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2.10 Fallstudie 2: Global Sourcing in:

Peter Krampf

Beschaffungsmanagement, page 77 - 78

Eine praxisorientierte Einführung in Materialwirtschaft und Einkauf

2. Edition 2014, ISBN print: 978-3-8006-4848-1, ISBN online: 978-3-8006-4849-8, https://doi.org/10.15358/9783800648498_77

Series: Management Competence

Bibliographic information
Vahlen Competence Krampf – Beschaffungsmanagement (2. Auflage) Herstellung: Frau Brun Änderungdatum: 04.06.2014 Ausgabedatum: 04.06.2014 Status: Druckdaten Seite 68 2 Erhöhung des Wettbewerbsdrucks auf die Lieferanten68 4. Bei der Einführung von Global Sourcing kann auf eine integrierte Kostenanalyse zurückgegriffen werden. Skizzieren Sie das Vorgehen und nennen Sie mögliche K.-o.-Kriterien. 5. Geben Sie eine kurze Definition für den Begriff „Economies of Scale“, erläutern Sie in diesem Zusammenhang den Unterschied des Erfahrungskurveneffekts und der Fixkostendegression und zeigen Sie die Wirkung des Erfahrungskurveneffektes an einem selbst gewählten Beispiel. Was bedeuten diese Effekte für Einkaufsaktivitäten? 6. Einige Einkaufsleiter präferieren die konsequente Durchführung von Jobrotation. Erläutern Sie, was darunter zu verstehen ist und welche Einkaufsphilosophie dies unterstützt. Welche anderen Aktivitäten können zur Unterstützung dieser Philosophie ebenfalls eingesetzt werden. Analysieren Sie kritisch, in wieweit sich Jobrotation und funktionsübergreifende Teams ausschließen. 7. Viele Einkaufsorganisationen streben nach der Minimierung der Anzahl an Lieferanten. Definieren Sie die Begriffe Multiple und Global Sourcing und stellen Sie deren Vorteile dar. Analysieren Sie das Bestreben zur „Minimierung der Lieferantenzahl“ unter zu Hilfenahme dieser beiden Sourcing-Strategien. 8. Obwohl auch in der Vergangenheit durch Anfragen Preisreduzierungen erreicht wurden, haben neuere Ansätze gezeigt, dass selbst durch ein derart klassisches Vorgehen noch deutliche Potenziale im Einkauf realisiert werden können. Stellen Sie die klassische und moderne Form des Anfragemanagements gegenüber. 9. Ein kontinuierlicher Anfrageprozess ist durch ein standardisiertes Vorgehen geprägt. Welches sind die entsprechenden Einzelschritte? 10. E-Procurement wurde zu Beginn als die Lösung für signifikante Einsparungen dargestellt. Inzwischen haben sich nach einer Phase der Ernüchterung verschiedene Anwendungsgebiete herausgestellt, in denen sowohl Prozess- als auch Produktkosten in unterschiedlicher Intensität eingespart werden können. Stellen Sie die Anwendungsfelder des elektronischen Einkaufs dar. 2.10 Fallstudie 2: Global Sourcing „Sie haben sich gut entwickelt“, lobt Sie Hans Schuster. „Ihr Potenzial ist mir schon bei der ersten Angebotsauswertung und Ihren Ideen für die weiteren Schritte an Ihrem ersten Arbeitstag aufgefallen und hat meinen Eindruck vom Vorstellungsgespräch gestärkt. Jetzt, nach den ersten Monaten, können wir sicherlich einen weiteren Schritt in Ihrer Entwicklung machen. Fühlen Sie sich dazu bereit?“ „Ja, gerne“, ist Ihre Antwort. „Ich habe tatsächlich den Eindruck gewonnen, dass ich das operative Handwerkszeug im Einkauf gut gelernt habe und mit den Ansprechpartnern komme ich auch sehr gut zurecht. Aber was ist denn der nächste Schritt?“ 2.10 Fallstudie 2: Global Sourcing Vahlen Competence Krampf – Beschaffungsmanagement (2. Auflage) Herstellung: Frau Brun Änderungdatum: 04.06.2014 Ausgabedatum: 04.06.2014 Status: Druckdaten Seite 69 2.11 Literatur zu Kapitel 2 69 „Mit dem operativen Handwerkszeug im Einkauf brauchen Sie schon noch ein bisschen!“ erwidert Ihr Chef, was Sie natürlich nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrechen lässt. „Sie haben zwar die IT-Systeme im Griff und wissen grob, wie der Einkaufsprozess funktioniert, aber um ein wirklicher Profi zu werden, müssen wir beide noch ein bisschen arbeiten.“ Naja, wäre vielleicht auch ein wenig zu schnell gegangen … Aber was ist nun der nächste Schritt? „Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass in Ihrer Warengruppe fast ausschließlich deutsche Lieferanten liefern? Die meisten kommen sogar aus der Region.“ so Hans Schuster. Er hat Recht! Sogar bei Ihrer ersten Ausschreibung waren die Angebote alle aus der Region gekommen. Vor lauter Begeisterung über die ersten Erfolge haben Sie dies gar nicht bemerkt. „Ihr Vorgänger war schon sehr lange bei uns im Einkauf“, fährt Ihr Chef fort „und seine Englischkenntnisse waren auch schon sehr lange nicht mehr benötigt worden. Da hatte sich eine gewisse Gewohnheit eingeschlichen. Er wollte vor seiner Rente keine neue Aufgabe mehr übernehmen und ich hielt es auch nicht für sinnvoll, ihn dazu zu zwingen. Daher habe ich auf Sie gewartet. Als junger Ökonom, der gerade frisch von der Universität kommt, haben Sie doch strategisches Denken und zusätzlich eine Sprache gelernt. Die können Sie jetzt gut einsetzen.“ Eine tolle Chance, denken Sie bei sich. „Was erwarten Sie denn nun von mir?“ „Machen Sie sich zuerst einmal Gedanken, in welche Märkte Sie mit Ihrem Bereich gehen könnten und welche Vorgehensweise sowie Maßnahmen in den nächsten 5 Jahren anzupacken sind.“ ermuntert Sie Herr Schuster. „Anschließend diskutieren wir über Ihre Ideen und schauen gemeinsam, was davon umsetzbar ist. Ich muss jetzt los und komme dann später auf Sie zu. Ich bin gespannt, was Sie bis dahin ausgearbeitet haben.“ 2.11 Literatur zu Kapitel 2 Akinc, Selecting a set of vendors in a manufacturing environment, in: Journal of Operations Management, 11. Jahrgang, Nummer  2, 1993, S. 107–122. Arnolds et al., Materialwirtschaft und Einkauf, 12. Auflage, 2012. Bergauer, Wierlemann, Einkauf – Die unterschätzte Macht, 2008. Bogaschewsky, Götze, Management und Controlling von Einkauf und Logistik, 2003. Boutellier, Wagner, Wehrli, Handbuch Beschaffung. Strategien – Methoden – Umsetzung, 2003. Brodersen, Beschaffungsmarktwahl, 2000. Büsch, Praxishandbuch Strategischer Einkauf: Methoden, Verfahren, Arbeitsblätter für professionelles Beschaffungsmanagement, 3. Auflage, 2012. Droege & Comp., Gewinne einkaufen. Best Practice im Beschaffungsmanagement, 1998. Fröhlich-Glantschnig, Berufsbilder in der Beschaffung: Ergebnisse einer Delphi-Studie, 2005. Fröhlich, Lingohr, Gibt es die optimale Einkaufsorganisation? Organisatorischer Wandel und pragmatische Methoden zur Effizienzsteigerung, 2010. 2.11 Literatur zu Kapitel 2

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References

Zusammenfassung

Beschaffungsmanagement: Den Einkauf erfolgreich managen.

Dieses Buch beschreibt die Herausforderungen der Einkaufsabteilungen in den Unternehmen. Sie betreffen insbesondere die zukünftige Ausrichtung und Aufstellung der Beschaffung sowie den konsequenten Einsatz von Werkzeugen, um den Unternehmenswert nachhaltig steigern zu können. Dabei geht der Autor unter anderem folgenden Fragen nach:

Wie weit sollen die Aufgaben des Einkaufs innerhalb der Wertschöpfungskette gehen?

In welchen Ländern soll zukünftig verstärkt eingekauft werden und wie findet man für welche Warengruppe dort geeignete Lieferanten?

Wie kann die Auswahl und die Zusammenarbeit mit den Lieferanten gestaltet werden?

Wie sollte sich der Einkauf zukünftig aufstellen? Ist eher eine zentrale oder dezentrale Einkaufsorganisation erfolgreich?

Für diese und zahlreiche andere Fragestellungen werden in diesem Buch Antworten gegeben, die theoretisch fundiert und mit Beispielen aus der Unternehmenspraxis untermauert sind.