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7.3 Eigenkapitalveränderungsrechnung in:

Wolfgang Ballwieser

IFRS-Rechnungslegung, page 161 - 162

Konzept, Regeln und Wirkungen

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4562-6, ISBN online: 978-3-8006-4563-3, https://doi.org/10.15358/9783800645633_161

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
Vahlens Handbücher Ballwieser – IFRS-Rechnungslegung, 3. Auflage Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.03.2013 Status: Druckdaten Seite 150 7. Weitere Instrumente150 7.3 Eigenkapitalveränderungsrechnung Die Eigenkapitalveränderungsrechnung erhält ihre Bedeutung aus der Tatsache, dass nicht alle Komponenten des Gesamtergebnisses einer Periode als Ertrag oder Aufwand in der GuV erfasst werden, sondern an dieser vorbei direkt im Eigenkapital gebucht werden. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung hat gemäß IAS 1.106 folgende Posten zu enthalten: (a) das vollständige Gesamtergebnis für die Periode mit getrenntem Ausweis der Beträge, die den Eigentümern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind, (b) für jeden Eigenkapitalbestandteil den Einfluss einer rückwirkenden Anwendung oder rückwirkenden Anpassung gemäß IAS 8, (c) für jeden Eigenkapitalbestandteil eine Überleitung vom Buchwert zu Beginn der Periode zum Buchwert am Ende der Periode mit gesonderter Angabe der folgenden Änderungen: (i) Gewinne oder Verluste, (ii) jeder Posten des sonstigen Ergebnisses und (iii) Geschäftsvorfälle mit Eigentümern, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, mit separatem Ausweis von Kapitalzuführungen von und Ausschüttungen an Eigentümer sowie Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen. „Ein Unternehmen hat entweder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang für jeden Eigenkapitalbestandteil eine nach Posten gegliederte Analyse des sonstigen Ergebnisses darzustellen.“ (IAS 1.106A) Fakultativ in Anhang oder Eigenkapitalveränderungsrechnung sind gemäß IAS 1.107 die Dividenden, die als Ausschüttung an die Eigentümer in der betreffenden Periode erfasst werden, sowie der betreffende Betrag je Anteil anzugeben. Da die in IAS 1.106 angesprochenen Ausschüttungen auch die in IAS 1.107 angesprochenen Dividenden umfassen, resultiert aus den beiden Regelungen auf den ersten Blick ein Widerspruch: IAS 1.106 verlangt die Darstellung der Dividenden als Bestandteil der Ausschüttungen in der Eigenkapitalveränderungsrechnung, während IAS 1.107 sie dort oder im Anhang erlaubt. Der Widerspruch löst sich auf, wenn man die Ausschüttungen in ihrer Summe als Bestandteil der Eigenkapitalveränderungsrechnung betrachtet und allein für die Dividenden, im Sinne eines Davon-Vermerks, das Wahlrecht interpretiert. Eigenkapitaländerungen gehen damit auf folgende vier Sachverhalte zurück, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung zu zeigen sind: 7.3 Eigenkapitalveränderungsrechnung Vahlens Handbücher Ballwieser – IFRS-Rechnungslegung, 3. Auflage Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.03.2013 Status: Druckdaten Seite 151 7.4 Kapitalflussrechnung 151 7.4 Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung soll eine Grundlage bieten für die Beurteilung der Fähigkeit des Unternehmens zur Erwirtschaftung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie des Bedarfes des Unternehmens an diesen Cash Flows (IAS 1.111). Details regelt IAS 7. Von Interesse ist die Bestandsänderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in der abgelaufenen Periode. Zahlungsmittel umfassen Barmittel und Sichteinlagen; Zahlungsmitteläquivalente sind „kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.“ (IAS 7.6) Die Kapitalflussrechnung muss Cash Flows der Berichtsperiode nach betrieblichen Tätigkeiten, Investitionstätigkeiten und Finanzierungstätigkeiten unterscheiden (IAS 7.10). Die Darstellung kann direkt durch Anknüpfung an die jeweiligen Bruttoein- und Bruttoauszahlungen oder indirekt durch Überleitung des Periodenergebnisses in die Zahlungsebene aufgestellt werden (IAS 7.18). Die direkte Methode ist zwingend für die Ermittlung des Cash Flow aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit anzuwenden und auch für die Ermittlung des Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit empfohlen (IAS 7.18-19 und .21). 7.4 Kapitalflussrechnung Abb. 13: Eigenkapitaländerungen Eigenkapitaländerungen durch Kapitalherabsetzungen, Kapitalerhöhungen und Dividenden (Ausschüttungen) durch in der GuV erfasste, erfolgswirksame Erträge und Aufwendungen durch direkt in der Rücklage erfasste, erfolgsneutrale Erträge und Aufwendungen durch Methoden- änderungen und Fehlerberichtigungen Inhalt der Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Zusammenfassung

IFRS-Rechnungslegung

Dieses Handbuch liefert einen Überblick über das Konzept und die Regeln der IFRS, ohne in einer Flut von Details unterzugehen. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen geht es aber auch um eine Wertung des Regelwerkes im Hinblick auf Konsistenz, Verständlichkeit und empirische Wirkungen auf den Kapitalmarkt.

Die Schwerpunkte

- IFRS als EU-weite Rechnungslegungsnormen

- Regelungsphilosophien des IASB

- Vermögensabbildung versus Gewinnermittlung

- Bilanzansatz und -bewertung

- Gesamtergebnisrechnung

- Weitere Instrumente

- Generalklausel: Vermittlung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes

- Konzernbesonderheiten

- Vermeintliche Vorteile der IFRS gegenüber HGB

- Probleme der IFRS