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7.2 Anhang in:

Wolfgang Ballwieser

IFRS-Rechnungslegung, page 160 - 161

Konzept, Regeln und Wirkungen

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4562-6, ISBN online: 978-3-8006-4563-3, https://doi.org/10.15358/9783800645633_160_1

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
Vahlens Handbücher Ballwieser – IFRS-Rechnungslegung, 3. Auflage Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.03.2013 Status: Druckdaten Seite 149 7. Weitere Instrumente 7.1 Überblick Neben Bilanz und GuV prägen weitere Instrumente den Abschluss nach IFRS. Diese sind (a) der Anhang, (b) die Eigenkapitalveränderungsrechnung, (c) die Kapitalflussrechnung, (d) der Zwischenbericht und (e) der Segmentbericht. Während die ersten drei Instrumente neben Bilanz und Gesamtergebnisrechnung zu einem vollständigen Abschluss nach IFRS gehören (IAS 1.10), sind Zwischenbericht und Segmentbericht nur unter bestimmten Bedingungen, die in den folgenden Abschnitten erläutert werden, vorzulegen. 7.2 Anhang Der Anhang „enthält zusätzliche Angaben zur Bilanz, zur Gesamtergebnisrechnung, zur gesonderten Gewinn- und Verlustrechnung (falls erstellt), zur Eigenkapitalveränderungsrechnung und zur Kapitalflussrechnung. Anhangangaben enthalten verbale Beschreibungen oder Aufgliederungen der im Abschluss enthaltenen Posten sowie Informationen über nicht ansatzpflichtige Posten.“ (IAS 1.7) Der Anhang hat eine Erläuterungs-, Ergänzungs-, Entlastungs- und Korrekturfunktion. Posten der Rechenwerke (wie Bilanz und Gesamtergebnisrechnung) werden in ihrem Zustandekommen erläutert. Die Rechenwerke werden zugleich um dort nicht passende Informationen, z. B. zur Struktur von Arbeitnehmern oder zu Risiken, ergänzt. Entlastet werden die Rechenwerke, wenn Informationen in diesen oder im Anhang gegeben werden dürfen. Die Korrekturfunktion bezieht sich auf die Vermittlung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes, auf das Kapitel 8 eingeht. 7. Weitere Instrumente 7.1 Überblick 7.2 Anhang Vahlens Handbücher Ballwieser – IFRS-Rechnungslegung, 3. Auflage Herstellung: Frau Deuringer Stand: 20.03.2013 Status: Druckdaten Seite 150 7. Weitere Instrumente150 7.3 Eigenkapitalveränderungsrechnung Die Eigenkapitalveränderungsrechnung erhält ihre Bedeutung aus der Tatsache, dass nicht alle Komponenten des Gesamtergebnisses einer Periode als Ertrag oder Aufwand in der GuV erfasst werden, sondern an dieser vorbei direkt im Eigenkapital gebucht werden. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung hat gemäß IAS 1.106 folgende Posten zu enthalten: (a) das vollständige Gesamtergebnis für die Periode mit getrenntem Ausweis der Beträge, die den Eigentümern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind, (b) für jeden Eigenkapitalbestandteil den Einfluss einer rückwirkenden Anwendung oder rückwirkenden Anpassung gemäß IAS 8, (c) für jeden Eigenkapitalbestandteil eine Überleitung vom Buchwert zu Beginn der Periode zum Buchwert am Ende der Periode mit gesonderter Angabe der folgenden Änderungen: (i) Gewinne oder Verluste, (ii) jeder Posten des sonstigen Ergebnisses und (iii) Geschäftsvorfälle mit Eigentümern, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, mit separatem Ausweis von Kapitalzuführungen von und Ausschüttungen an Eigentümer sowie Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen. „Ein Unternehmen hat entweder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang für jeden Eigenkapitalbestandteil eine nach Posten gegliederte Analyse des sonstigen Ergebnisses darzustellen.“ (IAS 1.106A) Fakultativ in Anhang oder Eigenkapitalveränderungsrechnung sind gemäß IAS 1.107 die Dividenden, die als Ausschüttung an die Eigentümer in der betreffenden Periode erfasst werden, sowie der betreffende Betrag je Anteil anzugeben. Da die in IAS 1.106 angesprochenen Ausschüttungen auch die in IAS 1.107 angesprochenen Dividenden umfassen, resultiert aus den beiden Regelungen auf den ersten Blick ein Widerspruch: IAS 1.106 verlangt die Darstellung der Dividenden als Bestandteil der Ausschüttungen in der Eigenkapitalveränderungsrechnung, während IAS 1.107 sie dort oder im Anhang erlaubt. Der Widerspruch löst sich auf, wenn man die Ausschüttungen in ihrer Summe als Bestandteil der Eigenkapitalveränderungsrechnung betrachtet und allein für die Dividenden, im Sinne eines Davon-Vermerks, das Wahlrecht interpretiert. Eigenkapitaländerungen gehen damit auf folgende vier Sachverhalte zurück, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung zu zeigen sind: 7.3 Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Zusammenfassung

IFRS-Rechnungslegung

Dieses Handbuch liefert einen Überblick über das Konzept und die Regeln der IFRS, ohne in einer Flut von Details unterzugehen. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen geht es aber auch um eine Wertung des Regelwerkes im Hinblick auf Konsistenz, Verständlichkeit und empirische Wirkungen auf den Kapitalmarkt.

Die Schwerpunkte

- IFRS als EU-weite Rechnungslegungsnormen

- Regelungsphilosophien des IASB

- Vermögensabbildung versus Gewinnermittlung

- Bilanzansatz und -bewertung

- Gesamtergebnisrechnung

- Weitere Instrumente

- Generalklausel: Vermittlung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes

- Konzernbesonderheiten

- Vermeintliche Vorteile der IFRS gegenüber HGB

- Probleme der IFRS