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4.7 Literatur zu Kapitel 4 in:

Peter Krampf

Beschaffungsmanagement, page 146 - 148

Eine praxisorientierte Einführung in Materialwirtschaft und Einkauf

2. Edition 2014, ISBN print: 978-3-8006-4848-1, ISBN online: 978-3-8006-4849-8, https://doi.org/10.15358/9783800648498_146

Series: Management Competence

Bibliographic information
Vahlen Competence Krampf – Beschaffungsmanagement (2. Auflage) Herstellung: Frau Brun Änderungdatum: 04.06.2014 Ausgabedatum: 04.06.2014 Status: Druckdaten Seite 138 4 Einkaufsorganisation – Zentralisation versus Dezentralisation138 Ihnen ist klar, dass eine Ansprache durch Herrn Schuster auch in der Regel eine neue Aufgabe zur Folge hat. Dazu kennen Sie ihn inzwischen zu gut. Und in der Tat lässt diese nicht lange auf sich warten. „Wie Sie wissen haben wir eine sehr komplexe Struktur innerhalb des Einkaufs“, beginnt Ihr Chef. „Das ist zum einen historisch bedingt, zum anderen haben wir auch niemals nach dem Erwerb eines neuen Unternehmens die Einkaufsorganisation angepasst. In vielen Standorten sind sogar die Warengruppen unterschiedlich aufgeteilt, so dass kein wirklich automatisierter Vergleich der Daten möglich ist. Sie selbst haben ja schon bemerkt, wie viel manueller Aufwand notwendig ist, um einheitliche Preise bei einigen ausgewählten Kaufteilen innerhalb unserer Gruppe zu erzielen.“ In der Tat hatten Sie in den letzten Monaten mehrfach versucht, Ihre Preise mit den Kollegen aus den anderen fünf Standorten zu vergleichen. Dies war neben dem Tagesgeschäft ein mühsames Unterfangen gewesen. Teilweise hatten die Kollegen auch kein wirkliches Interesse gezeigt, nachdem die Geschäftsbereiche bisher sehr autonom und mit eigener Gewinn- und Verlustrechnung geführt wurden. Vom Konzernvorstand standen eher die drei Hauptmarken im Vordergrund, die im Wettbewerb geführt werden. An die Realisierung von funktionsübergreifenden Synergien wurde nicht einmal gedacht. Auch wenn die Geschäftsführer dies nicht wirklich kundtaten, hatten Sie persönlich aber dennoch den Eindruck, dass sie Angst hatten, mit dem Einkauf einen wesentlichen Hebel für ihr Gesamtergebnis aus den Händen zu geben. Jede Gesellschaft hatte daher ihren eigenen Einkauf. An eine reine Zentralisierung in der Zentrale war zurzeit noch nicht zu denken, auch wenn dies viele Möglichkeiten bei der Bündelung der Bedarfe eröffnen würde. „Ich bin überzeugt, dass wir uns in der Beschaffungsabteilung auch langfristig weiter verbessern und dies sogar zügig umsetzen müssen. Ich denke dabei sehr intensiv über eine Neuorganisation des Einkaufs nach. Ich hätte dabei gerne Ihre Hilfe, nachdem Sie die Herausforderungen des Global Sourcings für uns bereits hervorragend gemeistert und auch umgesetzt haben“, fährt Hans Schuster fort. „Machen Sie mir doch bitte einen ersten Entwurf für einen Fahrplan, wie wir unsere Einkaufsorganisation optimieren können. Gerne können wir dabei auch schrittweise vorgehen. Ich muss dieses Thema in einer Woche beim Vorstand besprechen.“ 4.7 Literatur zu Kapitel 4 Arnold, Kasulke, Praxishandbuch innovative Beschaffung, 2007. Arnolds et al., Materialwirtschaft und Einkauf, 12. Auflage, 2012. Bergauer, Wierlemann, Einkauf – Die unterschätzte Macht, 2008. Bogaschwesky, Kohler, Innovative Organisationsformen des Einkaufs im Kontext der Globalisierung, in: Sanz, Semmler, Walther, Die Automobilindustrie auf dem Weg zur globalen Netzwerkkompetenz, 2007, S. 143–160. Dimitri, Piga, Spagnolo, Handbook of Procurement, 2006. Droege & Comp., Gewinne einkaufen. Best Practice im Beschaffungsmanagement, 1998. Fröhlich, Lingohr, Gibt es die optimale Einkaufsorganisation? Organisatorischer Wandel und pragmatische Methoden zur Effizienzsteigerung, 2010. Johnson, Leenders, Fearon, Supply’s Growing Status and Influence: A Sixteen Year Perspective, in: The Journal of Supply Chain Management, 42. Jahrgang, Nummer 2, 2006, S. 33–43. 4.7 Literatur zu Kapitel 4 Vahlen Competence Krampf – Beschaffungsmanagement (2. Auflage) Herstellung: Frau Brun Änderungdatum: 04.06.2014 Ausgabedatum: 04.06.2014 Status: Druckdaten Seite 139 4.7 Literatur zu Kapitel 4 139 Kaufmann, Internationales Beschaffungsmanagement. Gestaltung strategischer Gesamtsysteme und Management einzelner Transaktionen, 2001. Krampf, Einsparerfolge durch Optimierung des Einkaufs, in: ew, 104. Jahrgang, Heft 25, 2005, S. 20–25. Large, Strategisches Beschaffungsmanagement. Eine praxisorientierte Einführung mit Fallstudien, 5. Auflage, 2013. Leftwich et al., Organizational Concepts for Purchasing and Supply Management Implementation, 2004. Rozemeijer, How to manage corporate purchasing synergy in a decentralised company? in: European Journal of Purchasing & Supply Management, 6. Jahrgang, Nummer 1, 2000, S. 5–12. Rüdrich, Kalbfuß, Weißer, Materialgruppenmanagement. Quantensprung in der Beschaffung, 2. Auflage, 2006. Trent, The Use of Organizational Design Features in Purchasing and Supply Management, in: The Journal of Supply Chain Management, 40. Jahrgang, Nummer 3, 2004, S. 4–18. Versteeg, Revolution im Einkauf. Höchste Qualität und bester Service zum günstigsten Preis, 1999. Vahlen Competence Krampf – Beschaffungsmanagement (2. Auflage) Herstellung: Frau Brun Änderungdatum: 04.06.2014 Ausgabedatum: 04.06.2014 Status: Druckdaten Seite 141 5Einkaufscontrolling zum Erfolgsnachweis 5 5 Einkaufscontrolling zum Erfolgsnachweis „Man sollte die Dinge so einfach wie möglich machen – aber nicht einfacher“ Albert Einstein Auch wenn sich die Begriffe „Controlling“ und „Kontrolle“ vom Klang ähneln, so versteht man unter Kontrolle eher eine operative Aktivität. Darüber hinaus ist der Begriff mit negativen Attributen besetzt. Innerhalb des Controllings ist ein strategisches Vorgehen gemeint, dass sowohl eine Zielfestlegung und entsprechende Überwachung, als auch eine daraus abgeleitete Abweichungsanalyse beinhaltet. Bei zunehmenden Unternehmensgrößen erhöht sich die Arbeitsteilung innerhalb einer Organisation. Damit gehen auch starke Veränderungen im Controlling einher und der Koordinationsbedarf steigt auf allen Führungsebenen. So wird z. B. eine stärkere Dezentralisierung und Spezialisierung im Controlling erforderlich, was an Stelle eines Zentralcontrollings zu einem Bereichscontrolling führt. Diese Anforderung ist auch in der Betriebswirtschaftslehre noch ein relativ junges Forschungsgebiet. Das Umdenken im Einkauf hinsichtlich Aufgaben- und Verantwortungsbereich sowie der hierarchische Aufstieg, der mit der stärkeren strategischen Ausrichtung der Beschaffung korreliert, haben auch zu Veränderungen in der Erfolgsmessung in diesem Bereich geführt. Sind bei der vorwiegend administrativen Abwicklung von Beschaffungsvorgängen eher Kennzahlen, wie beispielsweise Einkaufsvolumen, Anzahl Bestellungen je Einkäufer, Bestellkosten oder Anzahl Anfragen je Bestellung, gefragt, so ändert sich dies bei der stärker strategischen und beratenden Funktion des Beschaffungsbereichs hin zu qualitativen Kennzahlen. Das Beschaffungscontrolling muss von den Unternehmenszielen und dem -controlling abgeleitet sein und die spezifischen Besonderheiten und aktuellen Entwicklungen im Einkauf berücksichtigen. Ziel ist es, die Aktivitäten im Beschaffungsmanagement zu koordinieren und die Informationsversorgung sicherzustellen. Dabei werden die einzelnen Schritte der Beschaffungsplanung, -steuerung, -kontrolle und -informationsversorgung unterstützt. Die Elemente des Beschaffungscontrollings sind die Erfassung und Bewertung der Ausgangssituation, um die Antworten auf die Fragen „Was wird wo und wie eingekauft?“ geben zu können. Darüber hinaus muss eine Steuerung von Maßnahmen z. B. durch die Nutzung einer Balanced Scorecard bzw. der Beschaffungsbudgetierung ermöglicht werden, um die Umsetzung und Realisierung von Einkaufspotenzialen sicherzustel- Zieldefinition, überwachung und Abweichungs analyse Ziele

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Zusammenfassung

Beschaffungsmanagement: Den Einkauf erfolgreich managen.

Dieses Buch beschreibt die Herausforderungen der Einkaufsabteilungen in den Unternehmen. Sie betreffen insbesondere die zukünftige Ausrichtung und Aufstellung der Beschaffung sowie den konsequenten Einsatz von Werkzeugen, um den Unternehmenswert nachhaltig steigern zu können. Dabei geht der Autor unter anderem folgenden Fragen nach:

Wie weit sollen die Aufgaben des Einkaufs innerhalb der Wertschöpfungskette gehen?

In welchen Ländern soll zukünftig verstärkt eingekauft werden und wie findet man für welche Warengruppe dort geeignete Lieferanten?

Wie kann die Auswahl und die Zusammenarbeit mit den Lieferanten gestaltet werden?

Wie sollte sich der Einkauf zukünftig aufstellen? Ist eher eine zentrale oder dezentrale Einkaufsorganisation erfolgreich?

Für diese und zahlreiche andere Fragestellungen werden in diesem Buch Antworten gegeben, die theoretisch fundiert und mit Beispielen aus der Unternehmenspraxis untermauert sind.