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Anhang I in:

Michael Schugk

Interkulturelle Kommunikation, page 506 - 508

Grundlagen und interkulturelle Kompetenz für Marketing und Vertrieb

2. Edition 2014, ISBN print: 978-3-8006-4888-7, ISBN online: 978-3-8006-4889-4, https://doi.org/10.15358/9783800648894_506

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Vahlen – Allg. Reihe – Schugk – Interkulturelle Kommunikation in der Wirtschaft (2. Aufl.) – Herst.: Frau Deuringer Status: Imprimatur Datum: 25.08.2014 Seite 491 Anhang I Direktheitsstufen der Direktheitsskala für Aufforderungen nach House und Kasper: 1. Sanfter Hinweis: Der angesprochene inhaltliche Punkt des Sprechaktes ist nicht identisch mit dem Antragspunkt, der durch den Sprechakt eigentlich angesprochenen wird. Jedoch muss eine unausgesprochene Beziehung zwischen beiden Punkten für Person Y erkennbar sein: „Es ist sehr kalt hier drin.“ 2. Energischer Hinweis: Der in dem Sprechakt angesprochene Punkt ist nicht identisch mit dem Punkt, auf den sich der Sprechakt eigentlich bezieht. Aber es besteht zwischen beiden  eine Beziehung infolge der gemeinsamen Elemente, auf die beide sich beziehen. Dabei nehmen diese Elemente nicht Bezug auf einen der Gesprächspartner: „Warum ist das Fenster offen?“ 3. Vorbereitungsfrage: Der Sprechakt fragt vorbereitend nach einer Bedingung, die für die Ausführung der im Sprechakt angedeuteten Aktivität Voraussetzung ist: „Kannst Du das Fenster zumachen?“ 4. Vorbereitungsaussage: Im Sprechakt wird eine Bedingung, die für die Ausführung der Aktivität Voraussetzung ist, angesprochen bzw. durchgesetzt: „Du kannst das Fenster zumachen.“ 5. Bereichsaussage: Der Sprechakt drückt die Intentionen, Wünsche oder Gefühle aus, welche die Person gegenüber dem vorgetragenen Antrag hegt: „Mir wär’s lieber, wenn Du das Fenster zumachen würdest.“ 6. Ableitbarer Sprechakt: Der inhaltliche Punkt des Sprechaktes ist direkt ableitbar von der Semantik, also Wortbedeutung des Sprechaktes: „Du solltest das Fenster zumachen.“ 7a. Ausweichende Ausführung: Person X spricht im Sprechakt eindeutig an, wie er seinen Sprechakt von Person Y verstanden wissen möchte. Jedoch weicht er hierbei auf ein modales Hilfswort aus: „Ich muss Dich bitten, das Fenster zuzumachen.“ Anhang I Vahlen – Allg. Reihe – Schugk – Interkulturelle Kommunikation in der Wirtschaft (2. Aufl.) – Herst.: Frau Deuringer Status: Imprimatur Datum: 25.08.2014 Seite 492 492 Anhang I 7b. Explizite Ausführung: Person X spricht explizit die Intention des Sprechaktes an. Er will also unter allen Umständen, dass sein Sprechakt so verstanden wird wie er beabsichtigt wurde: „Ich bitte Dich, das Fenster zuzumachen.“ 8. Modus-Ableitung: Der grammatikalische Modus des Sprechaktes gestaltet den inhaltlichen Punkt des Sprechaktes als eine Aufforderung: „Mach das Fenster zu!“1 Anmerkungen 1 Niehaus-Lohberg; Herrlitz (1999), S. 158 f. Vahlen – Allg. Reihe – Schugk – Interkulturelle Kommunikation in der Wirtschaft (2. Aufl.) – Herst.: Frau Deuringer Status: Imprimatur Datum: 25.08.2014 Seite 493 Anhang II Kurzcharakterisierung der 8 GfK Roper Consumer Styles: 1. Die Bodenständigen („Settled“): Traditionsorientierte Senioren mit mittlerem Lebensstandard, die ihren Ruhestand voll und ganz ausschöpfen. Sie pflegen einen bewusst einfachen Konsumstil, der auf Familie, Sicherheit und Gesundheit ausgerichtet ist. 2. Die Häuslichen („Homebodies“): Angepasste Familien aus einfachen Kreisen, die von einem leichteren Leben träumen. Sie sind auf der Suche nach Produkten, die ihnen Sicherheit und Akzeptanz bieten. 3. Die Träumer („Dreamers“): Intuitive, junge und materialistische Leute, die von der Welt der Stars träumen und einem Platz an der Sonne hinterher jagen. Sie wollen Marken mit einem starken Image und sind stets auf der Suche nach Schnäppchen. 4. Die Abenteurer („Adventurers“): Junge, dynamische Leute auf der Suche nach Erfolg und materieller Unabhängigkeit. Demonstrativer, auf Freizeit und Innovation ausgerichteter Konsum. Trendsetter. 5. Die Kritischen („Organics“): Engagierte Familien mit Bekenntnis zu Umwelt und Gesellschaft, ohne dabei die angenehmen Seiten des Lebens zu vernachlässigen. Rationaler, an hoher Qualität und Zukunftsfähigkeit ausgerichteter Konsumstil. 6. Die Realisten („Rational-Realists“): Kritische, engagierte und intellektuelle Paare, die eine lebenswerte Zukunft anstreben. Verbringen viel Zeit damit, nach Marken zu suchen, die ihren hohen Ansprüchen gerecht werden. 7. Die Anspruchsvollen („Demanding“): Kultivierte, pflichtbewusste Bürger mit traditionellem Halt und disziplinierter Persönlichkeit. Anspruchsvoller Konsumstil. Sie legen Wert auf Qualität und kaufen in der Regel rational ein. 8. Die Weltoffenen („Open-minded“): Hedonistische tolerante Intellektuelle auf der Suche nach Individualität und persönlicher Harmonie. Gehobener, auf Lifestyle und Ambiente ausgerichteter Konsumstil1. Anmerkungen 1 Berndt; Fantapié Altobelli; Sander (2010), S. 127 Anhang II

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Zusammenfassung

Kompetenz zur Interkulturellen Kommunikation für jeden Markt der Welt

Kommunikation in der Wirtschaft ist von essentieller Bedeutung und unabdingbar für den Erfolg, wobei die fortschreitende Globalisierung und Internationalisierung die Interkulturelle Kommunikation immer bedeutsamer machen. Erst die Kenntnis kultureller Unterschiede und Besonderheiten ermöglicht eine erfolgreiche Kommunikation auch zwischen Vertretern unterschiedlicher Kulturen.

Dieses Buch gibt kulturübergreifend einen umfassenden Überblick über

- Begriffe der Kommunikation und Kultur

- Interkulturelle Besonderheiten in der interpersonalen und massenmedialen

- Kommunikation (Interkulturelle Marketing-Kommunikation)

- Verbale und nonverbale Kommunikation

- Kulturvergleichende Studien (z.B. GLOBE-Studie)

- Neuere Forschungsgebiete wie Interkulturelle Kommunikationspsychologie und Kulturelle Neurowissenschaft

Durch zahlreiche Fallbeispiele und Fallstudien eignet sich dieses Buch für die Aus- und Weiterbildung an Universitäten, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie für die Praxis.