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3 Immobilien-Marketing im Internet in:

Hanspeter Gondring

Immobilienwirtschaft, page 454 - 455

Handbuch für Studium und Praxis

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4572-5, ISBN online: 978-3-8006-4573-2, https://doi.org/10.15358/9783800645732_454

Bibliographic information
Vahlen Handbücher – Gondring, Immobilienwirtschaft, 3. Auflage – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 11.02.13 Status: Druckdaten Seite 407 3 Immobilien-Marketing im Internet 407 nehmung kann der Anbieter u. a. durch Maßnahmen wie Preisdifferenzierung und Rabattgewährung, Konditionenpolitik und Kreditgewährung beeinflussen. Preispolitische Maßnahmen lassen sich ohne Zeitverzögerung umsetzen und benötigen keine Vorlaufzeit. Des Weiteren bewirken Preisfeststellungen eine sehr schnelle Reaktion der Nachfrager. Es entsteht keine Verzögerung wie bei anderen Instrumenten. Preisentscheidungen sind aber nicht beliebig revidierbar. Sie müssen im Einklang mit der Produktpolitik und den langfristigen Zielen und Strategien des Unternehmens getroffen werden.41 Zur Kontrahierungspolitik gehören neben der Preis- auch die Konditionspolitik. Sie ist eng mit der Kontrahierungspolitik verknüpft und gestaltet entgeltwirksam Bedingungen, die den Vertragsabschluss unterstützen und den Absatz fördern. Konditionen werden i. d. R. als Nebenbedingungen im Kaufvertrag aufgenommen. Typische Konditionen in der Immobilienwirtschaft sind Finanzierungskonditionen, Zahlungsbedingungen, Gewährung von Skonto, Rückkauf- oder Mietgarantie, Rücktrittsrechte, befristeter Mietzinsverzicht oder Übernahme von Serviceleistungen. 3 Immobilien-Marketing im Internet Das bekannte E-Commerce und Internet-Marketing sind eng miteinander verknüpft. E-Commerce kann als ein Konzept zur Nutzung von bestimmten Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Integration und Verzahnung unterschiedlicher Wertschöpfungsketten oder unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse umschrieben werden.42 Die Potentiale für E-Commerce und den Internetauftritt einer Unternehmung sind vielfältig. Die Abb. IV 12 zeigt einige Beweggründe. 41 Vgl. ebenda, S. 976 ff. 42 Vgl. Hermanns, A./Sauter, M. (1999), S. 14 f. 3 Immobilien-Marketing im Internet Abb. IV 12: Potentiale und Nutzen eines Internetauftritts Vahlen Handbücher – Gondring, Immobilienwirtschaft, 3. Auflage – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 11.02.13 Status: Druckdaten Seite 408 408 IV. Vermarktung, Verwaltung und Bewirtschaftung Im Rahmen der Instrumente der Immobilien-Kommunikation stellt das Internet-Marketing ohne Zweifel ein Medium dar, welches in Zukunft eine weiter steigende Bedeutung erlangen wird. Insbesondere hängt dies mit der zunehmenden Zahl der Internetnutzer und der steigenden Internetpräsenzen von Unternehmen zusammen. Für die Immobilienwirtschaft lässt sich das Internet-Marketing insbesondere zum Aufbau und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades, zur Pflege des Images, zur Kontaktaufnahme und zur Adressgewinnung nutzen.43 Das Internet-Marketing unterstützt in den genannten Punkten das Tagesgeschäft. Die zusätzliche Internetpräsenz erhöht die Präsenz eines Anbieters am Markt. Dies hat positive Auswirkungen u. a. auf die Markenbildung und Kundenwerbung. Gleichzeitig verpflichtet eine Internetpräsenz zu Professionalität und Fehlerfreiheit in einem weiteren Medium. Internetstrategien sind im Wesentlichen durch die folgenden Erfolgsfaktoren geprägt: Content (Inhalt), Community (Gemeinde), Commerce (Handel), Consultancy (Beratung) und Communication (Kommunikation).44 4 Marketing-Controlling 4.1 Das Marketing-Controlling – Begriffsdefinition Für das Controlling an sich existiert in Literatur und Praxis keine einheitliche Definition. Abgeleitet vom englischen Begriff „to control“ werden – weiter als der deutsche Begriff Kontrolle – die Bereiche Regeln, Beherrschen oder Steuern abgedeckt.45 Wird einer lebenszyklusorientierten Immobiliencontrolling-Konzeption das Horváth’sche Controllingverständnis zugrunde gelegt, ergibt sich für das Immobiliencontrolling folgende Definition: „Die zentrale Funktion des Controlling liegt in der Unterstützung der Unternehmung hinsichtlich ihrer Adaptions- und Leistungsfähigkeit durch die Koordination von Planung und Kontrolle sowie Gewährleistung der Informationsversorgung.“46 Die Abb. IV 13 zeigt den Aufbau und die Funktion des Marketing-Controllings. Durch das Marketing-Audit (Überprüfung) erfolgt eine übergreifende Steuerung und Kontrolle des Marketing-Systems. D. h., neben den strategischen Zielsetzungen werden auch die operationalen Instrumente regelmäßig hinsichtlich ihrer Mischung, Wirkung und Umsetzung überprüft. Wie beim Marketingansatz kann auch das Marketing-Controlling in ein operatives und ein strategisches Controlling untergliedert werden. • Operatives Marketing-Controlling: Es dient der Ex-post-Untersuchung. Hier wird also im Nachhinein die Zielwirksamkeit von Marketing-Maßnahmen durch Soll-Ist-Abgleiche und Abweichungsanalysen untersucht. • Strategisches Marketing-Controlling: Es dient der Ex-ante-Überprüfung. Im Vorhinein werden die verfolgten Strategien auf ihre Eignung zur Erreichung der langfristigen Unternehmensziele überprüft.47 43 Vgl. Käßer-Pawelka, G. (2001), S. 999 44 Vgl. Irsfeld, N. (2001), S. 400 45 Vgl. Homann, K. (1999), S. 16 46 Ebenda, S. 17 47 Vgl. ebenda, 4 Marketing-Controlling

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References

Zusammenfassung

Alles zur Immobilienwirtschaft.

Immobilienwirtschaft komplett

Gondrings Lehr- und Nachschlagewerk umfasst alle wesentlichen Bereiche der Immobilienwirtschaft und eignet sich als allgemeine Einführung in einen bislang von der Betriebswirtschaftslehre vernachlässigten Wissenschaftszweig. Es berücksichtigt sowohl traditionelle als auch für die Zukunft richtungsweisende Themengebiete.

Der „Gondring“

orientiert sich am Lebenszyklus einer Immobilie, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf das ganzheitliche Management von Immobilien in allen Bereichen gelegt wird. Die Schwerpunkte:

– Allgemeiner Teil

– Rechtlicher Teil

– Planen, Bauen, Betreiben

– Vermarktung, Verwaltung und Bewirtschaftung

– Die Immobilie als Asset im Portfolio

– Klassische Finanzierung

– Strukturierte Instrumente und Real Estate Investment Banking

– Bilanzierung und Basel II/Basel III

– Bewertung

– Immobilienmarkt und Ausbildung

Der Autor

Prof. Dr. Hanspeter Gondring, Studiengangsleiter Immobilienwirtschaft an der DHBW Stuttgart.

Zielgruppe

Studierende der Immobilienwirtschaft und immobiliennaher Studienfächer sowie Praktiker.