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1. Überblick in:

Ernst Troßmann, Alexander Baumeister, Clemens Werkmeister

Fallstudien im Controlling, page 265 - 266

Lösungsstrategien für die Praxis

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4570-1, ISBN online: 978-3-8006-4571-8, https://doi.org/10.15358/9783800645718_265

Bibliographic information
Kapitel VII: Investitionsmanagement 1. Überblick Themenschwerpunkte Aufgabenstellungen im Investitionsmanagement - Arten von Investitionsentscheidungen - Nutzungsdauer- und Ersatzprobleme - Steuerung abhängiger Investitionsentscheidungen Methoden zur Investitionsbeurteilung - Ansätze zur Lösung von Mehrzielproblemen - statische und dynamische Investitionsmodelle - Umgang mit Unsicherheit bei Investitionsentscheidungen Methoden des Finanzierungsmanagements - grundsätzliche Festlegung des Kalkulationszinssatzes - finanzielle Spielräume für Investitionen - methodische Darstellung realer Konditionen für Geldanlagen und Kredite - Arbitragegewinne durch Umfinanzierungen - Berücksichtigung beliebiger Finanzgeschäfte in der Investitionsbeurteilung Kennzahlen des wertorientierten Investitionsmanagements - Gesamtwertgrößen, Periodenüberschussgrößen und Rentabilitäten - Werttreiberkonzept und Werttreiberbaum Grundlegende Literatur Baumeister, Alexander und Andreas Meyer: [Werttreiberbaum] Wertorientierte Steuerung mit einem Economic Value Added-Werttreiberbaum. In: WiSt (41) 2012, Teil 1: 389 – 391, Teil 2: 436 – 440. Kruschwitz, Lutz: [Investitionsrechnung] Investitionsrechnung. 13. Aufl., München 2011. Ewert, Ralf und Alfred Wagenhofer: [Unternehmensrechnung] Interne Unternehmensrechnung. 7. Aufl., Berlin/Heidelberg 2008. Troßmann, Ernst: [Investition] Investition als Führungsentscheidung. Projektrechnungen für Controller. 2. Aufl., München 2013, insbesondere Kapitel IV. Troßmann, Ernst: [Controlling] Controlling als Führungsfunktion. Eine Einführung in die Mechanismen betrieblicher Koordination. München 2013, insbesondere Kapitel X. 260 VII. Investitionsmanagement 2. Aufgabenstellungen im Investitionsmanagement a) Arten von Investitionsproblemen Investitionsprojekte bedürfen besonderer Planungsbemühungen, weil sie typischerweise viel finanzielle Mittel binden, ihre Ergebniswirkungen sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und zusätzlich teils schwer prognostizierbar sind. Die Anzahl der Alternativen und die der auszuwählenden Projekte erlauben eine erste Einteilung von Investitionsproblemen (vgl. Troßmann [Investition] 26 f.). Im allgemeinsten Fall ist ein Investitionsprogramm zusammenzustellen, das mehrere Projekte aus einer Menge von Vorschlägen enthält. Spezialfälle solcher Programmentscheidungen sind die Zusammenstellung eines Wertpapier-Portfolios und eines kurzfristigen Finanzplans (das Cash-Management-Problem). In diesen Fällen gibt es eine besonders große Zahl möglicher Einzelprojekte, da zahlreiche Finanzgeschäfte (Kredite, Geldanlagen usw.) sowohl in der Höhe als auch im Beginntermin vielfältig gestaltbar sind. Bei der Auswahlentscheidung ist aus einer gegebenen Menge von Projekten genau eines auszuwählen. Beispiele hierfür sind der Kauf einer Maschine oder die Vergabe einer Exklusivlizenz. Ebenfalls diesem Problemtyp zuzuordnen sind Nutzungsdauerprobleme, da für jedes Projekt nur eine einzige Nutzungsdauer festzulegen ist. Bei Ja/Nein-Entscheidungen geht es darum, ob ein Projekt in einer bestimmten Form durchgeführt werden soll oder nicht. Ja/Nein-Probleme können prinzipiell einfacher gelöst werden als Auswahlprobleme, weil nur die Tatsache der Vorteilhaftigkeit festgestellt werden muss, nicht aber deren genaue Höhe. Daher können beispielsweise kritische Lösungsparameter, etwa aus Break-even- Analysen, eingesetzt werden. Dies verringert den Informationsbedarf. b) Methoden der Investitionsbeurteilung Die Vorteilhaftigkeit von Investitionen, insbesondere die Wahl von Projekten, ist ebenso wie die Alternativenbeurteilung bei allen anderen betrieblichen Entscheidungen danach zu beurteilen, in welchem Ausmaß die betrieblichen Ziele erfüllt werden. Deshalb kommt dafür allgemein die Nutzwertanalyse als Grundtyp der Entscheidungsmodelle für mehrere Ziele in Frage (vgl. etwa Bamberg/ Coenenberg/Krapp [Entscheidungslehre] 58 ff.; Dinkelbach/Kleine [Entscheidungslehre] 44 ff.; Eisenführ/Weber/Langer [Entscheiden] 129; Ossadnik [Controlling]). Insoweit haben Investitionsentscheidungen also grundsätzlich keine Besonderheiten. In einem Aspekt allerdings werfen sie eigene Beurteilungsprobleme auf: in der Messung des finanziellen Aspekts. Gerade er steht aber regelmäßig bei Investitionsprojekten im Blickpunkt. Hier besteht zunächst die Schwierigkeit, die längerfristigen Zahlungswirkungen eines Investitionsprojekts überhaupt mit einem geeigneten Kriterium zu messen. Lösungsansätze bieten die deterministischen Grundmodelle der Investitionsrechnung. Unsicherheiten lassen sich ergänzend durch Zusatzmodelle erfassen, die in der Regel bereits ein Rechenkonzept zur Projektbeurteilung bei deterministischen Vorgaben voraussetzen. Abb. VII-1 gibt einen Überblick zu den Modelltypen der Investitionsbeurteilung.

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Zusammenfassung

Controlling-Methoden gekonnt umsetzen

Für ein erfolgreiches Controlling genügt es nicht, die Methoden zu beherrschen – man muss sie vor allem auch praktisch umsetzen können. Die richtige Methode wählen, sie geschickt auf das aktuelle Problem anwenden und Widrigkeiten bei ihrem Einsatz überwinden: das kennzeichnet gutes Controlling.

Dieses Buch gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihre praktische Umsetzungskompetenz im Controlling zu testen und weiterzuentwickeln. 19 Fallstudien bieten Ihnen dazu typische Problemstellungen; die ausführlichen Lösungen erlauben eine schrittweise Eigenkontrolle. Zudem erhalten Sie zu jedem Themenbereich eine kompakte Einführung mit den zentralen Controlling-Prinzipien und Argumentationslinien.

Aus dem Inhalt:

- Controlling-Organisation

- Planungs- und Kontrollkonzepte

- Erfolgssteuerung mit Budgets und Lenkpreisen

- Risikocontrolling

- Preiscontrolling

- Gemeinkostenmanagement

- Investitionsmanagement

- Wertorientierte Führung mit Kennzahlen