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Albert Galli, Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport in:

Albert Galli, Vera-Carina Elter, Rainer Gömmel, Wolfgang Holzhäuser, Wilfried Straub (Ed.)

Sportmanagement, page 670 - 684

2. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-3678-5, ISBN online: 978-3-8006-4613-5, https://doi.org/10.15358/9783800646135_670

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Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 675 Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport von Albert Galli Inhaltsverzeichnis 39.1 Professioneller Sport ist Rechtehandel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 676 39.2 Anmerkungen zum „Spielervermögen“ und Bewertungsanlässe für eine finanzielle Spielerbewertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 677 39.3 Bewertungsverfahren und finanzielle Spielerbewertung im Teamsport . . . . 678 39.3.1 Grundlegende Überlegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 678 39.3.2 Income-Approach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 679 39.3.3 Cost-Approach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 680 39.3.4 Market-Approach. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 681 39.4 Umsetzungsschritte einer individuellen marktgestützten finanziellen Spielerbewertung im Teamsport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 682 39.4.1 Klassifizierung und Analyse realisierter Transferzahlungen . . . . . . . . . . . 682 39.4.2 Anpassung realisierter Transferzahlungen an die Marktentwicklung . . . 685 39.4.3 Berücksichtigung individueller Aspekte des zu bewertenden Spielers . . . 686 39.5 Fazit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 688 Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 676 39.1 Professioneller Sport ist Rechtehandel Der ökonomische Bezugsrahmen ist für Betriebe, die professionellen Sport anbieten, einfach zu erklären: Die generierten Einzahlungen müssen die Auszahlungen an einkommensmaximierende Sportler wenigstens so weit übersteigen, dass die Auszahlungen für Overhead und sonstige erforderliche Leistungen gedeckt sind. Dies gilt einerseits für gewinnorientierte Sportanbieter und für unternehmerische Aktivitäten, die professionelle Sportler für eigene Vermarktungszwecke betreiben. Dies gilt andererseits aber auch für Vereine und die überwiegende Mehrzahl der Klubs, die trotz Rechtsformwechsel vom Verein zur Kapitalgesellschaft weiterhin am Oberziel der Maximierung des sportlichen Erfolgs unter Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts festhalten. Wie kaum in einer anderen Branche kennzeichnen immaterielle Vermögenswerte den Leistungserstellungs- und Leistungsverwertungsprozess im professionellen Sport. Generell stellen immaterielle Vermögenswerte in entwickelten Wirtschaften die oft entscheidenden Werttreiber im Leistungserstellungsprozess dar. Der Begriff immaterielle Vermögenswerte umfasst dabei die Gesamtheit aller nicht durch körperliche Substanz bestimmten Vermögenswerte. Der gestiegenen Bedeutung folgend, gibt es eine breite und stetig zunehmende Literatur, die sich mit Fragen der Klassifizierung, des Managements, der Bewertung und der internen und externen Berichterstattung immaterieller Vermögenswerte auseinandersetzt. (Richtungsweisend bei der Thematisierung der genannten Aspekte: Lev, 2001). Alle wesentlichen Einzahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultieren im professionellen Sport aus dem Handel mit Rechten, die auf immateriellen Vermögenswerten basieren. Darunter fallen Einzahlungen aus Sponsoring und Werbung, aus Licensing und Merchandising, aus Ticketing und Hospitality, aus medialer Vermarktung und aus Spielertransfers. Die zugrunde liegenden immateriellen Vermögenswerte können aus drei zentralen Blickwinkeln beleuchtet werden. Im Mittelpunkt steht die eigene Marke, die unter anderem durch die Gewährung von Rechten am Bild sowie am Logo und den Vereinsfarben Einzahlungen generiert. Weiterhin geht es um Verwertungs- und Nutzungsrechte, die im Zusammenhang mit der Durchführung einer Sportveranstaltung entstehen, insbesondere um Medien- und Werberechte. Aus der Teamperspektive sind außerdem direkte oder abgeleitete Rechte von Bedeutung, die auf arbeitsvertraglichen oder mitgliedschaftlichen Regelungen beruhen. Sie erlauben es dem Sportklub, Einzahlungen zu generieren, indem Spieler im Team und für Vermarktungszwecke eingesetzt sowie gegebenenfalls während eines laufenden Vertrags gegen Transferzahlung an einen anderen Klub abgegeben werden können. Der nachfolgende Beitrag zeigt die Relevanz für eine individuelle finanzielle Spielerbewertung auf und stellt einen Ansatz für eine marktgestützte finanzielle Bewertung von Spielern in Teamsportarten vor. Die hierfür angestellten Bewertungsüberlegungen basieren auf den in der Theorie und Praxis anerkannten und angewendeten Verfahren der Unternehmensbewertung (Im Folgenden Galli, 2003, m. w. N.). Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 677 67739 Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport 39.2 Anmerkungen zum „Spielervermögen“ und Bewertungsanlässe für eine finanzielle Spielerbewertung Spieler sind für die Klubs im professionellen Teamsport die entscheidenden Produktionsfaktoren und stellen gleichzeitig die wesentlichen Vermögenswerte dar. Das aktivierte „Spielervermögen“ ist aber nur ein Teil der gesamten immateriellen „Spielerwerte“ des Klubs. Auf die geschichtliche Entwicklung des Spielertransfers, die Ausgestaltung von Transferregelungen, die Gründe für die Entrichtung von so genannten Transfer(entschädigungs) zahlungen und die (arbeits)rechtliche Stellung des Sportlers im professionellen Teamsport soll hier ebenso wenig eingegangen werden wie auf bilanzielle Behandlung von Transferzahlungen in den Jahresabschlüssen der Klubs, die seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert wird (Mit weitergehenden Anmerkungen und Nachweisen hierzu vgl. bereits Galli, 1997, 160–165 und 227–269). Nur so viel: Transferzahlungen wurden im Teamsport jahrzehntelang grundsätzlich dann entrichtet, wenn ein Spieler den Klub wechselte, unabhängig, ob er dies vor oder nach Ablauf des Arbeitsvertrags tat. Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 1995 („Bosman-Urteil“; EuGH v. 15.12.1995) und daraus resultierender Änderungen der Transferbestimmungen der Verbände können faktisch bei einem Wechsel eines Spielers nach Ablauf des Arbeitsvertrags vom abgebenden Klub keine Transferzahlungen gefordert werden. Davon ausgenommen sind z. B. im Fußballsport so genannte Ausbildungs- und Förderungsentschädigungs-Zahlungen für jüngere vertragsfreie Spieler. Zwischen den beteiligten Klubs frei verhandelte Transferzahlungen werden vom aufnehmenden an den abgebenden Klub regelmäßig auch nach dem Einschnitt durch das „Bosman-Urteil“ geleistet, wenn Spieler den Klub vor Ablauf des Vertrags wechseln. Diese fallen im Fußballsport neben den gegebenenfalls zu entrichtenden Ausbildungs- und Förderungsentschädigungs-Zahlungen an. Transferzahlungen für Spieler, die aus laufenden Verträgen „herausgekauft“ werden, kommen sowohl nach Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH v. 26.08.1992, I R 24/91, bestätigt durch BFH v. 14.12.2011, I R 108/10) als auch international üblich und anerkannt (so auch nach den Bestimmungen der UEFA zur Klub-Lizenzierung; UEFA, 2010, 67–68) in den Bilanzen der Klubs zum Ansatz. Dieses „herausgekaufte Spielervermögen“ wird über Umwege und Konstruktionen im Ergebnis als derivatives immaterielles Anlagevermögen qualifiziert und mit Anschaffungskosten in Höhe der Transferzahlungen angesetzt. Faktisch wird aber die arbeitsvertraglich geregelte „Arbeitskraft“ des Spielers, vor allem im Sinne seiner sportlichen Leistungsfähigkeit sowie seiner Vermarktungsfähigkeit, die im Klub eingesetzt Nutzen stiftet und Erträge generiert, zum Ansatz gebracht. Demgegenüber besteht nach handelsrechtlichen Bestimmungen gem. §248 Abs. II HGB ein grundsätzliches Ansatzwahlrecht für originäres immaterielles Anlagevermögen, im Kontext tangiert dies die Kosten für die Aus- und Fortbildung der Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Nicht zum Ansatz in den Bilanzen kommen Spieler, die nach Ablauf ihres Arbeitsvertrags, ohne Zahlung einer Transferzahlung, zum Klub gewechselt sind. Neben aktivierten Spielern und Spielern aus dem eigenen Nachwuchs stellen aber auch Spieler, die nach Ablauf ihres Arbeitsvertrags, ohne Zahlung einer Transferzahlung, zum Klub gewechselt sind, für diesen Klub während der Laufzeit ihres Vertrags einen immateriellen Vermögenswert dar. Die individuellen finanziellen Spielerwerte können Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 678 Albert Galli678 sich beim Wechsel eines Spielers von einem Klub zu einem anderen in tatsächlich gezahlten Transferpreisen konkretisieren. Die Frage nach einem individuellen finanziellen Wert für einen Spieler kommt im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend genannten Bewertungsanlässe in Betracht: Ausgestaltung der Transferpolitik im Rahmen der Unternehmensführung, mit Fokus auf die Budgetierung und die daraus abgeleitete Liquiditäts- und Finanzdisposition, Zugangs- und Folgebewertung im externen Rechnungswesen, Berücksichtigung stiller Reserven und handelsrechtlich nicht aktivierungsfähiger Vermögenswerte in einer Überschuldungsbilanz bzw. in einem Überschuldungsstatus, Besicherung eines Kredits durch „Spielervermögen“, Versicherung von Spielern, Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Klubs, insbesondere im Rahmen der Lizenzierungsverfahren der Verbände. Ein objektives Bewertungsverfahren zur finanziellen Spielerbewertung wird zwar schon lange gefordert, aber ein von Verbänden angewendetes standardisiertes Verfahren existiert weder national noch international. 39.3 Bewertungsverfahren und finanzielle Spielerbewertung im Teamsport 39.3.1 Grundlegende Überlegungen Spieler im Teamsport können in zweifacher Weise Nutzen für den Klub stiften. Zum einen ist der Spieler während der Laufzeit des Vertrags mit dem Klub ein wesentlicher Produktionsfaktor, der in Meisterschaftsspielen sein sportliches Leistungspotenzial zum Einsatz bringt und zur Vermarktung des Klubs herangezogen wird. Zum anderen können Spieler während eines noch laufenden Vertrags, vorzugsweise nach Entwicklungsschritten, auf dem Transfermarkt gegen Transferzahlung platziert werden. Diesen Nutzen- und daraus abgeleiteten Einzahlungspotenzialen aus der vertraglichen Bindung eines Spielers an den Klub stehen dem Spieler direkt zurechenbare einmalige und laufende Auszahlungen gegenüber. Zum einen sind dies Auszahlungen für den Transfer, im Sinne von Kosten für die Akquisition eines Spielers aus einem laufenden Vertrag bei einem anderen Klub heraus sowie Auszahlungen für spielerbezogene Sonderzahlungen, im Sinne von Handgeldern beim Transfer, zum anderen handelt es sich um das Spielergehalt sowie sonstige spielerbezogene Sonderzahlungen. Auszahlungen für die Aus- und Fortbildung des Spielers dürften demgegenüber schwer allokierbar sein. Der eingangs erwähnte ökonomische Bezugsrahmen für Klubs, demzufolge die generierten Einzahlungen die Auszahlungen an einkommensmaximierende Sportler wenigstens so weit übersteigen müssen, dass die Auszahlungen für Overhead und sonstige erforderliche Leistungen gedeckt sind, grenzt den Handlungsspielraum ein: Ein Klub versucht, einen Spieler an sich zu binden, weil er glaubt, dass ihm Nutzen, im Sinne von sportlichem und vielleicht auch wirtschaftlichem Erfolg, erwächst. Klubs Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 679 67939 Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport messen dem Vorteil, einen Spieler im eigenen Team und für Vermarktungszwecke einsetzen und später vielleicht selbst transferieren zu können, einen über die laufende Vergütung und gegebenenfalls über die Leistung einer Transferzahlung bzw. Aus- und Fortbildungsinvestitionen, hinausgehenden Nutzen bei. Dieser stellt, aus Einzahlungspotenzialen abgeleitet, einen Vermögenswert dar. Der Wert des Spielers konkretisiert sich bei Transaktionen in einem Marktpreis, der sich aus dem Angebot und der Nachfrage auf dem Transfermarkt einstellt. Die Preisfindung erfolgt vor dem Hintergrund der Verhandlungsmacht und ökonomischen Lage der beteiligten Klubs, insbesondere aber auch unter Berücksichtigung der individuellen Einsatzmöglichkeit des Spielers im Team des Klubs, der ihn derzeitig unter Vertrag hat, sowie der individuellen Einsatzmöglichkeit des Spielers im Team des Klubs, der ihn unter Vertrag nehmen will. Die Frage nach einem objektiviert ermittelten individuellen finanziellen Wert für einen Spieler ist, wie oben gezeigt, aus verschiedenen Perspektiven relevant. Sie ist schwer zu beantworten. Zum einen vereinigt der Spieler individuelle Qualitäten, Qualifikationen und Motivationsaspekte in sich, die als Kombination seiner psychologischen, psychosozialen und physiologischen Faktoren in einen Entwicklungsprozess eingebracht und im Rahmen dessen weiter auf- und ausgebaut werden. Zum anderen besteht in komplexen Teamsportarten, wie zum Beispiel Fußball, Handball, und Eishockey, anders als etwa beim Baseball, eine unmittelbare Abhängigkeit der Teammitglieder untereinander, die schon eine individuelle sportliche Leistungsbewertung zusätzlich erschwert. Alle Spieler sowie das Management tragen gemeinsam zur Erstellung eines sportlichen und daraus abgeleiteten finanziellen Teamprodukts bei. Dieser finanzielle Wertbeitrag wird insbesondere durch Vermarktungsaspekte, die mit sportlichen Leistungen korrespondieren, zusätzlich beeinflusst. Eine aus dem Teamprodukt abgeleitete Ermittlung des individuellen finanziellen Wertbeitrags des einzelnen Spielers am finanziellen Erfolg des Klubs ist aber faktisch nicht möglich. Im Folgenden geht es darum, die einzelnen in der Theorie und Praxis anerkannten und angewendeten Verfahren zur Unternehmens- und Assetbewertung auf ihre Eignung hinsichtlich der Ableitung einer objektivierten individuellen finanziellen Spielerbewertung zu überprüfen. Diese lassen sich im Wesentlichen drei Gruppen zuordnen: Dem Income-Approach, dem Cost-Approach und dem Market-Approach. Bei den Überlegungen zur Bewertung von Humankapital spielen, neben anderen, insbesondere nichtfinanziellen Modellen, vor allem Income-Approach- und Cost-Approach-Modelle eine entscheidende Rolle. Market-Approach-Modelle, wie bei der Unternehmensbewertung, wurden hierfür bislang nicht entwickelt. Während beim Income-Approach der Wert über positive Wertbeiträge, im Sinne des zu erwartenden Outputs des Bewertungsobjekts, quantifiziert wird, erfolgt beim Cost- Approach die diametral entgegengesetzte Herangehensweise. Die Wertableitung wird durch Zusammenstellung negativer Wertbeiträge, im Sinne des für das Bewertungsobjekt zu leistenden Inputs, vorgenommen. Beim Market-Approach wird der Wert eines Bewertungsobjekts anhand von Börsenkursen oder realisierten Marktpreisen vergleichbarer Objekte abgeleitet. 39.3.2 Income-Approach Der Income-Approach bzw. die Zukunftserfolgswertverfahren, im Sinne des Ertragswertverfahrens und der Discounted-Cashflow-Verfahren, stellen outputorientierte Gesamtbewertungsverfahren dar und sind grundsätzlich auch für Zwecke der Assetbewertung anwendbar. Sowohl das Ertragswertverfahren als auch die Discounted- Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 680 Albert Galli680 Cashflow-Verfahren beruhen auf dem Kapitalwertkalkül. Sie ermitteln den Barwert künftiger finanzieller Überschüsse, die dem Bewertungsobjekt direkt zuordenbar sind. Die Verfahren stellen auf die Zukunftsbezogenheit des Erfolgs des Bewertungsobjekts ab, schließen Risikoaspekte in die Betrachtung ein und ermitteln den Beitrag, den das Bewertungsobjekt zur Zielerreichung leistet. Die als Fundamentalbewertungsverfahren bezeichneten Zukunftserfolgswertverfahren sind für die individuelle finanzielle Spielerbewertung im Kontext dieses Beitrages nicht anwendbar, da, wie oben ausgeführt, das Teamprodukt, also der finanzielle Wertbeitrag, den ein Team in komplexen Teamsportarten generiert, nicht auf den einzelnen Spieler allokierbar ist. Dementsprechend mögen zwar Überlegungen, die sich auf eine Übertragung realoptionsbasierter Investitionsbewertung auf die Bewertung einzelner Spieler in komplexen Teamsportarten richten (Götz, 2001, 103 – 135, insbesondere S. 128-130) zwar theoretisch interessant klingen. Praxisrelevanz werden sie, bis auf den Ausnahmefall zusätzlicher Verkäufe von Trikots mit dem Namenszug des Spielers, die sich operationalisieren lassen, nicht erlangen. Der Grund ist einfach: Spielern können keine individuellen finanziellen Erfolgsbeiträge zugeordnet werden. Zukunftserfolgsmethoden sind nur relevant, wenn es um die Steuerung ganzer Teams geht. 39.3.3 Cost-Approach Der Cost-Approach bzw. die Substanzwertmethode stellen ein inputorientiertes Einzelbewertungsverfahren dar. Im Mittelpunkt steht die Überlegung, dass ein Käufer für einen zu bewertenden Vermögensgegenstand nicht mehr zu bezahlen bereit ist, als für die identische Rekonstruktion eines Vermögensgegenstandes an Rekonstruktionskosten bzw. für die funktionale Rekonstruktion eines Vermögensgegenstandes bei identischer Nutzenstiftung, an Wiederbeschaffungskosten aufgewendet werden müssen. Zur Wertableitung sind ermittelte Rekonstruktions- bzw. Wiederbeschaffungswerte gegebenenfalls um Wertminderungen zu bereinigen, die auch beim zu bewertenden Vermögensgegenstand bis zum Bewertungszeitpunkt eingetreten sind, da beide Werte vor der Bereinigung Kapitalbeträge darstellen, die aufgewendet werden müssen, um die Substanz neuwertig zu rekonstruieren bzw. zu ersetzen. Im Rahmen der Unternehmens- und auch der Assetbewertung ist fraglich, ob derartig ermittelten Werten Entscheidungsrelevanz zukommen kann, weil die Zukunftsbezogenheit des Erfolgs und dessen Beitrag zur Zielerreichung außer Acht bleibt. Bei einer finanziellen Spielerbewertung ergeben sich im Zusammenhang mit dem Cost- Approach aus mehrfacher Hinsicht Probleme. Zur Ermittlung eines Rekonstruktions- bzw. Wiederbeschaffungswertes müssen die relevanten Kostenbestandteile nachweis-, zuorden- und quantifizierbar sein. Dabei sind alle Kosten maßgeblich, die einzugehen sind, um erneut denselben Spieler oder einen anderen Spieler mit Qualitäten, die für den Klub identischen Nutzen stiften, fiktiv über die Jahre seiner bisherigen Karriere hinweg aufzubauen und vertraglich an das Team zu binden. Dies dürfte regelmäßig Schwierigkeiten aufwerfen, weil hierbei, neben solchen Kosten, die dem Spieler direkt zuordenbar sind, wie etwa diejenigen für Gehalt und Transfer, insbesondere solche Kosten zu berücksichtigen sind, die dem Spieler nicht direkt zuordenbar sind, wie unter anderem diejenigen für Aus- und Fortbildung sowie sämtliche anteiligen sonstigen Overheadkosten. Einzubeziehen und nachvollziehbar zu quantifizieren ist beim Cost-Approach auch der mit der Aus- und Fortbildung des Spielers vom Klub erwartete kalkulatorische Unternehmerlohn. Eine unerlässliche Be- Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 681 68139 Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport reinigung der Rekonstruktions- bzw. Wiederbeschaffungswerte um Zu- und Abschläge für Wertsteigerungen und Wertminderungen, die auch beim zu bewertenden Spieler bis zum Bewertungszeitpunkt eingetreten sind, wird zwar kompliziert aber machbar sein, wie unten in Gliederungspunkt 39.4.3 gezeigt wird. Der Cost-Approach kann bei der Bewertung von Spielern insofern nur eingeschränkte Aussagekraft besitzen, als eine identische Rekonstruktion eines Spielers zur Ableitung eines Rekonstruktionswertes nicht möglich ist und eine funktionale Rekonstruktion zur Ableitung eines Wiederbeschaffungswertes auf Grenzen stößt. Schon der nicht aus- und fortgebildete Sportler vereint individuelle Qualitäten, Qualifikationen und Motivationsaspekte in sich, die einzigartig sind, und bringt diese als Voraussetzung in die Aus- und Fortbildung ein. Diese Einzigartigkeit kann sich durch entsprechende Aus- und Fortbildung weiterentwickeln und im Lauf der Zeit immer größere Abstände zur Norm aufweisen. Der Cost-Approach vermag deswegen vielleicht einzelne Aspekte, nicht aber die Summe der individuellen Qualitäten des Spielers, in das System zu integrieren. 39.3.4 Market-Approach Bleibt nun noch zu überprüfen, ob der Market-Approach bzw. das Vergleichspreisverfahren zielführend sein könnte. Dieses Verfahren stellt ein Gesamtbewertungsverfahren dar, das grundsätzlich auch für Zecke der Assetbewertung angewendet werden kann. Die Ableitung des Werts des Bewertungsobjekts erfolgt nach den einzelnen Methoden dieses Verfahrens, auf die hier nicht näher eingegangen werden muss, faktisch anhand von Analogien, die zwischen dem Bewertungsobjekt sowie den Börsenkursen oder tatsächlich zwischen fremden Dritten realisierten Marktpreisen vergleichbarer Objekte bestehen. Die Überlegung hierbei ist, dass gleiche Wertmaßstäbe für bestimmte signifikante Vergleichsgrößen unternehmensübergreifend Gültigkeit besitzen können. Davon kann ausgegangen werden, sofern nach sorgfältiger Auswahl hinreichende Ähnlichkeiten zwischen dem Bewertungsobjekt sowie den Vergleichsobjekten festgestellt werden und fallbezogen ein Markt mit funktionsfähigen Marktmechanismen sowie rational handelnden Marktteilnehmern vorliegt. Besonderheiten des Bewertungsobjekts können außerdem durch individuelle Zu- oder Abschläge berücksichtigt werden. Für das Bewertungsobjekt wird folglich weniger ein Wert ermittelt als vielmehr, welcher Preis sich einstellen könnte, wenn es auf dem entsprechendem Markt platziert werden würde, auf dem auch die Preisfindung für die Vergleichsobjekte stattgefunden hat. Da sich der Market-Approach auf, wenn auch zeitnahe, Vergangenheitsdaten stützt ist die Zukunftsbezogenheit des Erfolgs und dessen Beitrag zur Zielerreichung für das Bewertungsobjekt nicht direkt abbildbar. Die Einschätzung des Marktes, als Ergebnis eines Verhandlungsprozesses, in den die Einschätzungen des Käufers und des Verkäufers eingeflossen sind, vermag aber unter Umständen indirekt eine Indikation hierfür abgeben. Im Rahmen der Unternehmens- und Assetbewertung kommt dem auf Basis des Market-Approaches ermittelten möglichen Marktpreis des Bewertungsobjekts regelmäßig eine Plausibilisierungsfunktion zu. Der Market-Approach dient gewöhnlich der Überprüfung der Überlegungen im Rahmen fundamentaler Bewertungsverfahren. Trotz bisweilen kritischer Vereinfachungen sowie der anwendungsvoraussetzenden hinreichenden Erfahrung, Objekt- und Branchenkenntnis des Bewerters, steht die praktische Relevanz dieses Verfahrens, gerade aufgrund einfacher Anwendbarkeit und Marktorientierung, für objektivierte Wert- bzw. Preisüberlegungen, insbesondere zur Verhandlungsunterstützung, außer Frage. Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 682 Albert Galli682 Nachdem sich der Income-Approach nicht für eine individuelle finanzielle Bewertung der Spieler im Teamsport eignet und beim Cost-Approach teilweise schwerwiegende Probleme bei der Wertableitung eintreten können, wird im folgenden versucht, einen möglichen Weg für eine auf Markttransaktionen gestützte Wertableitung aufzuzeigen. 39.4 Umsetzungsschritte einer individuellen marktgestützten finanziellen Spielerbewertung im Teamsport Für eine marktgestützte Ableitung objektivierter individueller finanzieller Spielerwerte sind im Wesentlichen drei Schritte notwendig. In einem ersten Schritt erfolgt eine Klassifizierung und Analyse realisierter Transferzahlungen, im Sinne von Transferpreisen, und deren Erfassung in einer Datenbank. Der zweite Schritt passt diese aufbereiteten Transferpreise aus der Vergangenheit um Marktentwicklungen bis zum Entscheidungszeitpunkt an und im dritten Schritt werden zur Ermittlung des Spielerwerts individuelle Aspekte des zu bewertenden Spielers durch Zu- und Abschläge auf die marktbereinigten Transferpreise berücksichtigt. Abbildung 1 zeigt die Umsetzungsschritte. 39.4.1 Klassifizierung und Analyse realisierter Transferzahlungen Als Basis für die Ableitung marktgestützter individueller Spielerwerte im Teamsport müssen Transaktionen, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, anhand preisbildender Faktoren zweckentsprechend klassifiziert und in einer Datenbank erfasst werden. Die hierfür notwendigen Informationen können in der Regel durch die Verbände oder die Ligenveranstalter in professionellen Teamsport bereitgestellt werden. Der DFB bzw. der Ligaverband und seine Tochtergesellschaft DFL GmbH erfassen seit Jahrzehnten sämtliche Transfers im Fußballsport in Deutschland. Aus dieser Datenbasis, die zwar für andere Zwecke angelegt ist, können unter anderem folgende Informa- Klassenbildung: Transferkonstellation Position Spieler Alter Spieler Laufzeit Vertrag Analyse: Ermittlung realisierter minimaler durchschnittlicher maximaler Transferpreise in jeder Klasse Schritt 1: Klassifizierung und Analyse realisierter Transferzahlungen Analyse: Entwicklung durchschnittliche Transferzahlung vor dem Hintergrund einer strukturierten Erlösbetrachtung Ableitung von Inflationsbzw. Deflationsfaktoren Anpassung: Gewichtung der Vergangenheitsdaten mit Inflations- bzw. Deflationsfaktoren Schritt 2: Anpassung an Marktentwicklung bis Bewertungsstichtag Analyse: Erfahrung und Entwicklung des Spielers Altersbedingte Ausfallrisiken Vermarktungspotenziale, Sympathiefaktoren und sonstige strategische Aspekte Anpassung: Zu- und Abschläge auf marktbereinigte Vergangenheitsdaten Schritt 3: Berücksichtigung individueller Aspekte des sSpieler Abb.1: Überblick über die Umsetzungsschritte einer individuellen marktgestützten finanziellen Spielerbewertung im Teamsport Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 683 68339 Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport tionen entnommen und aufbereitet werden, die für die Zwecke der Spielerbewertung von Bedeutung sind: Transferkonstellation: Abgebildet wird hierbei die Ligenzugehörigkeit der Klubs, die auf der einen Seite den Spieler abgeben und die auf der anderen Seite den Spieler gegen Leistung der Transferzahlung aufnehmen. Grundsätzlich können die beteiligten Klubs entweder im Ausland oder in Deutschland angesiedelt sein. Das wesentliche Transfergeschehen spielt sich auf dem Binnenmarkt ab. Deutsche Klubs im Fußballsport können solche der Bundesliga, der 2. Bundesliga, der 3. Liga, der Regionalliga und der nachfolgenden Amateurligen sein. In einer Datenbank zu berücksichtigen sind hierbei Transferkonstellationen, die jeweils alle Möglichkeiten der Spielerabgabe und der Spieleraufnahme abbilden. Da sich beim Wechsel eines Spielers die Transferzahlung immer insbesondere auch entsprechend der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der Verhandlungsmacht und des Verhandlungsgeschicks des aufnehmenden sowie des abgebenden Klubs einstellt, ist eine Klassifizierung, die eben diese Kriterien über die Ligenzugehörigkeit grob greift, eine Grundvoraussetzung für die Vergangenheitsanalyse. In das Modell fließen dadurch unter anderem Nutzenüberlegungen aus Käufer- und Verkäufersicht ein. Position Spieler: Ein wesentlicher preisbildender Faktor bei der Spielerbewertung ist die Position eines Spielers im Team. Torjäger scheinen grundsätzlich mehr wert zu sein als Verteidiger. Eine Klassifizierung ist hinsichtlich der Position eines Spielers im Team beliebig tief möglich. Für den Fußballsport bietet sich mindestens eine grundlegende Differenzierung in Torhüter, Abwehr-, Mittelfeld- und Angriffsspieler an. Alter Spieler: Ein weiterer wesentlicher preisbildender Faktor ist das Alter des zu bewertenden Spielers. Während Spieler jüngeren Alters eine längere „Restnutzungsdauer“ aufweisen und Entwicklungspotenziale bergen können, die im Team und für künftige Transfers Nutzensteigerungen erwarten lassen, mögen für Spieler höheren Alters die Risikokomponenten der Sportinvalidität, der Grenze der physischen Leistungsfähigkeit und der persönlichen Motivation andere, tendenziell höhere Ausprägungen annehmen, als dies bei jüngeren Spielern der Fall ist. Die Klasseneinteilung könnte differenzieren nach Spieler < 23 Jahre; < 25 Jahre; < 28 Jahre, < 30 Jahre; < 35 Jahre; > 35 Jahre, wobei diese Differenzierung beliebig erweiterbar ist. Die Altersgrenzen < 23 Jahre und < 28 Jahre rekursieren auf die im Fußballsport zu entrichtenden Ausbildungs- und Förderungsentschädigungs- Zahlungen. Laufzeit Vertrag: Der entscheidende preisbildende Faktor für einen Klub ist seit dem Einschnitt durch das „Bosman-Urteil“ und die daraus resultierenden Veränderungen der Transferbestimmungen, wie lange der zu bewertende Spieler noch an der Verein gebunden ist, weil Transferzahlungen nach Ablauf des Vertrags nicht mehr geleistet werden müssen und der Nutzenzufluss aus dem Einsatz im Team bzw. dem Transfer auf die Vertragslaufzeit beschränkt ist. Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 684 Albert Galli684 Transferpreis: Berücksichtigung finden nur die Transferpreise, die vom aufnehmenden an den abgebenden Klub gezahlt wurden. Sonstige Zahlungen zur Realisierung des Transfers, im Rahmen von Nebenabreden zum Vertrag, der dem Verband oder Ligenveranstalter vorliegt, seien es Zahlungen an Spieler oder an sonstige Dritte, können mangels Informationstransparenz nicht berücksichtigt werden. Entsprechend der genannten Klassenkriterien ist eine Datenbank auf- und für die jeweiligen Kriterien beliebig ausbaubar, die eine Vielzahl realisierter Transferzahlungen bereithält. In jeder Klasse kann die minimal, die durchschnittlich und die maximal geleistete Transferzahlung in der Vergangenheit analysiert und wiedergegeben werden. Hierbei ist zu überlegen, ob Transferzahlungen für absolute Starspieler unmittelbar in die Datenbank und insbesondere in die Ermittlung der durchschnittlichen Transferzahlung pro Klasse einfließen sollen, da sie das Ergebnis unter Umständen verfälschen würden. Ein gesonderter Vermerk wäre denkbar. Der Aufbau einer solchen Datenbank, in der realisierte Transferzahlungen, im Sinne von Transferpreisen, nach den vorgenannten Kriterien klassifiziert und analysiert werden, ist in Abbildung 2 veranschaulicht. Alleine durch das Vorliegen einer Datenbank entsprechend Schritt 1 können die Zwecke, die mit einer Spielerbewertung verfolgt werden, nicht erreicht werden, da es sich lediglich um historische Daten handelt, die in der Entscheidungssituation unter Umständen wertlos sind. Erst durch einen zweiten und dritten Schritt, einer Anpassung der historischen Daten um Marktentwicklungen bis zum Entscheidungszeitpunkt sowie einer Berücksichtigung individueller Aspekte des zu bewertenden Spielers, erhalten diese Daten Aussagekraft. Alter Spieler < 23 ... Alter Spieler < ... ... VertragsLZ 1 Jahr VertragsLZ 2 Jahre... VertragsLZ 1 Jahr ... min max min max ... min max ... Transferkonstellation: ... ... Bundesliga - Bundesliga Position Spieler: ... ... Tor Abwehr ... ... Mittelfeld ... ... Angriff ... ... Transferkonstellation: ... ... Bundesliga - 2. Bundesliga Position Spieler: ... ... Tor Abwehr ... ... Mittelfeld ... ... Angriff ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Abb.2: Datenbankausschnitt – Klassifizierung und Analyse realisierter Transferzahlungen Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 685 68539 Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport 39.4.2 Anpassung realisierter Transferzahlungen an die Marktentwicklung Die Preisentwicklung auf dem Markt für Spieler wird immer eine Abhängigkeit von der Ertragssituation des Gesamtmarktes aufweisen. Grundsätzlich werden für Spieler Transfer- und Gehaltszahlungen geleistet, wobei zu beachten ist, dass Transferzahlungen nur für solche Spieler anfallen, die aus laufenden Verträgen „herausgekauft“ werden. Anhand veröffentlichten Zahlenmaterials der DFL GmbH geht hervor, dass im Fußballsport Steigerungen der Aufwandskategorien Personal und Transfer immer in Abhängigkeit zu Steigerungen der gesamten Erträge zu sehen sind. Abbildung 3 verdeutlicht diesen Zusammenhang. Die Verbände und Ligen verfügen zudem über Detailinformationen, wie sich das Transfergeschehen und die Transferzahlungen im Zeitablauf entwickelt haben. Ausgangsbasis für eine Abbildung der Marktentwicklung ist eine Analyse der Entwicklung der durchschnittlichen Transferzahlungen, vor dem Hintergrund der Erlössituation, die unter Umständen auch eine strukturierte Erlösbetrachtung mit einschließt. Bei einer solchen strukturierten Erlösbetrachtung sollten insbesondere TV-Erlöse gesondert beleuchtet werden. Aufgrund dieser Analyse kann bei dieser hinreichenden Korrelation eine Fortschreibung historischer Transferzahlungen über die Marktentwicklung, gestützt auf die Entwicklung der Erlössituation der Klubs, vorgenommen werden. Aus den Erkenntnissen dieser Analyse können zweckentsprechend Inflations- bzw. Deflationsfaktoren abgeleitet werden. In Schritt 1 wurden klassenspezifisch abgegrenzte durchschnittliche, minimale und maximale Transferpreise anhand tatsächlich geleisteter historischer Transferzahlungen ermittelt. Durch Gewichtung mit Inflations- bzw. Deflationsfaktoren werden diese Ver- 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 99/00 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11 Betrag in Mio. € Spielzeit Gesamtertrag Aufwand Personal und Transfer Abb.3: Entwicklung Gesamtertrag sowie Personal- und Transferaufwand der Fußball-Lizenzligen in Deutschland (Bundesliga und 2. Bundesliga) von 1999 bis 2010 (DFL, 2003, 8, 14; DFL 2005, 15, 23; DFL, 2008, 166, 167; DFL, 2012, 50, 51) Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 686 Albert Galli686 gangenheitsdaten an die Marktentwicklung und damit an die Entscheidungssituation zum Bewertungsstichtag angepasst. Nach diesem zweiten Schritt liegen nun Transferpreise im Sinne von Vergleichspreisen vor, die die Marktentwicklung bis zum Entscheidungszeitpunkt berücksichtigen. Individuelle Aspekte des zu bewertenden Spielers sind jedoch noch nicht in das System integriert. Auch wenn es sich bis hierhin um entscheidungsrelevante Daten, im Sinne von Referenzgrößen, handeln mag, die für Transferverhandlungen genügen mögen, erlauben sie noch keine individuelle Wertableitung für die relevanten Zwecke einer finanziellen Spielerbewertung im Rahmen dieses Beitrags. Hierfür ist Schritt 3 unabdingbar. 39.4.3 Berücksichtigung individueller Aspekte des zu bewertenden Spielers Im dritten Schritt werden zur Ermittlung des Spielerwerts individuelle Aspekte des zu bewertenden Spielers durch Zu- und Abschläge auf die marktbereinigten durchschnittlichen Transferpreise berücksichtigt. Individuelle Aspekte des Spielers können in mehrfacher Weise in das System integriert werden. Aus der sportlichen Perspektive müssen zum einen die Erfahrung bzw. die Entwicklung des Spielers, zum anderen aber auch seine altersbedingten Ausfallrisiken betrachtet werden. Da im Sport, als einem Teil der Entertainment-Industrie, immer mehr individuelle Vermarktungspotenziale sowie insbesondere mediale und daraus abgeleitete sonstige Sympathiefaktoren eine Rolle spielen, könnte auch diese Perspektive in Bewertungsüberlegungen einfließen. Unterstellt man rationales Verhalten, ist davon auszugehen, dass, wenn auch oft intuitiv, eine Abwägung der Chancen und Risiken bei der Festlegung tatsächlich geleisteter historischer Transferzahlungen hinsichtlich der sportlichen Perspektive aber auch hinsichtlich individueller Vermarktungspotenziale und Sympathiefaktoren stattgefunden hat. Nach Schritt 2 liegen dann durchschnittliche, an die Marktentwicklung bis zum Entscheidungszeitpunkt angepasste, Transferpreise vor, in die diese Chancen und Risiken eingepreist sind. Signifikant vom Durchschnitt abweichende und deswegen in besonderem Maß wertbeeinflussende Kriterien zur Berücksichtigung individueller Aspekte des Spielers können in die Wertfindung durch Zu- und Abschläge einfließen. Sie sollen hier nur kurz skizziert werden: Erfahrung und Entwicklung des Spielers: Die Erfahrung und Entwicklung eines Spielers, als Indiz für seine Qualität, können anhand einfach aufbereiteter Daten zu bestimmten Kriterien dokumentiert werden. Solche Daten werden im professionellen Teamsport unter anderem von den Scouts der Klubs oder von externen Scouts gesammelt, nach standardisierten Vorgaben systematisiert und, falls die Kriterien Vergleiche zwischen Spielern erlauben, bewertet. Neben persönlichen Daten anhand des Lebenslaufes, unter Angabe der Nationalität, werden vor allem vertragsspezifische und sportliche Kriterien beleuchtet. Hierzu zählen die bisherigen Einsätze des Spielers, bezogen sowohl auf die Klubs als auch auf die Spielklassen, die nationalen und internationalen Wettbewerbe und die Auswahlteams, in denen der Spieler zum Einsatz gekommen ist. Ferner werden die Laufzeit seines aktuellen Vertrags und transferrelevante Vertragsinhalte, unter anderem festgeschriebene Transferzahlungen bei Vertragsauflösung, festgehalten. Daneben werden die Spielposition, besondere motorische Fähigkeiten, wie beidfü- ßiges oder beidhändiges Schuss- bzw. Wurfvermögen, technisches und taktisches Spielverhalten sowie zwischenmenschliches Verhalten, konditioneller Zustand so- Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 687 68739 Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport wie Formverlauf und Verletzungsgeschichte in der Vergangenheit, bei Feldspielern natürlich auch die Torgefährlichkeit, systematisiert und, soweit möglich, mittels eines Punktbewertungsmodells bewertet. Entsprechende Zu- bzw. Abschläge auf die marktbereinigten durchschnittlichen Transferpreise in jeder Klasse können auf Basis solcher Kriterien vorgenommen werden. Altersbedingte Ausfallrisiken: Spieler unterliegen mit zunehmendem Alter einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit. Aus einer denkbaren Parallelität mit der versicherungsmathematischen Kalkulation von Risiken im Bereich der Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung können individuelle Risikoaspekte des Spielers in das System integriert werden. Bei der Klassifizierung in Schritt 1 wurde neben der Transferkonstellation, der Position des Spielers und der Laufzeit des Vertrags insbesondere auch das Alter des Spielers berücksichtigt. Anhand der Verletzungsgeschichte des Spielers ist zu überprüfen, ob und mit welcher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, dass der zu bewertende Spieler von folgenden möglichen Kriterien abweicht, die gerade die durchschnittlichen an die Marktentwicklung bis zum Entscheidungszeitpunkt angepassten Transferpreise mit prägend beeinflussen: – Mittlere einjährige Nutzung: Mit dieser Größe mit kurzfristigem Fokus wird am Maßstab der Summe der Spiele einer Saison abgebildet, für wie viele Spiele der durchschnittliche Spieler bestimmten Alters im Lauf einer Saison aufgrund physischer Kriterien prinzipiell zur Verfügung steht. – Mittlere Restnutzungsdauer des Spielers: Hierbei wird eine Abgangsordnung für den durchschnittlichen Spieler bestimmten Alters ermittelt, die auf Berufsunfähigkeit abstellt. Insbesondere die mittlere Restnutzungsdauer des Spielers ist durch verbandliches Datenmaterial unschwer statistisch ermittelbar. Ausgehend von den marktbereinigten durchschnittlichen Transferpreisen in jeder Klasse, gegebenenfalls korrigiert um Aspekte hinsichtlich der Erfahrung und Entwicklung des Spielers, können individuelle altersbedingte Ausfallrisiken durch Zu- und Abschläge berücksichtigt werden. Vermarktungspotenziale, Sympathiefaktoren und sonstige strategische Aspekte: Da Sport als Teil der Entertainment-Industrie zu verstehen ist, schließt die Transferpolitik der Klubs zunehmend auch Transfers ein, die strategische Aspekte berücksichtigen. Solche strategischen Transfers stellen bisweilen vordergründig auf das abgeleitete Zuschauer-, Käufer-, Sponsoring-, Werbe- und insbesondere Medieninteresse ab. Sie sollen aber bisweilen auch der Schwächung des Mitbewerbers in der Liga dienen und nicht ausschließlich eine Erhöhung der sportlichen Leistungsfähigkeit des aufnehmenden Klubs bewirken. Im Mittelpunkt für Überlegungen hinsichtlich Zu- oder Abschlägen auf die marktbereinigten durchschnittlichen Transferpreise in jeder Klasse stehen hierbei individuelle Vermarktungspotenziale des Spielers, die sich insbesondere anhand zusätzlicher Verkäufe von Trikots mit dem Namenszug des Spielers operationalisieren und plausibilisieren lassen. Mediale und oft daraus abgeleitete sonstige Sympathiefaktoren des Spielers, die sich auf die Perzeption des Klubs durch Medien, Zuschauer, Fanartikelkäufer sowie Sponsoring- und Werbepartner richten, werden Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 688 Albert Galli688 demgegenüber ebenso schwer operationalisier- und plausibilisierbar sein, wie die gezielte Schwächung des Mitbewerbers. Derartige Überlegungen müssen aber für interne Steuerungszwecke bei der Transferpolitik des Klubs ebenso berücksichtigt werden, wie die seit jeher gestellte Frage, ob der Spieler aus zwischenmenschlichen Erwägungen in das Mannschaftsgefüge passt. Im Rahmen einer objektivierten individuellen Spielerbewertung können sie keine Berücksichtigung finden. Weitere Kriterien und Detaillierungsgrade innerhalb der aufgezeigten Kriterien zur Berücksichtigung individueller Aspekte des zu bewertenden Spielers sind grundsätzlich nahezu beliebig ergänzbar, können aber Systematisierungs-, Operationalisierungs- und Plausibilisierungsprobleme mit sich bringen. Technisch lassen sich diese individuellen Aspekte, wie im Market-Approach auch ansonsten üblich, durch Zu- bzw. Abschläge auf die nach Schritt 2 ermittelten, an die Marktentwicklung angepassten klassenspezifischen Transferpreise abbilden. Dem Vorwurf der Subjektivität des Bewertenden ist durch entsprechend plausible und auch für Dritte nachvollziehbare Annahmen und Prämissen zu begegnen, um dem Ziel einer objektivierten Spielerbewertung nicht entgegenzulaufen. 39.5 Fazit Immaterielle Vermögenswerte stellen in entwickelten Wirtschaften die oft entscheidenden Werttreiber im Leistungserstellungsprozess dar. Für die Unternehmensführung weniger Branchen scheinen sie derart relevant zu sein, wie für den professionellen Teamsport. Der Leistungserstellungsprozess ist dort in besonderer Weise gekennzeichnet, wenn nicht determiniert, durch immaterielle Vermögenswerte. Im Teamsport sind insbesondere direkte oder abgeleitete Rechte von besonderer Bedeutung, die auf arbeitsvertraglichen oder mitgliedschaftlichen Regelungen beruhen. Sie erlauben es dem Klub, künftigen Nutzen zu generieren, indem Spieler im Team eingesetzt und gegebenenfalls an einen anderen Klub transferiert werden können. Ziel des Beitrages war es, ausgehend von der spielerbezogenen Problematik immaterieller Vermögenswerte im professionellen Teamsport, die Relevanz für eine individuelle finanzielle Spielerbewertung aufzuzeigen und die Konzeption eines Ansatzes vorzustellen. Die Frage nach einem objektiviert ermittelten individuellen finanziellen Wert für einen Spieler ist schwer zu beantworten. Zum einen vereinigt der Spieler individuelle Qualitäten, Qualifikationen und Motivationsaspekte in sich, die als Kombination seiner psychologischen, psycho-sozialen und physiologischen Faktoren in einen Entwicklungsprozess eingebracht und im Rahmen dessen weiter auf- und ausgebaut werden. Zum anderen besteht in komplexen Teamsportarten, wie zum Beispiel Fußball, Handball, und Eishockey, anders als etwa beim Baseball, eine unmittelbare Abhängigkeit der Teammitglieder untereinander, die schon eine individuelle sportliche Leistungsbewertung zusätzlich erschwert. Alle Spieler sowie das Management tragen gemeinsam zur Erstellung eines sportlichen und daraus abgeleiteten finanziellen Teamprodukts bei. Dieser finanzielle Wertbeitrag wird insbesondere durch Vermarktungsaspekte, die mit sportlichen Leistungen korrespondieren, zusätzlich beeinflusst. Eine aus dem Teamprodukt abgeleitete Ermittlung des individuellen finanziellen Wertbeitrags des einzelnen Spielers am finanziellen Erfolg des Klubs ist aber faktisch nicht möglich. Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 689 68939 Marktgestützte finanzielle Spielerbewertung im Teamsport Da das Teamprodukt nicht auf den einzelnen Spieler allokierbar ist, eignet sich der Income-Approach nicht für eine individuelle finanzielle Bewertung der Spieler im Teamsport. Auch beim Cost-Approach können teilweise schwerwiegende Probleme bei der Wertableitung eintreten. Insbesondere vermag der Cost-Approach vielleicht einzelne Aspekte, nicht aber die Summe der individuellen Qualitäten des Spielers, in das System zu integrieren. Den möglichen verbleibenden Lösungsweg stellt eine auf Markttransaktionen gestützte Wertableitung dar. Für eine derartige marktgestützte Ableitung objektivierter individueller finanzieller Spielerwerte wurden die notwendigen Schritte aufgezeigt: In einem ersten Schritt erfolgt eine Klassifizierung und Analyse realisierter Transferzahlungen, im Sinne von Transferpreisen, und deren Erfassung in einer Datenbank. Der zweite Schritt passt diese aufbereiteten Transferpreise aus der Vergangenheit um Marktentwicklungen bis zum Entscheidungszeitpunkt an und im dritten Schritt werden zur Ermittlung des Spielerwerts individuelle Aspekte des zu bewertenden Spielers durch Zu- und Abschläge auf die marktbereinigten Transferpreise berücksichtigt. Literatur- und Quellenverzeichnis BFH Urteil vom 26.08.1992, I R 24/91, BFHE 169, 163, BStBl II 1992, 977 ff. BFH Urteil vom 14.12.2011, I R 108/10, DStR 2012, 229 ff. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Die wirtschaftliche Situation im Lizenzfußball, Frankfurt am Main 2003. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Die wirtschaftliche Situation im Lizenzfußball 2005, Frankfurt am Main 2005. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Bundesliga Report 2008, Frankfurt am Main 2008. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Bundesliga Report 2012, Frankfurt am Main 2012. EuGH-Urteil Rs. C-415/93 vom 15. 12.1995, abgedruckt in: EuZW, 1996, S. 82 ff. Galli, A.: Das Rechnungswesen im Berufsfußball, Düsseldorf 1997. Galli, A.: Individuelle finanzielle Spielerbewertung im Teamsport, in: Finanzbetrieb 2003, S.810–820. Götz, J.: Realoptionsbasierte Bewertung von Investitionen im Profifußball, in: Sigloch. J./Klimmer, C. (Hrsg.): Unternehmen Profifußball, Wiesbaden 2001, S. 103–135. Lev, B.: Intangibles: Management, Measurement and Reporting. Washington 2001. UEFA: UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay, Nyon 2010.

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

"Das vorliegende Handbuch [...] gibt eine exzellente Orientierung für modernes und professionelles Sportmanagement [...]"

Wolfgang Niersbach

Präsident des Deutschen Fußball-Bundes

Immer weiter reichende ökonomische Aktivitäten und damit verbundene Risiken - Entscheidungsträger im professionellen Sport müssen nicht nur ihren Partnern aus der Wirtschaft auf gleicher Augenhöhe begegnen, sie müssen vielmehr die Klubs und deren Tochtergesellschaften bzw. die Organisationseinheiten um Einzelsportler in entsprechender Weise ausrichten und leiten, um den sportlichen vor allem aber den ökonomischen Wettbewerb erfolgreich bestreiten zu können.

Dieses umfassende Handbuch liefert Ihnen Lösungen zu den zentralen Fragen im professionellen Sportmanagement - es stellt die wesentlichen Ansatzpunkte für die unternehmerische Führung und die dafür notwendigen Grundlagen aus Betriebswirtschaftslehre, Steuern und Recht vor.

Vor allem am Beispiel des aus der ökonomischen Perspektive am weitesten entwickelten professionellen Fußballsports richtet sich dieses praxisorientierte Nachschlagewerk insbesondere an Verantwortliche in Klubs - Vereinsvorstände, Organe der Kapitalgesellschaften, Leiter der betriebswirtschaftlichen Bereiche und deren Mitarbeiter -, natürlich aber auch an Einzelsportler und ihre Berater sowie an Kapitalgeber, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Studierende.

Über die Autoren und Herausgeber

Das Handbuch "Sportmanagement" ist ein Gemeinschaftswerk von ausgewiesenen Praktikern, die über langjährige Erfahrungen im professionellen Sport verfügen. Es wird herausgeben von Prof. Dr. Albert Galli, Prof. Dr. Vera-Carina Elter, Prof. Dr. Dr. h.c. Rainer Gömmel, Wolfgang Holzhäuser und Wilfried Straub.

"(...) Wenn das Buch auf den ersten Blick den Eindruck erweckt, es befasse sich nur mit dem Profisport, so ist das ein falscher Eindruck. Da es sich in allen Teilbereichen um einen professionellen Umgang mit dem Sport bemüht, ist es bestimmt auch für den "normalen" Vereinsführer ein hilfreiches Werk. Hilfreich ist auch die klare Gliederung in kurze Artikel zu Teilbereichen."

In: Der Budoka 12/2002, zur 1. Auflage