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§ 1. Einführung in:

Rudolf Rengier

Strafrecht Besonderer Teil II, page 1 - 4

Delikte gegen die Person und die Allgemeinheit

22. Edition 2021, ISBN print: 978-3-406-75888-1, ISBN online: 978-3-406-75889-8, https://doi.org/10.17104/9783406758898-1

Series: Grundrisse des Rechts

Bibliographic information
§ 1. Einführung I. Strukturen des Besonderen Teils Nach dem üblichen Gliederungsprinzip unterscheidet man zwischen Straftaten, die Individualrechtsgüter verletzen, und solchen, die gegen Rechtsgüter der Allgemeinheit gerichtet sind (dazu bereits Rengier, BT I, § 1 Rn. 1). Von den Individualdelikten ist der größte Komplex (Vermögensdelikte) im ersten Band meines Lehrbuchs zum Besonderen Teil behandelt. Mit dem anderen großen Komplex, den Delikten gegen die Person, beginnt der vorliegende zweite Band. Daneben enthält der „BT II“ die Straftaten gegen die Allgemeinheit. II. Insbesondere die Straftaten gegen die Person Bei den Delikten gegen den Einzelnen orientiert sich der systematische Aufbau am Rang der geschützten Rechtsgüter. Am Anfang stehen die Straftaten gegen das Leben und gegen das werdende Leben. Es folgen die Taten gegen die körperliche Unversehrtheit und gegen die persönliche Freiheit. Diese Ordnung entspricht weitgehend auch der gesetzlichen Systematik (16. bis 18. Abschnitt). Weitere Kapitel haben die Straftaten gegen die Ehre, den Hausfriedensbruch sowie die Delikte gegen den persönlichen Lebens- und Geheimbereich zum Gegenstand. III. Insbesondere die Straftaten gegen die Allgemeinheit Im Bereich der Universalrechtsgüter gibt es weniger anerkannte systematische Prinzipien. An die Spitze gestellt sind die Urkundenstraftaten und die damit zusammenhängenden Geldfälschungsdelikte. Nach den gemeingefährlichen Straftaten werden die Verkehrsdelikte erörtert, bei denen wegen des Sachzusammenhangs auch § 142 eingeordnet wird, obwohl es sich um einen Vermögensgefährdungstatbestand handelt. Umgekehrt erlangt § 316a typischerweise im Zusammenhang mit den §§ 249–255 Aktualität und findet dementsprechend dort seinen Platz (Rengier, BT I, § 12). 1 2 3 Nach den anschließend behandelten Umweltdelikten werden die Straftaten gegen die Rechtspflege erörtert. Zumindest auch zu den Rechtspflegedelikten kann man die §§ 257, 258, 258a, 261 zählen. Da es sich hierbei um Anschlussstraftaten handelt, sind strukturelle und didaktische Gründe der Anlass dafür gewesen, die §§ 257–261 geschlossen im ersten Band darzustellen (Rengier, BT I, §§ 20–23). Am Ende des Buches stehen die Straftaten gegen die öffentliche Staatsgewalt und Ordnung sowie die Straftaten im Amt. IV. Zur Benutzung des Lehrbuchs Die Bände „BT I“ und „BT II“ können selbstverständlich unabhängig voneinander benutzt werden, bilden allerdings auch eine Einheit: Querverweise zwischen den Bänden sollen übergreifende Zusammenhänge und parallele Fragestellungen hervortreten lassen. Ferner habe ich mich wie schon im Band I darum bemüht, solche Fragen des Allgemeinen Teils in die Darstellung zu integrieren, die mit bestimmten Tatbeständen des Besonderen Teils eng zusammenhängen. Weitgehend um „AT-Fragen“ geht es z. B. in den " §§ 5, 8 und 20 dieses Buches. Auch bei den erfolgsqualifizierten Delikten bereiten die „allgemeinen“ Fragestellungen erhebliche Probleme (vgl. insbesondere " §§ 15, 16). Konkurrenzfragen werden (nicht nur) in den Falllösungen mit angesprochen. Schließlich kann der Leser mit Hilfe des Stichwortverzeichnisses einschlägige AT-Stellen finden (siehe etwa die Stichworte Besondere persönliche Merkmale, Erfolgsqualifizierte Delikte, Gefahr, Irrtum, Konkurrenzen, Täterschaft und Teilnahme, Versuch). Was meine „Empfehlungen zur vertiefenden Lektüre“ betrifft, so darf ich auf die Ausführungen in BT I, § 1 Rn. 10 verweisen. Kurz zusammengefasst: Es handelt sich um eine unter didaktischen Aspekten getroffene gezielte Auswahl, die Anregungen für ein ergänzendes und unbedingt empfehlenswertes Vertiefungsstudium geben will. Im Übrigen findet der Leser in BT I, § 1 Rn. 8, 9, 11 noch weitere kurze Hinweise, auf die ebenfalls verwiesen sei. Sie betreffen u. a. den Umgang mit den Fällen, die den einzelnen Paragrafen vorangestellt sind. Den Hinweis zum Pflichtfachstoff (BT I, § 1 Rn. 12) möchte ich an dieser Stelle wiederholen: Die meisten Prüfungsordnungen haben im Bereich des Besonderen Teils gewisse Stoffbegrenzungen normiert, 2 § 1 Einführung 4 5 6 7 8 9 die unterschiedlich ausfallen und mit denen insbesondere die fortgeschrittenen Studierenden vertraut sein sollten. Was nicht zum Prüfungsstoff gehört, ist in Hausarbeiten und Klausuren auch dann nicht zu erörtern, wenn allgemein nach der Strafbarkeit der Beteiligten gefragt wird. § 1. Einführung 3

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Zusammenfassung

Dieser verständlich geschriebene Grundriss behandelt die Nichtvermögensdelikte fallorientiert und klar strukturiert. Er konzentriert sich auf das, was Sie in Prüfung und Examen wissen müssen.

Die Vorteile des Buches:

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Das Buch ist Ihr idealer Begleiter im Studium!

In der gleichen Reihe lieferbar:

Rengier, Strafrecht – Allgemeiner Teil Rengier, Strafrecht – Besonderer Teil I: Vermögensdelikte