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Albert Galli, Werner Möglich, Die Regelungen des Ligaverbandes zur Klublizenzierung – Verfahren, finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung in:

Albert Galli, Vera-Carina Elter, Rainer Gömmel, Wolfgang Holzhäuser, Wilfried Straub (Ed.)

Sportmanagement, page 208 - 223

2. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-3678-5, ISBN online: 978-3-8006-4613-5, https://doi.org/10.15358/9783800646135_208

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Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 201 Die Regelungen des Ligaverbandes zur Klublizenzierung – Verfahren, finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung von Albert Galli und Werner Möglich Inhaltsverzeichnis 14.1 Vorbemerkung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202 14.2 Klublizenzierung für die Teilnahme an den nationalen Wettbewerben der Bundesliga und der 2. Bundesliga . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 14.2.1 Verfahren und Verfahrensbeteiligte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 14.2.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 14.2.2.1 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung vor der Spielzeit . . 203 14.2.2.1.1 Finanzielle Kriterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 14.2.2.1.2 Finanzberichterstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207 14.2.2.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung während der Spielzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209 14.2.2.2.1 Finanzielle Kriterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209 14.2.2.2.2 Finanzberichterstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211 14.3 Klublizenzierung für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben der UEFA. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212 14.3.1 Verfahren und Verfahrensbeteiligte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212 14.3.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212 14.3.2.1 Finanzielle Kriterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212 14.3.2.2 Finanzberichterstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213 14.4 Fazit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215 Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 202 14.1 Vorbemerkung Für die Rechnungslegung nichtwirtschaftlicher gemeinnütziger Vereine in Deutschland existiert kein Sonderrecht und die gesetzlichen Vorschriften sind nicht auf externe Rechnungslegung, Prüfung und Publizität hin ausgerichtet. Der Deutsche Fußball- Bund (DFB) kodifizierte deshalb seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in einem national und international beachteten Regelungswerk unter anderem die Anforderungen an die Rechnungslegung und die Prüfung der Vereine im Rahmen des jährlich wiederkehrenden Lizenzierungsverfahrens für die Teilnahme der Mannschaften an den Berufsfußball-Ligen. Mit Gründung des Ligaverbandes „Die Liga Fußball- Verband e.V.“ im Jahr 2000 wurde der Betrieb der Bundesliga und der 2. Bundesliga aus dem DFB ausgegliedert und neu organisiert. Das Lizenzierungsverfahren wird seitdem durch den Ligaverband getragen und in der Tradition des DFB konsequent fortentwickelt. Die Lizenzierungsordnung (LO) des Ligaverbandes (DFL, 2011 a) regelt die Rechte, Pflichten und Zuständigkeiten der am Lizenzierungsverfahren beteiligten Parteien – Ligaverband, DFL, Lizenzbewerber für die Bundesliga und die 2. Bundesliga sowie Lizenzbewerber für die UEFA-Klubwettbewerbe. In der Lizenzierungsordnung finden sich Regelungen, die insbesondere auch die Anforderungen an die Rechnungslegung und Prüfung beschreiben. Die jüngsten Änderungen an der Lizenzierungsordnung des Ligaverbandes wurden Anfang Dezember 2011 vorgenommen. Anpassungen erfolgten hierbei insbesondere im Hinblick auf die UEFA-Regelungen zur Klublizenzierung. Die Lizenzierungsordnung enthält nunmehr gesonderte Regelungen für die Teilnahme an den nationalen Wettbewerben der Bundesliga und der 2. Bundesliga sowie für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben der UEFA. Der Ligaverband verfolgt mit dem Lizenzierungsverfahren eine Reihe von Zielen (DFL, 2011 a, 3). Grundsätzlich geht es darum, den Liga-Spielbetrieb für die jeweils kommende Spielzeit, wie auch längerfristig zu sichern, zuverlässig planen und durchführen zu können, die Stabilität sowie die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit der Lizenznehmer auch für andere nationale und internationale Wettbewerbe gewährleisten zu helfen, die Integrität des Wettbewerbs zu erhöhen, Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit auszubauen, Management- und Finanzstrukturen zu fördern, das öffentliche Image und die Vermarktung der Liga wie auch der Lizenznehmer zu fördern und zu sichern, dass sie stabile Bestandteile unserer Gesellschaft, zuverlässige Partner des Sports und der Wirtschaft sind. Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 203 20314 Klublizenzierung des Ligaverbandes 14.2 Klublizenzierung für die Teilnahme an den nationalen Wettbewerben der Bundesliga und der 2. Bundesliga 14.2.1 Verfahren und Verfahrensbeteiligte Die Regelungen zum Lizenzierungsverfahren sind ein Katalog an Anforderungen des Ligaverbandes an die Klubs hinsichtlich der Kriterien für die Lizenzvergabe sowie hinsichtlich des Nachweises, dass diese Kriterien von den Lizenzbewerbern eingehalten werden. Diese Anforderungen werden laufend fortentwickelt und sind in der Lizenzierungsordnung des Ligaverbandes niedergelegt, die auf der Satzung, den Ordnungen und Richtlinien des Ligaverbandes, weitergehender Verträge des Ligaverbandes mit der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH und mit dem DFB sowie auf der Satzung des DFB basiert. Der Ligaverband ist Lizenzgeber, die Vereine und Kapitalgesellschaften sind Lizenzbewerber. Klubs, die sich um die Teilnahme an den Wettbewerben der Bundesliga bzw. der 2. Bundesliga bewerben, werden zu diesen nur zugelassen, wenn sie das Lizenzierungsverfahren erfolgreich absolviert haben und ihnen die Lizenz erteilt wurde. Die Überprüfung, ob die Kriterien für die Lizenzvergabe von den Lizenzbewerbern eingehalten werden, obliegt im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens der Tochtergesellschaft des Ligaverbandes, der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH. Entscheidungsinstanzen sind die Geschäftsführung der DFL, der Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes sowie der Vorstand des Ligaverbandes. Vom Ligaverband definierte Mindestkriterien aus sportlicher, rechtlicher, personeller und administrativer, infrastruktureller und sicherheitstechnischer, spielorganisatorischer, medientechnischer sowie finanzieller Perspektive werden von der DFL bei der Beurteilung herangezogen (DFL, 2011 a). 14.2.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung Das Konzept des Lizenzierungsverfahrens des Ligaverbandes aus der finanziellen Perspektive besteht dem Grundsatz nach in unveränderter Form seit vielen Jahren und hat sich auch nach der Zulassung von Kapitalgesellschaften zum Spielbetrieb in den Berufsfußballigen nicht wesentlich geändert. Die auf Basis der Verbandsautonomie erlassenen Bestimmungen zur Finanzberichterstattung orientierten sich am Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (jeweils mit einem Überblick: Galli, 1996; Galli, 1998; Galli/Ellrott, 2000). 14.2.2.1 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung vor der Spielzeit 14.2.2.1.1 Finanzielle Kriterien Nachstehende Kriterien bilden aus finanzieller Sicht den Kern des nationalen Lizenzierungsverfahrens vor der Spielzeit (Im Folgenden insbesondere Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 1–10)): Der Lizenzbewerber muss durch vergangenheitsbezogene Jahres-/Zwischenabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen nachweisen, dass er die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit besitzt, um seinen Spielbetrieb in Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 204 Albert Galli und Werner Möglich204 der kommenden Spielzeit jederzeit aufrechterhalten zu können. Der Fokus richtet sich auf die Liquiditätssituation des Lizenzbewerbers, die anhand der Bilanz zum 31.12.t-1 sowie der Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen für die Zeiträume 01.01.t bis 30.06.t und 01.07.t bis 30.06.t+1 analysiert wird (t = aktuelles Jahr, in dem das Lizenzierungsverfahren stattfindet) (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 2–4)). Für die Beurteilung der Liquiditätssituation erfolgt eine Liquiditätsberechnung nach folgendem Grundschema: Liquiditätsberechnung Wertpapiere, Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 31.12.t-1 – Verfügungsbeschränkungen + Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.12.t-1 – Forderungen und sonst. VG 31.12.t-1, die nach dem 30.06.t+1 fällig werden – Rückstellungen 31.12.t-1 + Rückstellungen 31.12.t-1, die nach dem 30.06.t+1 fällig werden – Verbindlichkeiten 31.12.t-1 + Verbindlichkeiten 31.12.t-1, die nach dem 30.06.t+1 fällig werden = Zwischensumme 1 +/– Überschuss/Fehlbetrag Plan-GuV 01-06 / t + Abschreibungen Plan-GuV 01-06 / t + Auflösung ARAP Plan-GuV 01-06 / t – Auflösung PRAP Plan-GuV 01-06 / t +/– Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit Plan-GuV 01-06 / t +/– Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit Plan-GuV 01-06 / t +/– Korrekturen Plan-GuV 01-06 / t durch Ligaverband = Zwischensumme 2 +/– Überschuss/Fehlbetrag Plan-GuV 07 / t – 06 / t+1 + Abschreibungen Plan-GuV 07 / t – 06 / t+1 + Auflösung ARAP Plan-GuV 07 / t – 06 / t+1 – Auflösung PRAP Plan-GuV 07 / t – 06 / t+1 +/– Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit Plan-GuV 07 / t – 06 / t+1 +/– Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit Plan-GuV 07 / t – 06 / t+1 +/– Korrekturen Plan-GuV 07 / t – 06 / t+1 durch Ligaverband Spielzeitübergreifende Liquiditätseffekte: + Revolvierender Kredit (50% von 1/12 Personalaufwand Spielzeit t / t+1 (Summe Plan-GuV 6.)) + 100% des im PRAP der Bilanz zum 30.06.t-1 ausgewiesenen Wertes für Tickets = Liquidität zum 30.06.t+1 Abb.1: Liquiditätsberechnung (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011b, 2)) Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 205 20514 Klublizenzierung des Ligaverbandes Bei der Beurteilung der Liquiditätssituation wird annahmegemäß insbesondere zugrunde gelegt, dass sämtliche durch den Lizenzbewerber geplanten Aufwendungen und Erträge auch zu den entsprechenden Mittelabflüssen bzw. Mittelzuflüssen bis zum 30.06.t+1 führen und dass alle Verträge während und auch nach der zu lizenzierenden Spielzeit vom Lizenzbewerber und dessen Vertragspartnern vertragsgemäß erfüllt werden (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 2–4), auch mit weitergehenden Grundsätzen für die Liquiditätsberechnung). Im Hinblick auf die Lizenzerteilung sind folgende Situationen zu unterscheiden: Weist der Lizenzbewerber nach, dass seine Liquiditätssituation ihm erlaubt, seinen Spielbetrieb in der kommenden Spielzeit jederzeit aufrechterhalten zu können (Positive Liquidität zum 30.06.t+1), wird ihm die Lizenz durch den Ligaverband erteilt (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 7)). Zeigt sich nach der Beurteilung durch die DFL, dass die Liquiditätssituation des Lizenzbewerbers die Aufrechterhaltung seines Spielbetriebs nicht erlaubt (Vorläufig negative Liquidität zum 30.06.t+1), wird die Erteilung der Lizenz an Bedingungen geknüpft. Diese Bedingungen sollen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Lizenzbewerbers sicherstellen und richten sich insbesondere auf die Schließung einer festgestellten Liquiditätslücke vor der Spielzeit. Vom Lizenzbewerber kann in diesem Zusammenhang insbesondere verlangt werden, eine Liquiditätsreserve als Guthaben auf einem Bankkonto des Ligaverbandes oder in Form einer Garantieerklärung eines Kreditinstituts (zu den Modalitäten hierzu: Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 5, 11)) zu stellen. – Weist der Lizenzbewerber insbesondere nach, dass er die Liquiditätslücke nach Maßgabe der gestellten Bedingungen schließen kann (Positive Liquidität zum 30.06.t+1), wird ihm die Lizenz durch den Ligaverband erteilt. – Nur, wenn der Lizenzbewerber die Liquiditätslücke nach Maßgabe der gestellten Bedingungen nicht schließen kann (Endgültig negative Liquidität zum 30.06. t+1), wird ihm die Lizenz durch den Ligaverband nicht erteilt ((Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit DFL, 2011b, 5, 7)). Wenn aus dem Jahres- bzw. Zwischenabschluss des Lizenzbewerbers zum 31.12.t-1 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag hervorgeht („negatives Vereinsvermögen/Eigenkapital“), wird der Lizenzbewerber durch eine Auflage (Kapitalauflage) verpflichtet, das Eigenkapital bis zum 31.12.t um einen bestimmten Prozentsatz zu verbessern. Der Prozentsatz für die Kapitalauflage leitet sich aus der Ligenzugehörigkeit in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten, siehe Tabelle auf nächster Seite, ab. Der Lizenzbewerber muss durch vergangenheitsbezogene Jahres-/Zwischenabschlussinformationen im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die Spielzeit t+1/ t+2 – also ein Jahr nach Auflagenerteilung – nachweisen, dass er die Kapitalauflage erfüllt hat. Hierzu erfolgt eine Gegenüberstellung des bilanziellen Eigenkapitals zum 31.12.t-1 mit dem bilanziellen Eigenkapital zum 31.12.t. Umstände, die zu au- ßerplanmäßigen Abschreibungen oder außerordentlichen Aufwendungen geführt haben, werden einer besonderen Prüfung und Bewertung unterzogen und gegebenenfalls eliminiert. Gelingt es dem Lizenzbewerber nicht, das Eigenkapital um den Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 206 Albert Galli und Werner Möglich206 Herleitung Prozentsätze für Kapitalauflage 31.12.t-1 31.12.t Prozentsatz der Verbesserung Lizenznehmer spielt… Bundesliga Bundesliga 10% Lizenznehmer spielt… 2. Bundesliga Bundesliga 10% Lizenznehmer spielt… 2. Bundesliga 2. Bundesliga 5% Lizenznehmer spielt… 3. Liga 2. Bundesliga 5% Lizenznehmer spielt… Bundesliga 2. Bundesliga keine Verschlechterung Abb: 2: Herleitung Prozentsätze Kapitalauflage (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011b, 9) geforderten Prozentsatz zu erhöhen oder verschlechtert sich die Eigenkapitalsituation weiter, wird der Auflagenverstoß mit einer Vertragsstrafe geahndet. Vorgesehen ist dafür ein abgestufter Katalog an Sanktionen, die von einer Geldstrafe bis hin zu einer Aberkennung von Gewinnpunkten reichen. Andere Entscheidungen über die Vergabe der Lizenz bleiben von der Kapitalauflage unberührt – die Lizenz für die Spielzeit t/t+1 wird unter Auflagen erteilt (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011b, 4–5, 7, 9), Anhang XII zur LO: Sanktionen (DFL, 2011 c, 1–2). Wenn aus dem Jahres- bzw. Zwischenabschluss des Lizenzbewerbers zum 31.12.t-1 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag hervorgeht („negatives Vereinsvermögen/Eigenkapital“) und/oder wenn die Erteilung der Lizenz an Bedingungen geknüpft ist, die sich auf die Schließung der festgestellten Liquiditätslücke vor der Spielzeit richten, wird der Lizenzbewerber durch eine Auflage (Auflage Planqualität) verpflichtet, das von ihm selbst vorgelegte Planergebnis für die zu lizenzierende Spielzeit auch zu realisieren. Ziel dieser Maßnahme ist es, Lizenzbewerber anzuhalten, ihre Planzahlen (das „Soll“) – insbesondere den Personalaufwand als größte Einzelposition – einzuhalten und deswegen im „Ist“ vorsichtiger und realistischer zu disponieren. Die relevanten Planzahlen – das Planergebnis und der Personalaufwand – basieren auf der Plan-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.07.t bis 30.06.t+1. Der Lizenzbewerber muss durch vergangenheitsbezogene Jahres-/Zwischenabschlussinformationen im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die Spielzeit t+1/t+2 – also ein Jahr nach Auflagenerteilung – nachweisen, dass er die Auflage Planqualität erfüllt hat. Hierzu erfolgt eine Gegenüberstellung des für die Spielzeit t/t+1 im Lizenzierungsverfahren geplanten Ergebnisses, das in der endgültigen Entscheidung des Ligaverbandes berücksichtigt wurde, mit dem Saisonergebnis, das sich tatsächlich eingestellt hat. Gelingt es dem Lizenzbewerber zwar nicht, das Planergebnis zu erreichen, wird aber der Planwert für den Personalaufwand unterschritten, wird dies nicht als Verstoß gegen die Auflage betrachtet. Ein Auflagenverstoß liegt nur dann vor, wenn das Planergebnis nicht erreicht und der Personalaufwand überschritten wurde. Der Auflagenverstoß wird mit einer Vertragsstrafe geahndet. Vorgesehen ist dafür eine Geldstrafe in Höhe von 10 % der negativen Abweichung des Planwertes zu dem Istwert Personalaufwand, maximal aber Geldstrafe in Höhe von 10%, bemessen an der negativen Abweichung des Saisonergebnisses vom Planergebnis. Von einer Vertragsstrafe wird jedoch abgesehen, wenn aus der Bilanz bzw. Zwischenbilanz zum 30.06.t, zum 31.12.t und zum 30.06.t+1 jeweils ein positives Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 207 20714 Klublizenzierung des Ligaverbandes Eigenkapital hervorgeht (Anhang XII zur LO nennt die Stichtage 30.06.t-1, 31.12.t-1 und 30.06.t und nimmt mit „t“ Bezug auf das Jahr, in dem nachzuweisen ist, dass die Auflage Planqualität erfüllt wurde. Demgegenüber wird im Rahmen dieses Beitrags mit „t“ Bezug auf das Jahr genommen, in dem das Lizenzierungsverfahren stattfindet. Die Auflage Planqualität wird in t im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens vor der Spielzeit ausgesprochen und der Nachweis, dass die Auflage erfüllt wurde, ist ein Jahr nach Auflagenerteilung in t+1 zu erbringen.). Andere Entscheidungen über die Vergabe der Lizenz bleiben von der Auflage Planqualität unberührt – die Lizenz für die Spielzeit t/t+1 wird unter Auflagen erteilt (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 4–5, 6, 10), Anhang XII zur LO: Sanktionen (DFL, 2011 c, 2)). Abbildung 3 fasst die finanziellen Kriterien vor der Spielzeit im Überblick zusammen. 14.2.2.1.2 Finanzberichterstattung Zum Nachweis, dass die Kriterien eingehalten werden, verlangt der Ligaverband weitreichende Unterlagen. Zum einen sind dies Jahres-/Zwischenabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen, in Abhängigkeit davon, ob das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr oder der Spielzeit entspricht, und zum anderen weitergehende Nachweise. Folgende Unterlagen sind einzureichen (Im Folgenden § 8 LO (DFL, 2011, 15–20), Anhang VII zur LO: Anforderungen an die Unterlagen und Nach- Lizenzierungsausschuss: Entscheidung über Erfüllung Bedingungen DFL/Lizenzierungsausschuss: Beurteilung Liquidität zum 30.06.t+1 Endgültig negative Liquidität zum 30.06.t+1 Bedingungen zum Nachweis positiver Liquidität zum 30.06.t+1 Vorläufig negative Liquidität zum 30.06.t+1 Bedingungen nicht erfüllt Bedingungen erfüllt Positive Liquidität zum 30.06.t+1 Keine Auflagen Gegebenenfalls Auflagen (Kapitalauflage/ Auflage Planqualität) Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist gegeben: Lizenz wird unter Auflagen erteilt Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist nicht gegeben: Lizenz wird nicht erteilt Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist gegeben: Lizenz wird erteilt Abb.3: Finanzielle Kriterien vor der Spielzeit (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011b, 7, 9–10), §11 LO (DFL, 2011a, 26–29), Anhang X zur LO: Kern-Prozess des Lizenzierungsverfahrens der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL, 2007). Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 208 Albert Galli und Werner Möglich208 weise für die Prüfung der finanziellen Kriterien (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) vor einer Spielzeit gemäß § 8 LO und deren Prüfung/prüferische Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer; Stichtag 31. Dezember t-1 (DFL, 2010 a)): Einzureichende Jahresabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen, falls das Geschäftsjahr des Lizenzbewerbers dem Kalenderjahr entspricht: – Bilanz zum 31.12.t-1, – Gewinn- und Verlustrechnungen für die vergangene Spielzeit (01.07.t-2 bis 30.06.t-1) und für die erste Hälfte der laufenden Spielzeit (01.07.t-1 bis 31.12.t-1), – Lagebericht, – Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen für die zweite Hälfte der laufenden Spielzeit (01.01.t bis 30.06.t) und für die kommende Spielzeit (01.07.t bis 30.06.t+1), – Bericht eines Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie über Feststellungen aus der Erweiterung des Prüfungsauftrags bezüglich der Plan- Gewinn- und Verlustrechnung; Zusammenfassung der Ergebnisse der Prüfung in einem Bestätigungsvermerk (Zu den Einzelheiten: Anhang VII zur LO: Anforderungen an die Unterlagen und Nachweise für die Prüfung der finanziellen Kriterien (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) vor einer Spielzeit gemäß §8 LO und deren Prüfung/prüferische Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer; Stichtag 31. Dezember t-1 (DFL, 2010 a, 1–4)). Lizenzbewerber aus der 3. Liga müssen die hier aufgeführten Unterlagen einreichen, auch wenn bei ihnen das Geschäftsjahr der Spielzeit entspricht. Einzureichende Zwischenabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen, falls das Geschäftsjahr des Lizenzbewerbers der Spielzeit entspricht: – Bilanz zum 31.12.t-1, – Gewinn- und Verlustrechnungen für die vergangene Spielzeit (01.07.t-2 bis 30.06.t-1) und für die erste Hälfte der laufenden Spielzeit (01.07.t-1 bis 31.12.t-1), – Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen für die zweite Hälfte der laufenden Spielzeit (01.01.t bis 30.06.t) und für die kommende Spielzeit (01.07.t bis 30.06.t+1), – Bericht eines Wirtschaftsprüfers über die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses sowie über die Feststellungen aus der Erweiterung des Auftrags über die prüferische Durchsicht bezüglich der Plan- Gewinn- und Verlustrechnung; Zusammenfassung der Ergebnisse der prüferischen Durchsicht in einer Bescheinigung (Zu den Einzelheiten: Anhang VII zur LO: Anforderungen an die Unterlagen und Nachweise für die Prüfung der finanziellen Kriterien (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) vor einer Spielzeit gemäß § 8 LO und deren Prüfung/ prüferische Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer; Stichtag 31. Dezember t-1 (DFL, 2010 a, 4–8)). Weitere vom Lizenzbewerber einzureichende Unterlagen: – Eine Liste an 13 rechtsverbindlichen schriftlichen Erklärungen und Nachweisen gem. §8 Ziffer 2 LO, unter anderem: – Eine Darstellung, welche Beteiligungen am Lizenzbewerber gehalten werden und welche Beteiligungen der Lizenzbewerber selbst an anderen Gesellschaften, insbesondere an Vermarktungsgesellschaften, hält. – Eine Erläuterung von Ereignissen mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung, die nach dem Stichtag des Jahres- bzw. Zwischenabschlusses eingetreten sind Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 209 20914 Klublizenzierung des Ligaverbandes und negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lizenzbewerbers haben können. – Bestätigungen bzw. Bescheinigungen eines Wirtschaftsprüfers, dass beim Lizenzbewerber – zum 31.03.t keine überfälligen Verbindlichkeiten gegenüber anderen Fußballklubs bestanden, die vor dem 31.12.t-1 aus Spielertransfers entstanden sind, – zum 31.03.t keine überfälligen Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern, Sozialversicherungsträgern und Steuerbehörden bestanden, die vor dem 31.12.t-1 aus vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern entstanden sind, – keine überfälligen Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden bestehen, die vor dem 31.12.t-1 entstanden sind. – Kapitalgesellschaften müssen zum Zeitpunkt der erstmaligen Lizenzerteilung darlegen, dass das gezeichnete Kapital (§ 272 Abs.1 HGB) mindestens 2.500.000 Euro beträgt. Für Aufsteiger in die 2. Bundesliga kann der Ligaverband Ausnahmegenehmigungen erteilen. 14.2.2.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung während der Spielzeit 14.2.2.2.1 Finanzielle Kriterien Nachstehende Kriterien bilden aus finanzieller Sicht den Kern des nationalen Lizenzierungsverfahrens während der Spielzeit (Im Folgenden insbesondere Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 1–10), § 8 b LO (DFL, 2011a, 21–24)): Der Lizenznehmer muss durch vergangenheitsbezogene Jahres-/Zwischenabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen nachweisen, dass er die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit weiterhin besitzt, um seinen Spielbetrieb in der laufenden Spielzeit jederzeit aufrechterhalten zu können. Der Fokus richtet sich wie auch vor der Spielzeit auf die Liquiditätssituation des Lizenznehmers, die anhand des Abschlusses zum 30.06.t sowie der Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen für die Zeiträume 01.07.t bis 31.12.t und 01.01.t+1 bis 30.06.t+1 analysiert wird (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 2–4), § 8b LO (DFL, 2011a, 21–24)). Für die Beurteilung der Liquiditätssituation während der Spielzeit erfolgt eine Liquiditätsberechnung nach demselben Grundschema, mit denselben Annahmen und nach denselben Grundsätzen wie vor der Spielzeit (siehe Gliederungspunkt 14.2.2.1.1 Finanzielle Kriterien), lediglich die Inputgrößen werden zeitlich entsprechend der nun vorliegenden Abschluss- und Finanzinformationen angepasst (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 2–4)). Im Hinblick auf die Bestätigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit während der Spielzeit sind folgende Situationen zu unterscheiden: Weist der Lizenznehmer nach, dass seine Liquiditätssituation ihm erlaubt, seinen Spielbetrieb in der laufenden Spielzeit jederzeit aufrechterhalten zu können (Positive Liquidität zum 30.06.t+1), wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch den Ligaverband bestätigt (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 7)). Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 210 Albert Galli und Werner Möglich210 Zeigt sich nach der Beurteilung durch die DFL, dass die Liquiditätssituation des Lizenznehmers die Aufrechterhaltung seines Spielbetriebs nicht erlaubt (Vorläufig negative Liquidität zum 30.06.t+1), werden dem Lizenznehmer Auflagen erteilt. Diese Auflagen sollen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Lizenzbewerbers sicherstellen und richten sich insbesondere auf die Schließung einer festgestellten Liquiditätslücke während der Spielzeit. Vom Lizenzbewerber kann in diesem Zusammenhang insbesondere verlangt werden, eine Liquiditätsreserve als Guthaben auf einem Bankkonto des Ligaverbandes oder in Form einer Garantieerklärung eines Kreditinstituts (zu den Modalitäten hierzu: Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011 b, 5, 11)) zu stellen. Der Ligaverband kann aber auch die Auflage erteilen, dass vor einer Verpflichtung eines Spielers in der Wechselperiode II (Winter) die schriftliche Zustimmung der DFL einzuholen ist. Die Zustimmung wird nur dann erteilt, wenn der Lizenznehmer nachweist, dass er in der laufenden Spielzeit allen finanziellen Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit der Spielerverpflichtung entstehen, unter Sicherung des Spielbetriebes nachkommen kann. – Weist der Lizenznehmer insbesondere nach, dass er die Liquiditätslücke nach Maßgabe der gestellten Auflagen schließen kann (Positive Liquidität zum 30.06. t+1), wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch den Ligaverband bestätigt. – Wenn der Lizenznehmer die Liquiditätslücke nach Maßgabe der gestellten Auflagen nicht schließen kann (Endgültig negative Liquidität zum 30.06.t+1) und/ oder wenn der Lizenznehmer vor der Verpflichtung eines Spielers nicht die schriftliche Zustimmung der DFL einholt, werden diese Auflagenverstöße mit DFL/Vorstand Ligaverband: Entscheidung über Erfüllung Auflagen Vertragsstrafe Auflagen zum Nachweis positiver Liquidität zum 30.06.t+1 Vorläufig negative Liquidität zum 30.06.t+1 Auflagen zum Nachweis positiver Liquidität zum 30.06.t+1 nicht erfüllt Auflagen zum Nachweis positiver Liquidität zum 30.06.t+1 erfüllt Positive Liquidität zum 30.06.t+1 Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist bestätigt DFL/Vorstand Ligaverband: Beurteilung Liquidität zum 30.06.t+1 Abb.4: Finanzielle Kriterien während der Spielzeit (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011b, 8), §11 LO (DFL, 2011a, 26–29), Anhang XII zur LO: Sanktionen (DFL, 2011c, 2)). Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 211 21114 Klublizenzierung des Ligaverbandes einer Vertragsstrafe geahndet. Vorgesehen ist dafür jeweils die Aberkennung von zwei Gewinnpunkten mit sofortiger Wirkung in der laufenden Spielzeit (Anhang IX zur LO: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (DFL, 2011b, 7), § 8 b LO (DFL, 2011 a, 23), Anhang XII zur LO: Sanktionen (DFL, 2011c, 2)). Abbildung 4 fasst die finanziellen Kriterien während der Spielzeit im Überblick zusammen. 14.2.2.2.2 Finanzberichterstattung Zum Nachweis, dass die Kriterien eingehalten werden, verlangt der Ligaverband weitreichende Unterlagen. Zum einen sind dies Jahres-/Zwischenabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen, in Abhängigkeit davon, ob das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr oder der Spielzeit entspricht, und zum anderen weitergehende Nachweise. Folgende Unterlagen sind einzureichen: (Im Folgenden § 8 b LO (DFL, 2011, 21–24), Anhang VII a zur Lizenzierungsordnung: Anforderungen an die Unterlagen und Nachweise für die Bestätigung der finanziellen Kriterien (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) während einer Spielzeit gemäß § 8a [b] LO und deren Prüfung/ prüferische Durchsicht durch der Wirtschaftsprüfer; Stichtag 30. Juni t (DFL, 2010b)): Einzureichende Jahresabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen, falls das Geschäftsjahr des Lizenznehmers der Spielzeit entspricht: – Bilanz zum 30.06.t, – Gewinn- und Verlustrechnung für das vergangene Geschäftsjahr (01.07.t-1 bis 30.06.t), – Lagebericht, – Aktualisierte Plan-Gewinn- und Verlustrechnung für die laufende Spielzeit, aufgeteilt in die erste Hälfte (01.07.t bis 31.12.t) der laufenden Spielzeit und in die zweite Hälfte (01.01.t+1 bis 30.06.t+1) der laufenden Spielzeit, – Bericht eines Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie über Feststellungen aus der Erweiterung des Prüfungsauftrags bezüglich der Plan-Gewinn- und Verlustrechnung; Zusammenfassung der Ergebnisse der Prüfung in einem Bestätigungsvermerk. (Zu den Einzelheiten: Anhang VII a zur Lizenzierungsordnung: Anforderungen an die Unterlagen und Nachweise für die Bestätigung der finanziellen Kriterien (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) während einer Spielzeit gemäß § 8a [b] LO und deren Prüfung/ prüferische Durchsicht durch der Wirtschaftsprüfer; Stichtag 30. Juni t (DFL, 2010b, 1–4)). Einzureichende Zwischenabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen, falls das Geschäftsjahr des Lizenznehmers dem Kalenderjahr entspricht: – Bilanz zum 30.06.t, – Gewinn- und Verlustrechnung für die zweite Hälfte der vergangenen Spielzeit (01.01.t bis 30.06.t), – Aktualisierte Plan-Gewinn- und Verlustrechnung für die laufende Spielzeit, aufgeteilt in die erste Hälfte (01.07.t bis 31.12.t) der laufenden Spielzeit und in die zweite Hälfte (01.01.t+1 bis 30.06.t+1) der laufenden Spielzeit, Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 212 Albert Galli und Werner Möglich212 – Bericht eines Wirtschaftsprüfers über die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses sowie über die Feststellungen aus der Erweiterung des Auftrags über die prüferische Durchsicht bezüglich der Plan-Gewinn- und Verlustrechnung; Zusammenfassung der Ergebnisse der prüferischen Durchsicht in einer Bescheinigung (Zu den Einzelheiten: Anhang VII a zur Lizenzierungsordnung: Anforderungen an die Unterlagen und Nachweise für die Bestätigung der finanziellen Kriterien (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) während einer Spielzeit gemäß § 8a [b] LO und deren Prüfung/prüferische Durchsicht durch der Wirtschaftsprüfer; Stichtag 30. Juni t (DFL, 2010 b, 4–8)). Weitere vom Lizenznehmer einzureichende Unterlagen beschränken sich auf Nachweise, die jeweils stichtagsnah beizubringen sind, dass beim Lizenznehmer – zum 30.06.t sowie zum 30.09.t keine überfälligen Verbindlichkeiten gegenüber anderen Fußballklubs bestanden, die aus Spielertransfers entstanden sind, – zum 30.06.t sowie zum 30.09.t keine überfälligen Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern, Sozialversicherungsträgern und Steuerbehörden bestanden, die aus vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern entstanden sind. 14.3 Klublizenzierung für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben der UEFA 14.3.1 Verfahren und Verfahrensbeteiligte Klubs, die sich zur Teilnahme an den UEFA-Klubwettbewerben qualifiziert haben, werden von der UEFA zu diesen nur zugelassen, wenn sie vor der Spielzeit ein Lizenzierungsverfahren erfolgreich absolviert haben und ihnen durch den Mitgliedsverband bzw. durch die dem Mitgliedsverband angeschlossene professionelle Fußball-Liga die Lizenz erteilt wurde. Im Rahmen dieses Lizenzierungsverfahrens in Deutschland ist der Ligaverband Lizenzgeber, die Klubs sind Lizenzbewerber. 14.3.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung 14.3.2.1 Finanzielle Kriterien Nachstehende Kriterien bilden aus finanzieller Sicht den Kern der UEFA-Klublizenzierung (Im Folgenden Artikel 47–52 UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay (UEFA, 2010, 27–33); im vorhergehenden Beitrag „Die Regelungen der UEFA zur Klublizenzierung und zum Klub-Monitoring – Verfahren, finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung“ ausführlicher dargestellt): Der Lizenzbewerber muss durch vergangenheitsbezogene Jahres-/Zwischenabschlussinformationen nachweisen, dass aufgrund seiner Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist (Artikel 47 und 48 UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay (UEFA, 2010, 27–29)). Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 213 21314 Klublizenzierung des Ligaverbandes Der Lizenzbewerber muss durch entsprechende Nachweise belegen, dass – bei ihm zum 31. März des Jahres, in dem die Klubwettbewerbe beginnen, keine überfälligen Verbindlichkeiten gegenüber anderen Fußballklubs bestanden, die vor dem 31. Dezember des Vorjahres aus Spielertransfers entstanden sind (Artikel 49 UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay (UEFA, 2010, 29–30)); – bei ihm zum 31. März des Jahres, in dem die Klubwettbewerbe beginnen, keine überfälligen Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern, Sozialversicherungsträgern und Steuerbehörden bestanden, die vor dem 31. Dezember des Vorjahres aus vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern entstanden sind (Artikel  50 UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay (UEFA, 2010, 30–32)). Der Lizenzbewerber muss gegebenenfalls darüber hinaus durch zukunftsbezogene Finanzinformationen nachweisen, dass bis zum Ende der lizenzierten Spielzeit von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist, wenn eines oder beide der nachstehenden Kriterien zutreffen (Artikel 52 UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay (UEFA, 2010, 32–33)): – Der Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses enthält eine Ergänzung zum Bestätigungsvermerk oder einen eingeschränkten Bestätigungsvermerk im Hinblick auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit bzw. der Bericht des Wirtschaftsprüfers über die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses enthält Feststellungen in der Bescheinigung im Hinblick auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit. – Aus dem Jahres- bzw. aus dem Zwischenabschluss geht hervor, dass negatives Eigenkapital vorliegt und dass sich gegenüber der Vergleichszahl aus dem Jahresabschluss des Vorjahres bzw. gegenüber der Vergleichszahl aus dem letzten Jahresabschluss eine Verschlechterung ergeben hat. Im Ergebnis geht es insbesondere um einen Nachweis, dass der Lizenzbewerber aufgrund seiner Liquiditätsverhältnisse in der Lage sein wird, den Spielbetrieb für die kommende Spielzeit aufrecht zu erhalten. Werden die vier genannten Kriterien nicht eingehalten, wird keine Lizenz erteilt. 14.3.2.2 Finanzberichterstattung Zum Nachweis, dass die Kriterien eingehalten werden, verlangt der Ligaverband weitreichende Unterlagen. Zum einen sind dies Jahres-/Zwischenabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen, in Abhängigkeit davon, ob das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr oder der Spielzeit entspricht, und zum anderen weitergehende Nachweise. Folgende Unterlagen sind einzureichen (Im Folgenden § 8a LO (DFL, 2011, 20–21) i.V. m. Artikel 47–52 UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay (UEFA, 2010, 27–33)): Einzureichende Unterlagen, falls das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht: – Einzel- oder Konzernabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Anhang) zum 31.12.t-1 und Lagebericht. – Plan-Gewinn- und Verlustrechnung, Plan-Kapitalflussrechnung und erläuternde Anhangangaben, wenn zukunftsbezogene Finanzinformationen abzugeben sind, weil die relevanten Kriterien zutreffen (Ergänzung zum Bestätigungsvermerk oder eingeschränkter Bestätigungsvermerk im Hinblick auf die Fort- Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 214 Albert Galli und Werner Möglich214 führung der Unternehmenstätigkeit und/oder Verschlechterung negatives Eigenkapital). Einzureichende Unterlagen, falls das Geschäftsjahr der Spielzeit entspricht: – Einzel oder Konzernabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Anhang) zum 30.06.t-1 und Lagebericht – Einzel- oder Konzernzwischenabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang) zum 31.12.t-1. – Plan-Gewinn- und Verlustrechnung, Plan-Kapitalflussrechnung und erläuternde Anhangangaben, wenn zukunftsbezogene Finanzinformationen abzugeben sind, weil die relevanten Kriterien zutreffen (Ergänzung zum Bestätigungsvermerk oder eingeschränkter Bestätigungsvermerk im Hinblick auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit und/oder Verschlechterung negatives Eigenkapital). Weitere von den Lizenzbewerbern einzureichende Unterlagen: – Nachweise, dass keine relevanten überfälligen Verbindlichkeiten gegenüber Fußballklubs sowie gegenüber Arbeitnehmern, Sozialversicherungsträgern und Steuerbehörden bestehen. (Zu den Einzelheiten vgl. den vorhergehenden Beitrag „Die Regelungen der UEFA zur Klublizenzierung und zum Klub-Monitoring – Verfahren, finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung“). – Zusätzlich müssen Ereignisse mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung, die nach dem Stichtag des Jahres- bzw. Zwischenabschlusses bis zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Lizenzvergabe durch den Lizenzgeber eintreten und negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lizenzbewerbers haben können, durch den Lizenzbewerber vorgebracht und erläutert werden. Die einzureichenden Unterlagen sind nach Maßgabe der Bestimmungen des UEFA- Reglements zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay (UEFA, 2010, 27–33) und seiner Anhänge zu erstellen. Zu berücksichtigen sind insbesondere die beiden folgenden Aspekte: Der Jahres- und der Zwischenabschluss müssen gegebenenfalls auf Konzernbasis erstellt werden, um einen hinreichenden Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die wirtschaftlich relevanten Beziehungen zu ermöglichen (Anhang VI zum UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay: Mindestangaben (UEFA, 2010, 57–65), und Anhang VII zum UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay: Grundlagen für die Aufstellung von Abschlüssen (UEFA 2010, 66–70)). Jeder Lizenzbewerber muss deswegen Unterlagen vorlegen, aus denen die rechtliche Gesamtstruktur, in die er eingebunden ist, hervorgeht. Die Unterlagen müssen Informationen zu allen untergeordneten, assoziierten und übergeordneten Einheiten bis hinauf zum letztendlichen Mutterunternehmen und zur obersten beherrschenden Partei enthalten. Daneben sind auch alle Schwester- und Tochtergesellschaften des Mutterunternehmens anzugeben (§ 8a Nr. 2 i.V. m. Artikel 46 UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay (UEFA, 2010, 26)). Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind durch einen Wirtschaftsprüfer zu prüfen, der Zwischenabschluss prüferisch durchzusehen und für sonstige Informationen, die der Lizenzbewerber abgibt, sind abgestimmte Prüfungshandlungen vorzunehmen. (Anhang V zum UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay: Wahl des Abschlussprüfers und Beurteilungsverfahren (UEFA, Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 215 21514 Klublizenzierung des Ligaverbandes 2010, 55–56) und Anhang IX zum UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay: Beurteilungsverfahren des Lizenzgebers (UEFA, 2010, 72–77)). 14.4 Fazit Für die Rechnungslegung nichtwirtschaftlicher gemeinnütziger Vereine in Deutschland existiert kein Sonderrecht und die gesetzlichen Vorschriften sind nicht auf externe Rechnungslegung, Prüfung und Publizität hin ausgerichtet. Der Deutsche Fußball- Bund (DFB) kodifizierte deshalb seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in einem national und international beachteten Regelungswerk unter anderem die Anforderungen an die Rechnungslegung und die Prüfung der Vereine im Rahmen des jährlich wiederkehrenden Lizenzierungsverfahrens für die Teilnahme der Mannschaften an den Berufsfußball-Ligen. Mit Gründung des Ligaverbandes „Die Liga Fußball- Verband e.V.“ im Jahr 2000 wurde der Betrieb der Bundesliga und der 2. Bundesliga aus dem DFB ausgegliedert und neu organisiert. Das Lizenzierungsverfahren wird seitdem durch den Ligaverband getragen und in der Tradition des DFB konsequent fortentwickelt. Die Regelungen zum Lizenzierungsverfahren, niedergelegt in der Lizenzierungsordnung, sind ein Katalog an Anforderungen des Ligaverbandes an die Klubs hinsichtlich der Kriterien für die Lizenzvergabe sowie hinsichtlich des Nachweises, dass diese Kriterien von den Lizenzbewerbern eingehalten werden. Vom Ligaverband definierte Mindestkriterien aus sportlicher, rechtlicher, personeller und administrativer, infrastruktureller und sicherheitstechnischer, spielorganisatorischer, medientechnischer sowie finanzieller Perspektive werden bei der Beurteilung herangezogen. Das Konzept des Lizenzierungsverfahrens des Ligaverbandes aus der finanziellen Perspektive besteht dem Grundsatz nach in unveränderter Form seit vielen Jahren. Die auf Basis der Verbandsautonomie erlassenen Bestimmungen zur Finanzberichterstattung orientierten sich am Dritten Buch des Handelsgesetzbuches. Die jüngsten Änderungen an der Lizenzierungsordnung des Ligaverbandes wurden Anfang Dezember 2011 vorgenommen. Anpassungen erfolgten hierbei insbesondere im Hinblick auf die UEFA-Regelungen zur Klublizenzierung. Die Lizenzierungsordnung enthält nunmehr gesonderte Regelungen für die Teilnahme an den nationalen Wettbewerben der Bundesliga und der 2. Bundesliga sowie für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben der UEFA. Literaturverzeichnis DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Anhang X zur Lizenzierungsordnung: Kern-Prozess des Lizenzierungsverfahrens der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Frankfurt am Main 2007. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Anhang VII zur Lizenzierungsordnung: Anforderungen an die Unterlagen und Nachweise für die Prüfung der finanziellen Kriterien (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) vor einer Spielzeit gemäß § 8 LO und deren Prüfung/prüferische Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer; Stichtag 31. Dezember t-1, Frankfurt am Main 2010 (DFL 2010a). DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Anhang VII a zur Lizenzierungsordnung: Anforderungen an die Unterlagen und Nachweise für die Bestätigung der finanziellen Kriterien (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) während einer Spielzeit gemäß § 8a [b] Vahlen Allgemeine Reihe – Galli u.a. – Sportmanagement (2. Auflage) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 26.07.2012 Status: Imprimatur Seite 216 Albert Galli und Werner Möglich216 LO und deren Prüfung/prüferische Durchsicht durch der Wirtschaftsprüfer; Stichtag 30. Juni t, Frankfurt am Main 2010 (DFL 2010b). DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Lizenzierungsordnung, Frankfurt am Main 2011 (DFL 2011 a). DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Anhang IX zur Lizenzierungsordnung: Richtlinie für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, Frankfurt am Main 2011 (DFL 2011 b). DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Anhang XII zur Lizenzierungsordnung: Sanktionen, Frankfurt am Main 2011 (DFL 2011c). Galli, A.: Lizenzvergabe durch den Deutschen Fußball-Bund – Anforderungen an das externe Rechnungswesen der Vereine, in: Zeitschrift für Sport und Recht (SpuRt), 1996, S. 79–83. Galli, A.: Zur Ausgestaltung des Rechnungswesens von Vereinen – Die Vorgehensweise des Deutschen Fußball-Bundes, in: Die Wirtschaftsprüfung (WPg), 1998, S. 56–63. Galli, A./Ellrott, H.: Neuregelung der Rechnungslegung und Prüfung im deutschen Berufsfußball, in: Die Wirtschaftsprüfung (WPg), 2000, S. 269–278. UEFA: UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay, Nyon 2010.

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

"Das vorliegende Handbuch [...] gibt eine exzellente Orientierung für modernes und professionelles Sportmanagement [...]"

Wolfgang Niersbach

Präsident des Deutschen Fußball-Bundes

Immer weiter reichende ökonomische Aktivitäten und damit verbundene Risiken - Entscheidungsträger im professionellen Sport müssen nicht nur ihren Partnern aus der Wirtschaft auf gleicher Augenhöhe begegnen, sie müssen vielmehr die Klubs und deren Tochtergesellschaften bzw. die Organisationseinheiten um Einzelsportler in entsprechender Weise ausrichten und leiten, um den sportlichen vor allem aber den ökonomischen Wettbewerb erfolgreich bestreiten zu können.

Dieses umfassende Handbuch liefert Ihnen Lösungen zu den zentralen Fragen im professionellen Sportmanagement - es stellt die wesentlichen Ansatzpunkte für die unternehmerische Führung und die dafür notwendigen Grundlagen aus Betriebswirtschaftslehre, Steuern und Recht vor.

Vor allem am Beispiel des aus der ökonomischen Perspektive am weitesten entwickelten professionellen Fußballsports richtet sich dieses praxisorientierte Nachschlagewerk insbesondere an Verantwortliche in Klubs - Vereinsvorstände, Organe der Kapitalgesellschaften, Leiter der betriebswirtschaftlichen Bereiche und deren Mitarbeiter -, natürlich aber auch an Einzelsportler und ihre Berater sowie an Kapitalgeber, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Studierende.

Über die Autoren und Herausgeber

Das Handbuch "Sportmanagement" ist ein Gemeinschaftswerk von ausgewiesenen Praktikern, die über langjährige Erfahrungen im professionellen Sport verfügen. Es wird herausgeben von Prof. Dr. Albert Galli, Prof. Dr. Vera-Carina Elter, Prof. Dr. Dr. h.c. Rainer Gömmel, Wolfgang Holzhäuser und Wilfried Straub.

"(...) Wenn das Buch auf den ersten Blick den Eindruck erweckt, es befasse sich nur mit dem Profisport, so ist das ein falscher Eindruck. Da es sich in allen Teilbereichen um einen professionellen Umgang mit dem Sport bemüht, ist es bestimmt auch für den "normalen" Vereinsführer ein hilfreiches Werk. Hilfreich ist auch die klare Gliederung in kurze Artikel zu Teilbereichen."

In: Der Budoka 12/2002, zur 1. Auflage