956 3,12 0,944 0,71 0,925 Vereinfachung 3,50 1,111 2,82 0,997 0,69 1,07 1: nicht; 2: kaum; 3: teilweise; 4: überwiegend; 5: voll MW: Mittelwert; SA: Standardabweichung Bezug Absatz AM SA Median AM SA Median Forschung und Entwicklung 2,42 1,239 2,0 2,11 1,163 2,0 Produktion 3,07 1,237 3,0 2,72 1,309 3,0 Logistik 3,36 1,147 3,0 2,38 1,174 2,0 Marketing 2,61 1,172 2,0 1,96 1,055 2,0 1: nicht; 2: kaum; 3: teilweise; 4: überwiegend; 5: weitestgehend AM: arithmetischer Mittelwert; SA: Standardabweichung Abb. 4: Erfüllung der Funktionen von Verrechnungspreisen Abb. 5: Ausmaß der Transaktionsfreiheit und den übrigen Funktionen (vgl. Stoffels/Kleindienst, 2005, S. 94 f.). Zu den Nebenfunktionen gehören die Schaffung von Transparenz und die Vereinfachung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung. Die Teilnehmer wurden nach ihrer Einschätzung der Bedeutung dieser Funktionen gefragt, wobei eine Unterscheidung zwischen tatsächlichem Ist-Zustand und angestrebtem Soll-Zustand vorgenommen wurde. Abb. 4 gibt einen Überblick über die Ergebnisse der Befragung. Insgesamt wird in nahezu allen Fällen der Soll-Zustand höher bewertet als die tatsächliche Zielerfüllung, was auf entsprechende Verbesserungspotentiale hindeutet. Sowohl im Ist-Zustand als auch im Soll-Zustand stellen steuerliche Compliance sowie die Schaffung von Transparenz die bedeutendsten Funktionen der Verrechnungspreisgestaltung dar. Die hohe Bedeutung der steuerlichen Compliance unterstreicht erneut die hohe Relevanz, welche steuerliche Regelungen für die Gestaltung von Verrechnungspreisen haben. Überraschend ist dagegen der hohe Stellenwert, welcher der als Nebenfunktion klassifizierten Aufgabe der Transparenz zukommt. Erst an vierter bzw. fünfter Stelle folgen sowohl für den Soll- als auch für den Ist-Zustand die in der betriebswirtschaftlichen Forschung zentralen Teilfunktionen Ressourcenallokation und Entscheidungsunterstützung. Eine Analyse der Differenzen zwischen Soll- und Ist-Zustand zeigt, dass diese für die Nebenfunktionen Transparenz und Vereinfachung am größten sind, was die Vermutung nahelegt, dass die Komplexität bei der Verrechnungspreisgestaltung tendenziell zunimmt. ........................................................ Regelung der Transaktionsfreiheit ........................................................ Die Regelung der Transaktionsfreiheit legt fest, ob den einzelnen Unternehmensbereichen für den Austausch innerbetrieblich erstellter Leistungen der Zugang zum externen Markt möglich ist, vorausgesetzt es gibt dort überhaupt entsprechende Alternativen. Grundsätzlich ist unter Koordinations- und Motivationsaspekten ein hoher Grad an Transaktionsfreiheit zu empfehlen, da dies der Idee des Marktmechanismus, welcher durch Verrechnungspreise im Unternehmen implementiert werden soll, am nächsten kommt (für eine qualitative Analyse der Transaktionsfreiheit vgl. Kreuter, 1999, S. 130). Allerdings können durch internen Bezugs- und Absatzzwang Synergieeffekte genutzt und technologisches Knowhow geschützt werden (vgl. Staubach, 2005, S. 178 ff.). So werden strategisch bedeutsame Zwischenprodukte in der Regel externen Kunden nicht zum Kauf angeboten. Die Ergebnisse der Befragung (vgl. Abb. 5) bestätigen diese Vermutung. Die Einschränkung der Transaktionsfreiheit gilt am stärksten für die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Marketing und am wenigsten für den Bereich Logistik, was im Einklang mit der strategischen Relevanz dieser Bereiche bei vielen Unternehmen steht. ........................................................ Anzahl der gleichzeitig verwendeten Verrechnungspreise ........................................................ Da die Erfüllung sämtlicher Funktionen nicht gleichzeitig über einen Verrechnungspreis optimiert werden kann, werden teilweise parallel verschiedene Verrechnungspreise für die Verrechnung einer internen Austauschbeziehung eingesetzt. Während bei Zweikreissystemen verschiedene Verrechnungspreise für die Erfüllung interner und externer Zielsetzungen eingesetzt werden, kommen bei dualen Verrechnungspreisen für liefernden und abnehmenden Bereich unterschiedliche Verrechnungspreise zur Verrechnung der intern transferierten Leistung zum Einsatz (vgl. exemplarisch Weber/Stoffels/Kleindienst, 2004, S. 26 sowie Ewert/Wagenhofer, 2008, S. 580). In beiden Fällen stehen dem Vorteil der gleichzeitigen Erfüllung konfliktärer Zielsetzungen der Nachteil administrativer Zusatzkosten, Akzeptanzprobleme sowie Probleme bezüglich der steuerlichen Zulässigkeit gegenüber. Diese Nachteile sind vermutlich Grund dafür, dass die Mehrheit der Unternehmen sowohl Zweikreissystemen als auch dualen Verrechnungspreisen keine bzw. eine sehr geringe Bedeutung beimisst. So ordnen lediglich 14 Prozent der befragten Unternehmen dem Einsatz von Zweikreissystemen und lediglich 13 Prozent der Verwendung dualer Verrechnungspreise eine hohe oder sehr hohe Bedeutung zu (vgl. Abb. 6). Diese Unternehmen wurden weiterhin um eine Spezifizierung nach Produktarten und Angabe der Gründe befragt. Am häufigsten werden demnach verschiedene Verrechnungspreise für Fertig- und Vorprodukte eingesetzt und als Grund die „gleichzeitige Erfüllung von internen und externen Funktionen“ genannt, wohinge- Verrechnungspreissysteme in der Unternehmenspraxis 581 21. Jahrgang 2009, Heft 11 13% 11% 21% 55% sehrhohe Bedeutung hohe Bedeutung mittlere Bedeutung geringe Bedeutung keine Bedeutung 3% 11% 6% 28% 52% Verschiedene Verrechnungspreise für interne und externe Funktionen Verschiedene Verrechnungspreise für Lieferant und Abnehmer N = 117 N = 117 PVM KAM WVPM PSM TNMM Verhand lung Andere Methode n Vorprodukte 15 % 54 % 5 % 5 % 2 % 14 % 6 % 153 Fertigprodukte 19 % 28 % 24 % 9 % 6 % 10 % 3 % 172 Dienstleistungen 14 % 56 % 3 % 3 % 1 % 16 % 7 % 155 Markenrechte 17 % 19 % 6 % 11 % 3 % 20 % 23 % 103 (zeilenweise Betrachtung, Mehrfachnennungen möglich) PVM: Preisvergleichsmethode; KAM: Kostenaufschlagsmethode; WVPM: Wiederverkaufspreismethode; PSM: Profit Split Methode; TNMM: transaktionsbezogene Nettomargenmethode Abb. 6: Verwendung verschiedener Verrechnungspreise Abb. 7: Verrechnungspreismethoden gen Steueroptimierung von 70 Prozent der Unternehmen als Grund abgelehnt wird. ........................................................ Verrechnungspreismethoden ........................................................ Bei der Frage, welche Methoden zur Bestimmung der Verrechnungspreise eingesetzt werden, wurden sowohl Methoden, welche im Rahmen steuerrechtlicher Regelungen genannt werden, als auch die gängigen in der betriebswirtschaftlichen Literatur genannten Methoden berücksichtigt. So zählen Preisvergleichsmethode, Kostenaufschlagsmethode und Wiederverkaufspreismethode zu den Standardmethoden und transaktionsbezogene Nettomargenmethode sowie transaktionsbezogene Gewinnaufteilungsmethode zu den gewinnorientierten Methoden der steuerlichen Ermittlung von Verrechnungspreisen (vgl. Tz. 3.4.10.3 Verwaltungsgrundsätze-Verfahren). Darüber hinaus werden verhandlungsbasierte Verrechnungspreise als weitere Methode berücksichtigt, bei welcher der Verrechnungspreis als Ergebnis von Verhandlungen zwischen lieferndem und abnehmendem Bereich gebildet wird. Problematisch ist bei dieser Form der Verrechnungspreisgestaltung die steuerliche Angemessenheit, welche nicht eindeutig gegeben ist (vgl. Djanani/Winning, 1999, S. 257). Weitere gängige betriebswirtschaftliche Methoden der Verrechnungspreisgestaltung sind marktpreisbasierte sowie kostenorientierte Verrechnungspreise, welche ihre Entsprechung in den Standardmethoden finden und daher keiner gesonderte Abfrage bedürfen. Die Ergebnisse zeigen eine starke Dominanz der Kostenaufschlagsmethode, welche für die Verrechnung von Vorprodukten, von Fertigprodukten sowie von internen Dienstleistungen am häufigsten eingesetzt wird (vgl. Abb. 7). Diese Dominanz der Kostenaufschlagsmethode steht zwar im Einklang mit bisherigen Ergebnissen empirischer Erhebungen, ist aber in ihrer Deutlichkeit dennoch bemerkenswert (vgl. exemplarisch Deloitte, 2006, S. 24 sowie Pfaff/Stefani, 2006, S. 521). Als möglicher Grund für die starke Bevorzugung der Kostenaufschlagsmethode könnte angeführt werden, dass diese sowohl zu den gängigen betriebswirtschaftlichen als auch zu den steuerlichen Standardmethoden zählt, so dass Anwender sowohl im Bereich Steuern als auch im Controlling mit dieser Methodik vertraut sind. Zudem ist die steuerliche Angemessenheit der Kostenaufschlagsmethode grundsätzlich unproblematisch und ihre Berechnung steht im Einklang mit der Vorgehensweise der traditionellen Zuschlagskalkulation, was ihre Implementierung im Unternehmen vereinfacht. Zwar haben auch marktpreisbasierte Verrechnungspreise ihre Entsprechung in den steuerlichen Standardmethoden, jedoch ist diese Methode oftmals aufgrund fehlender Marktpreise nicht anwendbar. Diese Problematik spiegelt sich auch in den Untersuchungsergebnissen wider, wonach die Preisvergleichsmethodik lediglich in 14 bis 19 Prozent der Fälle eingesetzt wird und hier am stärksten für Fertigprodukte, für die in der Regel ein externer Marktpreis vorliegt. Überraschend ist dagegen die vergleichsweise große Nutzung von Verhandlungen als Grundlage für die Gestaltung von Verrechnungspreisen. Demgegenüber werden die transaktionsbezogenen Gewinnmethoden von den Unternehmen eher zurückhaltend eingesetzt, was darauf zurückgeführt werden kann, dass diese Methoden nach deutschem Recht erst seit Überarbeitung der Verwaltungsgrundsätze-Verfahren im Jahr 2005 steuerrechtlich zulässig sind. Bei Einsatz der Kostenaufschlagsmethode wurde zudem nach Bezugsbasis und Umfang der zu verrechnenden Kosten gefragt (vgl. Abb. 8). Während bei einer Unterscheidung nach dem zeitlichen Bezug der Kosten Normal-, Ist- und Plankosten in annähernd gleich großem Umfang für die Ermittlung der Kosten eingesetzt werden, stellen bezüglich des Umfangs der einzubeziehenden Kosten Vollkosten über alle Wertschöpfungsstufen hinweg den bevorzugten Umfang der zu verrechnenden Kosten dar. Dieses klare Ergebnis könnte sowohl auf eine in verschiedenen empirischen Erhebungen konstatierte Präferenz von Vollkosten- gegenüber Teilkostenrechnungssystemen zurückzuführen sein (vgl. Homburg u. a., 2000, S. 248 ff. sowie Schäffer/Steiners, 2005, S. 322 ff.) als auch auf das Prinzip der Kostenaufschlagsmethode, bei der durch die Berücksichti- 582 VERRECHNUNGSPREISE CONTROLLING-SCHWERPUNKT CONTROLLING – ZEITSCHRIFT FÜR ERFOLGSORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG Bezugsbasis Normal kosten Istkosten Plankosten Zielkosten Andere Bezugsbasis Summe n Vorprodukte 34 % 35 % 24 % 7 % 0 % 100 % 107 Fertigprodukte 29 % 37 % 25 % 5 % 4 % 100 % 100 Dienstleistungen 12 % 54 % 32 % 3 % 0 % 100 % 112 Markenrechte 9 % 43 % 21 % 4 % 23 % 100 % 53 Kostenumfang Vollkosten Teilkosten Grenzkosten Anderer Kostenumfang Summe n Vorprodukte 77 % 20 % 2 % 1 % 100 % 86 Fertigprodukte 77 % 14 % 5 % 5 % 100 % 88 Dienstleistungen 81 % 14 % 4 % 1 % 100 % 96 Markenrechte 69 % 6 % 2 % 22 % 100 % 49 Abb. 8: Bezugsbasis und Kostenumfang bei der Kostenaufschlagsmethode gung von Zuschlagssätzen letztlich ohnehin eine Verrechnung von Vollkosten erfolgt. Neben den genannten Verrechnungspreismethoden wurde zudem nach dem Abschluss von Advance Pricing Agreements (APAs) gefragt. Bei diesen handelt es sich um eine im Vorhinein geschlossene Vereinbarung zwischen dem Steuerpflichtigen und der Steuerverwaltung bezüglich der Bestimmung der Verrechnungspreismethode für bestimmte Geschäftsvorfälle in einem bestimmten Zeitraum (vgl. APA-Gr). Zwar können hierdurch die Unsicherheit bezüglich der steuerlichen Angemessenheit der Verrechnungspreisgestaltung und damit einhergehende Risiken verringert werden, jedoch dürfen Ressourcen- und Personalbeanspruchung des Genehmigungsverfahrens sowie die Risiken, die von der Bereitstellung internen Datenmaterials ausgehen, nicht unterschätzt werden. Diese Problematik spiegelt sich auch im Umfang des Einsatzes von Advance Pricing Agreements bei den befragten Unternehmen wider. Je nach Leistungsart geben zwischen 7 und 16 Prozent der befragten Unternehmen an, bereits ein Advance Pricing Agreement unter Beteiligung der deutschen Finanzbehörden abgeschlossen zu haben. Für ausländische Finanzbehörden liegt dieser Prozentsatz je nach Leistungsart bei 11 bis 18 Prozent. Dabei ist der Anteil der Unternehmen, die Advance Pricing Agreements abschließen, sowohl in Deutschland als auch im Ausland für Fertigprodukte am höchsten und für Markenrechte am niedrigsten ........................................................ Fazit ........................................................ Die vorliegende Untersuchung liefert erstmalig empirische Ergebnisse zur Ausgestaltung sämtlicher Parameter von Verrechnungspreissystemen über Branchengrenzen hinweg. Als bedeutendste Funktionen der Verrechnungspreisgestaltung werden dabei steuerliche Compliance und Transparenz identifiziert, was die steuerliche Bedeutung der Verrechnungspreisgestaltung in der Praxis unterstreicht. Während die steuerlichen Funktionen von Verrechnungspreissystemen bereits relativ gut erfüllt werden, besteht bei den Funktionen Transparenz, Vereinfachung und Entscheidungsunterstützung der vergleichsweise größte Handlungsbedarf. Diese Funktionen bieten damit umgekehrt gute Chancen, sich durch die Gestaltung des Verrechnungspreissystems Vorteile zu verschaffen. Die zunehmende Bedeutung steuerrechtlicher Regelungen für die Verrechnungspreisgestaltung spiegeln sich bislang nicht in der gleichzeitigen Verwendung verschiedener Verrechnungspreise – sogenannten Zweikreissystemen oder dualen Verrechnungspreisen – wider. Auch Advance Pricing Agreements als Instrument zur Vermeidung von Verrechnungspreiskonflikten mit den Finanzbehörden werden bislang lediglich in geringem Umfang von den befragten Unternehmen genutzt. Eine zentrale Herausforderung besteht dabei jeweils darin, den Aufwand zu reduzieren, der mit diesen Gestaltungsparametern von Verrechnungspreissystemen verbunden ist, um so eher von den Vorteilen profitieren zu können. Demgegenüber wird die Verwendung von Verhandlungen als Methode der Verrechnungspreisgestaltung trotz ihrer problematischen steuerlichen Angemessenheit bei einigen befragten Unternehmen verwendet. Darüber hinaus kann im Einklang mit früheren empirischen Erhebungen eine bevorzugte Anwendung der Kostenaufschlagsmethode auf Basis von Vollkosten festgestellt werden. Hier sind in weiterführenden Analysen Unterschiede zwischen innerstaatlichem und grenz- überschreitendem Kontext zu untersuchen. Schließlich kann insbesondere für die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Marketing eine Einschränkung der Transaktionsfreiheit beobachtet werden; dieser Gestaltungsparameter sollte entsprechend bei strategischen Überlegungen verstärkt einbezogen werden. Keywords  coordination  empirical study  taxes  transfer prices  transfer pricing method Summary Transfer pricing systems of multinational enterprises do not only consist of the transfer pricing method itself; they also comprise the sourcing decision, the question of whether one or two sets of transfer prices are used and other administrative parameters. We conducted a large-scale empirical investigation on these parameters of transfer pricing systems. As supposed, the results highlight the importance of tax compliance for the design of transfer pricing systems. This is reflected by the prevalent use of cost-based transfer prices; however, the use of multiple sets of transfer prices is not widespread. We also show that the sourcing decision is closely linked to strategic decisions. Literatur Deloitte, Teile eines Ganzen. Empirische Studie zur Steuerung von Konzernen mit transnationaler Wertschöpfung, http://www. deloitte.com/dtt/cda/doc/content/de_consulting_ cfoservices_SteuerungTransnationaleWertschoepfung_260406.pdf , Stand: 12.07.2009. Djanani, C.,Winning, M., Der Verrechnungspreis im Spannungsfeld zwischen betriebswirtschaftlichen und steuer(recht)lichen Anforderungen, in: Kutschker, M. (Hrsg.), Perspektiven der internationalen Wirtschaft, Wiesbaden 1999, S. 243–267. Ewert, R., Wagenhofer, A., Interne Unternehmensrechnung, 7. Aufl., Berlin u. a. 2008. Verrechnungspreissysteme in der Unternehmenspraxis 583 21. Jahrgang 2009, Heft 11 Von Geert Hofstede, Universität Maastricht, Niederlande und Gert-Jan Hofstede, Universität Wageningen, Niederlande 4. Auflage 2009. XVI, 555 Seiten. Kartoniert € 19,90 (dtv-Band 50807) Der Wegweiser zur interkulturellen Zusammenarbeit Die Polarisierung der Welt ist heute bedenklicher als am Ende des Kalten Krieges, trotz freiem Handel und digitaler Technik, durch die eine globale Verbundenheit zustande kam von der Science-Fiction- Autoren vor 50 Jahren nicht einmal träumten. Woran liegt es aber, dass Menschen getrennte Wege gehen, wenn doch Kooperation so klar in jedermanns Interesse liegt? Sind wir eine Spezies, die dazu verdammt ist, sich permanent miss zu verstehen und in Konflikt miteinander zu geraten? Konkrete Antworten finden Sie in diesem Buch. Der Atlas für kulturelle Werte basiert auf einer über 30-jährige Forschung. Für mehr als 70 Länder werden die unterschiedlichen Etikette und Werte anschaulich aufgezeigt. Gleichzeitig beschreibt das Buch eine revolutionäre Theorie des kulturellen Relativismus und seiner Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Berufen. Gibt wertvolle kulturelle Tipps für Führungskräfte, Mitarbeiter, Dozenten und Studierende in betriebswirtschaftlichen Studiengängen mit Auslandskontakten. Andere Länder – andere Sitten Pr ei s i nk l. M wS t. / 1 55 75 2 Beck-Wirtschaftsberater im Grundsätze für die Prüfung der Einkunftsabgrenzung zwischen nahestehenden Personen mit grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen in Bezug auf Ermittlungs- und Mitwirkungspflichten, Berichtigungen sowie auf Verständigungs- und EU-Schiedsverfahren (Verwaltungsgrundsätze-Verfahren, VGrVerf), BMF-Schreiben vom 12. April 2005, IV B 4 – S. 1341 – 1/05 (BStBl I S. 570). Hummel, K., Gestaltungsparameter und Einflussfaktoren von Verrechnungspreissystemen, im Erscheinen (voraussichtlich 2010). Homburg, C., Weber, J., Karlshaus, J. T., Aust, R., Interne Kundenorientierung der Kostenrechnung? Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in deutschen Industrieunternehmen, in: Die Betriebswirtschaft, 60. Jg. (2000), H. 2, S. 241–256. Küpper, H.-U., Controlling: Konzeption, Aufgaben, Instrumente, 5. Aufl., Stuttgart 2008. Kreuter, A., Verrechnungspreise in Profit- Center-Organisationen, 2. Aufl., München und Mering 1999. Merkblatt für bilaterale und multilaterale Vorabverständigungsverfahren auf der Grundlage der Doppelbesteuerungsabkommen zur Erteilung verbindlicher Vorabzusagen über Verrechnungspreise zwischen international verbundenen Unternehmen (APA-Gr) vom 05. Oktober 2006. Pfaff, D., Stefani, U., Verrechnungspreise in der Unternehmenspraxis – Eine Bestandsaufnahme zu Zwecken und Methoden, in: Controlling, 18. Jg. (2006), H. 10, S. 517–524. Schäffer, U., Steiners, D., Wie nutzen Geschäftsführer und Vorstände in deutschen Industrieunternehmen ihre Kostenrechnung, in: Controlling, 17. Jg. (2005), H. 6, S. 321– 325. Schmalenbach, E., Über Verrechnungspreise, in: Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung, 3. Jg. (1909), S. 165–185. Staubach, S., Effektiver Einsatz interner Verrechnungspreise. 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Abstract

Month by month, Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung publishes peer-reviewed, applied research contributions for business management, accounting and reporting. Key elements of succesful corporate controlling are presented in an analytic, well-structured manner.

Language: German.

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Zusammenfassung

Die Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung liefert Monat für Monat fundierte und anwendungsorientierte Fachbeiträge für das Management sowie das Finanz- und Rechnungswesen in Unternehmen. Klar gegliedert und strukturiert werden für alle Controlling-Bereiche die Faktoren für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung aufgezeigt.

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