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7.4 Kapitalflussrechnung in:

Wolfgang Ballwieser

IFRS-Rechnungslegung, page 162 - 163

Konzept, Regeln und Wirkungen

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4562-6, ISBN online: 978-3-8006-4563-3, https://doi.org/10.15358/9783800645633_162

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
Vahlens Handbücher Ballwieser – IFRS-Rechnungslegung, 3. Auflage Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.03.2013 Status: Druckdaten Seite 151 7.4 Kapitalflussrechnung 151 7.4 Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung soll eine Grundlage bieten für die Beurteilung der Fähigkeit des Unternehmens zur Erwirtschaftung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie des Bedarfes des Unternehmens an diesen Cash Flows (IAS 1.111). Details regelt IAS 7. Von Interesse ist die Bestandsänderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in der abgelaufenen Periode. Zahlungsmittel umfassen Barmittel und Sichteinlagen; Zahlungsmitteläquivalente sind „kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.“ (IAS 7.6) Die Kapitalflussrechnung muss Cash Flows der Berichtsperiode nach betrieblichen Tätigkeiten, Investitionstätigkeiten und Finanzierungstätigkeiten unterscheiden (IAS 7.10). Die Darstellung kann direkt durch Anknüpfung an die jeweiligen Bruttoein- und Bruttoauszahlungen oder indirekt durch Überleitung des Periodenergebnisses in die Zahlungsebene aufgestellt werden (IAS 7.18). Die direkte Methode ist zwingend für die Ermittlung des Cash Flow aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit anzuwenden und auch für die Ermittlung des Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit empfohlen (IAS 7.18-19 und .21). 7.4 Kapitalflussrechnung Abb. 13: Eigenkapitaländerungen Eigenkapitaländerungen durch Kapitalherabsetzungen, Kapitalerhöhungen und Dividenden (Ausschüttungen) durch in der GuV erfasste, erfolgswirksame Erträge und Aufwendungen durch direkt in der Rücklage erfasste, erfolgsneutrale Erträge und Aufwendungen durch Methoden- änderungen und Fehlerberichtigungen Inhalt der Eigenkapitalveränderungsrechnung Vahlens Handbücher Ballwieser – IFRS-Rechnungslegung, 3. Auflage Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.03.2013 Status: Druckdaten Seite 152 7. Weitere Instrumente152 Der indirekten Ermittlung liegt – unter Vernachlässigung der drei zu trennenden Bereiche – folgendes Schema zu Grunde: Gemäß IAS 7.45 hat ein Unternehmen die „Bestandteile der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente anzugeben und eine Überleitungsrechnung zu erstellen, in der die Beträge der Kapitalflussrechnung den entsprechenden Bilanzposten gegenübergestellt werden.“ Besondere Regelungen enthält IAS 7 für erlaubte Saldierungen (IAS 7.22 ff.), Cash Flows in Fremdwährung (IAS 7.25 ff.), Zinsen und Dividenden (IAS 7.31 ff.), Ertragsteuern (IAS 7.35 f.), Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (IAS 7.37 f.), Erwerb und Veräußerung von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (IAS 7. 39 ff.) und nicht zahlungswirksame Transaktionen (IAS 7.43 f.). Beispielhafte Darstellungen enthält der Anhang A von IAS 7. 7.5 Zwischenbericht Ein Zwischenbericht berichtet über eine Periode, die kürzer als ein gesamtes Geschäftsjahr ist (IAS 34.4) und kein Rumpfgeschäftsjahr darstellt. Er soll grundsätzlich auf konsolidierter Basis aufgestellt werden (IAS 34.14). Ein Zwischenbericht enthält einen vollständigen Abschluss – wie in IAS 1.10 und in IAS 34.5 beschrieben – oder einen verkürzten Abschluss (IAS 34.4), mindestens bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben (IAS 34.8). 7.5 Zwischenbericht Abb. 14: Indirekte Cash Flow-Ermittlung Posten/Salden Beispiele Erträge – Aufwendungen = Gewinn – Zahlungsunwirksame Erträge Umsätze auf Ziel, Zuschreibungen + Zahlungsunwirksame Aufwendungen Abschreibungen, Erhöhungen von Rückstellungen + Erfolgsneutrale Einzahlungen Kreditaufnahmen – Erfolgsneutrale Auszahlungen Kredittilgungen = Zahlungsüberschuss der Periode

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Zusammenfassung

IFRS-Rechnungslegung

Dieses Handbuch liefert einen Überblick über das Konzept und die Regeln der IFRS, ohne in einer Flut von Details unterzugehen. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen geht es aber auch um eine Wertung des Regelwerkes im Hinblick auf Konsistenz, Verständlichkeit und empirische Wirkungen auf den Kapitalmarkt.

Die Schwerpunkte

- IFRS als EU-weite Rechnungslegungsnormen

- Regelungsphilosophien des IASB

- Vermögensabbildung versus Gewinnermittlung

- Bilanzansatz und -bewertung

- Gesamtergebnisrechnung

- Weitere Instrumente

- Generalklausel: Vermittlung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes

- Konzernbesonderheiten

- Vermeintliche Vorteile der IFRS gegenüber HGB

- Probleme der IFRS