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8.6 Nachtexte in:

Manuel René Theisen

Wissenschaftliches Arbeiten, page 228 - 234

Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit

16. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4636-4, ISBN online: 978-3-8006-4637-1, https://doi.org/10.15358/9783800646371_228

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VAHLEN WiSt Theisen – Wissenschaftliches Arbeiten Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.06.2013 Status: Imprimatur Seite 238 8 Ergebnisgestaltung238 Die meisten Textverarbeitungsprogramme bieten die mechanische Erstellung eines Registers nach angegebenen Stichwörtern an; einige Spezialprogramme sind darüber hinaus in der Lage, auch übergreifende oder synonyme Schlagwörter zu ermitteln. In jedem Fall ist die vorgeschlagene alphabetische Ordnung zu überprüfen, zudem, welche Unterschlagworte gegebenenfalls noch zusätzlich zu bilden bzw. umzugruppieren sind. In einem Namensregister können entweder alle Eigennamen, die im eigenen Text (mindestens einmal) erwähnt werden, oder aber (zusätzlich) auch alle in den Fußnoten zitierten Verfassernamen zusammengestellt werden: Ein solches (gemischtes) Register eine gute Möglichkeit, die Verarbeitung der im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel auch unmittelbar personen- und nicht nur sachbezogen überprüfen zu können. Ein Register ist übersichtlicher, wenn es in zwei Spalten, mit einfachem Zeilenabstand und mit Einzügen, erstellt wird. In einer Vorbemerkung sollten die im Register gewählten Bezeichnungen und Angaben sowie dessen Aufbau und Struktur erklärt werden. Grundsätzlich sollten Seitenzahlen (ohne vorangestelltes „S.“) und keine Kapitel- oder Gliederungspunkte als Fundstellenhinweise verwendet werden. Durch Fettdruck oder Kursivschrift können besondere Schwerpunkte angedeutet, oder als zusätzliche Information – wie in meiner Anleitung – Beispiele und Texte unterschieden werden. Sind mehr als eine Seite des Textes für das jeweilige Stich- oder Schlagwort relevant, ist die Seitenangabe mit „f.“, bei mehr als zwei Seiten aber mit den genauen Seitenangaben zu kennzeichnen; mehrere Nachweise erfolgen im Register ausschließlich in nummerisch-aufsteigender Reihenfolge. 8.6 Nachtexte 8.6.1 Nachwort Für publizierte Arbeiten kann ein Nachwort angezeigt sein. In einer solchen, dem Text nachgestellten – meist kurzen – Bemerkung können Gedanken des Autors formuliert wer- Einfaches Register Zusätzliche Informationen VAHLEN WiSt Theisen – Wissenschaftliches Arbeiten Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.06.2013 Status: Imprimatur Seite 239 8.6 Nachtexte 239 den, die beispielsweise nur einen Teil der Leser ansprechen oder aber persönliche Zusammenhänge aufzeigen. Liegt zwischen der Erstellung des Textes und der Veröffentlichung ein erheblicher Zeitraum, kann hier auch – dem Vorwort vergleichbar – auf themenspezifische Entwicklungen in der Zwischenzeit oder weitere Forschungsergebnisse und Bemühungen des Verfassers hingewiesen werden. Darüber hinaus werden Nachworte gelegentlich dazu genutzt, um seitens des Verlages oder des Herausgebers in späteren Auflagen auf Veränderungen hinzuweisen oder einen Bearbeiterwechsel zu kommentieren. 8.6.2 Eidesstattliche Erklärung Prüfungsleistungen wie die Bachelor-, Master- oder Magisterarbeit und alle Dissertationen müssen, nach den näheren Bestimmungen der jeweiligen Prüfungsordnung, einen besonderen Vermerk zum Abschluss der Arbeit aufweisen, mit dem – meist an Eides Statt – die selbstständige Anfertigung der vorgelegten Arbeit erklärt bzw. versichert wird; soweit sie keinen konkreten Bezug zu den §§ 156, 158, 161 Strafgesetzbuch (StGB) aufweisen soll, wird sie „Selbstständigkeitserklärung“ genannt. Diese Erklärung bzw. Versicherung ist in jedem eingereichten Exemplar handschriftlich – also nach dem Kopieren – mit Orts- und Datumsangabe zu versehen und mit Vor- und Nachnamen zu unterzeichnen. Die Erklärung wird nicht bei der Seitenzählung einbezogen und auch nicht in das Inhaltsverzeichnis aufgenommen. Wird eine Prüfungsleistung nur in digitaler Form (pdf-Datei, WORD©-Dokument) eingereicht, muss die Erklärung gesondert in Papierform eingereicht werden.1 Soweit eine Formulierung nicht im Wortlaut vom zuständigen Prüfungsamt vorgeschrieben ist, kann der nachfolgende Mustertext verwendet werden. 1 Vgl. dazu Balzert, H. u. a., Arbeiten, 2008, S. 203, die allerdings die – rechtlich nicht wirksame – Alternative eines Erklärungszugangs per Fax vorsehen. VAHLEN WiSt Theisen – Wissenschaftliches Arbeiten Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.06.2013 Status: Imprimatur Seite 240 8 Ergebnisgestaltung240 Mustertext: Eidesstattliche Erklärung Ich erkläre hiermit an Eides Statt, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe; die aus fremden Quellen (einschließlich elektronischer Quellen und dem Internet) direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind ausnahmslos als solche kenntlich gemacht. Bei der Auswahl und Auswertung des Materials sowie bei der Herstellung des Manuskriptes habe ich Unterstützungsleistungen von folgenden Personen erhalten: 1. … 2. … 3. … Weitere Personen waren an der geistigen Leistung der vorliegenden Arbeit nicht beteiligt. Insbesondere habe ich nicht die Hilfe eines Promotionsberaters in Anspruch genommen. Dritte haben von mir weder unmittelbar noch mittelbar Geld oder geldwerte Leistungen für Arbeiten erhalten, die im Zusammenhang mit dem Inhalt der vorgelegten Dissertation stehen. Die Arbeit wurde bisher weder im Inland noch im Ausland in gleicher oder ähnlicher Form einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegt und auch noch nicht physisch oder elektronisch veröffentlicht. Ich bin mir bewusst, dass eine falsche Erklärung rechtliche Folgen haben wird. Ort, Datum Unterschrift Für eine Gruppenarbeit wird alternativ folgende Formulierung des ersten Absatzes der vorstehenden Erklärung vorgeschlagen:1 1 Zu den Kriterien berechtigter Koautorenschaft und deren Bedeutung instruktiv Bickelhaupt, H., Veröffentlichungen, 1988, S. 80–82. VAHLEN WiSt Theisen – Wissenschaftliches Arbeiten Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.06.2013 Status: Imprimatur Seite 241 8.6 Nachtexte 241 Mustertext: Eidesstattliche Erklärung bei Gruppenarbeit Ich erkläre hiermit an Eides Statt, dass ich meinen Beitrag zur vorliegenden Gruppenarbeit (Kapitel …) selbstständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe; das gleiche gilt für die von den auf dem Titelblatt der Arbeit genannten Autoren gemeinsam verfassten Teile (Kapitel …). Die aus fremden Quellen (einschließlich elektronischer Quellen und dem Internet) direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind ausnahmslos als solche kenntlich gemacht. … Namentlich der dritte Absatz des vorgeschlagenen Mustertextes für eine eidesstattliche Erklärung hat in jüngerer Vergangenheit für die Betreuer und Korrektoren von Doktorarbeiten aller Fachrichtungen aktuelle Bedeutung erlangt: Eine seit langem sehr erfolgreich etablierte Branche, die der Händler mit der Ware „Geist“ (Promotionsberater), ist in Zusammenhang mit spektakulären Betrugs- und Fälschungsfällen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden;1 zudem wird deshalb auf verstärkt über die Grenzen und Risiken akademisch ausgerichteten „ghostwriting“ (wieder) diskutiert.2 Die eidesstattliche Erklärung ist keine reine Formsache: sie ist die rechtlich verbindliche Zusicherung, dass alle für die eigene Arbeit verwendeten Materialien angegeben und in der vorgeschriebenen Form im Text entsprechend gekennzeichnet (zitiert) worden sind. Ein erheblicher Verstoß gegen diese Zitiervorschriften bedeutet aus juristischer Sicht den Bruch dieser eidesstattlichen Erklärung mit allen potenziellen rechtlichen Konsequenzen wie z. B. dem Entzug des akademischen Titels bzw. Abschlusses.3 1 Vgl. dazu umfassend Kapitel 11, S. 271–278. 2 Dazu u. a. Schenkel, R., Gespenst, 2011; Brand, C., Feder, 2011; Frisse, J., Geisterhand, 2011; a. M. die „Diplomwerkstatt“-Betreiberin Weber, D., Dummies, 2010, S. 35, 206: „… vertrete ich naturgemäß die Auffassung, dass es zulässige Betreuung auch gegen Entgelt geben kann.“ 3 Zu den rechtlichen Aspekten wissenschaftlicher Qualifikationsarbeiten umfassend bereits Slapnicar, K. W., Aspekte, 2003. VAHLEN WiSt Theisen – Wissenschaftliches Arbeiten Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.06.2013 Status: Imprimatur Seite 242 8 Ergebnisgestaltung242 8.6.3 Lebenslauf Die meisten Promotionsordnungen und einige Masterprüfungsordnungen schreiben vor, dass die Arbeit mit einem Lebenslauf des Verfassers (lat.: curriculum vitae, CV) schlie- ßen muss, der mit dem Text fest verbunden zu sein hat. In einem solchen Lebenslauf sind, neben den knapp gehaltenen persönlichen Daten, die für den wissenschaftlichen Werdegang des Verfassers wichtigsten Abschnitte (Ausbildung, abgelegte Prüfungen, Praktika) aufzuzeigen; der Lebenslauf kann dabei als Text oder Tabelle ausgestaltet werden. Er trägt keine Seitenzahl und ist handschriftlich zu unterzeichnen. VAHLEN WiSt Theisen – Wissenschaftliches Arbeiten Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.06.2013 Status: Imprimatur Seite 243 8.6 Nachtexte 243 Checkliste: Ergebnisgestaltung Frage Hilfe „Inhalt kommt vor Form“ – habe ich alle Formvorschriften berücksichtigt? S. 200–207 Verwende ich im Text und den Fußnoten die angemessenen Schrifttypen und -größen? S. 200 Kennzeichne ich Zitate mit mehreren Seitenangaben richtig? S. 203 Gehe ich richtig mit Zahlen und Formeln um? S. 203 f. Ist das Layout und die Textgestaltung meiner Arbeit angemessen? S. 205–209 Enthält die Titelseite meiner Arbeit alle nötigen Angaben? S. 208 f. Habe ich an alle erforderlichen Verzeichnisse gedacht? S. 210 Verwende ich Abkürzungen richtig? S. 212–214 Verwende ich Motti, Sprichwörter und Danksagungen zutreffend? S. 215 f. Enthält mein Literaturverzeichnis alle zwingend erforderlichen Autoren- und Titelangaben? S. 218–238 Zitiere ich Internetdokumente richtig? S. 228–234 Kenne ich den Unterschied zwischen Sekundärmaterial, Quellen und Werken? S. 235–237 Muss meine Arbeit mit einer Eidesstattlichen Erklärung oder Selbständigkeitserklärung abschließen? S. 239–241 VAHLEN WiSt Theisen – Wissenschaftliches Arbeiten Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.06.2013 Status: Imprimatur Seite 245 „A work of art is never completed, only abandoned.“ Englische Volksweisheit 9 Druck und Veröffentlichung 9.1 Vervielfältigung Prüfungsarbeiten sind in der geforderten Anzahl von Exemplaren beim Prüfer und/oder dem zuständigen Prüfungsamt einzureichen. Alle Arbeiten müssen auf weißem Normalpapier hergestellt werden; der Einsatz von Umweltschutzpapier ist auf Konzeptausdrucke und Vorfassungen zu beschränken. Von jeder Seite der Arbeit ist ein Ausdruck in Originalgröße (1 : 1) herzustellen (DIN-A-4), Verkleinerungen auf das halbe Format (DIN-A-5) dürfen nur von Tabellen oder sonstigen Darstellungen angefertigt werden; für weitere Teile (z. B. Fußnoten u. a.) oder die gesamte Arbeit sind Modifikationen des Ausdrucks regelmäßig nur mit Genehmigung durch das Prüfungsamt bzw. den Prüfer zulässig. Hinweis zu Verkleinerungen Pauschale Reduktionen des Seitenausdrucks (z. B. 93 %-Ausdruck) sind unzulässig; sie können, wenn damit (offensichtlich) eine Umgehung der Seitenvorgabe bzw. -beschränkung bei Prüfungsarbeiten erreicht wird, sogar zur Ablehnung der Leistung führen. Bei allen Ausdrucken ist auf die Vollständigkeit der Seiten und die Lesbarkeit jedes einzelnen Exemplars zu achten. Vor der Bindung müssen alle Seiten einzeln überprüft und die Seitenzählung nochmals kontrolliert werden; nicht selten kommt es beim automatischen Sortieren zu Mehrfachkopien bzw. Leerseiten, die dann, als Dokument der Sorglosigkeit des Verfassers, eingebunden oder geheftet werden. Bei der Verwendung und Herstellung von Kopien ist zu berücksichtigen, dass die Aufteilungsverhältnisse auf jedem Blatt, insbesondere aber der rechte und linke Rand, wie im Original bemessen sind; der automatische Blatteinzug schafft gelegentlich Probleme (z. B. Schrägeinzug). Keine Tricks

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References

Zusammenfassung

Das Standardwerk zum wissenschaftlichen Arbeiten - neu gestaltet, bewährte Qualität.

"hervorragend, ganz große Klasse. Da steht ganz klar drin, wie man schreibt." Prof. Dr. Debora Weber-Wulff, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin

"Egal, ob man vor einer Seminar-, Bachelor-, Master- oder Facharbeit steht: Auf den 'Theisen' ist Verlass." Der Neue Tag

Auf Schritt und Tritt begleitet und berät dieses Buch Sie beim Verfassen Ihrer Seminar-, Bachelor- und Masterarbeit - mit allem, was Sie dafür brauchen:

* Checklisten zu jedem Arbeitsschritt

* Musterkapitel und Formatvorlagen

* Richtig zitieren - mit zahlreichen Beispielen

* Textgestaltung und Layout

* Gut vorbereitet in Besprechungen und Prüfungen

Dr. Dr. Manuel René Theisen ist Universitätsprofessor für Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und begeistert von der "Lehre des wissenschaftlichen Arbeitens" (Hodegetik).