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Aufgabe 2.2: Prozessphasen einer Investitionsentscheidung in:

Hartmut Bieg, Heinz Kußmaul, Gerd Waschbusch

Investition in Übungen, page 26 - 28

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3659-4, ISBN online: 978-3-8006-4881-8, https://doi.org/10.15358/9783800648818_26_1

Series: Vahlens Übungsbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
2 Betriebliche Einordnung der Investitionsrechnung und Entscheidungen über Investitionen Aufgabe 2.1: Zielsetzungen marktwirtschaftlicher Unternehmen Nennen Sie die langfristigen Zielsetzungen marktwirtschaftlicher Unternehmen! Inwieweit trägt die Investitionsrechnung zur Erfüllung dieser Zielsetzungen bei? Lösung Die langfristige Zielsetzung der Unternehmen in einer Marktwirtschaft ist die Rentabilität des eingesetzten Kapitals; dieses Ziel lässt sich nur bei Aufrechterhaltung der Liquidität (Zahlungsfähigkeit) des Unternehmens erreichen. Aufgabe der Investitionsrechnung ist es, durch die Ermittlung der optimalen Investitionsentscheidungen einen Beitrag zur Erhöhung der Rentabilität zu leisten und gleichzeitig Sorge dafür zu tragen, dass eine jederzeitige Liquidität (Zahlungsfähigkeit) gewährleistet ist. Aufgabe 2.2: Prozessphasen einer Investitionsentscheidung Geben Sie einen Überblick über die Prozessphasen einer Investitionsentscheidung! 6 Investition in Übungen Lösung ~ Planungsphase (1) Problemstellung 1 (2) Suche nach reallsierbaren Alternativen j (3) Bcurlcilung der A1ternativen in monetärer sowie nicht monetärer Hinsicht j (4) Treffen einer Entscheidung l Realisations- bzw. Durchsetzungsphase 1 Kontroll- und Überwachungsphase I Abbildung 2: Prozessphasen bei Investitionsentscheidungen 4 Modifiziert entnommen aus Kruschwitz, Lutz: Investitionsrechnung, 12. Aufl., München 2009, S. 7. Betriebliche Einordnung und Entscheidungen über Investitionen 7 Aufgabe 2.3: Investitionsphasen Beschreiben Sie die einzelnen Phasen eines Investitionsprozesses! Lösung Ein Investitionsprozess verläuft im Allgemeinen in drei Phasen:5 (1) Planungsphase, (2) Realisations- bzw. Durchsetzungsphase, (3) Kontroll- und Überwachungsphase. zu (1): Die Planungsphase beginnt mit dem Erkennen des Investitionsproblems und mit der Formulierung der Problemstellung. In diesem ersten Schritt wird die Idee geboren, eine Investition durchzuführen. Der Investor muss nur dann eine Investitionsentscheidung fällen, wenn er Potenziale entdeckt und wenn er diese nutzen möchte. Er muss dann zunächst seine Ausgangssituation sorgfältig analysieren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss er sich über die Ziele seiner Investitionstätigkeit Klarheit verschaffen. Nur so kann er Entscheidungskriterien ableiten, die er benötigt, um die alternativen Handlungsmöglichkeiten zu beurteilen. Im zweiten Schritt der Planungsphase sucht der Entscheidungsträger nach Möglichkeiten, die erkannten Potenziale zu nutzen. Nach der Zusammenstellung der sich ihm bietenden Alternativen ermittelt er deren Konsequenzen, wobei aufgrund seiner Zielsetzung bereits eine Vorauswahl getroffen werden kann, bei der nicht realisierbare oder offenkundig ineffiziente Lösungen von vornherein ausscheiden. Die Ermittlung der Handlungskonsequenzen erfordert, da es sich dabei notwendigerweise immer um zukünftige Ereignisse handelt, den Einsatz von Prognose- und Schätzverfahren. Die Schwierigkeiten bei der Bestimmung dieser Daten sind ein zentrales Problem der Investitionstheorie. Gegebenenfalls müssen alternative Zukunftsentwicklungen unterstellt, quantifiziert und verarbeitet werden. In der dritten Stufe der Planungsphase werden die nach der Vorauswahl verbliebenen Investitionsalternativen bewertet. Nur auf diese Projekte findet die Investitionsrechnung im eigentlichen Sinne überhaupt Anwendung. Die Alternativen werden hinsichtlich der monetären Ziele des Entscheidungsträ- Vgl. hierzu sowie zum Nachfolgenden Bieg, Hartmut; Kußmaul, Heinz: Investition, 2. Aufl., München 2009, Kapitel 2.1.

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Zusammenfassung

Investition in Übungen.

Alles zum Thema Investitionen bietet dieses Übungsbuch. Sie erhalten zahlreiche Anhaltspunkte zur Lösung von Investitionsfragen. Die über 140 Übungen mit umfangreichen Lösungen sind der Schlüssel zum Methodenverständnis und die Voraussetzung für den Prüfungserfolg. Damit verfügen Sie über mehr Sicherheit beim Umgang mit den zentralen Verfahren des Investitionsmanagement.