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1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management in:

Silke Boenigk, Bernd Helmig

Nonprofit Management, page 18 - 31

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-3707-2, ISBN online: 978-3-8006-4614-2, https://doi.org/10.15358/9783800646142_18

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 9 1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management 9 • Wachsende Internationalisierung des Nonprofit-Sektors: Seit Beginn der 1980er Jahre ist die Internationalisierung bzw. Globalisierung des Nonprofit-Sektors rasant vorangeschritten. (Anheier/Cunningham 2001; Tvedt 2002; Bumbacher 2004). So hat sich die Zahl der internationalen Nongovernmental Organisations (INGOs) allein zwischen 1981 und 2000 um knapp 40 Prozent auf ca. 6.000 erhöht. Legt man die weiter gefasste Definition der Union of International Associations (UIA) zugrunde, so ergibt sich gar ein Anstieg um 245 Prozent von 13.000 auf 45.000 (Scharnagel 2003). Minicase: Der barmherzige Sanierer Monsignore! Wer denkt da nicht an einen würdigen Pater mit langem schwarzen Talar und breitkrempigem Hut auf dem weißen Haupthaar? Doch der drahtige Mann, der in seinem schmucklosen Büro sitzt und zur Begrüßung hinterm Schreibtisch hervorkommt, hat nichts von diesem Klischee des Gottesmannes. Jugendlich wirkt der 51-jährige Monsignore Peter Neher mit dem nur leicht ergrauten Fünftagebart und den wachen Augen hinter der runden Brille. … Ende der Woche nun kommt Papst Benedikt XVI. auf Deutschlandbesuch; sehen wird Neher ihn aber nicht. Obwohl er nicht nur Priester, sondern auch Chef eines katholischen Großkonzerns ist. Als Präsident des Deutschen Caritasverbandes gebietet er über eine halbe Million feste Mitarbeiter und eine weitere halbe Million Ehrenamtliche. Dazu kommen 30.000 Auszubildende, 11.500 Zivildienstleistende und 3.000 Freiwillige im Sozialen Jahr. Mehr als zehn Millionen Menschen nutzen die Hilfe der Caritas: Alte, Kranke, Behinderte, Drogenabhängige, Arbeitslose. … Neher führt die Caritas in Zeiten des Umbruchs. Vorbei sind die Jahre, in denen sie es sich im üppig alimentierten Wohlfahrtsstaat gemütlich machen konnte: Die Einnahmen aus der Kirchensteuer brechen weg, die Staatszuschüsse werden gekürzt, die Entgelte der Krankenkassen für Kranken-, Alten- oder Behindertenhilfe sinken. Mit neuen Schlagworten wie Effizienz, Transparenz, Controlling will Neher die Caritas in die Zukunft führen. „Wer karitativ engagiert ist, hat zunächst einmal kein Faible für betriebswirtschaftliche Belange“, sagt er. „Aus dieser durchaus wohlmeinenden Grundhaltung heraus, den Menschen helfen zu wollen, ist früher leider manches versäumt worden. Das können wir uns heute schlicht nicht mehr leisten.“ … Quelle: Etscheit, G. (2006): Was bewegt … Peter Neher?, in: Die Zeit, vom 07.09.2006, S. 36. 1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management 1.2.1 Definition und Abgrenzungsprobleme des Nonprofit Management Hinsichtlich der terminologischen Aspekte lässt sich – und dies gilt nicht nur für den deutschsprachigen Raum, sondern für die meisten westeuropäischen und die hoch entwickelten angelsächsischen Länder – konstatieren, dass bislang keine einheitliche Nonprofit-Terminologie verwendet wird. Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 10 1 Grundlagen des Nonprofit Management10 In der US-amerikanischen Forschung werden beispielsweise die Begriffe „nonprofit-sector“, „npo-sector“, „independent sector“, „voluntary sector“, „philanthropic sector“, „social sector“ oder „third sector“ teilweise synonym verwendet (Powell/Steinberg 2006). In der deutschsprachigen Nonprofit-Forschung sind insbesondere die (bezeichnenderweise englischsprachigen) Begriffe „Nonprofit-Sektor“ bzw. „Nonprofit-Organisation“ (Eichhorn 2001; Helmig/Jegers/Lapsley 2004) oder „Not-For-Profit-Organisation“ (Anthony 1988; Gentry 2002) üblich. In der US-amerikanischen und deutschen Nonprofit-Forschung bestehen ferner terminologische Unterschiede im Hinblick auf den Begriffsinhalt von Nonprofit-Organisationen. Während in der US-amerikanischen Forschung der Nonprofit-Begriff einen primär ökonomischen Sachverhalt im Sinne von „private Organisationen ohne Erwerbszweck“ bezeichnet und somit als konstitutives Element einer Nonprofit-Organisation die „Nichtausschüttungsrestriktion“ (non-distribution-constraint) in das Zentrum gestellt wird, steht in der deutschen Nonprofit-Forschung häufig die Rechtsform im Vordergrund. Sichtbar wird dies u. a. an der Benennung von nonprofitbezogenen Forschungseinrichtungen, die in den USA i. d. R. das Thema Nonprofit-Organisationen in den Titel integrieren (z. B. Center for Public and Nonprofit Leadership, Georgetown University), während im deutschsprachigen Raum noch häufig die Rechtsform in der Namensgebung dominiert (z. B. Institut für Verbands-, Stiftungs- und Genossenschaftsmanagement an der Universität Freiburg/Schweiz). Die bisherigen Ausführungen mögen belegen, dass die Modelle des Nonprofit- Sektors bislang nicht als ein geschlossenes und einheitlich definiertes Gebilde aufgefasst werden können (Anheier 1995; Arrow 1998; Wilbur 2000; Dobkin-Hall 2005). Hinzu kommt, dass die Nonprofit-Forschung generell sehr stark interdisziplinär ausgerichtet ist und von zahlreichen Disziplinen, wie beispielsweise den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, den Rechtswissenschaften, der Psychologie oder der Philosophie, tangiert wird (Blümle 1994). Dies verstärkt die Notwendigkeit einer einheitlichen Verwendung von Begriffen, um so Vergleiche von Forschungsarbeiten aus unterschiedlichen Kulturräumen und Fachdisziplinen zu ermöglichen. Als Konsequenz für das vorliegende Werk ergibt sich daraus, dass ein weiter Begriffsinhalt von Nonprofit-Organisationen gewählt wird, der auch die so genannten Nichtregierungsorganisationen („Nongovernmental Organizations“ – NGOs; vgl. Martens 2002) und die „Quasi Nongovernmental Organizations“ (QUANGOs) einschließt. Alle interessierenden Aspekte zum Thema werden unter dem „begrifflichen Dach“ der Nonprofit-Organisationen behandelt und analysiert. Damit wird der Realität entsprochen, in der die Übergänge von den Nonprofit-Organisationen in öffentlicher und denen in privater Trägerschaft fließend und eindeutige Abgrenzungen mitunter ausgesprochen schwierig sind. Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 11 1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management 11 Minicase: Einflussreiche Weltverbesserer Nichtregierungsorganisationen gibt es seit mehr als 100 Jahren. Sie waren schon beim Völkerbund aktiv. Doch Image und Selbstverständnis haben sich gewandelt: Früher dominierten Freizeitaktivisten und Ehrenamtliche. Der Kampf für ein übergeordnetes Ziel, das die Welt besser machen sollte, wurde stets von Idealisten getragen. Noch in den 80ern belächelte man sie als „little old housewifes in tennis shoes“. Erst seit der Uno-Weltkonferenz in Rio 1992 werden die NGOs als ebenbürtige Akteure und Partner der Zivilgesellschaft wahrgenommen. Beispiel Davos 2007: Dort standen nicht nur Globalisierungsgegner am Zaun. Vertreter anderer NGOs sind unter den Gästen und diskutieren mit auf den Foren des World Economic Forum. „Aus vielen NGOs sind hochgradig organisierte und hinsichtlich ihrer Arbeitsprozesse unternehmensähnliche Organisationen geworden“, betonen die Politikwissenschaftlerinnen Kerstin Martens und Christiane Frantz. Von 1991 bis 2004 stieg die Anzahl der Organisationen nach Angaben der Union of International Associations von 4.620 auf gut 7.300. … Es sind Juristen oder Politikprofis, die sich auf Augenhöhe mit Regierungsvertretern, Diplomaten, Wissenschaftlern und Journalisten austauschen können. Gelder von EU oder Uno müssen angezapft werden, für die Anträge ist umfangreiches Wissen notwendig. … Noch scheint das Image der Weltverbesserer ohne Makel. Viele Menschen trauen den Nichtregierungsorganisationen zu, das böse Gesicht der Globalisierung mit ihren Aktionen und ihrer kontinuierlichen Arbeit zu verändern. Vor allem in Osteuropa wurden die NGOs nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems konsequent von der EU gefördert, um den Prozess der Demokratisierung zu unterstützen. Die Regierungen erkaufen sich damit auch ein gutes Gewissen, weil sie die Zivilgesellschaft über die Organisationen einbinden können. Den europäischen Blickwinkel kritisiert das Institute for Public Policy Research in London in einer Studie von 2006. Die Expertisen der NGOs würden noch zu selten für eine globale Zivilgesellschaft eingesetzt, heißt es. Ebenso wie Lutz Schrader sieht der britische Think-Tank das Demokratieverständnis der Nichtregierungsorganisationen kritisch: In den NGOs dominierten noch immer westliche Vorstellungen von „civil society“, die nicht überall übertragbar seien. Quelle: Schneider, K. (2007): Einflussreiche Weltverbesserer, in: Handelsblatt Nr. 012, vom 17.01.2007, S. 9. Zusammenfassend lässt sich folgende Definition von Nonprofit-Organisationen festhalten, die dem vorliegenden Buch zugrunde gelegt wird: D ef in it io n Was versteht man unter einer Nonprofit-Organisation? Unter Nonprofit-Organisationen (NPO) werden alle diejenigen Organisationen verstanden, die weder erwerbswirtschaftliche Firmen noch öffentliche Behörden der unmittelbaren Staats- und Kommunalverwaltung sind. Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 12 1 Grundlagen des Nonprofit Management12 Nonprofit-Organisationen werden von gewählten Ehrenamtlichen strategisch geführt und können durch freiwillige Helfer (sowie durch hauptamtliche Mitarbeitende, bspw. Geschäftsführer, Sekretärin) in ihrer Arbeit unterstützt werden. Nonprofit-Organisationen finanzieren ihre Leistungen über Mitgliederbeiträge, Spenden, Zuschüsse und/oder Preise bzw. Gebühren. Eventuell erzielte Überschüsse dürfen bei Nonprofit-Organisationen nicht direkt an Mitglieder bzw. Träger ausgeschüttet werden. Auch wenn es – u. a. wegen der kaum vorhandenen internationalen und historischen Konsistenz – problematisch erscheint, eine sektorspezifische Disziplin danach zu benennen, was die ihr zugehörigen Organisationen nicht tun (DiMaggio/Anheier 1990), so hat sich der Begriff Nonprofit-Organsiationen doch letztlich durchgesetzt. Mitunter wird auch der Begriff Non-Business-Organizations (NBOs) (Kandler 1980) synonym verwendet, der im deutschsprachigen Raum jedoch eher ungewöhnlich bzw. ungebräuchlich ist. Zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen Begriffsverständnis existieren dabei auch kulturelle Unterschiede, die bei einer – wie in diesem Buch vorgenommenen – integrativen Betrachtung der deutschen und der USamerikanischen Beiträge zum Nonprofit Management zu berücksichtigen sind (Kerlin 2006). Diese beziehen sich neben der Sprache u. a. auf die Frage, ob Nonprofit-Organisationen eher substitutiv oder komplementär zu Unternehmen angesehen werden (Bode 2003). Während Nonprofit-Organisationen in Deutschland traditionell Aufgaben übernehmen, die der Staat nach dem Subsidiaritätsprinzip an Nonprofit-Organisationen (z. B. die Paritätischen Wohlfahrtsverbände) „auslagert“, wobei diese Leistungen aber weitgehend durch staatliche Zuwendungen finanziert werden, sind Nonprofit-Organisationen in den USA mit ähnlicher Aufgabenerfüllung in wesentlich stärkerem Ausmaß dem privaten Wettbewerb ausgesetzt. Konkurrenzsituationen, wie sie beispielsweise in den sozialen Branchen bestehen (z. B. im Bereich Altenpflege oder Krankenhausdienste), sind in den USA seit langem Normalität, während sie in Deutschland erst in den vergangenen Jahren stärker aufgetreten sind. Theorieblock: Was versteht man unter dem Subsidiaritätsprinzip? Allgemein versteht man unter dem Subsidiaritätsprinzip (lat. „subsidium“: Hilfe, Reserve) ein gesellschaftspolitisches Grundprinzip, demzufolge Selbstverantwortung vor staatlichem Handeln kommen sollte. Im hier interessierenden Kontext wird den Nonprofit-Organisationen bei der Erstellung sozialer und Gesundheitsdienstleistungen Vorrang gegenüber dem Staat eingeräumt. Dies führte in Deutschland zur Bildung von sechs Verbänden der freien Wohlfahrtspflege (Deutscher Caritasverband e. V.; Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e. V.; Arbeiterwohlfahrt e. V.; Paritätischer Wohlfahrtsverband e. V.; Deutsches Rotes Kreuz e. V.; Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V.), sehr großen Nonprofit-Organisationen mit Konzernstrukturen, die zu den weltweit größten Nonprofit-Organisationen gehören. Die Rolle dieser „Nonprofit-Konglomerate“ ist in Deutschland in die Sozialgesetzgebung integriert, so dass den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege eine privilegierte Sonderstellung zukommt. Diese bewirkt, dass staatliche Wohlfahrtsmaßnahmen öffentlich finanziert, aber häufig durch die Träger der freien Wohlfahrtspflege ausgeführt werden. Das Subsidiaritätsprinzip stellt insofern ein ökonomisches Fundament großer Teile des deutschen Nonprofit-Sektors dar. Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 13 1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management 13 Darüber hinaus existiert in den USA aufgrund des weitaus weniger stark ausgeprägten Sozialstaates seit langem ein völlig anderes Philanthropieverständnis als in Westeuropa, insbesondere in Deutschland (Haibach 1996). So ist es für US-Amerikaner völlig normal, einen Teil des Einkommens bspw. für soziale Zwecke zu spenden. Universitätsabsolventen sind in der Regel bereit, nach dem Ende ihrer Ausbildung als Alumnus oder Alumna die Universität finanziell zu unterstützen. Diese ausgeprägte Spendenneigung der US-Amerikaner hat bereits frühzeitig zu einem großen institutionalisierten Nonprofit-Sektor geführt. Minicase: Relikt aus der Ära des Wilden Westens Geld für gemeinnützige Zwecke geben: Dieses Prinzip ist in den USA sehr viel stärker verankert als in Europa. Vor allem Unternehmen betätigen sich auf diesem Gebiet, aber auch eine schier endlose Reihe von Einzelpersönlichkeiten wie der Microsoft-Gründer Bill Gates, der schwerreiche Mitgründer des Computerkonzerns Intel, Gordon Moore, oder der Verwaltungsratschef des weltgrößten Finanzkonzerns Citigroup, Sanford Weill. Wer in den USA Rang und Namen hat, vor allem aber auch Geld, ist meistens auch ein generöser Spender für Kunst, Kultur, Medizin, Bildung oder Armutsbekämpfung. Gemeinnützige Stiftungen werden in den USA zwar vom Fiskus großzügig behandelt, aber es geht den Amerikanern um weit mehr. Das Engagement eines Mäzens gilt als Gradmesser für seinen gesellschaftlichen Status. „Jeder, der auf der sozialen Leiter nach oben klettern will, muss sich zwangsläufig als Philanthrop betätigen. Deshalb sind es gerade Aufsteiger und neue Reiche, die sich auf diesem Gebiet besonders hervortun“, meint Salvatore LaSpada, Direktor des Philanthropy Workshop bei der Rockefeller Foundation. Das Mäzenatentum hat historische Wurzeln in der amerikanischen Gesellschaft. Es entwickelte sich bereits während des großen Siedlerzuges nach Westen im vorvergangenen Jahrhundert. Die Menschen, die mit Sack und Pack durch den amerikanischen Kontinent zogen, konnten wenig an staatlicher Fürsorge erwarten. Sie waren im Krankheits- oder Armutsfall auf edle Spender angewiesen, und das waren dann meistens die wirtschaftlich Erfolgreichen. Doch zu einer auch in sozial-ökonomischer Hinsicht bestimmenden Kraft wurde das gemeinnützige Engagement erst Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufstieg schwerreicher Ölmagnaten wie John Rockefeller oder des Stahlindustriellen Andrew Carnegie. Diese Pioniere des amerikanischen Kapitalismus bauten Industriekonglomerate auf, die zur damaligen Zeit sagenhafte Gewinne erwirtschafteten und damit auch das notwendige Kleingeld für professionell geführte Stiftungen abzweigen konnten. Heute arbeiten in diesen Organisationen ganze Stäbe von Mitarbeitern, die ein Milliardenvermögen verwalten und die Förderprogramme ausarbeiten. Die erfolgreiche Arbeit gemeinnütziger Stiftungen untermauerte die vorherrschende Meinung unter Amerikanern, dass private Institutionen besser und effizienter arbeiten als staatliche Bürokratien. Die Spendenbereitschaft der US-Bürger ist beeindruckend: Vergangenes Jahr erreichte sie mit mehr als 248  Milliarden Dollar einen Rekordstand. Nach Berechnung des Center on Philanthropy an der Universität von Indiana beläuft sich der Gesamtwert wohltätiger Spenden seit 1980 relativ konstant auf etwa zwei Prozent des amerikanischen Bruttosozialprodukts. Quelle: Oldag, A. (2005): Relikt aus der Ära des Wilden Westens, in: Süddeutsche Zeitung, vom 24.12.2005, S. 21. Ferner kommt bei der Bestimmung des Begriffsinhalts dem jeweiligen Rechtssystem, insbesondere hinsichtlich des Steuerrechts und des Körperschafts- Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 14 1 Grundlagen des Nonprofit Management14 rechts, Bedeutung zu. In Deutschland nämlich weist der Nonprofit-Begriff häufig eine juristische Nebenbedeutung auf („Körperschaften mit Gemeinnützigkeitsstatus“), während er in den USA v. a. einen ökonomischen Sachverhalt („Organisationen ohne Erwerbszweck“) induziert (Bauer 1995). Infolgedessen hat sich gerade die deutsche allgemeine Betriebswirtschaftslehre diesem – früher vor Wettbewerb weitgehend „geschützten“ – Sektor eher weniger gewidmet, als das in den USA der Fall war (Helmig/Michalski 2008). Theorieblock: Was versteht man unter Gemeinnützigkeit? Als gemeinnützig wird eine Tätigkeit bezeichnet, die darauf abzielt, das Allgemeinwohl zu fördern. Wenn eine Institution den Gemeinnützigkeitsstatus zuerkannt bekommen hat, erhält sie eine vollständige oder teilweise Steuerbefreiung. Die Gemeinnützigkeit einer Körperschaft wird in Deutschland in § 52 Abgabenordnung (AO) definiert. Demnach verfolgt eine Körperschaft gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Neben der Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie Sport zählen dazu unter anderem auch die Förderung des Amateurfunkens, des Modellflugs und des Hundesports. Gemeinnützigkeit ist ein rein steuerrechtlicher Tatbestand. Gemeinnützigkeit ist einer der so genannten steuerbegünstigten Zwecke und führt zu einer Steuerbegünstigung der Körperschaft. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgt durch das zuständige Finanzamt. Vorteile der Gemeinnützigkeit sind insbesondere die Befreiung von der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, also den Steuern auf das Einkommen (zum Beispiel aus Vermögenserträgen und Zweckbetrieben), und die Berechtigung, Zuwendungsbestätigungen für Spenden auszustellen. Diese Bestätigungen berechtigen den Spender zum Sonderausgaben- oder Betriebsausgabenabzug. Einer ebenfalls weit verbreiteten, eher der Soziologie entstammenden Terminologie folgend werden Nonprofit-Organisationen häufig auch als Ausdruck der Zivilgesellschaft betrachtet. Allerdings gibt es sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis sowie in der breiten Öffentlichkeit eine Vielzahl von verschiedenen, miteinander konkurrierenden Begriffen, mit denen diese „Civil Society Organizations“ belegt werden. Die Verwendung dieser Termini in der Wissenschaft ist dabei häufig davon abhängig, welcher Fachdisziplin der Verwender eines Ausdrucks zugehörig ist. In der breiten Öffentlichkeit ist hingegen v. a. der Kontext, innerhalb dessen der Begriff angewendet wird, für dessen Verwendung relevant. So werden Entwicklungshilfe- und Umweltschutzorganisationen (wie Greenpeace, World Wildlife Fund oder Ärzte ohne Grenzen) meistens als Nongovernmental Organizations (NGOs bzw. Nichtregierungsorganisationen) bezeichnet, während soziale Drittleistungsorganisationen, wie beispielsweise karitative Einrichtungen (zum Beispiel: Caritas, Rotes Kreuz und Green Cross) oder Altenpflegeorganisationen eher dem sozialen Sektor zugerechnet werden (Schuppert 1991, S. 124). Diese Aspekte werden überblicksartig in nachfolgender Tabelle 1-1 zusammengefasst. Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 15 1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management 15 Begriff Begriffsinhalt, Anwendungsbereich Civil Society Organizations (CSOs) – Organisationen der Zivilgesellschaft Die Begriffe „Vereinssektor“ und „Organisationen der Zivilgesellschaft“ sind in der deutschsprachigen Praxis bzw. in der breiten Öffentlichkeit wenig verbreitet. Allerdings beschäftigt sich die soziologisch ausgerichtete Nonprofit-Forschung (inklusive der Arbeiten mit Verankerung in Sozialpolitik und/ oder Sozialarbeit) häufig mit bürgerschaftlichzivilgesellschaftlichen Aspekten, weshalb der Begriff „Civil Society Organizations“ im deutschen Sprachraum am ehesten im soziologischen Kontext vorkommt (z. B. Nollert 2002). Häufig versteht man unter diesen Organisationen ein politisches Modell, das weite Teile wohlfahrtsstaatlicher Aufgaben in zivilgesellschaftliche Gruppen – und bisweilen sogar in private Gruppen, wie zum Beispiel Familien oder Freundschaftsnetzwerke – verlagert (Fukuyama 1999; Putnam 2000). Nongovernmental Organizations (NGOs) – Nichtregierungsorganisationen (NRG) Der Begriff Nongovernmental Organizations (NGOs bzw. Nicht-Regierungsorganisationen, NRG) ist in der breiteren Öffentlichkeit vergleichsweise häufig gebräuchlich. Hierunter versteht man jene Nonprofit- Organisationen in privater Trägerschaft, die beispielsweise im (Leistungs-)Auftrag des Staates bestimmte Aufgaben wahrnehmen (z. B. Hilfswerke) oder dominant eigenständig Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich gesellschaftlicher Politik betreiben (z. B. Greenpeace). Ein etwas anderer Definitionsansatz besagt, dass Nicht-Regierungsorganisation Organisationen sind, die auf der Basis privater Initiative transnationale politische und gesellschaftliche, aber auch soziale oder ökonomische Ziele vertreten. Sie übernehmen dabei Funktionen im politischen Willensbildungsprozess: Artikulation, Aggregation sowie Implementierung von Interessen. NGOs engagieren sich vor allem auf den Politikfeldern Entwicklungspolitik, Menschenrechte, Humanitäre Hilfe sowie Ökologie. Bekannte Vertreter sind amnesty international, Greenpeace und kirchliche Organisationen wie Brot für die Welt oder misereor (vgl. Schubert/Klein 2006). Die Wissenschaft bevorzugt den Terminus Nonprofit-Organisation, da NGO ein noch unschärferer Begriff ist. So käme normalerweise niemand auf die Idee, eine privatwirtschaftlich agierende Großbank (wie z. B. die Deutsche Bank) oder eine andere For-Profit-Unternehmung (wie z. B. die Porsche AG) als NGOs zu bezeichnen, obwohl auch diese jeweils nicht von der Regierung getragene Organisationen sind und ein Laie sie theoretisch und plausibel unter das begriffliche Dach der NGOs subsumieren könnte. Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 16 1 Grundlagen des Nonprofit Management16 Begriff Begriffsinhalt, Anwendungsbereich Philanthropic Sector (Organizations) – Organisationen des Philanthropischen Sektors Auch der Begriff Philanthropic Sector (Organizations) ist eher ungewöhnlich bzw. ungebräuchlich. Typischerweise wird hierunter der Sektor der Stiftungen verstanden, weshalb Philanthropic Sector (Organizations) eine Subkategorie der Nonprofit-Organisationen darstellt (Egger/Helmig/Purtschert 2006; Helmig/Purtschert/ Beccarelli 2006b). Quasi-Nongovernmental Organizations (QUANGOs) – Quasi- Nichtregierungsorganisationen (Quasi-NRG) Als Quangos werden Organisationen bezeichnet, die zwar der Rechtsform nach dem staatlichen Bereich zuzuordnen sind, faktisch jedoch nicht nach den Prinzipien der öffentlichen Verwaltung arbeiten, sondern selbstständig tätig sind. Oder aber Quangos sind der Rechtsform nach nicht-staatliche Organisationen, die faktisch jedoch staatliche Aufgaben erfüllen bzw. von staatlichen Institutionen weitgehend beeinflusst werden (z. B. Wohlfahrtsverbände) (Schubert/Klein 2006). Social Sector (Organizations) – Organisationen des Sozialbereichs Unter diesen Bereich, der ebenfalls als eine Subkategorie der NPO bezeichnet werden kann, fallen alle diejenigen Organisationen, die im Sozialbereich tätig sind. Hierzu gehören Organisationen, die als „sozial“ im weiteren Sinne eingestuft werden können. Dies sind v. a. Nonprofit-Organisationen im Bildungs- sowie Gesundheitssektor und in sozialen Diensten (Social Services, Emergency, Relief, Income Support and Maintenance). Als sozial „im engeren Sinne“ gelten typischerweise nur jene Nonprofit-Organisationen, die soziale Dienstleistungen (Social Services) anbieten (Nollert 2002). Der Begriff des Social Sector und seiner Organisationen wird in Wissenschaft und Praxis gleicher maßen sporadisch verwendet. Third Sector (Organizations) – Organisationen des Dritten Sektors bzw. Intermediary Sector (Organizations) – Organisationen des Intermediären Sektors Der „Third Sector“ und die ihm zugehörigen Organisationen (mitunter als – wenn auch eher selten – Intermediary Sector (Organizations) bezeichnet) wird in einer Trichotomie neben den idealtypischen Polen von „Markt“ und „Staat“ angesiedelt (vgl. Abb. 1-1). Kennzeichnend für den Sektor „Markt“ ist die gewinnorientierte und generell über den Markt finanzierte Tätigkeit. Der Sektor „Staat“ beinhaltet das Handeln aller Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden bzw. Kommunen) und wird durch die Erfüllung hoheitlicher Aufgaben sowie durch die primäre Finanzierung über Steuern und Abgaben gekennzeichnet. Der Dritte Sektor schließlich ist durch eine Mischung aus den Regulationsmechanismen Vorsorge, Fürsorge, Vertrag und Solidarität charakterisiert. Im deutschen Sprachgebrauch wird „Dritter Sektor“ häufig mit Nonprofit- Sektor gleichgesetzt, wobei der letztgenannte Begriff eher von der Betriebswirtschaftslehre Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 17 1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management 17 Begriff Begriffsinhalt, Anwendungsbereich verwendet wird, während „Third Sector“ einen eher von volkswirtschaftlicher und politikwissenschaftlicher Seite her vorgebrachten Ansatz repräsentiert. In der Öffentlichkeit findet der Begriff des Third Sector im hier interessierenden Kontext eher weniger Verwendung. Dies wohl vornehmlich deshalb, weil darunter der Dienstleistungssektor und nicht derjenige der Nonprofit-Organisationen verstanden wird. Voluntary Sector (Organizations) – Organisationen des Freiwilligenbereichs bzw. der Freiwilligenarbeit Hierunter versteht man in der Regel einen Teilbereich des Nonprofit-Sektors. Der Voluntary Sector ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl meist kleinerer Organisationen (Voluntary Organizations), die vornehmlich durch ehrenamtliche Arbeit getragen werden. Bei den Freiwilligenorganisationen ist der Einfluss ehrenamtlicher Mitarbeiter in Leitung und Dienstleistungserstellung dementsprechend vergleichsweise hoch. Die dem Voluntary Sector zugehörigen Organisationen sind meist in der Rechtsform eines Vereins konstituiert oder bilden informelle Zusammenschlüsse. Beispiele sind Selbsthilfegruppen (z. B. Nachbarschaftshilfen) oder Obdachloseninitiativen. Insbesondere die soziologisch ausgerichtete Nonprofit-Forschung (inklusive der Arbeiten mit Verankerung in Sozialpolitik und/ oder Sozialarbeit) beschäftigt sich vorwiegend mit Freiwilligenarbeit bzw. ehrenamtlichen Mitarbeitern und deren Engagements, in der jüngeren Vergangenheit aber durchaus auch die betriebswirtschaftliche Forschung. Auch in der breiteren Öffentlichkeit nimmt in der jüngeren Vergangenheit die Wahrnehmung dieses Nonprofit-Teilsektors und damit auch die Verwendung des Begriffs zu. Tabelle 1-1: Übersicht über Nonprofit Management-relevante Begriffe und deren Inhalte und Anwendungsbereiche 1.2.2 Gegenstandsbereiche des Nonprofit Management In der nachfolgenden Abbildung 1-4 werden überblicksartig und idealtypisch die Gegenstandsbereiche des Nonprofit Management – in Abgrenzung zum Public Management – dargestellt. Administrative Aspekte der Organisationen des öffentlichen Sektors werden mehrheitlich dem Forschungsbereich Public Management zugeordnet und somit  (teilweise) getrennt von der Nonprofit-Managementforschung diskutiert, wobei vermehrt auch eine integrative Sicht beider Forschungsgebiete vor genommen wird; sichtbar wird dies beispielsweise an Lehrbüchern mit Titeln wie: „Applied Statistics for Public and Nonprofit Administration“ (Meier/Brudney/Bothe 2005) oder „Strategic Planning for Public and Nonprofit Organizations“ (Bryson 2004). Trotz der eigentlich klaren Abgrenzung zwischen Nonprofit-Organisationen (gemeint ist dabei mehrheitlich: in priva- Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 18 1 Grundlagen des Nonprofit Management18 ter Trägerschaft) und öffentlichen Organisationen (öffentliche Verwaltungen, öffentliche Unternehmen) gibt es immer wieder Überschneidungen zwischen diesen beiden Erkenntnisobjekt-Bereichen, worauf weiter oben bereits hingewiesen wurde. Dies sollen die nachfolgenden Ausführungen vertieft illustrieren. Unter Public Management versteht man gemeinhin eine spezielle Betriebswirtschaftslehre, die sich mit der wirtschaftlichen Erfüllung öffentlicher Aufgaben beschäftigt (Eichhorn 1989, 2011). Die öffentlichen Aufgaben werden, wie in Abbildung  1-4 dokumentiert, von verschiedenen öffentlichen Institutionen (wie z. B. öffentlichen Verwaltungen und öffentlichen Unternehmen) einerseits sowie von privaten Institutionen (wie z. B. privaten Nonprofit-Organisationen) andererseits wahrgenommen. Die Übergänge zwischen den beiden Erkenntnisbereichen „Public Management“ und „Nonprofit Management“ sind mitunter fließend. Diese Abgrenzungsschwierigkeiten wiederum mögen die Notwendigkeit hervorheben, beide Teilbereiche nicht per se isoliert voneinander zu betrachten, sondern – wenn immer sinnvoll – Querschnittsthemen (z. B. Qualitätsmanagement von Verwaltungen und Nonprofit-Organisationen) möglichst integrativ zu durchdringen. Zu den öffentlichen Verwaltungen (Schwarz et al. 2005, sprechen hier von staatlichen Nonprofit-Organisationen), gehören einerseits Bundes-, Länder- und Gemeindeverwaltungen der Exekutive, andererseits aber auch die Verwaltungen der anderen Gewalten, nämlich der Legislative und Judikative, also Parlaments- und Gerichtsverwaltungen. Darüber hinaus subsumiert man wegen deren verwandter Aufgabenstellung mitunter auch Kirchen, Sozialversicherungen und andere gemeinwirtschaftlich tätige Träger unter die öffentlichen Ver- Public & Nonprofit Management Öffentliche Verwaltungen Öffentliche Unternehmen Nicht profitorientierte private Organisationen in öffentlicher Trägerschaft •Bund •Länder •Gemeinden (QUANGOs) gemischtwirtschaftliche Trägerschaft und gemeinwirtschaft. Orientierung (QUANGOs) Eigenleistungs- NPO •Verein •Verband Nonprofit Management i.e.S. (Management privater NPO) Nonprofit Management i.w.S. (Management halbstaatlicher und privater NPO) Public Management (Management staatlicher NPO) •der Exekutive (Bundes-, Länderund Gemeindeverwaltungen) •der Legislative (z.B. Parlamentsverwaltung) •der Judikative (z.B. Gerichtsverwaltungen) Dritt- Leistungs-NPO •Verein •Verband Abbildung 1-4: Gegenstandsbereiche des Nonprofit Management in Abgrenzung zu denjenigen des Public Management Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 19 1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management 19 waltungen, obwohl dies keine öffentlichen Verwaltungen im oben genannten, eigentlichen Sinne sind. Eine öffentliche Verwaltung ist dabei aus ökonomischer Sicht eine Wirtschaftseinheit, in der Verfügungen über materielle und immaterielle Güter im Sinne öffentlicher Ziele auf der Grundlage öffentlichen Eigentums getroffen werden (z. B. Ministerien, Behörden, Stadtverwaltungen etc.). Wenn eine solche Wirtschaftseinheit marktmäßig zumindest teilweise reproduzierbares Eigenkapital besitzt, sich also vorwiegend über Umsatzerlöse finanziert, so spricht man von einer öffentlichen Unternehmung (Eichhorn 1989). Öffentliche Unternehmen schließlich sind die rechtlich selbstständigen und unselbstständigen Unternehmen des Bundes, der Länder und der Gemeinden. Darüber hinaus werden gemischtwirtschaftliche Unternehmen und gemeinwirtschaftliche Unternehmen privater Träger (Nonprofit-Organisationen) hinzugerechnet. Je nach Sichtweise und Auslegung der Begriffe gehören die öffentlichen Unternehmen und Verwaltungen zu den Nonprofit-Organisationen, oder nicht. Die dominierende Sichtweise in Wissenschaft und Praxis ist jedoch, dass die beiden Bereiche aufgrund der verschiedenartigen Trägerschaften (öffentlich versus privat) getrennt voneinander betrachtet werden. Dieser Auffassung wird auch im vorliegenden Buch gefolgt, wie bereits der Titel des Werkes verdeutlicht. Die Disziplin des Nonprofit Management im engeren Sinne befasst sich mit nicht profitorientierten Organisationen in privater Trägerschaft. Zwar gibt es eine nahezu unüberschaubare Anzahl an Klassifikationsmöglichkeiten (Lampkin et al. 2001), wie bspw. die morphologische Matrix von Burla (1989) oder die „International Classification of Nonprofit Organizations (ICNPO)“ (Salamon/ Anheier 1992a, b), auf die weiter unten noch ausführlicher eingegangen wird. Pragmatisch erscheint an dieser Stelle jedoch zunächst eine Differenzierung nach den Arbeitsinhalten in Eigenleistungs-(Selbsthilfe-)Nonprofit-Organisationen und Drittleistungs-(Fremdhilfe-)Nonprofit-Organisationen. Die Eigenleistungs-Nonprofit-Organisationen („Mutual Benefit Organizations – MBOs“; O’Neill 1994, oder auch „Member-Benefit Sector“; vgl. Smith 1991; 1993) sind dadurch gekennzeichnet, dass ihre Mitglieder die Leistungsempfänger bzw. Nutznießer sind. Beispiele für diese mitgliedschaftliche Form sind Nonprofit- Organisationen im Sport- oder Kulturbereich oder auch Wirtschaftsverbände. Der Selbsthilfeaspekt manifestiert sich darin, dass erst durch den Zusammenschluss mehrerer Personen zu einer Gruppe der Zweck (z. B. Fußballspielen) erfüllt werden kann oder aber erst durch die Kooperation eine Machtposition erreicht wird, die die Zielerreichung (z. B. Interessenvertretung) ermöglicht. Die typische Rechtsform von Selbsthilfe-Nonprofit-Organisationen ist der Verein, der auch im gesamten Nonprofit-Sektor in Deutschland die dominierende Rechtsform darstellt, da über 80 Prozent aller Nonprofit-Organisationen in der Rechtsform des Vereins organisiert sind (Zimmer/Priller 2007, S. 47). Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 20 1 Grundlagen des Nonprofit Management20 Minicase Absolventum Mannheim e. V. ABSOLVENTUM MANNHEIM e.V. wurde 1995 gegründet und zählt inzwischen rund 4.500 Mitglieder. Der Gründung ging eine Umfrage unter den Studierenden und Absolventen voraus. Die Gründer handelten zeitgemäß im Sinne der Nachfrage- bzw. Kundenorientierung. Die Idee stieß auf große Resonanz. Viele der Befragten äußerten den Wunsch, auch über ihre Universitätsausbildungszeit hinaus untereinander und mit der Universität verbunden zu bleiben. Dementsprechend wurde die Zielsetzung entwickelt. ABSOLVENTUM MANN- HEIM stellt Kontakte her zwischen Studierenden, Absolventen, Förderern und Arbeitgebern, dient dem Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen Theorie und Praxis, fördert Forschung und Lehre und gibt Impulse für Innovationen. Das Netzwerk ist global geknüpft. Die Zielsetzung wurde mit dem Rektorat der Universität Mannheim abgestimmt und bezieht sich auf alle ihre Fakultäten, Institute und sonstigen Einrichtungen. In einer Kooperationsvereinbarung zwischen ABSOLVENTUM MANNHEIM und der Universität Mannheim heißt es: Das Hauptziel von ABSOLVENTUM MANN- HEIM bildet die Schaffung von Mehrwert sowohl für die Universität als auch für die Absolventen und Studierenden der Universität Mannheim. Im Selbstverständnis ist ABSOLVENTUM MANNHEIM ein Nonprofit-Dienstleistungsunternehmen, man könnte auch sagen: ein unternehmerisch geführter Servicebetrieb auf Vereinsbasis. Von einem Förderverein oder einer Stiftung unterscheidet sich dieser durch Erstellung und Abgabe von Auskunfts-, Beratungs-, Informations-, Kontakt-, Kooperations-, Ausbildungs-, Weiterbildungs-, Unterhaltungs- und Sportleistungen sowie Karriereförderung. Quelle: Eichhorn, P. (2008): Das Absolventennetzwerk der Universität Mannheim – Ein Nonprofit-Dienstleistungsunternehmen, in: Gouthier, M./Coenen, C./Schulze, H. S./Wegmann, C. (Hrsg.): Service Excellence als Impulsgeber, Wiesbaden, S. 150–160. Mit freundlicher Genehmigung von Springer Science and Business Media. Drittleistungs-(Fremdleistungs-)Nonprofit-Organisationen hingegen sind häufig als Stiftung, gemeinnützige GmbH (gGmbH) oder auch als „karitativer“ Verein konstituiert. In diesem Falle ist der Träger der Nonprofit-Organisationen nicht gleich auch deren Nutznießer bzw. Kunde, denn die Leistungen der Nonprofit-Organisationen werden an Dritten und für Dritte erstellt. Beispiele für solche Nonprofit-Organisationen sind Altenhilfeeinrichtungen oder Krankenhäuser in freigemeinnütziger Trägerschaft. Als freigemeinnützig bezeichnet man Einrichtungen, die von Trägern der kirchlichen und freien Wohlfahrtspflege, Kirchengemeinden, Stiftungen oder Vereinen unterhalten werden. Minicase: ctt mit neuem Namen und neuer Rechtsform Trier (ddp-rps). Die Caritas Trägergesellschaft Trier (ctt) wird umbenannt und heißt künftig Cusanus Trägergesellschaft Trier (ctt). Es sei der Zeitpunkt gekommen, strukturell neue Weichen zu stellen, sagte die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, Schwester Basina Kloos, am Dienstag in Trier. Die ctt werde zudem nicht mehr als eingetragener Verein, sondern als Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter dem Dach einer neu gegründeten „Hildegard Stiftung“ geführt. Die Stiftung wurde den Angaben zufolge von der Marienhaus GmbH Waldbreitbach und den Barmherzigen Brüdern in Trier gegründet und verfügt über ein Kapital von 500.000 Euro. Die neue Rechtsform hat keine Auswirkungen auf die bisherigen Mitarbeiter und Führungskräfte der Trägergesellschaft. Thomas Thiel und Burkhard Nauroth, die das Unternehmen als Vorstände leiteten, werden das Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 21 1.2 Terminologische Grundlagen des Nonprofit Management 21 künftig als Geschäftsführer tun, sagte Schwester Basina in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Stiftungsrates. Die Caritas Trägergesellschaft war durch ihren früheren Chef Hans-Joachim Dörfert Ende der 90er Jahre in Verruf geraten. Der Gesundheitskonzern kam in eine finanzielle Schieflage, verlor rund 50 Millionen Euro und saß im Jahr 2003 auf einem Schuldenberg von 140 Millionen Euro. Etwa zwei Drittel davon sind der ctt zufolge im Rahmen eines Sanierungsplanes und der Kooperation mehrerer kirchlicher Träger bisher abgebaut worden. Ausschlaggebend für den Weiterbetrieb der Gesellschaft war ein vereinbarter Lohnverzicht der Mitarbeiter. Er beläuft sich für den Zeitraum von 2003 bis 2011 auf rund 110 Millionen Euro und soll ab dem laufenden Jahr sukzessive zurückgeführt werden. Die ctt gehört mit einer Bilanzsumme von rund 240 Millionen Euro auch künftig zu den größten konfessionellen gemeinnützigen Gesellschaften. Sie betreibt in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen 32 Einrichtungen und zählt etwa 5000 Beschäftigte. Quelle: ddp/dapd; Meldung vom 21.04.2009 Neben Verein, Stiftung, und gGmbH ist noch die gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG) als für Nonprofit-Organisationen relevante Rechtsform zu nennen, die allerdings im Bereich der traditionellen Nonprofit-Organisationen eine eher untergeordnete Rolle spielt (eine der wenigen Ausnahmen bildet die Zoologische Garten Berlin AG). Mit der Gründung einer gemeinnützigen AG besteht allerdings für Unternehmen die Möglichkeit, einen laufenden Geschäftsbetrieb funktional einer Stiftung anzunähern. Es kommt häufig vor, dass (gemeinnützige) Stiftungen als Aktionäre von gemeinnützigen AG fungieren und – weil Stiftung und AG als separate juristische Personen agieren – auf diese Weise ein Unternehmen aus dem Stiftungsvermögen ausgliedern. Letztlich wird auch die Genossenschaft (v. a. in der Schweiz) mitunter als nonprofit-typische Rechtsform genannt. Die Zugehörigkeit der Genossenschaften zum Nonprofit-Sektor ist jedoch umstritten, weil die Gewinnausschüttungsrestriktion, die häufig als Kriterium für die Zugehörigkeit zum Nonprofit-Sektor genannte wird, verletzt wird (Theurl 1997). Ursprünglich von seinen Gründervätern (z. B. Raiffeisen und Schultze-Delitzsch) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Institution gesellschaftlicher Selbsthilfe und wirtschaftlicher Selbstorganisation (jenseits vom klassischen Kapitalismus und damit nach heutigem Begriffsverständnis als Nonprofit-Organisation) gedacht, sind Genossenschaften in Deutschland mittlerweile gesetzlich ausschließlich auf erwerbswirtschaftliche Ziele festgelegt und werden deshalb in der Regel (so auch in diesem Buch) nicht mehr originär zu den Nonprofit-Organisationen gerechnet (Zimmer/Priller 2007, S. 48). Minicase: Guter Zweck braucht Profi-Rechtsform Der unaufhörlich boomende Gemeinnützigkeitssektor wandelt sich. Immer öfter gehen private Förderer und Unternehmen dazu über, ihr finanzielles Engagement in einer Rechtsform zu organisieren, die bisher keine nennenswerte Rolle spielte: die gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG). Beispiele sind […], die Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten oder das erste deutsche Aktientheater. Helmig/Boenigk – Nonprofit Management – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.04.2012 Status: Druckdaten Seite 22 1 Grundlagen des Nonprofit Management22 Privatrechtlich organisierte Gemeinwohlpflege findet immer noch vor allem in Stiftungen und eingetragenen Vereinen statt. Doch die gewachsenen Strukturen der Nonprofit-Organisationen verlangen ein professionelles Management. Die Gemeinwohlförderer – zunehmend vermögende Unternehmer und Firmen – denken auch bei ihren sozialen Aktivitäten wirtschaftlich. Das rückt die gAG in den Fokus. Denn mit ihr lässt sich das Gemeinwesen oftmals viel effizienter und flexibler fördern als mit Stiftung oder Verein. Außerdem macht sie die Möglichkeit der Aktienausgabe besonders attraktiv für das sogenannte Fundraising. Das Gesetz zählt die Kapitalgesellschaften schon seit jeher zu den Organisationsformen, die den Status der Gemeinnützigkeit erlangen können. Lediglich Einzelpersonen und Personengesellschaften sind von den Steuerbegünstigungen, die der Staat gemeinnützigen Einrichtungen gewährt, ausgeschlossen. Dennoch hatten AG und GmbH im Nonprofit-Bereich lange Zeit kaum praktische Bedeutung. Die gemeinnützige GmbH konnte sich zuletzt immerhin im Gesundheitswesen etablieren – zahlreiche Krankenhäuser und Altenpflegeheime tragen mittlerweile dieses Rechtskleid. Die gemeinnützige Aktiengesellschaft hingegen blieb zahlenmäßig meilenweit hinter den anderen Rechtsformen zurück. Dass gerade sie im sogenannten Dritten Sektor bis heute nicht als ernsthafte Rechtsformalternative galt, lag zuvorderst an ihrem Imageproblem. Als die kapitalistische Unternehmensform schlechthin schien sie mit den ideellen Zielsetzungen einer gemeinnützigen Organisation schon begrifflich kaum vereinbar. Dabei darf die gAG schon kraft ihrer Satzung keine Gewinne erwirtschaften, wenn sie als gemeinnützig anerkannt werden will. Inzwischen zählen andere Kriterien als das Image. „Die Gemeinwohlförderer denken heute unternehmerischer als früher“, sagt der Münchener Notar Thomas Wachter. Dazu zwingt sie das permanente Wachstum gemeinnütziger Einrichtungen. Denn mit dem zunehmenden Umfang ihrer Aktivitäten steigen die Ansprüche an die Organisation. Diesen Anforderungen werden Stiftung und Verein häufig nicht mehr gerecht. Notar Wachter nennt Gründe: „Bei der Stiftung  stört die staatliche Aufsicht die unternehmerische Freiheit. Und ein Verein lässt sich aufgrund seiner Struktur ab einer gewissen Größe nur schlecht managen.“ … Quelle: Freudenberg, T. (2007): Guter Zweck braucht Profi-Rechtsform, in: Handelsblatt Nr. 210, vom 31.10.2007, S. 18. Neben der oben genannten, groben Typologisierung in Eigenleistungs- und Fremdleistungs-NPO wurde zur Kategorisierung die sog. „International Classification of Nonprofit Organizations (ICNPO)“ entwickelt (Salamon/Anheier 1992a, b). Die ICNPO hat sich im Nonprofit-Sektor – trotz einiger Schwächen (vgl. bspw. Morris 2000) – mittlerweile fest etabliert und findet im einschlägigen Schrifttum, trotz der Existenz „konkurrierender“ Klassifikationen, häufig Anwendung. Die ICNPO unterscheidet insgesamt zwölf so genannte Hauptgruppen bzw. Brancheneinteilungen, unabhängig davon, ob diese öffentlich oder privat finanziert werden (vgl. Abb. 1-5). 1.3 Nonprofit Management in Forschung und Lehre Die internationale Nonprofit-Forschung wird überwiegend von den Disziplinen Sozial-, Politik- und Wirtschaftswissenschaften – sowie in der jüngeren Vergangenheit vermehrt auch von den Verwaltungswissenschaften, der Psychologie,

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References

Zusammenfassung

Gewinner des VHB-Lehrbuchpreises 2013!

Die Bedeutung von Nonprofit-Organisationen wird angesichts der immer schwieriger werdenden staatlichen Finanzierung vieler Aktivitäten stetig steigen. Einhergehend mit dieser Entwicklung und den großen Spendenvolumina, die teilweise damit verbunden sind, nimmt auch der Bedarf an der Professionalisierung des Nonprofit-Sektors zu. Dies sollte jedoch nicht durch eine unreflektierte Anwendung von betriebswirtschaftlichen Instrumenten erfolgen. Dementsprechend zeigt dieses Buch die Besonderheiten des Management von Nonprofit-Organisationen systematisch auf. Nur so kann dem Wunsch von Spendern und sonstigen Anspruchsgruppen von Nonprofit-Organisationen nach effizienter und effektiver Mittelverwendung sowie nach Transparenz, Rechenschaftslegung und Verantwortlichkeit Rechnung getragen werden.

Dieses Lehrbuch führt Studierende, Wissenschaftler und Führungskräfte aus der Praxis in die Grundlagen des Nonprofit Management ein. Dabei werden alle zentralen Bereiche des so genannten Dritten Sektors vorgestellt. Zahlreiche Beispiele und Fallstudien aus verschiedenen Nonprofit-Branchen veranschaulichen die Konzepte und ermöglichen ein schnelles Umsetzen in die Praxis.

Ergänzend zum Buch wurde unter www.nonprofit-management.biz eine umfassende Lernplattform mit Videos, Selbsttests, Fallstudien und Beispielen eingerichtet.

Preise:

Am 24. Juni 2013 erhielten die Autoren Bernd Helmig und Silke Boenigk für Ihr Lehrbuch "Nonprofit Management" den Lehrbuchpreis des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB). In der Laudation von Prof. Dr. Dorothea Greiling heißt es dazu: Das vom VHB in diesem Jahr ausgezeichnete Lehrbuch schließt hier nicht nur eine inhaltliche Lücke, sondern zeichnet sich auch durch die didaktische Aufmachung als hervorragend geeignet für den Einsatz in der akademischen Lehre aus: Umfangreiche E-Learning-Angebote, das Wechselspiel zwischen Theorieblöcken und Minicases und der klare Duktus in der Leserführung sind vorbildhaft nicht nur, was die Ausbildung in Methoden und Konzepten des Nonprofit-Managements angeht, sondern auch betreffend die praktische Umsetzung.

Pressestimmen:

"Das Lehrbuch vermittelt eine zeitgemäße Einführung in den Themenbereich des Nonprofit Management und ist auf dem besten Weg, sich als Standardwerk zu etablieren. Es kann daher als Einführungswerk sowohl für Studierende und Wissenschaftler als auch für Führungskräfte aus der Nonprofit-Praxis mit Interesse an dieser Thematik bestens empfohlen werden."

Manfred Bruhn, in: Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen 04/2012

"Kurzum: Wer einsteigen will, rindet in diesem Buch einen sehr guten Wegweiser, wer weiterarbeiten möchte, profitiert von der Literaturauswertung und der klaren Struktur."

in: Verbändereport 05/2012, zur 1. Auflage 2012

"Alle Themen werden kurz und klar dargestellt. Besonders gefällt die häufige und zu den jeweiligen Themen gut passende Einbeziehung von Beispielen. Damit gewinnt diese Publikation für Praktiker, Studenten und Wissenschaftler als Einstiegs- und Nachschlagewerk in Lehre und Praxis eine besondere Bedeutung."

Swen Neumann, in: Die Stiftung 04/2012

"Wegen der zunehmenden Bedeutung der NPOs war es an der Zeit, die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten von Profit- und Nonprofit-Organisationen systematisch in einem Lehrbuch aufzubereiten. Den beiden Autoren ist dies nicht nur inhaltlich, sondern auch in didaktischer Hinsicht hervorragend gelungen."

in: WISU 07/12

Über die Autoren:

Prof. Dr. Bernd Helmig lehrt Public und Nonprofit Management an der Universität Mannheim. Prof. Dr. Silke Boenigk lehrt Betriebswirtschaft, insbesondere Management von Öffentlichen, Privaten & Nonprofit-Organisationen, an der Universität Hamburg