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2.5 Zusammenfassung in:

Andreas Schüler

Finanzmanagement mit Excel, page 156 - 157

Grundlagen und Anwendungen

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3662-4, ISBN online: 978-3-8006-4872-6, https://doi.org/10.15358/9783800648726_156

Series: Finance Competence

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2.5 Zusammenfassung 137 2.5 Zusammenfassung Das Kapitel hat (hoffentlich) gezeigt, wie wichtig und herausfordernd die Finanzplanung ist. Zunächst haben wir uns mit der Definition des Cashflows beschäftigt. Die Botschaften waren: r Der operative Cashflow bzw. der Net Operating Cashflow (NOCF) kann direkt – beginnend mit den Umsatzerlösen – oder indirekt – beginnend mit dem Jahresüberschuss – berechnet werden. Für die Finanzplanung ist die direkte Methode zu empfehlen. r Es erhöht die Übersichtlichkeit, wenn man die Cashflow-Berechnung in Teilschritte zerlegt und zwischen operativem Cashflow, Cashflow aus Investitionstätigkeit und dem aus Finanzierungstätigkeit unterscheidet. r Eine für die Ermittlung von Finanzierungsbedarf bzw. für die Prüfung der Finanzierbarkeit einer Planung unverzichtbare Zwischensumme ist der Unlevered Free Cashflow, der die Summe aus NOCF und Investitionsauszahlungen darstellt, aber eben noch vor Außenfinanzierungsmaßnahmen definiert ist. r Die Interdependenzen zwischen Finanzplan, Plan-GuV und Planbilanz sind zahlreich. Es wird deutlich, dass eine Finanzplanung nicht auf einem einzigen, sondern eben auf drei Rechenwerten aufzusetzen ist. Danach haben wir uns mit der Relevanz der unterstellten Finanzierungs- und Ausschüttungsstrategie beschäftigt. Es lassen sich eine Reihe von Strategien formulieren, je nachdem welcher Baustein letztlich den Puffer bildet – sei es z. B. die Fremdfinanzierung oder eine Finanzierung über Kapitalerhöhungen –, der die Finanzierbarkeit und damit auch die Umsetzbarkeit der Planung sicherstellt. Im Rahmen der Finanzplanung ist also festzulegen, welches die abhängigen und welches die unabhängigen Bausteine sind. Der Illustration der Instrumente und Strategien einer Finanzplanung, aber auch der intensiven Darstellung von Verfahren zur Prognose von Umsätzen diente die Fallstudie Airport SE. Dort haben wir eine Vielzahl von Details besprochen und so eine relativ facettenreiche Finanzplanung durchgeführt. Deutlich wurde dabei im Ergebnis auch, dass es die „ideale“ Finanzierungsund Ausschüttungsstrategie, die es allen Kapitalgebern „recht macht“, nicht gibt. Dividendenwünsche, Expansionsdruck und Tilgungspflichten können kollidieren. Im Ergebnis können die Levered Free Cashflows, die Zuflüsse an die Eigentümer bei Fremdfinanzierung, je nach Strategie ganz unterschiedlich aussehen, wie uns Abbildung 2-25 vor Augen hält. Wie sich Finanzierungs- und Ausschüttungsstrategien auf den Unternehmenswert auswirken, wird uns in den Kapiteln „Grundzüge der Unternehmensbewertung“ und „Ausschüttungspolitik“ beschäftigen. Fotosatz Buck – Vahlen Competence – Schüler – Finanzmanagement mit Excel – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 1. Juli 2011, 9:46 vorm. Druckdaten Seite 137 2. Finanzplanung138 2.6 Aufgaben Aufgabe 1 Gegeben sind die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Huber AG der beiden letzten Jahre. Alle Angaben sind in Tsd. € zum Bilanzstichtag, dem 31.12. des Jahres 1 bzw. des Vorjahres. 0 1 0 1 A. Anlagevermögen A. Eigenkapital I. Grundstücke 5.000 5.500 I. Gezeichnetes Kapital 18.000 18.000 II. Maschinen 20.000 23.000 II. Kapitalrücklage 1.000 1.000 III. Gesetzliche Rücklage 500 500 B. Umlaufvermögen I. Vorräte B. Verbindlichkeiten 1. Roh-, Hilfs- und 1.000 1.200 I. Verbindlichkeiten gegen- 13.000 16.200 Betriebsstoffe über Kreditinstituten 2. Fertige Erzeugnisse 2.000 1.500 II. Erhaltene Anzahlungen 4.000 2.500 3. Geleistete 3.000 2.000 III. Verbindlichkeiten aus 2.000 3.000 Anzahlungen Lieferungen und Leistungen II. Forderungen aus Lieferungen 4.000 3.000 und Leistungen III. Liquide Mittel 3.500 5.000 38.500 41.200 38.500 41.200 -2.500 -2.000 -1.500 -1.000 -500 500 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Fr ee C as hf lo w Jahr FCF L (FF) FCF L (Div) FCF L (KE) Abbildung2-25: Free Cashflows im Vergleich Fotosatz Buck – Vahlen Competence – Schüler – Finanzmanagement mit Excel – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 1. Juli 2011, 9:46 vorm. Druckdaten Seite 138

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Zusammenfassung

"Der sichere Umgang mit Excel wird heute von allen Studienabgängern, die in einen finanzorientierten Beruf einsteigen wollen, vorausgesetzt. Auf die Idee, die Grundlagen des Finanzmanagements von der Investitionsrechnung über die Finanzplanung bis hin zur Unternehmensbewertung sowie zur Finanzierung mit ihrer konkreten Umsetzung in Excel praxisnah zu verbinden, ist (&) bislang noch niemand gekommen. Mit dem vorliegenden Buch wird diese Lücke nunmehr geschlossen. Ein unverzichtbares Buch für Studierende und Praktiker.

Dr. Marc Castedello, StB, WP, Partner und Head of Valuation Deutschland, KPMG AG

&sowohl für Praktiker als auch für Studenten von großem Interesse, da das Buch eine gelungene Verbindung schafft zwischen den Methoden des Finanzmanagements und den entsprechenden Excel-Anwendungen.

Dr. Gerhard Ebinger, Vice President Asset Management & Shareholder Services, BASF SE

Das Buch ist eine gelungene Synthese aus theoretischer Fundierung und deren praktischer Anwendung.

Prof. Dr. Bernhard Schwetzler, Lehrstuhl für Finanzmanagement und Banken, HHL Leipzig Graduate School of Management