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I. Systematisierungsansätze der Finanzierungsformen in:

Louis Perridon, Manfred Steiner, Andreas W. Rathgeber

Finanzwirtschaft der Unternehmung, page 401 - 406

16. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-3991-5, ISBN online: 978-3-8006-4900-6, https://doi.org/10.15358/9783800649006_401

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
DAlternativen der Kapitalaufbringung Kapitelübersicht I. Systematisierungsansätze der Finanzierungsformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 389 II. Außenfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 392 1. Einlagen- und Beteiligungsfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 392 2. Grundlagen der Kreditfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415 3. Langfristige Kreditfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 427 4. Kurzfristige Kreditfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 455 5. Kreditsubstitute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 474 Weiterführende Literatur zur Systematisierung der Finanzierungsformen und Außenfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 497 Fragen: Systematisierung der Finanzierungsformen und Außenfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 498 III. Innenfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 502 1. Definition und Systematisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 502 2. Selbstfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 503 3. Finanzierung aus Umsatzeinzahlungen mittels Abschreibungen . . . . . . . . 510 4. Finanzierung aus Umsatzeinzahlungen mittels Rückstellungen . . . . . . . . . 515 5. Finanzierung durch Vermögensumschichtung (Kapitalfreisetzung) . . . . . 517 Weiterführende Literatur zur Innenfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 517 Fragen: Innenfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 517 IV. Kapitalstruktur und Verschuldungspolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 518 1. Kapitaltheoretische Ansätze zur Optimierung der Unternehmensfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 518 2. Financial Leverage und Kapitalkosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 520 3. Verschuldungsanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 528 4. Verfahren der Kapitalkostenbestimmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 546 5. Finanzierungskostenvergleich unter besonderer Berücksichtigung der Steuerbelastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 556 6. Die Bedeutung der Ausschüttungsentscheidung für die optimale Unternehmensfinanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 560 7. Einsatz von Risikomanagementinstrumenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 563 Weiterführende Literatur zu Kapitalstruktur und Verschuldungspolitik . . 566 Fragen: Kapitalstruktur und Kapitalkosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 567 D. Alternativen der Kapitalaufbringung388 V. Die neoinstitutionalistische Betrachtung der Finanzierungsbeziehung . . . . . 569 1. Abgrenzung der neoinstitutionalistischen Ansätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 569 2. Agency-Theorie und Finanzierungsbeziehungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 571 Weiterführende Literatur zur neoinstitutionalistischen Betrachtung der Finanzierungsbeziehung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 587 Fragen: Die neoinstitutionalistische Betrachtung der Finanzierungsbeziehung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 589 I. Systematisierungsansätze der Finanzierungsformen Neben den von Vermögen und Kapital bestimmten Begriffen hat sich ein an Zahlungsströmen orientierter monetärer Finanzierungsbegriff herausgebildet. Es stehen statt Kapitalveränderungen Geldströme im Vordergrund. Unter Finanzierung wird die Gesamtheit der Zahlungsmittelzuflüsse (Einzahlungen) und die beim Zugang nicht monetärer Güter vermiedenen sofortigen Zahlungsmittelabflüsse (Auszahlungen) verstanden. Der so formulierte Finanzierungsbegriff umfasst alle Formen der internen und externen Geld- und Kapitalbeschaffung einschließlich Kapitalfreisetzungseffekten. Die verschiedenen Formen der Finanzierung können nach unterschiedlichen Kriterien systematisiert werden. Traditionell wurde ein anderer Finanzierungsbegriff verwendet. Er geht vom bilanziellen Kapital (Passiva der Bilanz) als abstrakter Wertsumme aus. In seiner engsten Fassung wird von den Vertretern dieses Finanzierungsbegriffes auf der Basis des bilanziellen Kapitals nur die langfristige Kapitalbeschaffung als Finanzierung bezeichnet.1 In seiner weiteren Form umfasst der am bilanziellen Kapital orientierte Finanzierungsbegriff neben der langfristigen Kapitalbeschaffung auch die kurzfristige Kapitalaufbringung sowie die Kapitalrückzahlung und Kapitalumschichtungen im Bereich der Passiva.2 Der auf dem bilanziellen Kapital basierende Finanzierungsbegriff kann durch Einbeziehung der Vermögensseite (Aktiva der Bilanz) erweitert werden. Dieser am Vermögen orientierte Finanzierungsbegriff umfasst neben der Beschaffung externer Mittel auch die interne Kapitalaufbringung durch Gewinne, Mittelfreisetzungen, Abschreibungen usw.3 1. Nach dem Kriterium der Rechtsstellung der Kapitalgeber und der Kapitalhaftung unterscheidet man Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung (vgl. Abbildung D 1). Unter Eigenfinanzierung versteht man die Zuführung und Erhöhung des Eigenkapitals einer Unternehmung durch zahlungswirksame Einlagen der Unternehmenseigner oder aus dem zahlungswirksamen Gewinn des Unternehmens. Das Eigenkapital haftet für Verpflichtungen der Unternehmung Dritten gegenüber und stellt somit Haftungskapital dar. Über die nominelle Höhe des Eigenkapitals hinaus können abhängig von der Rechtsform der Unternehmung auch höhere Haftungsansprüche resultieren, die sich dann auch auf das Privatvermögen des Unternehmers erstrecken. Das im Rahmen der Fremdfinanzierung aufgebrachte Fremdkapital haftet dagegen nicht für Verbindlichkeiten der Unternehmung. Es begründet für die Unternehmung eine Rückzahlungsverpflichtung gegenüber den Gläubigern. Es steht grundsätzlich nur terminiert zur Verfügung und muss zu den vereinbarten Terminen getilgt werden. In Abbildung D 2 sind die aus der Überlassung von Eigenkapital bzw. Fremdkapital resultierenden Rechte und Pflichten vereinfacht dargestellt. 1 Vgl. z.B. Liefmann, Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaften, 1931. 2 So z. B. vertreten von Schmalenbach, Beteiligungsfinanzierung, 1966; derselbe, Finanzierungen, 1937. 3 Vgl. Rössle, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 1956; Beckmann, Finanzierung, 1956. D. Alternativen der Kapitalaufbringung390 2. Nach dem Kriterium der Fristigkeit der Finanzierungsformen kann in kurz-, mittelund langfristige Finanzierung unterteilt werden. Die einer solchen Differenzierung zugrunde liegenden Zeitgrenzen sind stets willkürlich gewählt. Die Statistik der Deutschen Bundesbank weist als kurzfristige Kredite solche bis zu einem Jahr, als mittelfristige Kredite über ein bis unter 4 Jahre und als langfristig solche über 4 Jahre aus. Nach dem Bilanzrichtliniengesetz (HGB 1985 und AktG 1985) ist für den Fristigkeitsausweis in der Bilanz die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten maßgebend. Nach § 268 Abs. 5 HGB ist jede Kapitalgesellschaft verpflichtet, unter den Verbindlichkeitspositionen den Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr zu vermerken. Kapitalgesellschaften haben darüber hinaus im Anhang den Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren anzugeben (§285 Nr.1 HGB). Bei Kapitalgesellschaften können somit drei Eigenfinanzierung Finanzierung Fremdfinanzierung Beteiligungsfinanzierung (Einlagenfinanzierung) Selbstfinanzierung (Finanzierung aus realisiertem Gewinn) Finanzierung aus Rückstellungen (wenn Umsätze vorliegen) Finanzierung durch Kapitalfreisetzung Innenfinanzierung Kreditfinanzierung Außenfinanzierung Abb. D 1: Einteilung der Finanzierung nach dem Kriterium der Kapitalhaftung Abb. D 2: Grundsätzliche finanzwirtschaftliche Merkmale von Eigen- und Fremdkapital Kriterien Eigenkapital Fremdkapital Haftung mindestens in Höhe der Einlage = (Mit-)Eigentümerstellung keine Haftung = Gläubigerstellung Ertragsanteil volle Teilhabe an Gewinn und Verlust i.d.R. fester Zinsanspruch, kein GuV-Anteil Vermögensanspruch Quotenanspruch, wenn Liquidationserlös > Schulden Rückanspruch in Höhe der Gläubiger-Forderung Unternehmensleitung i.d.R. berechtigt grundsätzlich ausgeschlossen Verfügbarkeit i.d.R. unbegrenzt i.d.R. terminiert steuerliche Belastung Gewinn voll belastet mit ESt, KSt, GewSt variiert nach Rechtsform Zinsen bei Unternehmung als Aufwand steuerlich absetzbar (Einschränkung bei GewSt) Finanzierungskapazität durch private Vermögenslage der Unternehmer beschränkt unbeschränkt, vom Vorliegen von Sicherheiten abhängig I. Systematisierungsansätze der Finanzierungsformen 391 Fristigkeitskategorien, kurzfristig bis zu einem Jahr, mittelfristig zwischen einem und 5 Jahren und langfristig über 5  Jahre, unterschieden werden. Damit sind im Rahmen der statischen, an Bestandsgrößen orientierten Liquiditätsanalyse bessere Zuordnungen möglich. Obwohl Eigenkapital grundsätzlich langfristig zur Verfügung steht, kann auch hier ein gewisses Kapitalentzugsrisiko vorliegen. So kann etwa der Gesellschafter einer OHG nach § 132 HGB, wenn im Gesellschaftsvertrag nichts anderes vereinbart ist, sein Gesellschafterverhältnis mit einer Frist von 6 Monaten kündigen. Neben der formell vereinbarten Fristigkeit ist daher im Rahmen der Finanzierung auch die beabsichtigte Kapitalüberlassungsdauer von Bedeutung. 3. Nach dem Verhältnis von finanzieller Ausstattung und Finanzbedarf kann man unterscheiden in Überfinanzierung, Unterfinanzierung und in bedarfadäquate Finanzierung. Überfinanzierung liegt vor, wenn der vorhandene Finanzfonds größer ist als der tatsächliche Kapitalbedarf. Da hierbei finanzielle Mittel nicht optimal eingesetzt werden, ergeben sich negative Auswirkungen auf die Rentabilität der Unternehmung. Kritischer ist der Fall der Unterfinanzierung, wenn der Kapitalbedarf durch die vorhandenen und zusätzlich erlangbaren finanziellen Mittel nicht abgedeckt werden kann. Unterfinanzierung behindert das Unternehmenswachstum. Bestehen Auszahlungsverpflichtungen, so kann es zu Zahlungsstockungen oder sogar zu Illiquidität kommen. Eine bedarfsadäquate Finanzierung liegt vor, wenn sich Kapitalbedarf und Kapitalaufbringung entsprechen. 4. Nach dem Finanzierungsanlass kann man unterscheiden in Gründungsfinanzierung, Erweiterungsfinanzierung, Umfinanzierung und Sanierungsfinanzierung (z. B. Kapitalherabsetzung mit nachfolgender Kapitalerhöhung). 5. Nach dem Kriterium der Mittelherkunft (aus der Sicht der Unternehmung) kann man in Außen- und Innenfinanzierung einteilen. Im Rahmen der Außenfinanzierung erfolgt eine Zuführung finanzieller Mittel durch Einlagen der Unternehmungseigner oder Beteiligung von Gesellschaftern sowie durch Kreditkapital von Gläubigern. Zur Außenfinanzierung zählt auch die Finanzierung über staatliche und sonstige Subventionen. Die Innenfinanzierung einer Unternehmung resultiert aus betrieblichen Desinvestitionen (Freisetzung liquider Mittel). Es ist hierbei zu unterscheiden zwischen der zusätzlichen Kapitalbildung (Bilanzverlängerung) und der Schaffung von disponiblem Kapital durch Vermögensumschichtungen (Aktivtausch). Erfolgt eine Finanzierung aus liquiditätswirksamen Umsatzerlösen, die zu Gewinnen führen, so spricht man von Selbstfinanzierung. Durch die Selbstfinanzierung wird zusätzliches Kapital geschaffen. Ferner ist aus bilanzieller Sicht eine Finanzierung durch Zurückhaltung von Aufwandsgegenwerten, die in der betreffenden Periode nicht zu Auszahlungen führen, möglich. Auf dieser Basis erfolgt die Finanzierung aus Abschreibungen und die Finanzierung aus Rückstellungen (langfristige Rückstellungen). Ferner kann eine Kapitalfreisetzung durch eine Beschleunigung der Kapitalumschlagsgeschwindigkeit (z. B. durch Rationalisierungsmaßnahmen) erfolgen (zu Innenfinanzierung vgl. Abschnitt D III). In der folgenden Untergliederung des Abschnitts D wird das Kriterium der Mittelherkunft zu Grunde gelegt. Bei der klassischen institutionell ausgerichteten Finanzierungslehre steht die Beschreibung der unterschiedlichen Finanzierungsformen und Beurteilung ihres zweckmäßigen Einsatzes in der Praxis im Vordergrund. In der Welt der neoklassischen Finanzierungstheorie kann die Separation von Investitions- und Konsumentscheidungen bewiesen werden (vgl. Abschnitt D  IV 3). Der Finanzierungsbedarf errechnet sich letztendlich D. Alternativen der Kapitalaufbringung392 als Residuum aus den benötigten Finanzmitteln für positiv beurteilte Investitionsprojekten und vorhandener Liquidität. Dieser Bedarf wird zu den Kapitalkosten der Investitionsprojekte aufgenommen. Die einzelnen Finanzierungsquellen haben in der Neoklassik keinen Einfluss auf die Kapitalkosten. Einzig Marktunvollkommenheiten, wie eine unterschiedliche Besteuerung verschiedener Finanzierungsquellen, können zu einer Wertrelevanz der Finanzierungsentscheidung führen. Demgegenüber versucht die neoinstitutionalistische Finanzierungstheorie die Fragen nach der Funktion verschiedenartiger Finanzierungsformen zu klären.4 Finanzierungsformen werden dabei als Regelungen zur Aufteilung unsicherer Zahlungssaldi auf die verschiedenen Kapitalgeber interpretiert und die Ausgestaltung des Bündels von Rechten und Handlungsmöglichkeiten in den Kapitalüberlassungsverträgen als ausschlaggebend für die Kapitalüberlassungsbereitschaft der Kapitalgeber und die Akzeptanz des jeweiligen Kontraktes durch die Kapitalnehmer eingestuft. Die in der Praxis bewährten Finanzierungsformen zeichnen sich gegenüber anderen potenziellen Gestaltungsformen dadurch aus, dass sie das berechtigte Misstrauen der Kapitalgeber bei Hingabe ihres Kapitals durch die Einräumung spezifischer Rechte und Möglichkeiten in geeigneter Weise reduzieren und gleichzeitig die damit verbundenen Belastungen der Kapitalnehmer auf ein für diese vertretbares Maß begrenzen. Die normative Komponente des neoinstitutionalistischen Ansatzes beinhaltet die Empfehlung, „Kapitalgeber so durch ein Bündel von Maßnahmen zu informieren und zu sichern, dass die Gesamtheit der bewerteten Nachteile, die aus der ursprünglich ungleichen Informationsverteilung resultieren, ein Minimum erreicht“.5 II. Außenfinanzierung 1. Einlagen- und Beteiligungsfinanzierung Die Einlagen- und Beteiligungsfinanzierung umfasst alle Formen der Beschaffung von Eigenkapital durch Kapitaleinlagen von bisher bereits vorhandenen oder neu hinzutretenden Gesellschaftern der Unternehmung. Sie findet stets bei Gründung einer Unternehmung statt, aber auch bei späteren Kapitalerhöhungen. Die Rechtsform einer Unternehmung hat entscheidenden Einfluss auf die Aufbringung von Eigenkapital in Form der Beteiligungsfinanzierung. Zum einen sind die sich aus einer Beteiligung ergebenden Rechtsfolgen für die Gesellschafter je nach gewählter Unternehmensform gesetzlich unterschiedlich geregelt, zum anderen differieren die steuerlichen Konsequenzen. Einzelunternehmen wie auch Personengesellschaften sind nicht selbst Steuersubjekt und daher auch nicht körperschaftsteuerpflichtig. Gewinne werden zunächst um die Gewerbesteuer gemindert und dann dem Einzelunternehmer bzw. Gesellschafter zuge- 4 Zur neoinstitutionalistischen Finanzierungstheorie vgl. Jensen, Meckling, Theory of the Firm, 1976; Smith, Warner, Financial Contracting, 1979; Schmidt, R. H., Finanzierungstheorie, 1981; derselbe, Grundformen der Finanzierung, 1981. 5 Schmidt, R. H., Grundformen der Finanzierung, 1981, S. 192.

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Zusammenfassung

"...gehört zu den etablierten Standardwerken für den gesamten Bereich der Investition und Finanzierung." boerse.de-MAGAZIN

Dieses Lehrbuch und Nachschlagewerk ist das Standardwerk für den gesamten Bereich der Investition und Finanzierung nach deutschem Recht. Neben den wichtigen Methoden der klassischen Finanz- und Investitionstheorie werden auch neue Finanzinstrumente und Erkenntnisse im Bereich der Kapitalmärkte erläutert, sodass dem Leser ein fundierter Überblick über den aktuellsten Stand der Forschung ermöglicht wird.

Aus dem Inhalt

- Management der Vermögensstruktur - Investitionsrechnung und Disposition des Umlaufvermögens

- Wertpapiergeschäfte - Analyse von Aktien und Aktienindizes sowie Wertpapierprogrammentscheidungen und Risikomanagement mit Termingeschäften

- Alternativen der Kapitalaufbringung - Finanzierungsformen, Kapitalstruktur und Verschuldungspolitik

- Finanzanalyse - Kennzahlenanalyse und Kapitalflussrechnung

- Finanzplanung - Kapitalbedarf- und Liquiditätsplanung, Plananpassung und Kontrolle

Die Autoren

Dr. Dr. h.c. Louis Perridon und Dr. Manfred Steiner waren bis zu ihrer Emeritierung Professoren für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg. Dr. Andreas Rathgeber ist Professor am Institut Materials Resource Management und am Kernkompetenzzentrum Finanz- und Informationsmanagement an der Universität Augsburg.