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Jörg Murmann, 7.2 Der BDU-Fachverband Personalberatung – der größte Expertenkreis innerhalb des Verbands in:

Michael Heidelberger, Lothar Kornherr (Ed.)

Handbuch der Personalberatung, page 367 - 370

Konzepte, Prozesse und Visionen

2. Edition 2014, ISBN print: 978-3-8006-4678-4, ISBN online: 978-3-8006-4679-1, https://doi.org/10.15358/9783800646791_367

Series: Management Competence

Bibliographic information
Verlag: Vahlen – Competence Reihe – Heidelberger/Kornherr – HB der Personalberatung, 2. Aufl. Herst.: Frau Deuringer – Status: Druckdaten – Seite 350 350 7. Nationale und internationale Branchen vertretungen an den BDU unterstreicht der europäische Dachverband dessen Anspruch, als einzige relevante Institution die Interessen der Personalberaterbranche in Deutschland zu vertreten. Darüber hinaus bietet der Verband eine Fülle praktischer Hilfestellungen: Der Informationsaustausch unter den Mitgliedern, die Formulierung von Berufsbildern und das große Service- und Dienstleistungsangebot kommen jedem BDU-Mitglied unmittelbar im Tagesgeschäft zugute. 7.1.2 Die Struktur des Verbands Der BDU ist ein Bundesverband, der von einem ehrenamtlichen Präsidium geführt wird. Er ist zurzeit entsprechend seiner Mitgliederstruktur in 14 nach Beratungsschwerpunkten und Klientenbranchen gegliederte Expertenkreise unterteilt. Allen Gruppen gemeinsam sind die Zielsetzungen: Informationsaustausch über das jeweilige Beratungsfeld bzw. über die Klientenbranche, Wissensvermittlung zu anderen aktuellen, beratungsrelevanten Themen sowie Information über Fragen der Eigenorganisation und Qualitätsentwicklung. Jeder BDU-Fachverband entsendet seine(n) Vorsitzende(n) in die Verbandskonferenz, die gemeinsam mit dem BDU-Präsidium tagt. Dadurch wird eine unmittelbare Interessenvertretung der Mitglieder gewährleistet. Für die Umsetzung der Verbandsaufgaben ist die Geschäftsstelle in Bonn mit zurzeit 15 Mitarbeitern verantwortlich. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb des Verbands wird über die BDU-Servicegesellschaft für Unternehmensberater mbH abgewickelt. Diese Gesellschaft unterstützt alle Unternehmens- und Personalberater, die aufgrund der strengen Aufnahmebedingungen noch nicht Mitglied im BDU werden können, jedoch vor einer Vollmitgliedschaft vor allem an den umfangreichen Serviceleistungen partizipieren möchten. Weiterführende Informationen und Kontakt: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. Jörg Murmann (Mitglied der BDU-Geschäftsleitung) Zitelmannstr. 22 53113 Bonn Tel.: +49 228 9161-11 Fax: +49 228 9161-61 E-Mail: mu@bdu.de 7.2 Der BDU-Fachverband Personalberatung – der größte Expertenkreis innerhalb des Verbands von Jörg Murmann Einer der ältesten Expertenkreise innerhalb des BDU ist der Fachverband Personalberatung, der bereits in den 70er-Jahren gegründet wurde und Ende 2013 knapp 70 Mitgliedsunternehmen umfasst. Im Fachverband sind sowohl 7.2 Der BDU-Fachverband Personalberatung Verlag: Vahlen – Competence Reihe – Heidelberger/Kornherr – HB der Personalberatung, 2. Aufl. Herst.: Frau Deuringer – Status: Druckdaten – Seite 351 3517.2 Der BDU-Fachverband Personalberatung Einzelberater als auch mittlere und große Beratungsgesellschaften vertreten. Obwohl zahlenmäßig eine kleine Gruppe repräsentieren die Mitglieder im Personalberatungsmarkt im Hinblick auf den Branchenumsatz von insgesamt ca. 1,6 Mrd. € – hier liegt der Anteil bei rund 15 % – sowie das vertretene Fachund Branchenwissen eine überzeugende Größe. Über viele Jahre, ja fast Jahrzehnte, konzentrierte sich die Arbeit des Fachverbands in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) darauf, eine gesetzliche Legitimierung der „Dienstleistung Personalberatung“ zu erhalten. Eine Ergänzung im Arbeitsförderungsgesetz (AFG) im Jahre 1994 führte für alle Personalberater zunächst einmal das Ende eines untragbaren Zustands herbei und beseitigte alle rechtlichen Unsicherheiten. Dennoch musste sich der Fachverband im Zuge der Reformierung des AFG noch einmal mit der Thematik auseinandersetzen. Auch dieses Mal gelang es dem BDU und dem Fachverband, durch ständigen Kontakt zu den federführenden Stellen im Bundesarbeitsministerium (BMA), eine für die Branche zufriedenstellende Lösung herbeizuführen. Nach einem für die Branche ungünstigen Rechtsurteil im Zusammenhang mit der Direktansprache von Mitarbeitern am Arbeitsplatz aus dem Jahr 1999 erreichte der BDU durch verschiedene Aktivitäten (unter anderem die Einholung eines Rechtsgutachtens und die aktive Unterstützung weiterer Verfahren), dass die aktuelle Rechtsprechung fast ausnahmslos im Sinne der betroffenen Personalberater ausfällt. Ein mittlerweile vorliegendes BGH- Urteil bestätigt diese Position des BDU. Nach den Änderungen im SGB III und dem damit verbundenen Wegfall der rechtlichen Abgrenzung zur Personalvermittlung im Jahr 2004 hat der Fachverband Personalberatung in mehreren Gesprächen mit Vertretern der Bundesanstalt für Arbeit (BA) noch einmal das Berufsbild des Personalberaters dargestellt und angeregt, die eindeutige Abgrenzung zur Arbeitsvermittlung erneut gesetzlich im SGB III zu regeln. In den Jahren 2006 bis 2008 lag die Aufgabe des BDU im Fachbereich Personalberatung im Wesentlichen darin, die rechtlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit dem im August 2006 in Kraft getretenen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) mitzugestalten und seine Mitglieder auf dem aktuellen Informationsstand zu halten. Die Anforderungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie an die Verbände in Europa, sich Verhaltenskodizes zu geben oder bestehende Regeln weiterzuentwickeln, haben auch beim BDU zu Anpassungen in den Berufsgrundsätzen geführt. Dabei wurden die früher getrennten Regelwerke für Unternehmensund Personalberater zu einer gemeinsamen Fassung zusammengeführt und die wesentlichen Pflichten eines BDU-Beraters noch stärker als zuvor in den Mittelpunkt gerückt. Die Personalberater im BDU haben 2011 darüber hinausgehende Qualitätskriterien formuliert. In den Grundsätzen ordnungsgemäßer und qualifizierter Personalberatung (GoPB) sind klare Richtlinien für die Tätigkeit von BDU-Personalberatern enthalten, die die fachgerechte und professionelle Durchführung von Personalberatungsprojekten sicherstellen. Klienten und Kandidaten erhalten so eine transparente und verlässliche Orientierung Verlag: Vahlen – Competence Reihe – Heidelberger/Kornherr – HB der Personalberatung, 2. Aufl. Herst.: Frau Deuringer – Status: Druckdaten – Seite 352 352 7. Nationale und internationale Branchen vertretungen für die Zusammenarbeit mit Personalberatern. Der Leitfaden beschreibt den Idealablauf vom Beginn der Vertragsverhandlungen bis zum Ende des Projekts. Wie die BDU-Berufsgrundsätze haben die GoPB nicht nur eine unmittelbare rechtliche Wirkung für die BDU-Personalberater, sondern deren Einhaltung ist Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Fachverband Personalberatung. Aktuell verfolgen der BDU und sein Fachverband Personalberatung das Ziel, durch die Etablierung zeitgemäßer Qualitätsstandards einen Beitrag für mehr Transparenz zu leisten. Es sind vor allem zwei Bausteine, die bei den Klienten als Qualitätsmerkmale wahrgenommen werden: Im Jahr 2009 hat der BDU in Zusammenarbeit mit dem europäischen Dachverband ECSSA für Personalberater die internationale Zertifizierung zum Certified Executive Recruitment Consultant CERC eingeführt. Außerdem wurden die BDU- Grundsätze ordnungsgemäßer und qualitativer Personalberatung (GoPB) definiert – strenge Qualitätsrichtlinien, die von allen Personalberatern im BDU verbindlich eingehalten werden. Somit gewinnt der Klient, wenn er sich für ein Verbandsmitglied entscheidet, ein hohes Maß an Sicherheit, einen qualifizierten Partner für seine Personalsuche gefunden zu haben. Um auch nicht dem Verband angeschlossenen Personalberatern die Möglichkeit zu bieten, sich z. B. über aktuelle Marktentwicklungen auszutauschen und aktives Networking zu betreiben, hat der BDU-Fachverband Personalberatung im Jahr 1999 mit dem jährlich stattfindenden Deutschen Personalberatertag einen mittlerweile etablierten Branchenkongress ins Leben gerufen, an dem regelmäßig um die 150 Personalberater und HR-Experten aus Klientenunternehmen teilnehmen. Der Fachverband betreibt eine konsequente Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, um die Bedeutung der Dienstleistung Personalberatung nach außen hin herauszustellen. Um diesem hohen Ziel gerecht zu werden, können die Mitglieder des BDU-Fachverbands Personalberatung auf ein umfangreiches Kontaktnetz des Verbands zu Journalisten, Redakteuren und Medienvertretern zurückgreifen. Mit regelmäßigen Studien – wie z. B. der jährlich erscheinenden Studie „Personalberatung in Deutschland“ – verfolgt der Fachverband das Ziel, den Personalberatungsmarkt transparenter zu machen, Einblicke in die Struktur und Arbeitsweise der Beratungsunternehmen zu geben und ein umfassendes Bild der Kandidaten zu zeichnen. Organisatorisch und inhaltlich wird der BDU-Fachverband Personalberatung in der BDU-Geschäftsstelle von dem stellvertretenden BDU-Geschäftsführer Jörg Murmann betreut. Weiterführende Informationen und Kontakt: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. Jörg Murmann (Mitglied der BDU-Geschäftsleitung) Zitelmannstr. 22 53113 Bonn Tel.: +49 228 9161-11 Fax: +49 228 9161-61 E-Mail: mu@bdu.de Verlag: Vahlen – Competence Reihe – Heidelberger/Kornherr – HB der Personalberatung, 2. Aufl. Herst.: Frau Deuringer – Status: Druckdaten – Seite 353 3537.3 Die ECSSA 7.3 Die ECSSA von Dr. Joachim Staude Die ECSSA (European Confederation of Search & Selection Associations) ist der europäische Dachverband der Personalberatungsverbände. Personalberatung ist hierbei in einem „engeren Sinne“, nämlich als Personalsuche, zu verstehen und schließt inhaltlich nicht die konzeptionelle Beratung in allgemeinen Personalfragen ein. Personalberatung ist insofern Synonym für „Recruitment Consulting“ oder „Search & Selection“. Mitglieder in der ECSSA sind entweder die nationalen Beraterverbände, soweit sich diese mit professioneller Personalberatung befassen (z. B. der BDU in Deutschland) oder nationale, auf Personalberatung spezialisierte Fachverbände (z. B. BYS in Spanien). 7.3.1 Ziele Im Zuge des Zusammenwachsens der Länder in der europäischen Union, vor allem durch Schaffung des gemeinsamen Binnenmarktes und einer europäischen Gesetzgebung, blieb es nicht aus, dass sich zahlreiche Industrie- und Wirtschaftsverbände auf europäischer Ebene organisierten. Für den Bereich der allgemeinen Unternehmensberatung nimmt diese Rolle seit 1960 die FEACO (Fédération Européenne des Associations de Conseils en Organisation) wahr, die als Dachorganisation der nationalen europäischen Beraterverbände fungiert. Obwohl in den Fachsektionen einiger nationaler Beraterverbände auch Themen der Personalberatung aufgegriffen wurden, fehlte eine spezifische Interessenvertretung der Personalberater über die nationalen Landesgrenzen hinaus. An diesem Gedanken knüpft die ECSSA an und sieht sich als „Stimme der europäischen Personalberatungsbranche“. Auf Initiative der Beraterverbände in Frankreich (Syntec), Deutschland (BDU) und Italien (Assores) wurde die ECSSA schließlich im Jahr 2004 gegründet und in Brüssel als Verein nach belgischem Recht in das Vereinsregister eingetragen. Die Ziele der ECSSA bestehen darin, 1. die Personalberatungsbranche in Europa auf der Grundlage gemeinsam geteilter verbindlicher ethischer und professioneller Grundsätze weiter zu entwickeln, 2. ein dynamisches Forum zu schaffen, das den Gedanken- und Informationsaustausch zwischen den nationalen Verbänden in Fragen der Personalberatung fördert und 3. die Interessen der Personalberatungsbranche auf europäischer Ebene gegenüber den verschiedenen europäischen Institutionen zu vertreten. Beim erstgenannten Ziel steht der Gedanke im Vordergrund, gewisse Minimumstandards für die Arbeit der Personalberater zu definieren und als verbindlich anzuerkennen. Damit soll sichergestellt werden, dass die in den 7.3 Die ECSSA

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Zusammenfassung

Vorteile

- Stellt umfassend und detailliert den gesamten Bereich der Personalberatung dar

- Zeigt auf, worauf bei der Auswahl des richtigen Personalberaters zu achten ist

Zum Werk

Ein guter Personalberater ist ein wichtiger Partner im Wettbewerb um Spezialisten und Führungskräfte. Dieser "war for talents" ist ein Schlüsselthema für den unternehmerischen Erfolg und erfordert eine hochwertige und nachhaltige Beratungsleistung. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. hat mit seinen Grundsätzen ordnungsgemäßer und qualifizierter Personalberatung (GoPB) einen Branchenstandard für diese Dienstleistung in Deutschland entwickelt.

Inhalt

Personalberatung - eine Branche stellt sich vor

- Was zeichnet eine professionelle Personalberatung aus?

- Die richtigen Honorarmodelle

- Der geeignete Nachfolger in Familienunternehmen

- Internationale Aufträge und Personalrekrutierung in China

- Personalberatung aus Klienten- und Kandidatensicht

- Zukünftige Tendenzen in der Personalberatung

Herausgeber

Michael Heidelberger und Lothar Kornherr sind seit vielen Jahren Personalberater und als Certified Executive Recruitment Consultant (CERC) qualifiziert. Beide sind geschäftsführende Gesellschafter renommierter Personalberatungen.

Zielgruppe

Personalberater, Personalleiter.