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Danksagung in:

Ilko-Sascha Kowalczuk

Die Übernahme, page 286 - 288

Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde

6. Edition 2020, ISBN print: 978-3-406-74020-6, ISBN online: 978-3-406-77053-1, https://doi.org/10.17104/9783406770531-286

Series: C.H.Beck Paperback, vol. 6355

C.H.BECK, München

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Bibliographic information
Danksagung Zu danken habe ich sehr vielen Menschen. Zweien von ihnen verdanke ich diesmal besonders viel. Mein Lektor Sebastian Ullrich vom Verlag C.H.Beck hat entscheidend dazu beigetragen, dass aus meinen Überlegungen eine strukturierte und lesbare Darstellung entstanden ist. Unsere Zusammenarbeit dauert nun bereits zehn Jahre an: Ich bin wirklich glücklich darüber, nicht nur aus historischer Literatur seither erfahren zu dürfen, was es heißt, einen echten, einen exzellenten Lektor zu haben, der Kritiker, Förderer und Freund zugleich ist. Einen solchen Büchermacher, keinen Buchmacher, an meiner Seite zu wissen, lässt mich an unseren nächsten, wieder weitaus aufwendigeren Buchprojekten nicht verzweifeln. Es gab einen Erstleser dieses Buches, wie ich ihn mir nicht besser und geeigneter wünschen konnte. Maximilian, das älteste unserer vier Kinder, ist kurz nach der Herstellung der deutschen Einheit geboren worden. Meine beste Freundin Susan und ich gehen nun schon, so lange die deutsche Einheit währt, unser Leben gemeinsam, sind gemeinsam zusammen erwachsen geworden. Sie ist meine wichtigste Diskussionspartnerin für alle Lebens-, für alle intellektuellen Fragen. Für unseren Max ist vieles Geschichte und doch fast alles sehr nah, was in diesem Buch geschildert und problematisiert wird. Daher bin ich ihm sehr dankbar, dass er sich trotz vielfältiger anderer Verpflichtungen die Zeit und den Raum nahm und den ersten Entwurf dieses Buches gründlich las und mit mir über seine Leseeindrücke und Gedanken dazu sprach. Max half mir entscheidend, dort nachzubessern und genauer zu argumentieren, wo für mich alles klar schien, für ihn aber Fragen offengeblieben waren. Ihm und seinen Geschwistern Joshua, Camillo und Amélie sei dieses Danksagung | 287 Buch in der Hoffnung gewidmet, dass sie ihr gesamtes Leben in Freiheit, Demokratie und Rechtssicherheit genießen können. Ilko-Sascha Kowalczuk Berlin-Prenzlauer Berg und Bayreuth-Destuben zwischen dem 18. März, 23. Mai und 17. Juni 2019 Anmerkungen 1 | Zwischen Aufbruch und Abbruch 1 Vgl. Christoph Links, Sibylle Nitsche, Antje Taffelt (Hrsg.): Das wunderbare Jahr der Anarchie. Von der Kraft des zivilen Ungehorsams 1989/90. Berlin 2009. 2 Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert. München 2014, S. 628 – 629; Andreas Wirsching: Demokratie und Globalisierung. Europa seit 1989. München 2015, S. 184 – 197; Adam Tooze: Crashed. Wie zehn Jahre Finanzkrise die Welt verändert haben. Berlin 2018. 3 Aus vielen Beispielen siehe aktuell: Axel Honneth: Die Idee des Sozialismus. Versuch einer Aktualisierung. Erweiterte Ausgabe, Berlin 2017. 4 Vgl. z. B. Datenreport 2018. Ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland. Hrsg. Statistisches Bundesamt, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Bonn 2018, S. 248. 5 Sehr lesenswert: Madeleine Albright: Faschismus. Eine Warnung. Köln 2018. 6 Es gibt allerdings ein Problem mit diesen und vielen anderen «aktuellen» Zahlen, die in den Medien kursieren und zu heftigen Reaktionen und öffentlichen Debatten führen: Sie stellen nur Hochrechnungen auf der Grundlage kleiner Gruppen dar. Die letzten wirklich validen Berechnungen stammen aus der Mitte der 1990 er Jahre. Wenn dann noch aktuell von Zahlen mit Angaben hinter dem Komma, wie z. B. nur 1,7 Prozent der Führungskräfte seien Ostdeutsche, die Rede ist, dann bewegt sich das außerhalb wissenschaftlicher Seriosität. 7 Michel Serres: Was genau war früher besser? Ein optimistischer Wutanfall. Berlin 2019; speziell zum Rückgang der Gewalt überzeugend: Steven Pinker: Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit. Frankfurt/M. 2013. 8 Francis Fukuyama: Identität: Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet. Frankfurt/M. 2019. 9 Pankaj Mishra: Das Zeitalter des Zorns. Eine Geschichte der Gegenwart. Frankfurt/M. 2017. 10 Jan-Werner Müller: Was ist Populismus. Ein Essay. Berlin 2016. 11 Hartmut Rosa: Beschleunigung und Entfremdung. Entwurf einer Kritischen Theorie spätmoderner Zeitlichkeit. 6. Aufl., Berlin 2018, S. 89 – 92. 12 Siehe auch: Ders.: Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne. 11. Aufl., Frankfurt/M. 2016; ders.: Unverfügbarkeit. Wien, Salzburg 2018.

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Zusammenfassung

Dreißig Jahre nach dem Mauerfall ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Was genau lief im Osten ab, als er vom Westen übernommen wurde? Worin unterscheidet sich Ostdeutschland von anderen Regionen in der Bundesrepublik? Und weshalb sind Populisten und Extremisten hier so erfolgreich? Ohne Scheuklappen stellt der ostdeutsche Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk in seinem Buch harte Fakten neben persönliche Erfahrungen - und liefert damit das politische Buch der Stunde.

Die Revolution in der DDR kam völlig überraschend. Als die Mauer fiel, hatte niemand damit gerechnet. Die Herstellung der deutschen Einheit erfolgte in einem rasanten Tempo. Fast nichts blieb im Osten so, wie es war. Die Menschen mussten ihren Alltag, ihr Leben von heute auf morgen komplett neu einrichten. Die sozialen Folgen waren enorm und sind im Westen bis heute meist unbekannt. Ilko-Sascha Kowalczuk erklärt in seinem kurzweiligen Essay, wie sich die Umwandlung Ostdeutschlands vollzog, welche Gewinne und Verluste die Menschen dort verbuchten und wie die ostdeutsche Gegenwart mit der Vergangenheit von vor und nach 1989 zusammenhängt. Er entfaltet dabei ein breites politisches, ökonomisches und gesellschaftliches Panorama - mit Ecken und Kanten, voller Überraschungen und Zuspitzungen. Eine kontroverse Debatte zum Jubiläum ist garantiert.