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Dietmar Wellisch

Finanzwissenschaft I: Rechtfertigung der Staatstätigkeit, page 1 - 8

1. Edition 2000, ISBN print: 978-3-8006-2500-0, ISBN online: 978-3-8006-4875-7, https://doi.org/10.15358/9783800648757_1

Bibliographic information
Zum Inhalt: Anhand eines normativen Ansatzes vermittelt dieses Lehrbuch in verständlicher Weise, wann und warum staatliche Eingriffe wünschenswert sind. Die wichtigsten Gründe des Marktversagens werden analysiert und die daraus folgenden Probleme dargestellt, um letztlich die Funktionen des öffentlichen Sektors zu bestimmen. Es werden nicht nur die zugrundeliegenden theoretischen Konzepte, sondern auch praxisorientierte Themen wie der staatliche Versicherungsschutz, Umverteilung von Einkommen und Transferprogramme eingehend behandelt. Das vorliegende Buch ist der erste Teil einer dreibändigen Reihe, welche ebenfalls die Bände Finanzwissenschaft II: Theorie der Besteuerung und Finanzwissenschaft III: Staatsverschuldung umfasst. Durch den systematischen Aufbau dieses erfolgreichen Werks wird den Studierenden das Verständnis für komplexe finanzwissenschaftliche Probleme wesentlich erleichtert. Die Reihe wendet sich an Studierende der Wirtschaftswissenschaften an Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien sowie anderen Bildungseinrichtungen. Zum Autor: Prof. Dr. Dietmar Wellisch ist geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Zentrums für Internationales Finanz- und Steuerwesen der Universität Hamburg und als Autor vieler Bücher und wissenschaftlicher Beiträge in Fachzeitschriften bekannt. Vorwort Das vorliegende \Verk ,mr Finanllwissenschaft urnfaßt drei Bände, Finan- IIwissenschaft I: RechtjeTtig'ung deT Staatstiitigkeit, Finamwissenschaft II: ThcOTic dCT BcstcucTUng und Finanzwissenschaft III: StaatsvcTschuldung. Es geht auf eine Vorlesungsreihe zurück, die ich seit vier Jahren an der Universität Dresden abhalte. Der gewählte Aufbau dieser Bände soll das Verständnis für finanzwissenschaftliehe Problemstellungen erleichtern. Ihm liegt ein normativer Ansab zugrunde, der der Einsicht folgt, daß man zunächst die Aktivitäten des Staates als solche in einer marktwirtschaftlichen Ordnung rechtfertigen und somit den Bereich staatlicher Aufgaben festlegen muß, bevor man Fragen der \;\Tirkungsweise öffentlicher Ausgaben und deren Finanzierung erörtern kann. Deshalb stehen im vorliegenden Band Finanllwissenschaft I Marktversagensgründe im Vordergrund der Betrachtung. InlIner dann, wenn der Markt - selbst unter idealen Bedingungen - allokative VerllerrlUlgen oder eine nicht erwünschte Einkommens- und Vermögensverteilung hervorbringt, besteht eine potentielle Rolle für einen korrigierenden Staatseingriff. Die Rolle des Staates kann in solchen Fällen jedoch nur potentiell sein. da die Unvollkommenheit des Marktes mit den immanenten Defilliten staatlichen HandeIns infolge einer ausufernden Bürokratie und mangelnder Leistungsanreize der staatlichen Entscheidungsträger verglichen werden müssen. Nur wenn die Marktunvollkommenheit schwerer wiegt, läßt sich ein staatlicher Eingriff oder die staatliche Übernahme bestimmter Aufgaben tatsächlich rechtfertigen. Der Band Finanzwissenschaft II: TheoTie deT Besteuenmg geht von der so bestimmten Festlegung des öffentlichen Aufgabenbereichs und der damit determinierten Ausgaben aus und beschäftigt sich mit der Frage, wie öffentliche Ausgaben möglichst effizient und gerecht durch Steuern finanziert werden können. Schließlich thematisiert der Band Finanzwissenschaft III: StaatsveTschuldung eine vermeintlich zweite Möglichkeit, Staatsausgaben zu finanzieren - die öffentliche Neuverschuldung. Es werden dabei insbesondere die Verteilungswirkungen der staatlichen Verschuldungspolitik zwischen den VI VOTWOTt Generationen hervorgehoben. Auch werden Fragen der staatlichen Alterssicherungspolitik, die in ihren Verteilungswirkungen sehr ähnlich ist, angesprochen. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei meinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Frau Diplom-Volkswirt in Elke Baurnann, Herrn Diplom-Volkswirt Ulrich Hange, Herrn Diplom-Volkswirt Jörg Hülshorst und Herrn Diplom-Volkswirt Jörg Kroschel für die umfangreiche Unterstützung bedanken, die ich bei der Erstellung der Buchmanuskripte erfahren habe. Ohne ihre Hilfe wäre es mir nicht gelungen, dieses ·Werk innerhalb einer recht kurzen Zeit vorzulegen. Gewidmet sind diese drei Bände meiner lieben Frau Dorothee und unserem kleinen Sohn Moritz. Dresden, im September 1999 Dietmar Wellisch Inhal tsverzeichnis 1 Eine Einführung 2 Begründung der Staatstätigkeit 2.1 Parcto-Optimalität und Effizienz 1 7 8 2.2 Effizienz und vollkommener \;\Tettbewerb . . . . . . 10 2.2.1 Vollkommener \;\Tettbewerb und dezentrales Ver- 2.2.2 2.2.3 2.2.4 halten ....... . Tauscheffi:.-:ien:.-: Prod uktionseffizienz Globale Effizienz .. 2.2.5 Intertemporale Effi:.-:iem 2.2.6 Effiziente Allokation bei Unsicherheit 2.2.7 Eine Zusammenfassung .... 2.3 Konsumenten- und Produzentenrente 2.3.1 Die Konsumentenrente .. . 2.3.2 Die Produllentenrente ... . 2.4 Marktversagen und Staatstätigkeit 2.4.1 Öffentliche Güter .. 2.4.2 Externe Effekte . . . . . . . 2.4.3 Natürliche Monopole .... 2.4.4 Unvollständige Information 2.4.5 Staatliche Redistributionspolitik . 3 Theorie öffentlicher Güter 10 12 19 26 32 37 43 46 46 49 52 54 58 59 60 62 67 3.1 Effillientes Angebot öffentlicher Güter . . . . . . . . . .. 70 3.1.1 Bedingungen für eine effi:.-:iente Bereitstellung 71 3.1.2 Effillientes Angebot bei vollkommenem Wettbewerb 76 3.1.3 Benefit-Pricing, Lindahl-Lösung und zusätzliche Nutzer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 3.2 Unreine öffentliche Güter. . . . . . . . . . . . . . . . . 88 3.2.1 Öffentlich angebotene unreine öffentliche Güter 89 VIII InhaltsveTzeichnis 3.2.2 Privat bereitgestellte unreine öffentliche Güter 102 4 Theorie externer Effekte 4.1 Einführung und Klassifikation 4.2 Internalisierungsstrategien 4.2.1 Besteuerung von x 4.2.2 Subvention 4.2.3 Eigentumsrechte 4.3 Kollektiv nutzbare Ressourcen 5 Bereitstellungsmechanismen 5.1 Wahlmodelle ........ . 5.1.1 Das Mehrheitswahlmodell 5.1.2 Eine Kritik an dem Medianwähleransat

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Zusammenfassung

Das dreibändige Werk zur Finanzwirtschaft stellt alle finanzwissenschaftliche Problemstellungen im Zusammenhang von „Rechtfertigung der Staatstätigkeit“, „Theorie der Besteuerung“ und „Staatsverschuldung“ dar. Dabei wird ein normativer Ansatz zugrunde gelegt, der der Einsicht folgt, dass man zunächst die Aktivitäten des Staates als solche in einer marktwirtschaftlichen Ordnung rechtfertigen und somit den Bereich staatlicher Aufgaben festlegen muss, bevor man Fragen der Wirkungsweise öffentlicher Ausgaben und deren Finanzierung erörtern kann.