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Fragen zur Wiederholung und Selbstkontrolle in:

Reinhard Meckl

Internationales Management, page 122 - 125

3. Edition 2014, ISBN print: 978-3-8006-4784-2, ISBN online: 978-3-8006-4785-9, https://doi.org/10.15358/9783800647859_122

Series: Lernbücher für Wirtschaft und Recht

Bibliographic information
Vahlens Lernbücher – Meckl – Internationales Management (3. Auflage) Herstellung: Frau Wesp Änderungsdatum: 31.01.2014 Status: Imprimatur Seite: 100 2 Internationale Marktbearbeitungsformen und Theorien des IM100 Merkmale Theorie Erklärungs schwerpunkte Erklärungs faktoren Management implikationen Internalisierungs theorie FDI, teilweise Außenhandel Internalisierungs vorteile Berücksichtigung von Transaktionskosten Realoptionen theorie FDI Wertbeiträge durch zusätzliche Handlungsspiel räume Investitionsentschei dung für Auslands gesellschaften unter Berücksichtigung zusätzlicher Wert komponenten Verhaltensorien tierte Theorie von Aharoni FDI Eingeschränkt ra tionales Verhalten zentraler Entschei dungsträger Verbesserung der Informationsver sorgung zentraler Entscheidungsträger Eklektische Theo rie von Dunning Übergreifend alle Marktbearbei tungsformen Eigentums , Stand ort und Internali sierungsvorteile Wahl der Interna lisierungsform in Abhängigkeit von spezifischen Vorteils kategorien Tab. 2‑9: Synoptische Darstellung der Zuordnung der behandelten Theorien zu Marktbearbeitungsformen im Internationalen Management Fragen zur Wiederholung und Selbstkontrolle 1. Ein mittelständisches Unternehmen will sich im Ausland engagieren und möchte von Ihnen beraten werden, ob es dies durch Exporte, den Aufbau einer Tochtergesellschaft im Ausland oder den Abschluss eines Kooperationsvertrages mit einem anderen Unternehmen tun soll. Welche Argumente und Entscheidungskriterien können Sie dem Unternehmen an die Hand geben? 2. Beschreiben Sie die Grund- und Sonderformen des Außenhandels! 3. Ein Unternehmen, das seine Auslandsmärkte über „Export“ bearbeiten möchte, kann dazu die Alternativen des direkten oder des indirekten Exports wählen. Legen Sie die Unterschiede von direktem und indirektem Export dar und erläutern Sie kurz die wesentlichen Vor- und Nachteile dieser beiden Formen des Außenhandels! 4. Stellen Sie anhand von zwei Außenhandelstheorien dar, warum Außenhandel aus theoretischer Sicht für alle Beteiligten Vorteile bringt, und begründen Sie Ihre Antwort mit Beispielen! Was führt zu Einschränkungen der beiderseitigen Vorteile in der Realität? 5. Stellen Sie das Produktlebenszykluskonzept von Vernon in seinen Grundzügen dar und bewerten Sie die Leistungsfähigkeit dieses Konzepts für heutige Produktmärkte. ? Vahlens Lernbücher – Meckl – Internationales Management (3. Auflage) Herstellung: Frau Wesp Änderungsdatum: 31.01.2014 Status: Imprimatur Seite: 101 2.6 Zusammenfassung zum zweiten Kapitel 101 6. Geben Sie die wichtigsten Aussagen der Theorie der „technologischen Lücke“ wieder. Sehen sie den hierin unterstellten Wirkungsmechanismus als empirisch bestätigt an? 7. Erklären Sie, was betriebswirtschaftlich unter dem Begriff „Risiko“ zu verstehen ist, und geben Sie einen Überblick über die Komponenten des Risikos internationaler Geschäftstätigkeit! 8. Definieren Sie den Begriff „Länderrisiko“ und erläutern Sie knapp dessen Einflussfaktoren. Welche grundsätzlichen Möglichkeiten zur Bestimmung dieses Risikos gibt es? Erläutern und bewerten Sie ein Verfahren Ihrer Wahl zur Bestimmung des Länderrisikos! 9. Für international agierende Unternehmen ist das Wechselkursrisiko von großer Bedeutung. Welche Komponenten des Wechselkursrisikos können unterschieden werden? Grenzen Sie diese voneinander ab, indem Sie die Auswirkung der unterschiedlichen Konzepte auf den Unternehmenserfolg skizzieren! 10. Erläutern Sie den Begriff des „translation risk“ und gehen Sie auf die Möglichkeiten und Probleme eines aktiven „Managements“ dieses Risikos ein! 11. Erläutern Sie das Konzept der „funktionalen Währung“. Welche Kriterien werden zur Festlegung der funktionalen Währung herangezogen? 12. Geben Sie einen Überblick über die zur Absicherung des Transaktionsrisikos zur Verfügung stehenden Instrumente und erläutern Sie ein Instrument Ihrer Wahl! 13. Erläutern Sie das Konzept des ökonomischen Wechselkursrisikos und dessen Auswirkungen auf die internationale Unternehmenstätigkeit. 14. Stellen Sie den Ablauf eines Dokumentenakkreditivs dar. Machen Sie dabei insbesondere deutlich, wie das Dokumentenakkreditiv eine Absicherungsund Finanzierungsfunktion übernehmen kann! 15. Vergleichen Sie den Herstellerkredit mit dem Cross-Border-Leasing aus Sicht eines Exporteurs. Welche Vor- und Nachteile sehen Sie? 16. Was zeichnet internationale Kooperationen aus? Welche Risiken sehen Sie? Unter welchen Umständen würden Sie diese Internationalisierungsform trotzdem empfehlen? 17. Welches sind die wichtigsten Verhandlungspunkte bei einer Lizenerteilung an einen ausländischen Partner? Begründen Sie Ihre Antwort. 18. „Die Internationalisierung eines Unternehmens kann typischerweise als ein kontinuierlich verlaufender Prozess beschrieben werden“. Erläutern und diskutieren Sie diese Aussage anhand des lerntheoretischen Internationalisierungsansatzes nach Johanson/Vahlne! 19. Diskutieren Sie Vor- und Nachteile der „Gründung einer Tochtergesellschaft“ und des „Kaufs eines Unternehmens“ als Internationalisierungsstrategien und bewerten Sie die Strategien! Vahlens Lernbücher – Meckl – Internationales Management (3. Auflage) Herstellung: Frau Wesp Änderungsdatum: 31.01.2014 Status: Imprimatur Seite: 102 2 Internationale Marktbearbeitungsformen und Theorien des IM102 20. Die Theorie des monopolistischen Vorteils von Hymer/Kindleberger unterscheidet zwischen „Direktinvestitionen vom Typ 1“ und „Direktinvestitionen vom Typ 2“. Was sind die Unterschiede zwischen beiden, und wie stehen sie im Zusammenhang mit den namensbegründenden „monopolistischen Vorteilen“? Was sind die Entstehungsursachen für derartige Vorteile? 21. Welche Internationalisierungsgründe liefert die Theorie des „oligopolistischen Parallelverhaltens“? Diskutieren Sie Aussagegehalt und Leistungsfähigkeit der Theorie für das Internationale Management! 22. Auf einer Informationsveranstaltung ihrer Bank zu „lukrativen Anlagemöglichkeiten in Deutschland“ werden Sie mit der Aussage konfrontiert: „Durch ihr Auslandsengagement weisen international tätige Unternehmen ein deutlich höheres Risikoprofil als nur national tätige Unternehmen auf, weswegen risikoaverse Investoren keine Anteile an solchen Unternehmen kaufen sollten“. Überzeugen Sie Ihr Gegenüber unter Rückgriff auf eine geeignete kapitalmarktorientierte Internationalisierungstheorie vom Gegenteil! 23. Beschreiben Sie die verschiedenen Realoptionen, die in Verbindung mit dem Aufbau einer eigengegründeten Auslandsgesellschaft auftreten können, und machen Sie jeweils klar, woraus ein Wertbeitrag der Realoption bestehen kann. 24. Beschreiben Sie einen verhaltenswissenschaftlichen Ansatz zur Erklärung von Internationalisierung. Bewerten Sie generell das Leistungspotenzial von verhaltenswissenschaftlichen Ansätzen zur Internationalisierung! 25. Beschreiben Sie die Komponenten der eklektischen Theorie von John Dunning und geben Sie jeweils Beispiele. Zeigen Sie anschließend auf der Basis dieser Komponenten die Vorteilhaftigkeit unterschiedlicher Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien auf! Worin sehen Sie die zentralen Stärken und Verdienste der Theorie Dunnings gegenüber anderen Theorien? Vahlens Lernbücher – Meckl – Internationales Management (3. Auflage) Herstellung: Frau Wesp Änderungsdatum: 31.01.2014 Status: Imprimatur Seite: 103 3 Führung von internationalen Unternehmen 3.1 Führungsmodelle für internationale Unternehmen 3.1.1 Die Komplexität der Führung von internationalen Unternehmen Die in Kapitel 2 behandelten Marktbearbeitungsformen und die dazugehörigen Theorien liefern Erklärungsansätze und teilweise zumindest Empfehlungen für das Management von internationalen Geschäftsaktivitäten. Der nächste logische Schritt besteht in der Erweiterung der Betrachtungsweise und die Überführung der Marktbearbeitungsformen und der theoretischen Ansätze und Empfehlungen in Konzepte, die die Entwicklung von Internationalisierungsstrategien und generell den Auf- und Ausbau von Aktivitäten im Ausland zum Gegenstand haben. Im Folgenden wird deduktiv vorgegangen. Zunächst werden in diesem Kapitel 3 Überlegungen zur Führung des Gesamtunternehmens mit den strategischen und organisatorischen Fragen behandelt. Im nachfolgenden Kapitel werden dann die Fragen in den einzelnen Funktionsfeldern thematisiert, bevor in Kapitel 5 auf den Spezialaspekt des regionenspezifischen und interkulturellen Managements eingegangen wird. Macharzina/Wolf weisen darauf hin, dass Unternehmensführung als Begriff nicht eindeutig definiert ist und hierunter eine Vielzahl unterschiedlicher Inhalte und Aufgaben verstanden werden (vgl. 2012, 36). In den Definitionsversuchen taucht aber regelmäßig die Idee auf, dass Führung auf dieser Ebene vor allem mit dem Treffen von Entscheidungen zu tun hat, die Grundsatzcharakter haben, durch eine hohe Bindungswirkung und Irreversibilität gekennzeichnet sind, das gesamte Unternehmen betreffen, meistens einen hohen monetären Wert zum Gegenstand haben und einen geringen Strukturierungsgrad aufweisen (vgl. Macharzina/Wolf 2012, 40–41). Als Folge dieses doch sehr kleinen gemeinsamen Nenners der vorherrschenden Auffassungen von Unternehmensführung gibt es auch nicht das allgemein akzeptierte Führungsmodell für Unternehmen. Vielmehr zeigt sich, dass es viele methodisch und theoretisch teilweise durchaus widersprüchliche Ansätze gibt, die unterschiedlichste Sichtweisen verfolgen. Angesichts dieses Befundes zu allgemeinen Unternehmensführungsmodellen überrascht es nicht, dass es auch in der Führung internationaler Unternehmen unterschiedlichste Modelle zur Lösung dieser zentralen Managementaufgabe gibt. Bevor auf die am häufigsten diskutierten eingegangen wird, ist es sinnvoll, Spezifika der Unternehmensführung im internationalen Umfeld explizit herauszuarbeiten, da diese den Unterschied der mit internationalen Herausforderungen konfrontierten Führung von der rein nationalen begründen. Der grundsätzliche Unterschied besteht darin, dass die internationale Unternehmensführung mit einem deutlich größeren Maß an Heterogenität zurecht kommen muss. Dieser Heterogenität muss in den Führungskonzepten explizit Rechnung getragen werden, was wiederum zu einer höheren Komplexität der Führungsaufgabe führt. Die Komplexität wird begründet durch die Vielzahl von zu berücksichtigenden Faktoren und ihrer Interdependenzen (vgl. Hartung 1997, 13). Grundsätzlich sind sowohl interne als auch externe Faktoren für die internationalen 3 Führung von internationalen Unternehmen 3.1 Führungsmodelle für internationale Unternehmen

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Zusammenfassung

Prof. Dr. Reinhard Meckl lehrt Internationales Management an der Universität Bayreuth.

Dieses einführende Lehrbuch vermittelt Ihnen anschaulich die theoretischen Grundlagen und die anwendungsbezogenen Methoden des Internationalen Managements, sodass

Sie aufbauend darauf über grundlegende Kenntnisse zur erfolgreichen Bearbeitung aus­ländischer Märkte verfügen.

Ausgehend von den Bearbeitungsformen für internationale Märkte stellt das Buch die wichtigsten Erklärungsansätze, Führungsmodelle und Managementmethoden sowie die wesentlichen Funktionsfelder eines internationalen Unternehmens dar. Analysen und ­Empfehlungen zum interkulturellen Management komplettieren das internationale Themenfeld. Fragen zur Wiederholung in jedem Kapitel sorgen für einen nachhaltigen Lernerfolg.

Aus dem Inhalt:

– Grundlagen des Internationalen Managements

– Internationale Marktbearbeitungsformen und Theorien des Internationalen

Managements

– Führung von internationalen Unternehmen

– Funktionenbezogenes Internationales Management

– Regionale und kulturelle Dimension im Internationalen Management