Content

Jonathan Voges, Karsten Uhl: Humane Rationalisierung? Die Raumordnung der Fabrik im fordistischen ... in:

Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, page 136 - 140

ZUG, Volume 61 (2016), Issue 1, ISSN: 0342-2852, ISSN online: 0342-2852, https://doi.org/10.17104/0342-2852-2016-1-136

Browse Volumes and Issues: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte

C.H.BECK, München
Bibliographic information
136 Buchbesprechungen chenden Schreibstils auch einem breiten Leserpublikum gefallen wird. Mannheim Alexander Donges Karsten Uhl, Humane Rationalisierung? Die Raumordnung der Fabrik im fordistischen Jahrhundert, transcript, Bielefeld 2014, 404 S., € 39,99. Mit seinem ansprechend aufgemachten Buch legt Karsten Uhl eine thesenstarke Arbeit vor, die es sich zum Ziel genommen hat, sowohl in der Zeitgeschichtsschreibung als auch in den Sozialwissenschaften vorhandene Vorstellungen vom Wandel der Ordnung der Fabrik im 20. Jahrhundert grundlegend zu erschüttern. Seine grundsätzliche Annahme ist dabei ebenso überzeugend wie auf den ersten Blick simpel: Es könne nicht von einem Bruch von fordistischer Herrschaftsausübung im Betrieb hin zu einer humaneren Gestaltung der Arbeitsplätze im ‹Postfordismus› ausgegangen werden. Beide Theoreme seien nicht getrennt voneinander zu betrachten, sondern Gegenstände desselben Diskurses. Anstatt von Brüchen (wie vor allem noch von Doering-Manteuffel und Raphael vorgeschlagen), müsse vielmehr von fließenden Übergängen gesprochen werden. Ja, noch mehr: Humanisierung sei nicht als Gegensatz zur Rationalisierung zu verstehen, sondern integraler Bestandteil dieses Prozesses. Zwar ist es nicht ein unbedingt neuer Ansatz, Ähnlichkeiten von Managementlehren aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit als Neuerungen gefeierten Innovationen seit den 1970er Jahren herauszuarbeiten (vgl. dazu zum Beispiel die Arbeit von Gertraude Krell zu Versuchen der «Vergemeinschaftende[n] Personalpolitik»), doch geht Uhl noch einen Schritt weiter. Zum einen, indem er den theoretischen Fragehorizont ausweitet und sich (nicht in modischer Anbiederung, sondern unter Aufwendung einer stringenten Argumentation) foucaultianischer Begrifflichkeiten bedient. Zum anderen, indem er die Industriefotografie als ernstzunehmende Quelle heranzieht, die sowohl in ihrem inszenatorischen Charakter dekonstruiert wird, aus der zum anderen aber durchaus auch Informationen zur räumlichen Gestaltung der Fabrik, zu Möglichkeiten des «Eigen-Sinns» von Arbeitern (Lüdtke) sowie zu disziplinarischen Maßnahmen, diesen entweder zu unterbinden oder dem Betriebsablauf dienlich zu machen, gewonnen werden können. In seiner fünf verschiedene politische Systeme übergreifenden Analyse (vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik bzw. DDR) gelingt es Uhl so zum einen die Grenzen der Erklärungskraft politischer Zäsuren für die Herrschaftsausübung in der Fabrik deutlich zu machen – dies insbesondere auch durch eine dezidiert geschlechtergeschichtliche Perspektive. Zum anderen gelingt es ihm sowohl im Diskurs als auch in der betrieblichen Praxis Vorformen ‹humaner› Ausgestaltung des Arbeitsplatzes auszumachen: so in der zunehmenden Wahrnehmung der Arbeiter als Mitarbeiter mit speziellen Verantwortlichkeiten und einem Vertrauensvorschuss seitens des Unternehmens, in der nationalsozialistischen Kampagne zur «Schönheit der Arbeit» oder in der Tarifpartnerschaft der Nachkriegszeit. Gleichzeitig wiederholt Uhl auch immer den Hinweis auf die beschränkte Reichweite derart ‹humaner› Arbeitsverhältnisse, weist sowohl auf die geschlechtlichen als auch die ethnischen Grenzen der Gewährung von Freiräumen hin und belegt eindrücklich auch die fortgesetzte fabrikinterne Disziplinierung durch Kontrolle oder durch eine gezielte Ausgestaltung des Raumes. Aus einer genuin historischen Perspektive hinterfragt Uhl so überaus gewinnbringend vorgebliche Gewissheiten und wartet mit empirisch gut begründeten Gegenthesen zu landläufigen Erklärungsmodellen auf. Bad Pyrmont Jonathan Voges ZUG 1/61/2016 Buchbesprechungen 137 Anna Bálint, Sulzer im Wandel: Innovation aus Tradition, Hier und Jetzt Verlag, Baden 2015, 640 S., € 53,00. Ina Bartmann, Gefrorene Musik. Das Henkelwerk in Düsseldorf 1900-1914. Ein außergewöhnlicher Unternehmer und sein Architekt, Klartext Verlag, Essen 2014, 400 S., € 29,95. Peter Karl Becker/Sebastian Liebold, Kleiner Markt im großen Plan. Drei Unternehmerinnen in der DDR, Sax Verlag, Markkleeberg 2015, 80 Seiten, € 9,80. Susanne Bennewitz, Ein Außenseiter handelt: Der Kaufmann Isaac Dreyfus (1785-1845) in Basel, Wallstein Verlag, Göttingen 2014, 208 S., € 24,90. Marc Birchen, Die Firmenbeteiligung der ARBED im Osteuropa der Nachkriegszeit: Luxemburger Wirtschaftsdiplomatie im Kalten Krieg, Peter Lang Verlagsgruppe, Frankfurt a. M. 2015, 479 S., € 64,95. Christian Böse/Michael Farrenkopf, Zeche am Strom. Die Geschichte des Bergwerks Walsum, Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 2014, 514 S., € 25,00. Stefan Brakensiek/Rolf Kiessling/Werner Trossbach/Clemens Zimmermann (Hrsg.), Grundzüge der Agrargeschichte Bd. 3, Böhlau Verlag, Köln 2014, 800 S., € 69,90. Thomas David/Tobias Straumann/Simon Teucher (Hrsg.), Neue Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte, Chronos Verlag, Zürich 2015, 254 S., € 36,00. Sebastian Demel, Auf dem Weg zur Verantwortungsgesellschaft: Ernst Abbe und die Carl Zeiss-Stiftung im deutschen Kaiserreich, Wallstein Verlag, Göttingen 2014, 565 S., € 49,90. Ingrid Dietsch, Friedrich Johannes Frommann (1797-1886) und der deutsche Buchhandel, Sax Verlag, Markkleeberg 2015, 160 S., € 18,00. Richard Ehrenberg, Die Unternehmungen der Brueder Siemens: bis zum Jahre 1870, Vero Verlag GmbH & Co.KG, Norderstedt 2014, 548 S., € 44,90. Rudy Ernst, Portrait eines Schweizer Industrie- und Bank-Pioniers. Zum 150. Geburtstag von Dr. Rudolf J. Ernst, CreateSpace Independent Publishing Platform 2016, 366 S., € 44,19. Sandro Fehr, Die Erschliessung der dritten Dimension. Entstehung und Entwicklung der zivilen Luftfahrtinfrastruktur in der Schweiz, 1919-1990, Chronos Verlag, Zürich 2014, 342 S., € 47,50. Silke Fengler, Kerne, Kooperation und Konkurrenz. Kernforschung in Österreich im internationalen Kontext (1900-1950) (Wissenschaft, Macht und Kultur in der modernen Geschichte, Bd. 3), Böhlau Verlag, Köln 2014, 352 S., € 49,00. Christiane Fritsche, «Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus» (Sonderveröffentlichung des Stadtarchivs Mannheim, Band 43), verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2014, 64 S., € 12,00. Michael Gamper/Ingrid Kleeberg (Hrsg.), Größe. Zur Medien- und Konzeptgeschichte personaler Macht im langen 19. Jahrhundert, Chronos Verlag, Zürich 2015, 352 S., € 46,00. Gunnar Gawehn, Kohle - Erz - Chemie. Die Geschichte des Bergwerks Auguste Victoria, Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 2015, 408 S., € 45,00. Rüdiger Gerlach, Betriebliche Sozialpolitik im historischen Systemvergleich. Das Volkswagenwerk und der VEB Sachsenring von den 1950er bis in die 1980er Jahre (VSWG - Beihefte 227), Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2014, 457 S., € 69,00. Alfred Gottwaldt, Benno Orenstein: Ein jüdischer Lokomotivbauer, Hentrich und Hentrich, Berlin 2015, 86 S., € 8,90. Alfred Gottwaldt/Paul Levy (Hrsg.), Ingenieur der Hedschasbahn und der Reichsbahn, Hentrich und Hentrich, Berlin 2014, 92 S., € 9,90. Helmut Heckelmann, Maria Clementiene Martin (1775-1843): Ordensfrau, «Quacksalberin», Unternehmerin, Monsenstein und Vannerdat, Münster 2014, 333 S., € 18,50. Zur Rezension in der Geschäftsstelle eingegangene Bücher ZUG 1/61/2016 138 Buchbesprechungen Die zur Rezension eingegangenen Buchtitel können bei der Schriftleitung angefragt werden. Eine jeweils aktuelle Liste der eingegangenen Bücher steht über die Homepage der GUG (www.unternehmensgeschichte.de) zur Verfügung. Laura Herr, Arbeit ist des Bürgers Zierde. Das Privatbankhaus Robert Warschauer & Co. (Publikationen der Eugen-Gutmann-Gesellschaft Band 8), Eugen-Gutmann-Gesellschaft e.V., Dresden 2014, 183 S., € 18,00 (für Mitglieder der EEG kostenlos). Michael Jurk/Katrin Lege (Hrsg.), Die Garage des Zühlener Pfarrers (Beiträge zu Geschichte und Struktur der Dresdner Bank- Überlieferung im Historischen Archiv der Commerzbank, Bd. 7), Eugen-Gutmann-Gesellschaft e.V., Dresden 2014, 177 S., € 18,00 (für Mitglieder der EEG kostenlos). Ralph Klein/Manfred Rupalla, Die Wickmann-Werke. Vom Reparaturbetrieb zum Weltunternehmen, Klartext Verlag, Essen 2014, 300 S., € 24,95. Martin Krauß, Es muss und kann geholfen werden – Durch Gründung einer Vorschusskassse: Die Geschichte der Volksbank Bruchsal-Bretten eG, verlag regionalkultur, Ubstadt- Weiher 2014, 144 S., € 19,90. Christian Leitzbach, Rheinmetall: Vom Reiz, im Rheinland ein großes Werk zu errichten, Greven 2014, 1.040 S., € 49,90. Dieter Maier/Jürgen Nürnberger, Oscar und Max Levy: Europäer und Nietzsche-Apostel – Patriot und Unternehmer, Hentrich und Hentrich Verlag, Berlin 2014, 96 S., € 9,90. Benedikt Meyer, Im Flug. Schweizer Airlines und ihre Passagiere, 1919-2002, Chronos Verlag, Zürich 2015, 370 S., € 52,00. Jörn W. Mundt, Thomas Cook. Pionier des Tourismus, UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2014, 222 S., € 19,99. Arnved Nedkvitne, The German Hansa and Bergen 1100-1600 (Quellen und Darstellungen zur hansischen Geschichte, Bd. 70), Böhlau- Verlag, Köln 2014, 785 S., € 79,00. Werner Plumpe (Hg.), Eine Vision – Zwei Unternehmen: 125 Jahre Carl-Zeiss-Stiftung, C.H. Beck 2014, 472 S., € 38,00. Christian Sachse, Das System der Zwangsarbeit in der SED-Diktatur: Die wirtschaftliche und politische Dimension, Leipziger Uni-Verlag, Leipzig 2014, 498 S., € 19,90. Lisa Sanner, «Als wäre das Ende der Welt da». Die Explosionskatastrophen in der BASF 1921 und 1948, Stadt Ludwigshafen Stadtarchiv, Ludwigshafen 2015, 534 S., € 25,00. Gerhard Seibold, Wirtschaftlicher Erfolg in Zeiten des politischen Niedergangs: Augsburger und Nürnberger Unternehmner in den Jahren zwischen 1648 und 1806, Wißner-Verlag, Augsburg 2014, 1152 S., € 69,00. Miroslaw, Sikora, Die Waffenschmiede des «Dritten Reiches»: Die deutsche Rüstungsindustrie in Oberschlesien während des Zweiten Weltkrieges, Klartext Verlag, Essen 2014, 592 S., € 39,95. Raymond G. Stokes/Ralf Banken, Aus der Luft gewonnen: Die Entwicklung der globalen Gaseindustrie 1880 bis 2012, Piper Verlag, München 2014, 464 S., 29,99 €. Baris Ülker, Enterprising Migrants in Berlin, transcript Verlag, Bielefeld 2016, 260 S. € 39,99. Clemens Wischermann/Katja Patzel- Mattern/Martin Lutz/Thilo Jungkind (Hrsg.), Studienbuch institutionelle Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2015, 292 S., € 26,00. Dieter Ziegler/Jörg Lesczenski/Johannes Bähr (Hrsg.), Vertrauensbildung als Auftrag. Von der Deutsch-Amerikanischen Treuhand- Gesellschaft zur KPMG AG, Piper Verlag, München 2015, 312 S., € 29,99. Marc Zirlewagen, Bockenheimer Landstrasse 102. Von der Großbürgervilla zur Kulturinstitution. Henrich Editionen, Frankfurt a. M 2014, 224 S., € 19,95. ZUG 1/61/2016 Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. Hervorgegangen aus Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie Herausgeber im Auftrag der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.: Prof. Dr. Jan- Otmar Hesse, Universität Bayreuth (verantwortlicher Redakteur) – Prof. Dr. Christian Kleinschmidt, Universität Marburg – Prof. Dr. Werner Plumpe, Goethe-Universität Frankfurt a. M. Beraterkreis: Prof. Dr. Hartmut Berghoff, Universität Göttingen – Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Goethe-Universität Frankfurt a. M. – Prof. Dr. Raymond Stokes, University of Glasgow – Prof. Dr. Thomas Welskopp, Universität Bielefeld. Schriftleitung: Dr. Andrea H. Schneider, Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e. V., Sophienstr. 44, D-60487 Frankfurt am Main, Telefon: (069) 97203315, Telefax: (069) 97203357, Email: ahschneider@unternehmensgeschichte.de. Erscheinungsweise: Jährlich zwei Hefte. Bezugsbedingungen 2016: Jahresabonnement Print & Online A72,00, Print oder Online A54,00, Einzelheft A36,00, jeweils zuzüglich Versandkosten (Preise einschl. Mehrwertsteuer). Onlinezugang zu früheren Jahrgängen: Preis auf Anfrage. Ein Abonnement gilt, falls nicht befristet bestellt, zur Fortsetzung bis auf Widerruf. Kündi gungen des Abonnements können nur zum Ablauf eines Jahres erfolgen und müssen bis zum 15. November des laufenden Jahres beim Verlag eingegangen sein. Abo-Service: Telefon: (089) 38189–679. Adressenänderungen: Der Verlag bittet, neben dem Titel der Zeitschrift die neue und die alte Adresse anzugeben. Verlag: Verlag C.H.Beck, Wilhelmstraße 9, D-80801 München / Postanschrift: Postfach 40 03 40, D-80703 München, Telefon: (089) 38189–0, Telefax: (089) 38189–398; – Der Verlag ist oHG, Gesellschafter sind Dr. Hans Dieter Beck und Dr. h. c. Wolfgang Beck, beide Verleger in München. Anzeigen: Bertram Götz (verantwortlich), Verlag C.H.Beck, Anzeigen-Abteilung, Wilhelm straße 9, D-80801 München/Postanschrift: Postfach 40 03 40, D-80703 München, Telefon: (089) 38189–781, Telefax: (089) 38189–782. Manuskripte von Aufsätzen und Miszellen werden an die Schriftleitung erbeten. Aufsätze sollen den Umfang von 25 Druckseiten nicht überschreiten. Abgedruckt werden nur Originalmanuskripte in deutscher oder englischer Sprache, keine Übersetzungen. Der Schriftleitung angebotene Beiträge dürfen nicht gleichzeitig in anderen Zeitschriften veröffentlicht werden. Gutachterverfahren: Diese Zeitschrift hat den Status eines «refereed journals». Sämtliche eingereichten Aufsätze unterliegen einem anonymen Gutachterverfahren, das über die Aufnahme in diese Zeitschrift entscheidet. Artikel, die in dieser Zeitschrift erscheinen, werden in HISTORICAL ABSTRACTS und AMERICA: HISTORY AND LIFE zusammengefasst und gelistet. Die ZUG wurde im jüngsten Ranking der European Science Foundation von der Kategorie INT2 in INT1 gehoben. Rezensionen und Rezensionsexemplare werden erbeten an die Schriftleitung. Für unverlangt eingesandte Rezensionsexemplare wird keine Haftung übernommen. Textverarbeitung: Aufsätze, Miszellen und Re zensionen werden als Email-Attachment an ahschneider@unternehmensgeschichte.de erbeten. Das Formblatt für die Zeitschrift steht unter www.unternehmensgeschichte.de zum Download bereit. Ein Verzeichnis aller Beiträge mit Abstracts (soweit vorhanden) aller Jahrgänge der Zeitschrift für Unternehmensgeschichte sowie der Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie ist online verfügbar: www.unternehmensgeschichte.de. Der Gesamtinhalt der ZUG wurde digitalisiert und ist unter www.jstor.org zu finden. © Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. Satz: Kösel Media GmbH, Krugzell; Druck und Bindung: Druckhaus Nomos, Sinzheim Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier (hergestellt aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff) Umschlagreihengestaltung: Uwe Göbel, München ISSN 0342-2852 Zeitschrift für Unternehmensgeschichte (ZUG) Vorstand Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher, Wirtschaftsprüfer, Berg, Vorsitzender – Dr. Thomas Birtel, Vorsitzender des Vorstandes der Strabag SE, stellvertretender Vorsitzender – Dr. Alexander Tesche, Mitglied des Vorstandes der Ed. Züblin AG, Schatzmeister – Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Goethe- Universität Frankfurt a. M. – Friedrich von Metzler, B. Metzler seel. Sohn & Co. – Prof. Dr. Clemens Börsig, Vorsitzender des Vorstandes der Deutsche Bank Stiftung, Vorsitzender des Kuratoriums – Prof. Dr. Werner Plumpe, Goethe-Universität Frankfurt a. M., Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates Wissenschaftlicher Beirat Prof. Dr. Werner Plumpe, Goethe-Universität Frankfurt a. M., Vorsitzender – Prof. Dr. Cornelia Rauh, Leibniz Universität Hannover, stellvertretende Vorsitzende – Prof. Dr. Hartmut Berghoff, Universität Göttingen – Prof. Dr. Carsten Burhop, Universität Wien – Prof. Dr. Ulrich Herbert, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse, Universität Bielefeld – Prof. Dr. Christian Kleinschmidt, Philipps-Universität Marburg – Dr. Helen Müller, Bertelsmann AG – Prof. Dr. Alexander Nützenadel, Humboldt-Universität Berlin – Prof. Dr. Louis Pahlow, Goethe- Universität Frankfurt a. M. – Prof. Dr. Harm Schröter, Universität Bergen – Prof. Dr. Raymond Stokes, University of Glasgow – Prof. Dr. Ralf Stremmel, Historisches Archiv Krupp - Prof. Dr. Jörg Sydow, Freie Universität Berlin – Prof. Dr. Dieter Ziegler, Ruhr-Universität Bochum Kuratorium Prof. Dr. Clemens Börsig, Vorsitzender des Vorstandes der Deutsche Bank Stiftung, Vorsitzender – Dipl.-Ing. Matthias Madelung, Mitglied des Aufsichtsrates der Robert Bosch GmbH, stellvertretender Vorsitzender – Dr. Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Vorstandes der Linde AG – Dr. Heinrich Binder, ehem. Vorsitzender des Vorstandes der TAKATA AG – Axel Dahm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG – Dr. Ing. E.h. Heinz Dürr, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Dürr AG – Dr. Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG – Imke Ettori, Mitglied des Vorstandes der Landwirtschaftliche Rentenbank – Tileman A. Fischer, Allianz SE – Dr. Dr. h.c. Manfred Gentz, Präsident der Internationalen Handels kammer (ICC) Deutschland – Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. – Dr. Rüdiger Grube, Vorsitzender des Vorstandes der Deutsche Bahn AG – Dr. Oskar Grünwald, OMV AG – Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. – Sabine Ibach, Geschäftsführende Gesellschafterin der Rud. Ibach Sohn GmbH & Co. KG – Dipl.-Ing. Rainer Kurtz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kurtz Holding GmbH & Co. Beteiligungs KG – Dr. Klaus Liesen, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Volkswagen AG – Prof. Dr. Bolko von Oetinger, ehem. Senior Partner und Managing Director der The Boston Consulting Group GmbH – Dr. Richard Pott, ehem. Mitglied des Vorstandes der Bayer AG – Prof. Dr. Wolfgang Reitzle, Verwaltungsratspräsident der Holcim – Dr. Heinz-Peter Roß, Vorsitzender des Vorstandes der Heidelberger Leben Holding AG – Dr. Ulrich Schröder, Vorsitzender des Vorstandes der KfW Bankengruppe – Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstandes der Fraport AG – Prof. Dr. Burkhard Schwenker, Chairman of the Advisory Council der Roland Berger Strategy Consultants Holding GmbH – Dr. Christian Veith, Senior Partner und Managing Director der The Boston Consulting Group GmbH – Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstandes der UniCredit Bank AG – Dipl.-Kfm. Berndt-Michael Winter, Vorsitzender des Aufsichtsrates der MAST-Jägermeister SE Ehrenvorsitzender des GUG e.V.: Dr. Otmar Franz, Mülheim/Ruhr, Vorsitzender des Kuratoriums des RKW e.V. Zeitschrift für Unternehmensgeschichte Z ei ts ch ri ft fü r U nt er ne hm en sg es ch ic ht e 1 /2 01 6 Nr. 1/2016, 61. Jahrgang Verlag C.H.Beck • München Journal of Business History In Verbindung mit Hartmut Berghoff, Carsten Burhop, Andreas Fahrmeir, Raymond Stokes und Thomas Welskopp Herausgegeben im Auftrag der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte von Jan-Otmar Hesse, Christian Kleinschmidt und Werner Plumpe 3250201601 Informationen zum eBook-Angebot: www.mohr.de/ebooks Mohr Siebeck Tübingen info@mohr.de www.mohr.de Angelika Königseder Walter de Gruyter Ein Wissenschaftsverlag im Nationalsozialismus Der Wissenschaftsverlag Walter de Gruyter agierte während der NS-Herrschaft überaus erfolgreich. Angelika Königseder zeigt, wie er unter der Führung von Herbert Cram die ideologische Neuausrichtung von Staat und Gesellschaft akzeptierte, daran partizipierte und erheblich davon profitierte. Der deutschnational gesinnte Herbert Cram war kein Nationalsozialist, das hinderte ihn aber nicht daran, sich als Verleger mit den neuen Machthabern zu arrangieren. Der Verlag bemühte sich einerseits darum, die Qualitätsstandards eines wissenschaftlichen Universalverlages aufrecht zu erhalten, suchte aber zugleich die Nähe zu staatlichen Institutionen und dort angesehenen Wissen schaftlern. Die Geschäftspolitik des Verlages Walter de Gruyter unterschied sich damit nicht von der vieler anderer mittelständischer Unternehmen im national sozialistischen Deutschland. 2016. Ca. 300 Seiten. ISBN 978-3-16-154393-7 Festeinband ca. € 60,– (Mai) eBook Wie hat der Wissenschaftsverlag Walter de Gruyter sich bezüglich der ideologischen Neuausrichtung von Staat und Gesellschaft nach der NS-Machtübernahme verhalten? Angelika Königseder zeigt, dass der Verlag sich zwar bemühte, die Qualitätsstandards eines wissenschaftlichen Universalverlages aufrecht zu erhalten, er aber die Nähe zu staatlichen Institutionen suchte und das Regime akzeptierte, daran partizipierte und davon profitierte.

Chapter Preview

References

Abstract

Zeitschrift für Unternehmensgeschichte (ZUG) - Journal of Business History is published by Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. in cooperation with C.H.Beck. All articles are subject to anonymous peer review.

ZUG is published two times a year.

ZUG is indexed by

  • European Reference Index for the Humanities / European Science Foundation, in top category INT1

  • Scopus

  • Google Scholar

  • ProQuest Summon Service

  • EBSCO Discovery Service

Zusammenfassung

Zeitschrift für Unternehmensgeschichte (ZUG) wird von der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. (GUG) herausgegeben. Die Beiträge zu diesem zweimal jährlich erscheinenden wissenschaftlich anerkannten Fachjournal durchlaufen ein anonymisiertes Gutachterverfahren.

Die ZUG wird indexiert von

  • European Reference Index for the Humanities / European Science Foundation, in top category INT1

  • Scopus

  • Google Scholar

  • ProQuest Summon Service

  • EBSCO Discovery Service