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G. Literatur und Übungsfragen in:

Bernhard Swoboda, Rolf Weiber

Grundzüge betrieblicher Leistungsprozesse, page 196 - 198

Marketing, Innovation, Produktion, Logistik und Beschaffung

1. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4631-9, ISBN online: 978-3-8006-4632-6, https://doi.org/10.15358/9783800646326_196

Bibliographic information
G. Literatur und Übungsfragen 181 GILDEMEISTER, seine Fertigungskonzepte noch globaler auszurichten und die Präsenz in den wachstumsstarken Märkten der Welt weiter zu erhöhen. G. Literatur und Übungsfragen Basisliteratur Schierenbeck, H.; Wöhrle, C.B. (2012): Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, 18. Aufl., München Wien. Thommen, J.-P.; Achleitner, A.-K. (2006): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 5. Aufl., Wiesbaden. Wöhe, G.; Döring, U. (2010): Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 24. Aufl., München. Vertiefungsliteratur Corsten, H.; Gössinger, R. (2007): Dienstleistungsmanagement, 5. Aufl. München. Dyckhoff, H. (2006): Produktionstheorie: Grundzüge industrieller Produktionswirtschaft, 5. Aufl., Berlin. Ebel, B. (2003): Produktionswirtschaft, 8. Aufl., Ludwigshafen. Engelhardt, W.H.; Kleinaltenkamp, M.; Reckenfelderbäumer, M. (1993): Leistungsbündel als Absatzobjekte. Ein Ansatz zum Überwinden der Dichotomie von Sach- und Dienstleistungen, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 45. Jg., Nr. 5, S. 395-426. Kistner, K.P. (1993): Produktions- und Kostentheorie, 2. Aufl., Heidelberg. Schweitzer, M.; Küpper, H.-U. (1997): Produktions- und Kostentheorie: Grundlagen – Anwendungen, 2. Aufl., Wiesbaden. Übungsfragen 1. Unterscheiden Sie bitte die kurzfristige und die langfristige Planung des Produktionsprogramms hinsichtlich der anfallenden Aufgaben! 2. Gegeben sei eine Zwei-Produkt-Unternehmung mit den Absatzrestriktionen für Produkt 1 = 10.000 Stück und für Produkt 2 = 7.000 Stück. Beide Produkte werden auf zwei funktionsverschiedenen Maschinen gefertigt, dabei benötigt eine Mengeneinheit von: - Produkt 1 auf Maschine 1: 4 ZE/Stk, auf Maschine 2: 4 ZE/Stk - Produkt 2 auf Maschine 1: 2 ZE/Stk, auf Maschine 2: 6 ZE/Stk - Die Kapazitätsrestriktionen betragen für Maschine 1 = 40.000 ZE und für Maschine 2 60.000 ZE. Die Fixkosten belaufen sich auf 1.000 EUR. Die Deckungsbeiträge betragen für Produkt 1 = 6 EUR/Stk und für Produkt 2 = 4 EUR/Stk. Ermitteln Sie graphisch das optimale Produktionsprogramm! 3. Erläutern Sie das Grundmodell der substitutionalen Produktionsfunktion kritisch. Gehen Sie ausführlich auf die theoretischen Annahmen und die verschiedenen Typen ein. 4. Ein Unternehmen produziert gemäß folgender Produktionsfunktion: X = r1² ∙ r2, mit X (Endprodukt in ME) und r1 ∕ r2 (eingesetzte Mengen der variablen Inputfaktoren). Weiterhin sind folgende Preise einer Einheit eines Produktionsfaktors gegeben: q1 = 4 EUR und q2 = 5 EUR, K = r1 ∙ q1 + r2 ∙ q2, dieProduktionsmenge beträgt X = 50 ME. a. Bestimmen Sie r1, r2, die Gesamtkosten sowie die Kosten pro Stück. b. Für den Fall, dass die gewünschte Produktionsmenge auf X = 55 Stück erhöht wird, 182 Fünftes Kapitel: Supply Chain-Prozess: Operationen als Wertschöpfungsaktivität ermitteln Sie das erforderliche Budget sowie die Stückkosten. c. Für den Fall, dass der Beschaffungspreis q1 auf 6 EUR steigt (X = 50), ermitteln Sie r1, r2 sowie das erforderliche Budget. d. Das Budget aus Aufgabe (a) soll nach der Preissteigerung von q1 = 6 EUR und q2 = 5 EUR ausbringungsmaximal verwendet werden. Bestimmen Sie dazu die Produktionsmenge X. 5. Ein Unternehmen produziert ein Produkt (X) durch Einsatz von zwei Produktionsfaktoren (r1, r2). Die Produktionsfunktion lautet: X = r1² ∙ r2 a. Begründen Sie, um welchen Typ von Produktionsfunktion es sich handelt? b. Wie ist die Funktionsgleichung der Isoquante für das Produktionsniveau von X = 27? c. Zeigen Sie anhand einer maßstabsgetreuen Skizze, wie sich die Minimalkostenkombination für die Outputmenge X = 27 bei gegebenen Kosten von q1 = 1 EUR je ME und q2 = 4 EUR je ME bestimmen lässt. d. Bestimmen Sie rechnerisch die optimalen Einsatzmengen und die Kosten der Produktion von X = 27. 6. Für einen Betrieb wurde die Kostenfunktion K(x) = 0,1x2 + 4x + 50 ermittelt. Bestimmen Sie bei einem Marktpreis von 5 EUR je ME den maximalen Gewinn, die totalen Stückkosten und die variablen Stückkosten. 7. Behandeln Sie ausführlich drei aus Ihrer Sicht besonders wichtige Charakteristika der Leistungserstellung bei Dienstleistungen. Sechstes Kapitel Supply Chain-Prozess: Logistik als Wertschöpfungsaktivität A. Gegenstand Aus strategischer Sicht stellte die Logistik lange Zeit einen weit gehend vernachlässigten betriebswirtschaftlichen Funktionsbereich dar, was bspw. moch heute dadurch zum Ausdruck kommt, dass Fragen der Logistik in manchen Standardwerken der ABWL eine Randerscheinung bildeten. Zugleich machen Logistikkosten beachtliche Anteile der Gesamtkosten eines Unternehmens aus, bspw. sind es 8% im Automobilindustrie und 13% in der Konsumgüterindustrie. Darüber hinaus steigt die Bedeutungszunahme der Logistik in der Unternehmenspraxis, auf Grund von Herausforderungen, die aus einer zunehmenden Internationalisierung der Produktions-, Beschaffungs- und Absatzaktivitäten von Unternehmen, der vertikalen Vernetzung mit (Vor-)Lieferanten und Absatzpartnern oder der ökologischen Nachhaltigkeitsanforderungen, so Anforderungen von Non-Governmental Organization (NGO), resultieren. Eine Betrachtung der Logistik setzt ein grundlegendes Verständnis der Ziele, Bedeutung und Entwicklungstendenzen in Unternehmen voraus und andererseits deren Teilsysteme. Hierzu gehören die Kenntnisse der Prinzipien der Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik und zugleich auch die der Retrodistributions- oder Entsorgungslogistik. Die unternehmerische Gestaltung von Logistiksystemen erfordert eine vertiefte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Entscheidungstatbeständen. Hierzu gehören zunächst die strategischen Grundsatzentscheidungen bzgl. der Grundstruktur bzw. der Belieferungsformen in Unternehmen. Hierauf aufbauend sind die Lagerhaus-und Transportsysteme zu bestimmen, wobei diese sowohl strategische Entscheidungen umfassen – bspw. diejenigen nach der Eigen- oder Fremderstellung dieser Leistungen, also der Lagerführung und der Transporte – wie auch eher operative Entscheidungen, wie bzgl. der Lagerprozesse, des Bestandsmanagement oder der Tourenpläne beim Einsatz von Transportmittel. Den Abschluss des Kapitels bildet eine Fallstudie, welche die Einführung und IT- Unterstützung logistischer Prozesse durch die Unternehmen SAP und Humana verdeutlicht. Es schließen sich Hinweise für vertiefende Literaturquellen und Übungsfragen an. B. Einführende Grundlagen I. Ziele, Bedeutung und Entwicklungstendenzen Ursprünglich entstammt der Logistikbegriff der militärischen Terminologie, in der er den Bereich des Transports und des Quartierens bzw. der Lagerung von Truppen und Gütern bezeichnete. In der BWL bezieht sich der Begriff auf Systeme zur Raum- und Zeitüberbrückung von physischen Gütern, Personen und Informationen, wobei die allgemeinen Ziele der Logistik in der sog. 4r-Funktion zum Ausdruck gebracht werden können. Diese bezieht sich darauf,

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Zusammenfassung

Leistungsprozesse erfolgreich gestalten

Dieses Werk ist nach dem Muster kunden- und marktorientierter Unternehmen aufgebaut und geht von der Absatzmarktbetrachtung aus. Es führt in die grundlegenden Ansätze und Methoden des modernen Managements der Leistungsprozesse ein, erklärt Zusammenhänge in der Praxis und vermittelt zugleich das grundlegende betriebswirtschaftliche Wissen. Das Buch richtet sich an Studierende und Entscheidungsträger.

Schwerpunkte

- Markt- und prozessorientierte Wertschöpfungserstellung und Leistungsprozesse

- Gestaltung der Marktbearbeitungs-Prozesse: Marketing, Innovation und deren Interdependenzen

- Gestaltung der Supply Chain-Prozesse: Produktion, Logistik, Beschaffung und deren Interdependenzen