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7.6 Testfragen in:

Christian Scholz

Personalmanagement, page 809 - 812

Informationsorientierte und verhaltenstheoretische Grundlagen

6. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-3680-8, ISBN online: 978-3-8006-4869-6, https://doi.org/10.15358/9783800648696_809_1

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
7 Personaleinsatz794 Vahlens Handbücher – Scholz – Personalmanagement 6. Aufl. Herstellung: Frau Schmidt-Denzau 30.10.2013 Druckdaten Seite 794 Vahlens Handbücher – Scholz – Personalmanagement 6. Aufl. Herstellung: Frau Schmidt-Denzau 30.10.2013 Druckdaten Seite 795 7.5 Resümee und Vorschau Im Personaleinsatzmanagement laufen eine Fülle an Informationen aus anderen Personalmanagementfeldern zusammen; gleichzeitig werden eine Vielzahl von gesetzlichen Restriktionen wirksam. Beides erzwingt eine ebenenspezifische Betrachtungsweise: • Auf der strategischen Ebene ergibt sich die Notwendigkeit, eine auf die Umweltherausforderungen bezogene Personaleinsatzstrategie zu definieren, die langfristig Aussagen zum Einsatz von Mitarbeitern und zu ihren Arbeitsbedingungen im Hinblick auf die Wertschöpfungsoptimierung macht. Der gedankliche Rahmen wird durch unternehmensseitige Flexibilisierung und mitarbeiterseitige Individualisierung markiert. • Während sich auf der strategischen Ebene im Personaleinsatzmanagement noch relativ klare Zielvorstellungen entwickeln lassen, wirft die taktische Ebene schwierigere Probleme auf. Hier müssen Gruppeneinsatzprinzipien formuliert werden, die losgelöst von einzelfallspezifischen Problemen eine für Gruppenstrukturen sinnvolle Zuordnung von Mitarbeiter und Aufgabe erlauben. Gruppenkonzepte wie Qualitätszirkel, Lernstatt, virtuelle Abteilungen und Büros, Gruppenbildung, -verhalten und -internationalisierung tragen zur Gruppeneffektivität bei. • Die operative Ebene des Personaleinsatzmanagements orientiert sich schließlich an der konkreten Zuordnung von Mitarbeitern und Aufgaben. Insbesondere aus ergonomischen Überlegungen leiten sich dann Gestaltungsvorschläge ab, die sich auf Arbeitsplatz, Arbeitszeit und Arbeitsaufgabe beziehen. Die formale Zuweisung eines Mitarbeiters auf einen Arbeitsplatz beziehungsweise einer Aufgabenstellung auf einen Mitarbeiter und die „menschengerechte“ Ausgestaltung des Arbeitsplatzes liefern den äußeren Rahmen für die in Kapitel 9 zu behandelnde Personalführung: Sie regelt – im Prinzip losgelöst von konkreten Aufgabeninhalten – die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. 7.6 Testfragen 7.6.1 Grundlagen (1) Welche Beziehungen bestehen zwischen dem Personaleinsatzmanagement und den übrigen Bereichen des Personalmanagements? (2) Inwieweit sehen Sie Chancen und Risiken im Personaleinsatz eines Großunternehmens bei initiativaktiver Durchführung einer Virtualisierungsstrategie? Wo liegen die Unterschiede zu einem klein- oder mittelständischen Unternehmen? (3) Würde eine über das normale Maß hinausgehende Humanisierungsstrategie negative Folgen haben? Wenn ja, welche könnten das sein? (4) Wie könnte sich eine fehlende Nachfolgeplanung auf taktischer Ebene auswirken? Sehen Sie einen Zusammenhang zur individuellen Laufbahnplanung? (5) Diskutieren Sie kritisch, welche Mechanismen extremer Fremdkontrolle und extremer Eigenverantwortung durch das Internet angestoßen und in ihm realisiert werden. 7.5 Resümee und Vorschau 7.6 Testfragen 7.6 Testfragen 795 Vahlens Handbücher – Scholz – Personalmanagement 6. Aufl. Herstellung: Frau Schmidt-Denzau 30.10.2013 Druckdaten Seite 794 Vahlens Handbücher – Scholz – Personalmanagement 6. Aufl. Herstellung: Frau Schmidt-Denzau 30.10.2013 Druckdaten Seite 795 (6) Fünf Mitarbeiter, die auf fünf Stellen zuzuordnen sind, haben folgende Eignungsprofile: e1 = (3, 3, 3, 1, 3) e2 = (6, 3, 5, 2, 3) e3 = (3, 5, 3, 4, 1) e4 = (4, 4, 4, 1, 1) e5 = (2, 4, 4, 1, 1) Lösen Sie das Zuordnungsproblem durch die trial-and-error-Methode. (7) Betrachten Sie Ihren „Arbeitsplatz“ im Hörsaal. Wie schneidet er aus ergonomischer Sicht ab? (8) Erläutern Sie das Spannungsverhältnis zwischen Flexibilisierung und Individualisierung auf Ebene des strategischen Personaleinsatzmanagements. Wo können Sie Verbindungen zum taktischen und operativen Einsatzmanagement herstellen? 7.6.2 Tagesaktuelles/Recherche (9) Suchen Sie im Internet nach innovativen Arbeitszeitmodellen, die von Unternehmen angeboten werden. Systematisieren Sie deren Charakteristika und identifizieren Sie den Bezug zur Branche. (10) Stellen Sie über das Internet den Kontakt zu einem Teleworker her und bringen Sie in Erfahrung, welche persönliche Einstellung die Person zu ihrer Arbeitsform hat. 7.6.3 Statistik (11) Erläutern Sie das methodische Vorgehen einer semantischen Teamplanung in drei Sätzen. Reflektieren Sie diese kritisch. 7.6.4 International (12) Wie würde konkret Ihre Strategie für die Auslandsentsendung von Mitarbeitern eines großen Industrieunternehmens mit Standorten in Deutschland, Kanada, Frankreich und Brasilien bei einer Mischkulturstrategie aussehen? Welche Fragen sind zu klären? (13) Was sind die typischen Problemfelder bei der Reintegration von Mitarbeitern? 7.6.5 (Multi)Media (14) Suchen Sie im Internet nach Neuen Medien, mit deren Hilfe Gruppen oder Teams virtuell zusammenarbeiten können. (15) Erläutern Sie, wie Arbeitsgruppen – obwohl sie räumlich und zeitlich getrennt sein können – durch den Einsatz von Social Media Technologie eine optimale Abstimmung erreichen können. 7 Personaleinsatz796 Vahlens Handbücher – Scholz – Personalmanagement 6. Aufl. Herstellung: Frau Schmidt-Denzau 30.10.2013 Druckdaten Seite 796 7.6.6 Klassiker (16) John Kotter zieht in seinem Klassiker „The New Rules“ (1995, 185) folgendes Resümee: „Perhaps the most fundamental issue is this: anyone who is in an environment that is not helping prepare him or her for an even tougher (…) future should move out of that environment as fast as possible. AS FAST AS POSSIBLE.“ Diskutieren Sie diese Aussage vor dem Hintergrund der Humanisierung der Arbeit und deren Konsequenzen für den Personaleinsatz. (17) Diskutieren Sie die folgende Aussage von Peter Drucker (1998): „Do not speak of empowerment. It does not matter where the power ist. It all depends on the responsibility.“ Vahlens Handbücher – Scholz – Personalmanagement 6. Aufl. Herstellung: Frau Schmidt-Denzau 30.10.2013 Druckdaten Seite 797 8 Personalkostenmanagement 8 Personalkostenmanagement Inhaltsverzeichnis 8.1 Charakterisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 799 8.2 Strategische Ebene: Personalkostenstrukturierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 802 8.2.1 Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 802 8.2.2 Menge und Preis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 803 8.2.3 Unternehmen: Kostengruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 805 8.2.3.1 Bestandskosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 806 8.2.3.2 Aktionskosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 810 8.2.3.3 Reaktionskosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 811 8.2.4 Umfeld: Lohnpolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 817 8.2.4.1 Entgeltentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 817 8.2.4.2 Entgeltstrukturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 819 8.2.4.3 Entgeltverhandlungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 820 8.2.5 International: Entlohnungsstrategie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 822 8.2.5.1 Problematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 822 8.2.5.2 Systematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 823 8.2.5.3 Logik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 827 8.2.6 Zusammenführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 827 8.3 Taktische Ebene: Personalkostenbudgetierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 829 8.3.1 Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 829 8.3.2 Budgeterstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 833 8.3.2.1 Systematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 833 8.3.2.2 Zero Base Budgeting . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 835

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Personalmanagement

Die Veränderung in der Arbeitswelt ist spürbar, die Globalisierung erlebbar, die Erosion der Personalabteilung sichtbar und das Humankapital immer erfolgskritischer. Diese Trends aufgreifend vermittelt Personalmanagement theoretisch fundierte Konzepte über alle Themenbereiche moderner Personalarbeit auf operativer, taktischer sowie strategischer Ebene. Dem Charakter als Lehr- und Handbuch entsprechend, werden die zentralen Ansätze nicht nur präsentiert, sondern in einen integrativen Zusammenhang gebracht. Neben einer informationsorientierten Perspektive wird dabei verstärkt die verhaltenswissenschaftliche Sichtweise in den Vordergrund gerückt.

Aus dem Inhalt:

– Aktualität, Methodik und Grundlagen des Personalmanagements

– Personalbedarfsbestimmung

– Personalbestandsanalyse

– Personalbeschaffung, -entwicklung, -freisetzung

– Personaleinsatz

– Personalkostenmanagement

– Personalführung

Studierende, Personalverantwortliche und Personalberater erhalten durch Personalmanagement umfassenden Einblick in aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Personalarbeit: Dazu zählen neben theoretischen Grundlagen auch neueste empirische Erkenntnisse. Damit strebt dieses Standardwerk nach „Rigor & Relevance“, also nach konsequent-wissenschaftlicher Fundierung bei konsequent-praktischem Gestaltungsnutzen.