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Kapitel 13: Waldschutzökonomie in:

Volker Bergen, Wilhelm Löwenstein, Roland Olschewski

Forstökonomie, page 209 - 222

Volkswirtschaftliche Ansätze für eine vernünftige Umwelt- und Landnutzung

2. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4552-7, ISBN online: 978-3-8006-4553-4, https://doi.org/10.15358/9783800645534_209

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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Kapitel 13: Waldschutzökonomie 13.1. Waldschutz als staatliche Aufgabe „Wald ... ist jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche. Als Wald gelten auch kahlgeschlagene oder verlichtete Grundflächen, Waldwege, Waldeinteilungs- und Sicherungsstreifen, Waldblößen und Lichtungen, Waldwiesen, Wald- äsungsplätze, Holzlagerplätze sowie weitere mit dem Wald verbundene und ihm dienende Flächen.“ So sagt es das Bundeswaldgesetz von 1975. Waldschutz ist der Schutz dieses so definierten Waldes. Warum sollte man ihn schützen? Eine erste Antwort könnte lauten: um seiner selbst willen. Als Teil der Natur besitzt er einen Eigenwert, der den Schutz rechtfertigt. Der Wald wird dann als Ökosystem gesehen, dessen Funktionsfähigkeit erhalten werden sollte. Die Gesellschaft sieht im Wald jedoch nicht nur das Ökosystem, sondern auch eine Ressource, die vielfältigen Zwecken dienen kann. Die eingangs genannte Walddefinition weist bereits auf mehrere Waldfunktionen hin: kahlgeschlagene Grundflächen und Holzlagerplätze auf die Rohholzproduktion, Waldäsungsplätze, Waldblößen, Lichtungen und Waldwiesen auf die Jagdmöglichkeiten, Waldwege auf die Erholungsmöglichkeiten. Waldschutz ist jetzt der Schutz der Waldfunktionen. Der Wald soll seine multifunktionale Fähigkeit behalten, verschiedenartige Güter bereitzustellen. Doch warum muss der Wald überhaupt geschützt werden? Wer oder was bedroht ihn und warum? Die ökonomische Antwort lautet: die Bedrohung geht von Nutzungskonkurrenzen aus. Wirtschaftseinheiten haben Ansprüche an den Wald, die unverträglich sind und den Wald überfordern. Das sind zum einen interne Nutzungskonkurrenzen, wobei diese hier zwischen den verschiedenen Gütern des Waldes bestehen. Ein rohholzproduzierender Forstbetrieb beeinträchtigt nach Meinung eines Naturschutzverbandes die Biodiversität. Diese sieht der Naturschutzverband auch durch erholungssuchende Waldbesucher beeinträchtigt. Die Waldbesucher fühlen sich durch Holzeinschlags- und Durchforstungsaktivitäten des Forstbetriebes beeinträchtigt. Der Forstbetrieb leidet unter einem gro- ßen Wildbestand, der den Interessen der Jäger entspricht. Zum anderen gehen Beeinträchtigungen des Waldes von externen Nutzungskonkurrenzen aus. Der Siedlungs- und Verkehrswegebau beansprucht Waldflächen. Emittenten von Schadstoffen beeinträchtigen auf dem Wege der Immission indirekt und unabsichtlich Waldfunktionen, diese Beeinträchtigungen werden als neuartige Waldschäden bezeichnet. Zweiter Teil: Umwelt- und Waldschutzökonomie200 13.2. Waldschutzpolitik bei interner Nutzungskonkurrenz Analytisch gesehen lassen sich Nutzungskonkurrenzen durch begrenzte Produktionsmöglichkeiten darstellen, denen unbegrenzte Ansprüche gegenüberstehen. Die Gesellschaft steht vor einem Allokationsproblem, nämlich aus den begrenzten Möglichkeiten das Beste zu machen. Die Rechtfertigung des Waldschutzes folgt somit aus dem Bemühen, eine Fehlallokation der Waldgüter zu vermeiden. Die Abbildung 13.1 verdeutlicht die Problemstellung am Beispiel der internen Nutzungskonkurrenz zwischen der Rohholzproduktion RH (gemessen in m³) und dem Naturschutz NS (gemessen in Indexpunkten). Die Produktionsmöglichkeiten lassen sich unter Berücksichtigung der Produktionskosten als konkaven Kegel darstellen. Die Konkavität ergibt sich bei steigenden Grenzkosten der Waldgüterproduktion. Die Begrenzung des Kegels folgt aus einer gegebenen Fläche, einer gegebenen Arbeitskapazität und/oder einem nachhaltigen Hiebsatz. Die Ränder des Kegels decken sich nicht unbedingt mit den Achsen. Es kann zum einen die Kielwassertheorie gelten, die besagt, dass bei der Rohholzproduktion ohne spezifischen Faktoreinsatz ein gewisser Naturschutz als Kuppelprodukt bereitgestellt wird. Es kann andererseits auch die umgekehrte Kielwassertheorie gelten, die besagt, dass auch beim Naturschutz im Walde gewisse Rohholzmengen ohne spezifischen Faktoreinsatz anfallen. RH Soziale Indifferenzkurve B Preisgerade A Produktionsmöglichkeiten NS RH NS p t 0NS 1NS 0RH 1RH Abb. 13.1: Interne Nutzungskonkurrenz Ein im Rahmen seiner selbstgewählten Beschränkungen gewinnmaximierender Forstbetrieb strebt das Güterbündel A an, da er nur für sein Rohholz Erlöse erzielt. Den Naturschutz NS0 kann er ohne Kosten bereitstellen. Die Gesellschaft ist mit diesem Güterbündel unzufrieden. Das Güterbündel B würde ihr einen höheren Nutzen stiften. Ohne staatliche Intervention stellt sich die Situation B aber nicht ein, da sich die betrieblichen und die sozialen Interessen nicht decken. Kapitel 13: Waldschutzökonomie 201 Der Waldschutz im Sinne der Herstellung einer optimalen Allokation der Waldfunktionen ist somit eine Aufgabe des Staates. Ziele und Mittel der Waldschutzpolitik Effizienter Waldschutz verlangt einerseits eine Zielbestimmung, die sich an den Interessen der betroffenen Wirtschaftseinheiten orientiert, und andererseits die Auswahl geeigneter Instrumente, um die Zielabweichung zu korrigieren. In der Abbildung 13.1 ist das Ziel staatlicher Naturschutzpolitik im Walde mit NS1 bestimmt. Die Zielabweichung beträgt hier NS1-NS0. Die Kosten, um diese Abweichung zu beseitigen, ergeben sich aus der Rohholzminderproduktion RH0- RH1. Um die Analyse operationaler zu gestalten, empfiehlt sich eine partialanalytische Betrachtungsweise der Ziel- und Mittelbestimmung. Dies gelingt, wenn man die Kosten des Naturschutzes dem Nutzen des Naturschutzes gegenüberstellt. Die im Kapitel 11 behandelten Methoden ermöglichen es, die Kosten und Nutzen in Geldeinheiten auszudrücken und so vergleichbar zu machen. Das Kapitel 12 hat empirische Beispiele hierfür geliefert. Die Abbildung 13.2 zeigt eine partialanalytische Darstellung. MMEF MMZB Marginalbewertung 0NS 1NS NSt NS Abb. 13.2: Ziel-Mittel-Bestimmung Die Kurve der minimalen marginalen Entschädigungsforderung (MMEF) des Forstbetriebes ergibt sich aus den Mehraufwendungen für den Naturschutz im Walde und den Mindergewinnen aus der Rohholzproduktionseinschränkung, die mit Hilfe der Mehraufwand-Minderertrag-Methode berechnet werden können. Die Entschädigungsforderungen steigen mit vermehrtem Naturschutz, weil die Grenzrate der Transformation zunimmt, d.h. mehr Naturschutz einen immer stärker werdenden Verzicht auf die Rohholzproduktion verlangt. Die Kurve der maximalen marginalen Zahlungsbereitschaft (MMZB) der Naturliebhaber nimmt mit steigendem Naturschutz ab, weil auch für den Naturschutz die Annahme der Zweiter Teil: Umwelt- und Waldschutzökonomie202 abnehmenden Bedeutung zunehmender Mengen plausibel ist. Die Zahlungsbereitschaften lassen sich mit Hilfe der Reisekostenmethode, der impliziten Preismethode, der bedingten Bewertungsmethode oder der Alternativkostenmethode berechnen. Nach dem Grenzratenausgleichstheorem bestimmt der Schnittpunkt der MMZB- und MMEF-Kurven das Ziel (NS1) und das monetäre Mittel (tNS) einer effizienten Waldschutzpolitik. Ein Plädoyer für einen „intelligenten Waldschutz“ findet sich auch bei M. Krott (1994). Finanzwirtschaftliche Waldschutzmaßnahmen Hierzu zählen Subventionen, Abgaben und Zertifikate, die allgemein bereits im Abschnitt 9.1 behandelt wurden. Praktiziert wird in Deutschland die finanzielle Förderung, die finanztheoretisch eine Subvention darstellt. § 41 Bundeswaldgesetz besagt, dass die Forstwirtschaft wegen der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes öffentlich mit den Mitteln der Wirtschafts-, Verkehrs-, Agrar-, Sozial- und Steuerpolitik gefördert werden soll, um den Wald unter wirtschaftlich angemessenen Bedingungen zu nutzen und zu erhalten. Denkbar wäre auch eine Naturschutzabgabe, die Forstbetriebe zahlen müssten. Eine solche Abgabe in Höhe von tNS würde die Forstbetriebe veranlassen, aus Gründen der Kostenminimierung Naturschutz bis zur Menge NS1 bereitzustellen. Effizienter Naturschutz ließe sich auch mit Naturschutzzertifikaten erreichen. Der Staat müsste hier Naturschutzzertifikate im Umfang NS1 den Naturschutzverbänden anbieten, die diese entsprechend ihrer MMZB nachfragen würden. Als Zertifikatpreis würde sich dann tNS bilden. Fehlende Akzeptanz hat die Anwendung solcher Lösungen bisher verhindert. Ordnungsrechtliche Waldschutzmaßnahmen Der praktizierte Waldschutz ist vielmehr durch gesetzliche Regelungen in der Form von Auflagen geprägt. Forstliche Rahmenpläne binden Forstbetriebe und Behörden. Mit Hilfe von Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft soll der Waldschutz gewährleistet werden. Waldumwandlungen und Erstaufforstungen stehen unter einem Genehmigungsvorbehalt. Mit dem Instrument des „besonders geschützten Waldes“ können Wälder zu Schutzwald oder Erholungswald erklärt werden, denen andere Waldfunktionen „zum Wohle der Allgemeinheit“ untergeordnet werden. Optimale Umtriebszeit bei multifunktionaler Forstwirtschaft Der weltweit spürbare Klimawandel hat das Interesse an der Fähigkeit von Wäldern, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu speichern, geweckt. Das Baumwachstum bindet Kohlenstoff aus Kohlendioxid und reduziert dadurch den Treibhauseffekt, der als Ursache der Erderwärmung gesehen wird. Vorratsreichere Wälder sind deshalb im Interesse des Klimaschutzes und verlangen eine Änderung der Kapitel 13: Waldschutzökonomie 203 Waldbewirtschaftung. Um Forstbetriebe zu veranlassen, die Kohlenstoffbindung als betriebliches Ziel zu berücksichtigen, hat die internationale Klimaschutzpolitik die Möglichkeit geschaffen, Forstbetrieben ein Entgelt für das gespeicherte CO2 zu bezahlen. Der Umsatz der Forstbetriebe besteht dann aus dem Umsatz für Rohholz und dem Umsatz für gebundenes CO2. Eine effiziente Waldbewirtschaftung verlangt die Bestimmung der gewinnmaximalen Umtriebszeit. Der Forstbetrieb muss wissen, in welchem Alter seine Bestände geerntet werden müssen, wenn er sein Einkommen aus Vermögen maximieren will. Eine Nutzungskonkurrenz liegt dann vor, wenn die Berücksichtigung des Umsatzes für gespeichertes CO2 zu einer Änderung der Umtriebszeit im Vergleich zum reinen Rohholzbetrieb führt. Als Referenzsituation dient also der reine Rohholzbetrieb, dessen optimale Umtriebszeit durch das Faustmann-Modell bestimmt werden kann. Es handelt sich hierbei um eine dynamische Betrachtung, bei der eine knappe Waldfläche aufgeforstet wird, der knappe Holzvorrat nach Erreichen der optimalen Umtriebszeit geerntet und verkauft wird, um danach die Waldfläche wieder aufzuforsten. Der Nettogegenwartswert (NGW) einer unendlichen Reihe von Wiederaufforstungen kann gemäß Faustmann (1849) durch die folgende Gleichung berechnet werden. Dabei steht T für die Umtriebszeit, V für das Volumen stehenden Holzes und P für dessen Preis auf dem Stock, der dem erntekostenfreien Holzerlös pro Festmeter entspricht. K sind die Aufforstungs- bzw. Wiederaufforstungskosten, n ist die Zahl der Wiederaufforstungen und i ist der Realzinssatz. Der Nettogegenwartswert NGW entspricht dem Bodenertragswert bei der Umtriebszeit T. Diesen Betrag ist ein Forstbetrieb für eine Fläche von einem Hektar, die sich für Aufforstungen eignet, maximal zu zahlen bereit. Er ergibt sich als Summe aller Produzentenrenten (P·V(T) – K) bei stetiger Diskontierung mit dem Faktor e-niT. Die Diskontierung folgt aus der Überlegung, dass die erwirtschaftete Produzentenrente als Geldvermögen eine Verwendung findet, die einen Realzins erbringt. In ihm zeigt sich die Knappheit des im Holzvorrat gebundenen Kapitals (Möhring, 2009, S. 114). Mit Hilfe der Summenformel einer unendlichen geometrischen Reihe lässt sich der NGW weiter vereinfachen. Differenziert man den NGW nach der Umtriebszeit T, dann ergibt sich nach Umformungen die folgende Bedingung für die Maximierung des NGW. Sie besagt, dass im Optimum der Grenzumsatz einer Ernteverschiebung um ein Jahr auf der linken Seite der Gleichung den Opportunitätskosten dieses Auf- Ti Ti Tin n e KeTVPKeKTVPTNGW ⋅− ⋅− ⋅⋅− ∞ = − −⋅ =−⋅−⋅== ∑ 1 )())(()( 1 λ [ ]*λV(T)Pi(T)V'P +⋅⋅=⋅ Zweiter Teil: Umwelt- und Waldschutzökonomie204 schubs auf der rechten Seite entspricht. Dabei umfasst der Term in der eckigen Klammer dem kombinierten Wert des Bodens λ* und des Holzvorrates P⋅V(T) zum Erntezeitpunkt. Anders ausgedrückt: Solange der Grenzumsatz (in der forstlichen Diktion entspricht dies dem Wertzuwachs) größer ist als der Zinsertrag des Geldvermögens bei Liquidation, ist es sinnvoll, den Holzvorrat wachsen zu lassen. Ersetzt man nun λ* durch den rechten Term aus der oberen Gleichung, gelangt man nach Umformung zur folgenden Gleichung, die sich für die graphische Illustration der Zusammenhänge in Abbildung 13.3 eignet (M. D. Bowes und J. V. Krutilla, 1989, S. 100): Die linke Seite dieser Gleichung ist die Zuwachsrate der Produzentenrente. Im Optimum muss sie gleich der Zuwachsrate des Zinsertrages einer Einheit Geldvermögen sein. Zuwachsrate T Tie1 i ⋅−− KV(T)P (T)V'P −⋅ ⋅ FT Abb. 13.3: Optimale Umtriebszeit eines reinen Rohholzbetriebes Der Vorratsaufbau bindet Kohlenstoff durch den Entzug von CO2 aus der Atmosphäre. Erhält der Forstbetrieb Einnahmen aus dieser Leistung, dann verändern diese den NGW der forstlichen Nutzung. Der NGW besteht jetzt aus den Produzentenrenten der Rohholzproduktion λ(T) und den Einnahmen aus der Kohlenstoffspeicherung ψ(T), die zusammen den Bodenwert ρ(T) ergeben. Hartmann (1976) hat das Faustmann-Modell entsprechend erweitert und kann so die optimale Umtriebszeit bei einer Kuppelproduktion bestimmen. Der NGW ergibt sich nun folgendermaßen: Tie1 i KV(T)P (T)V'P ⋅−− = −⋅ ⋅ Ti ti T 0 Ti e1 dteγ(t)KV(T)eP ψ(T)λ(T)ρ(T)NGW ⋅− ⋅−⋅− − ⋅+−⋅ =+== ∫ Kapitel 13: Waldschutzökonomie 205 Der Ausdruck γ(t) sind die jährlichen Einnahmen aus der Kohlenstoffspeicherung, die während jeder Umtriebszeit anfallen. Durch Differenzierung nach T und Umformung ergibt sich die Bedingung für die optimale Umtriebszeit durch die Gegenüberstellung des Grenzumsatzes der um ein Jahr verzögerten Ernte und der Opportunitätskosten des Wartens in der folgenden Gleichung. Der Grenzumsatz des Wartens auf der linken Seite der Gleichung erhöht sich im Vergleich zum Faustmann-Ansatz um den zusätzlichen Einkommensstrom aus der Entgeltung der Kohlenstoffspeicherung. Nach Einsetzen von ρ* aus der oberen Gleichung ergibt sich wiederum eine Form für die Gleichgewichtsbedingung, die sich für Darstellungszwecke im bereits bekannten Schaubild eignet (R. Olschewski und P. C. Benítez, 2010, S. 4). Abbildung 13.4 verdeutlicht die Auswirkungen der Entgeltung der Ökosystemleistung. Dabei wird die gesamte rechte Seite der Gleichung durch die gestrichelte Linie repräsentiert. Der genaue Verlauf der Linie hängt von der Höhe des Einkommensstroms und dem Zahlungsmodus ab. Zuwachsrate T Tie1 i ⋅−− KV(T)P (T)V'P −⋅ ⋅ FT HT Abb. 13.4: Vergleich von Hartman- und Faustmann-Umtriebszeit Im gezeigten Beispiel verläuft sie für verschiedene T-Werte jeweils unterhalb der Kurve für (i/(1-e-iT)) und spiegelt eine kontinuierliche C-Speicherung mit entsprechenden Zahlungen über die gesamte Projektlaufzeit wider. Im Schnitt- [ ]*ρV(T)Piγ(T)(T)V'P +⋅⋅=+⋅ [ ] KTVP T eKTVP dtet e i KTVP TVP Ti T ti Ti −⋅ − ⎥ ⎥ ⎥ ⎥ ⎥ ⎦ ⎤ ⎢ ⎢ ⎢ ⎢ ⎢ ⎣ ⎡ −−⋅ + − ⋅= −⋅ ⋅ ⋅− ⋅− ⋅− ∫ )( )( )1()( )( 1 1 )( )(' 0 γ γ Zweiter Teil: Umwelt- und Waldschutzökonomie206 punkt mit der Linie [PV’/(PV-K)] ist die Bedingung der Gleichung erfüllt und die optimale Hartman-Umtriebszeit TH für die Kuppelproduktion gegeben. Für den Fall, dass Ökosystemleistungen relativ früh und nur für kurze Zeit anfallen, kann es auch zu einer Verschiebung der Kurve nach oben kommen, verbunden mit einer Verkürzung der optimalen Umtriebszeit (M. D. Bowes und J. V. Krutilla, 1989, S. 108ff.). Die vorgestellten methodischen Grundlagen führen zu unterschiedlichen optimalen Umtriebszeiten. In der ökonomischen Betrachtung eignen sich besonders der Faustmann- und der Hartman-Ansatz, um die Auswirkungen der internen Nutzungskonkurrenz zu analysieren. Beim Faustmann-Kalkül, das nur die Nutzholzproduktion einbezieht, ergibt sich ein relativ kurzer Rotationszyklus. Die Berücksichtigung der Kohlenstoffspeicherung führt durch das Hinausschieben des optimalen Erntezeitpunktes zu einer längeren Umtriebszeit. Das Ausmaß der Verlängerung hängt entscheidend von den Zertifikatspreisen und damit vom Zahlungsstrom ab, der durch die Kohlenstoffspeicherung erzielt werden kann. Dies bedeutet, dass bei einer zunehmenden Attraktivität der C-Speicherung der ökonomische Effekt der Holzernte in den Hintergrund gedrängt wird und diese unter Umständen erst erfolgt, wenn das C-Projekt seine maximale Laufzeit (z.B. gemäss CDM-Regeln siehe Abschnitt 21.4) erreicht hat und somit keine weiteren Zertifikatseinkünfte generiert werden (für eine quantitative Analyse siehe R. Olschewski und P. C. Benítez, 2010, S. 5 ff.). 13.3. Waldschutzpolitik bei externer Nutzungskonkurrenz Seit etwa 1980 sind in Deutschland neuartige Waldschäden bekannt, die auf Luftverschmutzung zurückgeführt werden. Diese Waldschäden zeigen sich in der Form von Verfärbungen von Nadeln und Blättern, Kronenverlichtungen, Zuwachsverlusten und vorzeitigem Absterben von Bäumen. Die Luftverschmutzung mit Schadstoffen wie Schwefeldioxid, Stickoxiden u. a. resultiert hauptsächlich aus der Produktion und dem Verbrauch fossiler Energie. Dadurch entstehen Waldschäden, die mit den im Kapitel 11 behandelten Methoden monetär bewertet werden können. Eine Übersicht der Bewertungsergebnisse findet sich in V. Bergen (1991). Die Energiewirtschaft und die Energieverbraucher berücksichtigen diese von ihnen verursachten Waldschäden aus eigenem Antrieb nicht bei ihren Produktions- und Verwendungsentscheidungen. Sie tun es deshalb nicht, weil eine von ihnen durchgeführte Schadensvermeidung Verluste an Produzenten- und Konsumentenrenten brächte, für die sie nicht kompensiert würden. Diese Situation ist jedoch nicht nur aus der Sicht der Forstbetriebe, sondern aller Nutzer des Waldes unbefriedigend, weil ineffizient. Die Beseitigung dieser Ineffizienz ist somit eine Aufgabe des Staates. Zu einer gesamtwirtschaftlichen Einordnung der Waldschäden siehe auch C. Thoroe (1984). Kapitel 13: Waldschutzökonomie 207 Internalisierung der Waldschäden Effizienter Waldschutz verlangt hier die Internalisierung der Waldschäden, die durch den Einsatz finanzwirtschaftlicher oder ordnungsrechtlicher Maßnahmen erreicht werden kann. Bild c E WS Bild b Bild a Nachfrage Angebot mit WS Angebot ohne WS A B C D1 Ep 0 Ep Et Ep 0 EWGS EWGS 0WS RE 0E ERE 0E 0WS 1E ERE 0E 1WS Abb. 13.5: Internalisierung durch eine Energiesteuer Eine partialanalytische Steuerlösung zeigt die Abbildung 13.5 (V. Bergen, 1998, S. 61-63). Im Bild a sind die Waldschäden (WS) in Abhängigkeit von der Energiemenge (E) dargestellt. Bei der Energiemenge E0 entstehen Waldschäden in Höhe von WS0. Reduzierte Energiemengen mindern die Waldschäden, die bei ER verschwinden. Der unterstellte lineare Zusammenhang zwischen der Referenzsituation und der Ausgangssituation führt zu niveau-konstanten Waldgrenzschäden, die im Bild b dargestellt sind. Der realisierte Zustand A im Bild c ist ineffizient in dem Sinne, dass er der Gesellschaft mehr Kosten als nötig auferlegt. Würde man die Energieproduktion mit den Waldgrenzschäden WGSE0 belasten, dann würde sich die Energieangebotskurve um diesen Betrag nach oben verlagern. Eine Energiepreiserhöhung bei verminderter Energiemenge wäre die Folge. Durch diese Marktreaktion entfällt zwar Produzenten- und Konsumentenrente im Betrage BCD, die Waldschäden würden jedoch im größeren Betrage ABCD zurückgehen. Die „Wald-Gewinner“ könnten die „Energie-Verlierer“ entschädigen und behielten den Differenzbetrag ABD. Dieser Effizienzgewinn könnte durch eine Energiesteuer in Höhe der Waldgrenzschäden tE realisiert werden. Zweiter Teil: Umwelt- und Waldschutzökonomie208 Entschädigung von Waldschäden Entschädigungszahlungen an Waldbesitzer können dann sinnvoll sein, wenn dadurch die Leistungsfähigkeit des Waldes verbessert wird oder wenn dadurch eine Verteilungsungerechtigkeit gemildert wird. Im ersten Fall verlangen die Entschädigungszahlungen eine allokationstheoretische Begründung, es geht um eine Effizienzsteigerung. Im zweiten Fall verlangen die Entschädigungszahlungen eine distributionstheoretische Begründung, es geht um Verteilungsgerechtigkeit. Die vollständige Internalisierung der Waldschäden durch eine Energiesteuer, wie in der Abbildung 13.5 gezeigt, bedeutet, dass sie auf einen effizienten Umfang reduziert worden sind. Eine weitere Reduzierung der verbliebenen Waldschäden würde der Gesellschaft mehr Kosten als Nutzen bringen und sollte unterbleiben. Eine Schadenersatzzahlung an die Waldbesitzer sollte von diesen nicht zur weiteren Waldschadenverminderung über WS1 hinaus verwendet werden. Sind die Waldschäden gar nicht oder nur unvollständig internalisiert worden, dann stellt sich die Situation anders dar. Jetzt bestehen potenzielle Effizienzgewinne, die zumindest teilweise von den Waldbesitzern selbst realisiert werden können, wenn sie dazu finanziell in der Lage sind. Solche Effizienzgewinne bestehen dann, wenn forstwirtschaftliche Maßnahmen zur forstlichen Leistungssteigerung führen und die zusätzlichen Erlöse die zusätzlichen Kosten übersteigen. Wenn solche Maßnahmen nur durch Entschädigungszahlungen durchführbar sind, dann sind sie aus Effizienzgründen gerechtfertigt. Dies könnte beispielsweise für die Förderung von Kalkungsmaßnahmen zutreffen. Sind keine Effizienzgewinne mit einer Schadenersatzzahlung zu erreichen, dann könnte die Verteilungsgerechtigkeit solche Zahlungen rechtfertigen. Die Waldschäden bedeuten einen Vermögensschaden, der zu Einkommensverlusten bei den Waldbesitzern führt. Würden sie durch Entschädigungszahlungen ausgeglichen, dann würden die steuerzahlenden Wirtschaftseinheiten Einkommensverluste erleiden. Eine Wohlfahrtserhöhung der Gesellschaft wäre bei einer Entschädigungszahlung dann erreicht, wenn der Nutzenzuwachs aus der Einkommenserhöhung bei den Waldbesitzern größer ist als der Nutzenentgang aus der Einkommensverminderung bei den Steuerzahlern. Da es kein operationales Kriterium eines interpersonalen Nutzenvergleichs gibt, kann der Beweis der potenziellen Wohlfahrtserhöhung durch Entschädigungszahlungen so nicht geführt werden. Entschädigungszahlungen aus Gründen der Verteilungsgerechtigkeit finden ihre Rechtfertigung in einem Unbehagen der Gesellschaftsmitglieder über Verteilungsungerechtigkeiten. Verteilungsgerechtigkeit kann dabei als öffentliches Gut aufgefasst werden, dessen Bereitstellung Nutzen und Kosten für die Gesellschaft implizieren. Diese Vorstellung verlangt für ihre Operationalisierung eine Verteilungsnorm, also einen Gesellschaftsvertrag über das, was als gerecht gelten soll. Da es einen solchen Gesellschaftsvertrag jedoch nicht gibt, stößt eine Kapitel 13: Waldschutzökonomie 209 distributionstheoretische Begründung von Entschädigungszahlungen auf große Schwierigkeiten. 13.4. Nachhaltige Forstwirtschaft Bisher haben wir uns mit einem effizienten Waldschutz beschäftigt. Die Forstwirtschaft betont dagegen in stärkerem Maße die Nachhaltigkeit als Maßstab und Beurteilungskriterium ihrer Aktivitäten. Was versteht die Forstwirtschaft unter Nachhaltigkeit und ist diese imstande, einen optimalen Waldschutz zu gewährleisten? Die Nachhaltigkeit ist ein dynamisches Beurteilungskriterium für wirtschaftliches Handeln. Seine Bedeutung basiert auf der Erkenntnis, dass es für wirtschaftliches Handeln zeitliche Restriktionen gibt, die im Interesse einer Wohlfahrtsmaximierung zu beachten sind. Bezogen auf den Wald bedeutet das, dass die verfügbaren Güter des Waldes in der Zeit begrenzt sind und deshalb im Interesse der jetzigen und zukünftigen Nutzer nachhaltig bewirtschaftet werden sollten. Bestünde keine zeitliche Restriktion, dann wäre die Nutzung der Waldgüter entsprechend dem Kriterium der statischen Effizienz, wie wir sie im vorangegangenen Abschnitt untersucht haben, optimal. Die zeitliche Restriktion verhindert jedoch eine Nutzung, die unabhängig von der zeitlichen Dimension geplant wird. Für eine zeitraumbezogene Betrachtungsweise ist eine zweite Besonderheit von Bedeutung. Menschen sind ungeduldig und unsicher. Da sie unter Knappheiten leiden, haben sie stets unbefriedigte Bedürfnisse. Eine Verlagerung der Bedürfnisbefriedigung in eine unsichere Zukunft fällt ihnen schwer, sie konsumieren lieber heute als morgen. Wenn sie jedoch warten sollen, dann wollen sie für das Warten mit einem Zins entschädigt werden, der den Nutzen morgen dem Nutzen heute gleichmacht. Es gilt die Gleichung: Nutzen heute = Nutzen morgen / (1+r). Der Nutzen morgen wird mit der Zeitpräferenzrate abgezinst, um ihn dem Nutzen heute vergleichbar zu machen. Die rechte Seite der Gleichung bezeichnet man als Gegenwartswert des zukünftigen Nutzens. Je ungeduldiger und unsicherer die Konsumenten sind, desto höher muss der Zins sein, um zwischen heute und morgen indifferent zu sein. Wir haben nun alles beisammen, um die Optimalitätseigenschaft forstlicher Nachhaltigkeit zu prüfen. Wir verwenden dazu ein Zwei-Perioden-Modell in Anlehnung an T. Tietenberg (1992, S. 22-43). Die Abbildung 13.6 zeigt die Vorgehensweise. Die Nutzer des Waldgutes WG besitzen eine zeitlich stabile, lineare Zahlungsbereitschaftskurve pt=a-bWGt, wobei t=h die Periode heute und t=m die Periode morgen bezeichnen. Der Konsum von WG stiftet ihnen somit einen Nutzen in Höhe von Nt=aWGt-(b/2)WGt2. Die Bereitstellung des Waldgu- Zweiter Teil: Umwelt- und Waldschutzökonomie210 tes verursacht Produktionskosten in Höhe von Qt=cWGt, d. h. konstante Grenzkosten. Aus dem Konsum von WGt resultiert für jede Periode ein Nettonutzen NNt=Nt-Qt=aWGt-(b/2)WGt2-cWGt. d c a Effizienzverlust 2 WGs tp mWG hWG seWG sWG tWG md hd Abb. 13.6: Nachhaltige Nutzung Stünden heute und morgen die Mengen WGs zur Verfügung, dann bestimmte die Regel Grenzproduktionskosten=Grenzzahlungsbereitschaft die statisch-effizienten Konsummengen WGse. Steht die Menge WGs aber nur einmal zur Verfügung, dann muss sie auf heute und morgen aufgeteilt werden. Eine nachhaltige Nutzung könnte bedeuten, die Menge WGs gleichmäßig auf beide Perioden zu verteilen. Daraus folgt eine Nutzung heute und morgen in Höhe von WGs/2. Die zeitliche Restriktion äußert sich in zusätzlichen Kosten, die dadurch entstehen, dass die Nutzung einer Mengeneinheit heute diese der Nutzung morgen entzieht und umgekehrt. Diese Kosten werden als Grenznutzungskosten (marginal user cost) bezeichnet. Die nachhaltige Nutzung bedeutet periodengleiche Grenznutzungskosten in Höhe von d-c. Der mit der Menge WGs/2 verbundene Nettonutzen ist in jeder Periode gleich dem Dreieck oberhalb der gestrichelten d-Linie. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass periodengleiche Grenznutzungskosten bedeuten, dass ihr Gegenwartswert der Periode morgen um den Faktor 1/(1+r) geringer ist als die Grenznutzungskosten heute. Eine Ausdehnung der Nutzung heute zu Lasten von morgen würde mehr Nettonutzen bringen als morgen Nettonutzen entfiele. Das Nettonutzenmaximum liegt entsprechend dem Grenzkostenausgleichstheorem dort, wo die Grenznutzungskosten heute gleich sind den Gegenwarts-Grenznutzungskosten morgen. Dem entsprechen die Linien dh und dm, wobei gilt dm=dh(1+r). Durch das Vorziehen der Nutzung erhöht sich der Nettonutzen heute und reduziert sich der Nettonutzen morgen. Doch die Zunah- Kapitel 13: Waldschutzökonomie 211 me heute übersteigt die Abnahme morgen um das graue Rechteck. Die nachhaltige Nutzung führt somit zu einem Effizienzverlust, der die Nutzer heute und morgen schlechter stellt als es ohne Beachtung der Nachhaltigkeit möglich wäre. Forstliche Nachhaltigkeit im Sinne periodengleicher Nutzungsmengen schließt somit die Gefahr der Verschärfung der Knappheit ein, als Maßstab eines wohlfahrtsmaximalen Waldschutzes ist sie kaum geeignet. Der Grund für dieses Versagen liegt in der Gleichbehandlung ungleicher Tatbestände. Durch die Ungeduld und Unsicherheit der Menschen ist die Nutzung einer Menge morgen nicht das gleiche wie die Nutzung einer Menge heute. Dann ist aber eine Mengengleichverteilung nicht gleichbedeutend mit einer wohlfahrtsmaximalen Gleichbehandlung. Kapitel 14: Ökonomische Beurteilung forstlicher Projekte 14.1. Gegenstand und Instrumente der Projektbeurteilung Für die Beurteilung forstlicher Projekte können verschiedene Instrumente eingesetzt werden. Dazu gehören die Nutzen-Kosten-Analyse, die Kosten- Wirksamkeits-Analyse und die Multikriterielle Analyse. Alle drei Evaluationsinstrumente werden benutzt, um die Frage zu beantworten, welche Wirkungen mit der Durchführung öffentlicher Maßnahmen verbunden sind. In Deutschland finden sich die gesetzlichen Grundlagen für Projektbeurteilungen im Haushaltsgrundsätze-Gesetz und in den Haushaltsordnungen des Bundes und der Länder, die für Projekte von erheblicher finanzieller Bedeutung eine Evaluation vorschreiben. Dabei steht die systematische Aufbereitung oftmals komplexer Zusammenhänge im Mittelpunkt. Sie liefert die Basis für eine wissenschaftlich fundierte Politikempfehlung. Im Rahmen dieses Kapitels liegt der Schwerpunkt auf der Evaluation forstökonomischer Projekte, deren Ziele und Wirkungen auf der Basis ökonomischer Theorie formuliert werden können und in monetären Einheiten darstellbar sind. Dies ist das klassische Einsatzgebiet der Nutzen-Kosten-Analyse. Daneben sind jedoch auch Projekte in Betracht zu ziehen, die sich durch eine multiple Zielsetzung auszeichnen und/oder deren Projektwirkungen nicht sinnvoll in Kosten- Nutzen-Einheiten zu erfassen sind. Zur Beurteilung derartiger Projekte werden die Kosten-Wirksamkeits-Analyse und die Multikriterielle Analyse eingesetzt. Diese Erweiterung der Möglichkeiten zur Projektevaluation bedeutet jedoch gleichzeitig eine Veränderung des Standpunktes, von dem aus die Beurteilung erfolgt, und offenbart damit einen weiteren, grundlegenden Unterschied zur Nutzen-Kosten-Analyse: bei der Nutzen-Kosten-Analyse erfolgt die Bewertung einer öffentlichen Maßnahme durch die betroffenen Individuen selbst. Die beiden anderen Instrumente stützen sich, sowohl bei der Zielbestimmung als auch bei der Einschätzung der Zielerreichung, auf das Urteil von Dritten. Darauf haben wir bereits im Abschnitt 8.2 hingewiesen. 14.2. Nutzen-Kosten-Analyse Allgemeine Grundlagen Die Nutzen-Kosten-Analyse (NKA) ist ein Instrument der Politikberatung, das benutzt wird, um öffentliche Maßnahmen unter Effizienzgesichtspunkten zu beurteilen. Dabei bildet die NKA im Bereich der öffentlichen Verwaltung das Gegenstück zur privatwirtschaftlichen Investitionsrechnung und ist für solche Pro-

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References

Zusammenfassung

Zur Forstökonomie liefert dieses Lehrbuch theoretisch fundierte Antworten auf Fragen des nationalen und internationalen Waldschutzes. Als umfassende Umweltökonomie bietet es dabei gleichzeitig Analysen, die sich mit der Vermarktung von Holz und Holzwaren auseinandersetzen und den ökonomischen trade-off zwischen Schutz und Nutzung der Wälder verdeutlichen. Es stellt sich ebenso den Herausforderungen, die sich aus der Globalisierung sowohl von Gütermärkten als auch – wie die internationale Klimaschutzdebatte zeigt – von Umweltproblemen ergeben.

Zur Neuauflage

Die aktuellen Entwicklungen, wie u.a. die Klimaschutzdebatte wurden integriert. Der Fokus ist nun stärker auf Fragen des nationalen und internationalen Waldschutzes ausgerichtet.

Die Autoren

Prof. Dr. Volker Bergen, Göttingen, Dr. Wilhelm Loewenstein, Bochum, und Dr. Roland Olschewski, Göttingen.