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Aufgabe 8.6: Substanzwertverfahren in:

Hartmut Bieg, Heinz Kußmaul, Gerd Waschbusch

Investition in Übungen, page 247 - 248

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3659-4, ISBN online: 978-3-8006-4881-8, https://doi.org/10.15358/9783800648818_247

Series: Vahlens Übungsbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
226 Investition in Übungen Aufgabe 8.6: Substanzwertverfahren Der Gastronomiebetrieb des Herrn Fleischer weist ein bilanziertes Vermögen in Höhe von 11.500 TEUR aus. Auf der Passivseite stehen Wertberichtigungen auf Forderungen und Anlagen in Höhe von 3.000 TEUR, ein Betrag, der dem bisher eingetretenen Wertverzehr exakt Rechnung trägt. Würden alle aktivierten Vermögensgegenstände heute neu beschafft, müsste Herr Fleischer 13.000 TEUR ausgeben. Um dem bisher eingetretenen Wertverzehr Rechnung zu tragen, müssen von diesem Betrag 3.000 TEUR als Wertminderung abgesetzt werden. Der Wert der nicht bilanzierungsfähigen immateriellen Vermögensgegenstände lässt sich auf 1.500 TEUR veranschlagen. Wie hoch ist der a) (Teil-)Reproduktions(neu)wert, b) Teilreproduktions( alt) wert, c) Gesamtreproduktionswert, d) Wert des Unternehmens nach dem Substanzwertverfahren, e) Kapitalisierungsmehrwert, f) originäre Firmenwert? Hinweis: Der Ertragswert des Unternehmens wurde bereits in der vorangegangenen Aufgabe 8.5 auf Seite 224 berechnet. Lösung Teilaufgabe a) Der (Teil-)Reproduktions(neu)wert ergibt sich aus der Summe der Anschaffungs- bzw. Wiederbeschaffungskosten aller bilanzierten materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände zum Zeitpunkt der Bewertung (Neuzustand) und beträgt hier 13.000 TEUR. Teilaufgabe b) Der Teilreproduktions(alt)wert (= Substanzwert) ergibt sich aus der Summe der Anschaffungs- bzw. Wiederbeschaffungskosten aller bilanzierten materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände zum Zeitpunkt der Bewertung (Neuzustand), vermindert um die tatsächlichen Wertminderungen und beträgt hier 13.000 TEUR - 3.000 TEUR = 10.000 TEUR. Gesamtbewertung von Unternehmen als Anwendungs/all der Investitionsrechnung 227 Teilaufgabe c) Der Gesamtreproduktionswert ergibt sich aus dem Teilreproduktions(alt)wert zzgl. aller nicht bilanzierungsfähigen immateriellen Vermögens gegenstände und beträgt hier 10.000 TEUR + l.500 TEUR = 1l.500 TEUR. Teilaufgabe d) Der Wert des Unternehmens nach dem Substanzwertverfahren ergibt sich aus der Summe der Beträge, die aufgewendet werden müssten, um einen Betrieb der gleichen technischen Leistungsfähigkeit zu errichten, wie sie der zu bewertende Betrieb besitzt. Eigentlich sollte beim Substanzwert der Gesamtreproduktionswert (hier: 1l.500 TEUR) zugrunde gelegt werden. Aufgrund der Tatsache, dass in der Praxis bei nicht bilanzierungsfähigen immateriellen Vermögensgegenständen in aller Regel Ermittlungsschwierigkeiten bestehen, wird statt dessen üblicherweise auf den Teilreproduktions(alt)wert (hier: 10.000 TEUR) zurückgegriffen. Teilaufgabe e) Der Kapitalisierungsmehrwert stellt die Differenz von Ertragswert und Gesamtreproduktionswert dar und beträgt 12.866,03 TEUR - 11.500 TEUR = 1.366,03 TEUR. Teilaufgabe f) Der originäre Firmenwert ergibt sich aus der Differenz von Ertragswert und Teilreproduktions(aIt)wert (= Substanzwert) und beträgt 12.866,03 TEUR - 10.000 TEUR = 2.866,03 TEUR (= Kapitalisierungsmehrwert 1.366,03 TEUR + nicht bilanzierungsfähige immaterielle Vermögensgegenstände l.500 TEUR). Aufgabe 8.7: Mittelwertverfahren57 Ein Unternehmen, das einen durchschnittlichen jährlichen Reingewinn von geschätzten 1,25 Mio. EUR erwirtschaftet und einen Kalkulationszinssatz von 8 % p. a. zugrunde legt, weist die folgende Bilanz auf: 57 Stark modifiziert entnommen aus Olfert, Klaus; Reichei, Christopher: Kompakt- Training Investition, 4. Aufl., Ludwigshafen (Rhein) 2006, S. 145-146 und S. 199.

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Zusammenfassung

Investition in Übungen.

Alles zum Thema Investitionen bietet dieses Übungsbuch. Sie erhalten zahlreiche Anhaltspunkte zur Lösung von Investitionsfragen. Die über 140 Übungen mit umfangreichen Lösungen sind der Schlüssel zum Methodenverständnis und die Voraussetzung für den Prüfungserfolg. Damit verfügen Sie über mehr Sicherheit beim Umgang mit den zentralen Verfahren des Investitionsmanagement.