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Aufgabe 2.4: Zielvorstellungen von Investoren in:

Hartmut Bieg, Heinz Kußmaul, Gerd Waschbusch

Investition in Übungen, page 29 - 31

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3659-4, ISBN online: 978-3-8006-4881-8, https://doi.org/10.15358/9783800648818_29

Series: Vahlens Übungsbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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8 Investition in Übungen gers und der hierzu relevanten Daten in eine kardinale Rangfolge gebracht. Dazu ist Vorbedingung, dass alle Handlungsmöglichkeiten nach derselben Investitionsrechenmethode beurteilt werden. Nicht monetäre Ziele und nicht quantifizierbare Daten müssen außerhalb der Investitionsrechnung berücksichtigt werden. Im Rahmen der eigentlichen Entscheidung (vierter Schritt innerhalb der Planungsphase) werden die Ergebnisse der vorangegangenen Stufe zu einem endgültigen Werturteil verdichtet und alle nicht optimalen Alternativen ausgesondert. zu (2): In der Realisations- bzw. Durchsetzungsphase erfolgt der Vollzug der Investition. Die Realisations- bzw. Durchsetzungsphase ist unter finanzwirtschaftlichen Aspekten nur insofern von Interesse, als hier die sehr bedeutsamen Anfangsauszahlungen anfallen. zu (3): In der Kontroll- und Überwachungsphase erfolgt ein Soll-Ist-Vergleich, d. h. eine Gegenüberstellung des erwarteten und geplanten Zielerreichungsgrades mit dem tatsächlich realisierten Zielerreichungsgrad. Bei Abweichungen von den Planwerten sind rechtzeitig geeignete Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Wenn zum Beispiel aufgrund einer unterplanmäßigen Auslastung die durch ein Spezialaggregat erreichten Kosteneinsparungen wesentlich geringer sind als ex ante berechnet, kann ein vorzeitiger Abbau der Anlage erwägenswert sein; für die Investitionsrechnung ergibt sich dann eine neue Problemstellung. Diese führt zum Übergang von der Kontroll- zur Planungsphase und schließt damit den Kreis des Investitionsprozesses. Aufgabe 2.4: Zielvorstellungen von Investoren In das Entscheidungskalkül der Investitionsrechnung gehen in erster Linie die folgenden monetären Zielvorstellungen von Investoren ein: a) Vermögensstreben, b) Einkommensstreben, c) Wohlstandsstreben. Erläutern Sie diese monetären Zielvorstellungen von Investoren! Betriebliche Einordnung und Entscheidungen über Investitionen 9 Lösung Teilaufgabe a) Vermögensstreben Im Fall des Vermögensstrebens will der Investor ein möglichst hohes Vermögen am Ende des Planungszeitraums erreichen. Dabei möchte er in jeder der Planperioden einen bestimmten, d. h. vorab festgelegten Geldbetrag zu Konsumzwecken aus seinem Vermögen entnehmen. Dieser Entnahmebetrag kann im Zeitablauf konstant bleiben, steigen, fallen, er kann schwanken oder auch für jede Periode mit Null angesetzt werden. Die zeitliche Struktur des gewünschten Entnahmestroms ist jedoch von untergeordneter Bedeutung. Wesentlich ist vielmehr, dass der gewünschte Entnahmebetrag jeder Periode vorab in seiner absoluten Höhe festgelegt wird. Für die Investitionsrechnung stellt der Entnahmestrom daher eine Nebenbedingung dar, während die Handlungsalternativen, d. h. die verschiedenen Investitionsmöglichkeiten des Investors ausschließlich nach dem mit ihnen zum Planungshorizont realisierbaren Endvermögen beurteilt werden. Teilaufgabe b) Einkommensstreben Beim Einkommensstreben möchte der Investor möglichst hohe jährliche Konsumentnahmen erhalten. Dazu ist es erforderlich, dass das zum Ende des Planungszeitraums gewünschte Endvennögen als Nebenbedingung mit einem festen Betrag angesetzt wird, der auch den Wert Null annehmen kann. Die Investitionsvorhaben sind in diesem Fall nach der Höhe des aus ihnen erzielbaren Entnahmeniveaus zu bewerten. Auch hier kann durch Vorgaben festgelegt werden, dass die zu maximierenden Konsumentnahmen in zeitlicher Hinsicht einen steigenden, fallenden oder wechselnden Verlauf aufweisen sollen. Teilaufgabe c) Wohlstandsstreben Wohlstandsstreben bedeutet, dass der Investor versucht, sowohl sein jährliches Einkommen als auch sein Vermögen am Ende des Planungshorizonts zu maximieren. Der Investor muss sich dann allerdings vor Beginn der Rechnung entscheiden, welchen Wert er einer Geldeinheit mehr an Endvermögen im Gegensatz zu einer Steigerung des Einkommensniveaus um eine Geldeinheit beimisst, d. h., er muss, um zu einer operablen Zielfunktion zu gelangen, zwischen Vermögens- und Einkommensstreben gewichten. Das Wohlstandsstreben kann aus diesem Grund als Verknüpfung der beiden übrigen Zielsetzungen verstanden werden. Es ist kein grundsätzlich neues Ziel. 10 Investition in Übungen Aufgabe 2.5: Problembereiche der Investitionsrechnung Einzelentscheidungen im Rahmen der Investitionsrechnung sind dadurch gekennzeichnet, dass sich die gegebenen Investitionsalternativen gegenseitig vollständig ausschließen. Die hierbei auftretenden Problembereiche sind das Vorteilhaftigkeitsproblem, das Wahlproblern sowie das Investitionsdauerproblem. Erläutern Sie diese drei Problembereiche ! Lösung Beim Vorteilhaftigkeitsproblem geht es um die Beurteilung einer einzigen Investitionsmöglichkeit, etwa um die Anschaffung einer bestimmten Spezialmaschine, die nur von einem einzigen Hersteller angeboten wird. Die Alternative hierzu ist der Verzicht auf Durchführung der Investition (Null-Alternative). Das Investitionsvorhaben sollte realisiert werden, wenn dadurch die Zielgröße des Investors positiv beeinflusst wird, wenn also sein Einkommensniveau und/oder der Endwert seines Vermögens dadurch ansteigt. Das Wahlproblem entsteht, wenn mehrere Investitionsmöglichkeiten technisch realisierbar sind, der Investor sich aber für eine einzige Alternative entscheiden muss. Der Umstand, dass letztlich nur genau ein Projekt ausgewählt werden kann, beruht auf einer der bei den folgenden Ursachen. Zum einen kann der für die Anschaffungsauszahlung zur Verfügung stehende Ge1dbetrag begrenzt sein. Er reicht nicht für alle vorteilhaften Investitionen aus, sondern nur zur Realisierung genau eines Projektes. Zum anderen können die Projekte technische Alternativen darstellen; sie dienen dem gleichen Verwendungszweck. Sie schließen sich daher aus, weil der Bedarf des Entscheidungsträgers bereits durch ein Projekt gedeckt wird. Nachdem das beste Projekt aus den Investitionsmöglichkeiten aufgrund seiner relativen Vorteilhaftigkeit ausgewählt wurde, ist es zusätzlich hinsichtlich seiner absoluten Vorteilhaftigkeit zu überprüfen; es ist also mit dem Verzicht auf jegliche Investitionsmaßnahme (Null-Alternative) zu vergleichen. Nur wenn es einen positiven Beitrag zur Zielerreichung des Investors leistet, ist es zu realisieren. Eine Ausnahme hiervon sind gesetzlich unumgängliche Investitionen (z. B. Umweltschutzinvestitionen). Beim Investitionsdauerproblem geht es um die Frage der optimalen Nutzungsdauer eines neu anzuschaffenden Investitionsgutes sowie um die des Zeitpunktes des Ausscheidens einer gegenwärtig sich in Betrieb befindlichen Anlage aus dem Produktionsprozess. Gründe für die Stilllegung einer Anlage sind beispielsweise: steigende Reparaturkosten, steigende Ausschussquoten, fallende quantitative Kapazität pro Periode, fallende qualitative Leistungsfähigkeit, sinkende Liquidationserlöse der Anlage.

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Zusammenfassung

Investition in Übungen.

Alles zum Thema Investitionen bietet dieses Übungsbuch. Sie erhalten zahlreiche Anhaltspunkte zur Lösung von Investitionsfragen. Die über 140 Übungen mit umfangreichen Lösungen sind der Schlüssel zum Methodenverständnis und die Voraussetzung für den Prüfungserfolg. Damit verfügen Sie über mehr Sicherheit beim Umgang mit den zentralen Verfahren des Investitionsmanagement.