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A. Gegenstand in:

Bernhard Swoboda, Rolf Weiber

Grundzüge betrieblicher Leistungsprozesse, page 198 - 198

Marketing, Innovation, Produktion, Logistik und Beschaffung

1. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4631-9, ISBN online: 978-3-8006-4632-6, https://doi.org/10.15358/9783800646326_198

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Sechstes Kapitel Supply Chain-Prozess: Logistik als Wertschöpfungsaktivität A. Gegenstand Aus strategischer Sicht stellte die Logistik lange Zeit einen weit gehend vernachlässigten betriebswirtschaftlichen Funktionsbereich dar, was bspw. moch heute dadurch zum Ausdruck kommt, dass Fragen der Logistik in manchen Standardwerken der ABWL eine Randerscheinung bildeten. Zugleich machen Logistikkosten beachtliche Anteile der Gesamtkosten eines Unternehmens aus, bspw. sind es 8% im Automobilindustrie und 13% in der Konsumgüterindustrie. Darüber hinaus steigt die Bedeutungszunahme der Logistik in der Unternehmenspraxis, auf Grund von Herausforderungen, die aus einer zunehmenden Internationalisierung der Produktions-, Beschaffungs- und Absatzaktivitäten von Unternehmen, der vertikalen Vernetzung mit (Vor-)Lieferanten und Absatzpartnern oder der ökologischen Nachhaltigkeitsanforderungen, so Anforderungen von Non-Governmental Organization (NGO), resultieren. Eine Betrachtung der Logistik setzt ein grundlegendes Verständnis der Ziele, Bedeutung und Entwicklungstendenzen in Unternehmen voraus und andererseits deren Teilsysteme. Hierzu gehören die Kenntnisse der Prinzipien der Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik und zugleich auch die der Retrodistributions- oder Entsorgungslogistik. Die unternehmerische Gestaltung von Logistiksystemen erfordert eine vertiefte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Entscheidungstatbeständen. Hierzu gehören zunächst die strategischen Grundsatzentscheidungen bzgl. der Grundstruktur bzw. der Belieferungsformen in Unternehmen. Hierauf aufbauend sind die Lagerhaus-und Transportsysteme zu bestimmen, wobei diese sowohl strategische Entscheidungen umfassen – bspw. diejenigen nach der Eigen- oder Fremderstellung dieser Leistungen, also der Lagerführung und der Transporte – wie auch eher operative Entscheidungen, wie bzgl. der Lagerprozesse, des Bestandsmanagement oder der Tourenpläne beim Einsatz von Transportmittel. Den Abschluss des Kapitels bildet eine Fallstudie, welche die Einführung und IT- Unterstützung logistischer Prozesse durch die Unternehmen SAP und Humana verdeutlicht. Es schließen sich Hinweise für vertiefende Literaturquellen und Übungsfragen an. B. Einführende Grundlagen I. Ziele, Bedeutung und Entwicklungstendenzen Ursprünglich entstammt der Logistikbegriff der militärischen Terminologie, in der er den Bereich des Transports und des Quartierens bzw. der Lagerung von Truppen und Gütern bezeichnete. In der BWL bezieht sich der Begriff auf Systeme zur Raum- und Zeitüberbrückung von physischen Gütern, Personen und Informationen, wobei die allgemeinen Ziele der Logistik in der sog. 4r-Funktion zum Ausdruck gebracht werden können. Diese bezieht sich darauf,

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Zusammenfassung

Leistungsprozesse erfolgreich gestalten

Dieses Werk ist nach dem Muster kunden- und marktorientierter Unternehmen aufgebaut und geht von der Absatzmarktbetrachtung aus. Es führt in die grundlegenden Ansätze und Methoden des modernen Managements der Leistungsprozesse ein, erklärt Zusammenhänge in der Praxis und vermittelt zugleich das grundlegende betriebswirtschaftliche Wissen. Das Buch richtet sich an Studierende und Entscheidungsträger.

Schwerpunkte

- Markt- und prozessorientierte Wertschöpfungserstellung und Leistungsprozesse

- Gestaltung der Marktbearbeitungs-Prozesse: Marketing, Innovation und deren Interdependenzen

- Gestaltung der Supply Chain-Prozesse: Produktion, Logistik, Beschaffung und deren Interdependenzen